Thema: Streik in Bolivien  (Gelesen 957 mal)

Kavo

« am: 20. Mai 2013, 18:15 »
Hallo, wir sind gerade in Salta (Argentinien) und versuchen schon seit gut einer Woche Richtung Norden weiterzureisen. Eigentlich wollten wir nach San Pedro de Atacama (Chile) und von dort aus nach Bolivien fahren. Problem: Auf dem Andenpass nach San Pedro hat es geschneit (2 Meter Schnee), weshalb die Grenze nach Chile hier bis auf unabsehbare Zeit gesperrt ist. Nach Bolivien koennen wir laut den Aussagen der Hostel-Dame und des Busunternehmens aber auch nicht fahren, da dort die Grenze von Streikenden blockiert wird. Hat jemand von euch Erfahrungen mit solchen Strassenblockaden? Sollen wir zur Grenze fahren und versuchen, so weit wie moeglich zu kommen? Oder waere dieser Schritt einfach nur die naechste Sackgasse? Wir wissen echt nicht mehr weiter. Wir waeren mittlerweile sogar bereit, Bolivien zu streichen und direkt nach Peru zu fahren (das Land wollten wir eigentlich erst nach Bolivien besuchen). Aber um nach Peru zu kommen, muessten wir ja auch erst einmal nach Chile einreisen koennen. Ach, ist gerade alles so kompliziert hier. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass jemand von euch einen Tipp fuer uns hat.
Vielen Dank im Voraus
Katharina
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LostCitizen

« Antwort #1 am: 20. Mai 2013, 20:45 »
hej katharina, ich bin gerade in sucre und am wochenende ist es kein problem von stadt zu stadt zu kommen. Dann werden meistens die blockaden komplett aufgelöst. Ansonsten kommst du in der woche auch irgendwie immer vorwärts und über die grenze solltest du auch kommen. Es gibt kurz nach der grenze die stadt Tupiza, von dort könntest du direkt in die salar de uyuni, wenn du die salzwüstentour machen willst. So langsam dürfte sich das alles hier auch auflösen, die können ja nicht ewig die straßen blockieren...
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Kavo

« Antwort #2 am: 20. Mai 2013, 21:22 »
Danke LostCitizen, das hoert sich gut an. Zeitlich sind wir naemlich recht flexibel. Sprich, es waere kein Problem, wenn wir mal 2-3 Tage irgendwo stecken bleiben. Nur diese Ungewissheit hier ist halt ziehmlich nervig. Deshalb ist deine Antwort aus erster Hand Gold wert.
Dann versuchen wir mal unser Glueck an der Grenze.

Katharina
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LostCitizen

« Antwort #3 am: 20. Mai 2013, 21:25 »
Ach und fliegen kann man auch immer, ein flug von sucre nach la paz kostet z.b. nur 40-50 eur... kürzere distanzen sind dann noch günstiger
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KleinMü

« Antwort #4 am: 22. Mai 2013, 01:29 »
Hey Katharina.
Wir hatten vor ein paar Tagen erst mit einer Strassenblockade vor Santa Cruz zu tun.
Als wir uns ins Trufi von Buena Vista aus richtung Santa Cruz setzten, wussten wir auch nicht, was uns erwartet.
Schliesslich kamen wir zur Bloqueo.
Es war alles ziemlich simpel. Aussteigen, durch die Blockade laufen und auf der anderen Seite wieder in ein anderes Trufi steigen.
Ich denke mal, so kann es bei den meisten Blockaden gemacht werden.
Viel Glueck!
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BB89

« Antwort #5 am: 27. Mai 2013, 18:05 »
Mittlerweile ist es ja wieder etwas ruhiger. Bin seit 1 Monat in Bolivien, irgendwie kommt man immer durch. Als wir von Santa Cruz nach Samaipata wollten, haben wir ca. 5 Stunden kurz außerhalb der Stadt gewartet und dann noch einmal kurz vor Samaipata wo wir dann durch die Blockade durchgelaufen sind und die letzten Kilometer zum Dorf. Problematisch wird es nur wenn es dunkel wird ;-)
Für die Bolivianer ist das Alltag, dementsprechend finden Sie auch immer Lösungen doch ans Ziel zu kommen. Dauert halt länger :)
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Kavo

« Antwort #6 am: 16. Juni 2013, 06:22 »
Bolivien liegt jetzt hinter uns und natürlich möchte ich an dieser Stelle ein kleines Feedback geben:
In dem Zeitraum (22.5.2013-14.6.2013), in dem wir das Land bereist haben, hatten wir keine Probleme mit Blockaden. Selbst auf der Strecke Uyuni - La Paz keine Blockaden.
Ich kann einen Besuch des Landes auf jeden Fall empfehlen, da die Landschaft so abwechslungsreich und wunderschön ist.
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