Thema: Wie haben eure Lieben reagiert?  (Gelesen 2680 mal)

Edive

« am: 04. Juli 2013, 11:57 »
Hallo zusammen!

Ich habe am letzten Wochenende meinen Eltern von meinen Reiseplänen erzählt!
Meine Eltern waren ganz schön geschockt und machen sich jetzt ganz schön Sorgen um ihren 32 Jährigen Sohn ;)

Meine Eltern sind recht Weltfremd und glauben das alles ausser Europa ja bestimmt gefährlich ist...

Jedenfalls hat es mir ganz schön zugesetzt meine Mama so traurig zu sehen :(! Ich hoffe wenn sie den Schock verdaut hat kann sie sich doch noch mit mir freuen!

Wie war es bei euch? Gabs oder gibt es bei euch Menschen die sich aus Sorge um euch nicht so wirklich mitfreuen können/konnten, oder sind meine Eltern die einzigen ganz furchtbar spießigen (nicht so böse gemeint wie es sich anhört :D) und ängstlichen Menschen ????

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versatile

« Antwort #1 am: 04. Juli 2013, 12:10 »
Moin,
mein Dad war ganz gelassen und hat sich direkt gefreut bzw Unterstüzung angeboten. Ich glaube, er hätte sowas auch gern mal gemacht und denkt sich, dass auch er von meinen Erlebnissen bzw Erzählungen profitieren wird. Meiner Mom hab ich es aber noch nicht erzählt, und mein Dad hat mir hoch und heilig versprochen, es auch nicht zu tun :) Ich weiß eben ganz genau, dass sie auch geschockt und traurig sein wird, von daher sage ich ihr das lieber etwas später, so ala "ins kalte Wasser werfen".
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southern_cross

« Antwort #2 am: 04. Juli 2013, 12:15 »
Bei meiner ersten Reise war ich (w) 28 Jahre alt und mein Vater hatte schlaflose Nächte.

Wir haben dann halt jede Woche mal geskypt, zwecks Gesicht zeigen und so... Geholfen hat auch, ihnen einfach vor Augen zu führen, wieviele Backpacker jeden Tag zu ihrer Reise aufbrechen, dass du nie allein (und damit auch in wesentlich geringerer Gefahr bist als Eltern sich gerne ausmalen) bist und mit Hausverstand und Bauchgefühl vieles vermeidbar ist.

Manche Geschichten von unterwegs erzähl ich meinen Eltern natürlich trotzdem nicht. Hihi.

Inzwischen bin ich 32 und das hat sich deutlich gelegt, war so oft weg, bei meiner letzten Reise nach Afrika kam nicht mal ein einziges SMS und da hab ich das dann sogar irgendwie vermisst  ;D

Ich glaub, sie lernen es...  ;)
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Janyla

« Antwort #3 am: 04. Juli 2013, 12:42 »
Ich bin 21 und es wird meine 1. Reise sein und meine Eltern waren eigentlich recht begeistert davon. Klar gibt es auch einige sicherheitstechnische Bedenken, aber da ich mich vorher ja vorher schon informiert hatte konnte ich vieles direkt "aus dem Weg räumen". Mal sehen wie sie sich verhalten wenn ich unterwegs bin. Mein Dad hats wahrscheinlich nicht wirklich ernst genommen, weil ich vorher ja schon jede Menge andere Pläne hatte, von denen ich ihm erzählt hab, die aber leider nicht geklappt haben (Freiwilligendienst usw.)
Meine Freunde und Bekannte fandens meist auch alle ganz gut. Lediglich im Büro schüttelt man den Kopf (auch nicht alle Kollegen) darüber, das man in meinem Alter schon 6 Monate "Urlaub" braucht :D Naja, irgendwer muss ja was zu meckern haben :D
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Jens

« Antwort #4 am: 04. Juli 2013, 13:27 »
Schau mal hier, der Thread kann was für dich sein!
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Home is where your Bag is

« Antwort #5 am: 04. Juli 2013, 13:49 »
Großeltern: "Was?! Thailand? Indonesien?! Bist du etwa verrückt?!!!"  ;D

Man kennt halt nur das, was man im Fernsehen sieht...  ::)
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Ruebli

