Thema: 3 Wochen Kolumbien  (Gelesen 1687 mal)

Poquito

« am: 07. Juni 2013, 10:28 »
Hey,

ich mache bald ein Praktikum in Cali und möchte davor noch 3 Wochen rumreisen.
Jetzt ist die Frage was schafft man in der Zeit und was lohnt sich?!
Ich habe viele Ideen was ich mir angucken möchte, weiß aber auch, dass das nicht realisierbar ist.
Was könnt ihr empfehlen, was kann ich auch weglassen?
Ich lande in Bogota und muss wiegesagt 3 Wochen später in Cali sein.
Interessieren tut mich:
- Goldmuseum in Bogota
- Cartagena
- Santa Marta, Ciudad Perida, Sierra Nevada
- Tayrona
- Papayan
- desierto de tatacoa
- Kaffeedreieck bei Manizales

Für hilfreiche Tipps bin ich sehr dankbar.
Oder habt ihr noch anderes sehenswertes?
Vielen Dank schonmal.
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sandburg

« Antwort #1 am: 09. Juni 2013, 23:34 »
Hi,

machbar ist das bestimmt, hängt ein bisschen von deinem Reisetempo ab. Aber du kannst ja auch spontan umplanen.
Meine Kolumbientipps:
Das Bergdorf Barichara bei San Gil mit einer tollen Wanderung nach Guane
Klettern in La Mojarra http://refugiolaroca.blogspot.de/
Villa de Leyva

Kolumbien ist auf jeden Fall eine Reise wert!

Viel Spass,
Sandburg
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climo

« Antwort #2 am: 04. Juli 2013, 15:25 »
Hallo Poquito,

wir kommen gerad von 5 Wochen Kolumbien zurück, wobei 1 Woche davon für Krankheit draufgegangen ist. Du könntest die Dinge schon schaffen, denke ich, je nachdem wie ausführlich du eben alles machst.
Wir haben alles gesehen, was du schreibst, außer den Ciudad Perdida Trek und Bogota (dafür waren wir in Medellín und in San Agustín). Die Tatacoa ist wirklich schön, aber sehr klein. Wie so ein kleiner Minicanyon, den man aber quasi in 1 Stunde anschauen kann. Wenn du in der Gegend nichts anderes machen möchtest, lohnt sich evtl. die Fahrt nicht.

Über den Ciudad Perdida Trek haben wir nur Gutes gehört! Von allen die ihn gemacht haben, einziger Kritikpunkt: Moskitos ;)

Cartagena ist wunderschön, nur so touristisch, dass man nach 2 Tagen eigentlich genug hat, mehr Zeit würde ich nicht einplanen.

Von Tayrona könnte man jeden Quadratzentimeter im Reiseführer abbilden, wirklich schön, aber sehr teuer. Falls du zusätzlich den Ciudad Perdida Trek machst, reicht dort wahrscheinlich 1 Tag, wir waren 3 Tage im Park. (Der Eintritt beträgt mit Studentenausweis nur 1/5 des Preises!)

In die Sierra Nevada de Santa Marta kommt man nicht einfach so. Die meisten gehen nach Minca (Hostel Casa Loma, sehr sehr toll), wandern hinauf zum Los Pinos Hostel, von dem aus man morgens/abends die Snow Peaks sehen kann, und dann wieder zurück nach Minca (oder fahren direkt nach Santa Marta). Santa Marta ist an sich nicht so interessant, außer du stehst auf Partyhostels, dann geh ins Dreamer.

Popayan und das Kaffeedreieck sind ja nah bei Cali, das könntest du direkt vorher machen, oder später als Wochenendtrip von Cali aus, dann könntest du auf jeden Fall vorher alle anderen Orte anschauen. Für Popayan reichen im Prinzip auch 1-2 Tage, das ist perfekt für 1 Wochenende. Im Kaffeetal waren wir nur in Salento, dort aber ganze 6 Nächte (das Hostel Tralala war das sauberste unserer Reise und die Atmosphäre dort war auch gut). Salento ist sehr sehr touristisch, hat uns aber trotzdem gut gefallen, vor allem wegen der umliegenden Landschaft.

Unsere Favoriten waren Minca und die Wanderung auf einem Trampelpfad durch den Dschungel vom Los Pinos zurück, außerdem der 5 Std Rundweg im Valle de Cocora (Kaffeezone), wo es sich lohnt früh (um 6 Uhr mit dem Jeep von Salento) hinzufahren, um klare Sicht und keine anderen Touristen zu haben. Tayrona ist auch wunderschön, aber zum Teil schon recht voll mit Leuten.

Zum Zeitsparen: Nimm für längere Strecken Inlandsflüge (z. B. Bogota - Sta Marta, Cartagena - Kaffeezone/Cali). Ein paar Tage vorher kann man die vor Ort günstig buchen. Oft sind sie wenig teurer als der Bus, sparen aber 15-20 Stunden Zeit. Wir sind von Medellín nach Cartagena für 45 € und von Santa Marta nach Neiva für 100 € pP geflogen. Schaust du hier: despegar.com.co
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farmerjohn1

« Antwort #3 am: 09. Juli 2013, 05:28 »
Sag mal Climo, wie habt Ihr denn die Sicherheitslage und den allgemeinen Zustand des Landes wahrgenommen?
Ich habe vor einer guten Woche einen Teil meiner Reise von 2009 wiederholt: Neiva-La Plata-Purace-Popayán-Cali-Quindío/(Kaffeefinca mit tourist, Fuehrung) - Bogota. War natuerlich ueber bzw. kurz nach San Pedro, wenn der halbe Kontinent seinen Rausch ausschlaeft, und ich habe auch nicht die angeblich zum grossen Teil inzwischen asphaltierte Strecke La  Plata-Inza (Tierradentro)-Popayan ueberprueft. Aber trotzdem war ich ein bisschen negativ ueberrascht: Die Strecke ueber Purace (immerhin eine ziemlich einmalige Pass-Strecke durch das Zentralmassiv unterhalb des Vulkankels/Parc Entrance Purace vorbei, durch Hochsuempfe und tropische Bergnebelwaelder, wurde in 4 Jahren keinen einzigen Milimeter  asphaltiert/zementiert, sondern der Pistenzustand ist eher vernachlaessigter als zuvor, zudem weniger Militaerkontrollen. Am wunderhuebschen und museal gepflegten Zentralplatz von Popayán sind nur noch Banken und Institutionsgebaeude zu sehen - vormals gab es dazwischen immerhin noch Touri-Information, einige Strassencafes, Laedchen und Hotels und es war lebhaft dort. In Cali waren sonntags sowohl das archaeologische als auch das Goldmuseum geschlossen; den eje cafetero fand ich wie  bei vormaligen Besuchen touristisch gut erschlossen, landschaftlich recht huebsch und teilweise mit sehr zuvorkommendem Service - aber bei weitem nicht so beeindruckend wie meist behauptet, den Kaffee nicht so besonders gut, und vor allem landschaftlich weniger gewaltig hnd haesslicher zersiedelt  als den Huila, und in allen Staedten des Landes fand ich die Taxifahrer und viele Hostels wesentlich respektloser, frecher und mehr auf Abzocke aus als zuvor.
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