« Antwort #6 am: 04. Juli 2013, 19:27 »
Meine Eltern und Schwester haben doch etwas Verständnislos über die Wahl meines ersten (und wichtigsten) Reiselandes (Guatemala) reagiert, sie meinten wieso ich nicht an einen normalen Ort wie Kanada oder so reisen könne... ich habe dann eigentlich gar nicht mehr so oft mit ihnen über meine Reise gesprochen, was sie dann wieder auch genervt hat. Schlussendlich war ich weg und bin gesund (aber leider nicht mehr in meiner Beziehung, was sie total traurig macht/e) heimgekommen und jetzt reden wir schon gar nicht mehr über die Reise (bin seit 3 Wochen daheim).

Für sie kam so etwas halt nie in Frage, für mich war es schon immer ein Traum. Ich denke jedoch, dass die Tatsache, dass viele Leute ihnen immer wieder gesagt haben, wie Recht ich doch habe, hat sie irgendwie umgestimmt. Soeben habe ich mich entschlossen, im Herbst wieder 1-2 Monate unterwegs zu sein, bin gespannt was sie dann dazu sagen... Schwester fands auf jeden Fall schon mal sehr cool : )

Mich hat schon etwas belastet, dass sie mich nicht wirklich mit mir gefreut haben und ich war (und bin) traurig über den Kummer, den ich ihnen bereite/te, am Ende des Tages geht es jedoch  um mich und um niemand anderes...

Edive

« Antwort #7 am: 05. Juli 2013, 09:26 »
Danke schon mal für eure Kommentare!

Letztendlich wollen doch alle Eltern das ihre Kinder glücklich sind! Ich hoffe ich kann das meinen Eltern vermitteln das im Moment allein diese Reise mich glücklich machen kann! Dann sollten sie drüber weg kommen!

Und wie Jens schon in seinem Thread geschrieben hat, ist es auch die Tatsache das wir den ersten Flug schon gebucht hatten und meine Eltern wissen das es kein zurück mehr gibt! Vielleicht hätten sie sich gewünscht das ich eher meinen Mund aufmache.

Ich denke sie werden es überleben und vielleich kriege ich sie ja dazu doch die europäischen grenzen zu überschreiten und mich mal besuchen zu kommen ;)!

In diesem Sinne schon mal allen ein traumhaftes Wochenende!
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Jens

« Antwort #8 am: 05. Juli 2013, 10:52 »
Warte mal ab, in ein paar Wochen sind deine Eltern stolze wie Bolle und erzählen dann was für ein cooles Kind sie haben. Das habe ich dann bei meinen Eltern gemerkt und dann fanden sie es auch super im Blog mitzureisen und quer über die Welt zu skypen!

Alles wird gut!! Bestimmt!
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Edive

« Antwort #9 am: 05. Juli 2013, 11:03 »
Ja, das hoffe ich für meine Eltern!
Da müssen sie jetzt durch :P

Mich hat halt mal interresiert wie das bei euch so war!

Die Eltern meiner Frau haben da jetzt auch nicht so die Probleme mit!
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Vada

« Antwort #10 am: 05. Juli 2013, 14:05 »
meine Mutter hatte anfangs Angst und dachte es sei gefährlich. Mittlerweile macht sie sich nicht mehr Sorgen, ein Neffe ihres Lebensgefährten war über 1 Jahr in Mexiko+Karibik als Backpacker und der lebt auch noch, da sie zudem meine Heimatbasis ist werd ich mit ihr öfters Kontakt haben (aber auch nicht allzuoft).

Meine Freunde haben 1 Jahr vorher eigentlich nicht viel reagiert, dachten wohl jaja die macht das eh nicht, langsam checken sie dass ich wirklich gehe, eine sehr gute Freundin war von Anfang an neugierig und wir treffen uns alle 2-3 Wochen zum Kaffee und sie fragt mich Löcher in den Bauch :) .......

mittlerweile plant sie auch eine (kürzere) REise .. hihi :)
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Radlerin

« Antwort #11 am: 05. Juli 2013, 14:18 »
Da ich öfters "weiter weg" war, sind meine Eltern das schon gewöhnt.
Ausserdem waren sie selbst auch immer abenteuerlustig, halt mehr auf Europa und USA bezogen, aber immerhin. Allerdings machen sie sich jetzt schon ein bißchen Sorgen, lassen es aber nicht so raushängen, wohl um mir nicht auf die Nerven zu gehen und weil sie eh wissen, dass es beschlossene Sache ist.

Ich erzähle halt wie es in den Reiseländern so zugeht, damit sie eine bessere Vorstellung bekommen, aber ich glaube, im Grunde können sie es sich nicht so richtig vorstellen :D

Zitat meines Papa's, als ich mal sagte, mein Traum sei eine Weltreise  mit dem Fahrrad: "Willst du dir das wirklich noch antun, in deinem Alter?"
und da war ich Mitte 30.... :D
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izzy

« Antwort #12 am: 05. Juli 2013, 14:24 »
Hallo,

bei mir war es so, dass ich meiner Familie schon von meiner Reise erzählt habe, als ich selbst noch garnicht so wusste, ob ich das jetzt wirklich mache...also quasi mit meinen ersten Gedanken. Das war ca zwei Jahre bevor die Reise dann tatsächlich startete.

Meine Eltern haben also alles, vom Gedanken über die Planung und den endgültigen Entschluss alles mitbekommen und haben mir auch geholfen, wenn ich nach Hilfe gefragt habe.
Richtig geglaubt haben sie's aber glaube ich erst als ich mein Ticket in der Hand hielt, knapp ein Jahr vorher. Davor war noch immer so ein unterschwelliges 'das macht die eh nicht' raus zu hören, was mich allerdings nur noch mehr angespornt hatte mein Ziel (Geld sparen und Planung) zu erreichen.
Mein Vater war immer am meisten besorgt...jeden Tag hat er mir von Hai-Angriffen, gekidnappten Backpackern und anderen Unglücken erzählt, in der Hoffnung ich würde meine Meinung ändern, haha...

Aber wie Jens geschrieben hat. Sobald ich unterwegs war und er gesehen hat, das ich auch nach 4 Wochen noch lebe war er stolz und stolzer und hat überall mit mir angegeben, haha   :D

Tja, jetzt war ich 9 Monate unterwegs und morgen geht's schon wieder heim  :o

LG Izzy
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Vada

« Antwort #13 am: 05. Juli 2013, 16:08 »
Izzy, ich wünsch dir eine gute Heimreise, habe ja deine ganze Reise mitverfolgt, dein Blog verlinkt gehabt, deine Erlebnisse waren immer sehr unterhaltsam :D.  HOffe du holst SA bald nach ;-)

LG
Vada
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Lea

« Antwort #14 am: 08. Juli 2013, 13:40 »
Ich habe ganz unterschiedliche Reaktionen erlebt:
meine Mutter hat ähnlich wie deine reagiert - sofort völlig besorgt und verängstigt. Ich hatte irgendwie gehofft, dass sie sich mit uns freuen würde (war wohl etwas naiv von mir), das konnte sie aber leider gar nicht. Sie saß mit versteinertem Gesicht da und hat erstmal gar nichts gesagt. Und auch nichts gefragt. Nach dem ersten Schock kamen dann eher negative Reaktionen (Sorgen, Einwände). Ich war danach echt ein bisschen traurig und enttäuscht und hab ihr das auch gesagt, aber sie macht sich halt einfach Sorgen...wirklich nachvollziehen kann ich ihre Reaktion nicht, aber man muss es wohl so akzeptieren.

Meine Schwester und ihr Mann dagegen haben sich sehr mit uns gefreut. Kein Wunder, sie sind selbst Reisefanatiker und können unsere Entscheidung total nachvollziehen. Seit sie von unserer Entscheidung wissen, nehmen sie Anteil daran und fragen z.B. oft nach, ob`s was Neues bezüglich unserer Vorbereitungen gibt. Es ist wirklich schön, Menschen zu haben, die so mitfiebern und die ganze Vorfreude und Aufregung mit einem teilen! :)

Dann unsere Freunde...auch hier unterschiedliche Reaktionen. Die meisten freuen sich aufrichtig für uns, bei einigen merkt man aber, dass sie unsere Entscheidung eigentlich nicht wirklich nachvollziehen können. Da sie aber wissen, was es für uns bedeutet, freuen sie sich trotzdem für uns.
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