Thema: Wann (und warum) geht eine Langzeitreise zuende?  (Gelesen 2129 mal)

xzarus

« am: 26. März 2013, 09:45 »
Hallo,

ich bin noch gar nicht los, aber über eine Sache mache ich mir Gedanken:
Die Frage richtet sich insb. an alle Wiedergekehrten.

Warum seid ihr zu dem Zeitpunkt wiederkommen, an dem ihr wiedergekommen seid?

Reiselustende? Budgetende? RTW-Ticket-Ende? Anschlusstätigkeit in der Heimat?

Mich interessiert: Was passiert, wenn diese Punkte alle nicht zutreffen - also am Ende der angedachten Reisezeit noch Reiselust & Geld da ist, kein Ticketzwang besteht und die direkte Anschlusstätigkeit fehlt oder zumindest die Lust dazu...


Ist es ein Risiko wenn man nicht loslassen kann vom Reisen - und es auch nicht unbedingt muss?

Ich freue mich auf eure Kommentare.

xzarus

0

Jens

« Antwort #1 am: 26. März 2013, 12:10 »
Ich musste leider wieder zurück zu meiner Arbeit, aber das Geld wäre dann auch bald zu neige gegangen.

Wenn ich dieses für mich zutreffend gewesen wäre:
Mich interessiert: Was passiert, wenn diese Punkte alle nicht zutreffen - also am Ende der angedachten Reisezeit noch Reiselust & Geld da ist, kein Ticketzwang besteht und die direkte Anschlusstätigkeit fehlt oder zumindest die Lust dazu...

Wäre ich weitergereist und hätte versucht mal einen Kurzabstecher nach Hause zu machen. Am Ende hab ich mich schon auf die Heimat gefreut, allerdings in der dritten Nacht zu Hause wollte ich wieder weg.....

Irgendwann merkst du schon, ob du wieder Heim möchtest oder ob du weiter auf Tour bleibst!

Aber mach dir jetzt doch noch keine Gedanken an das Ende, wenn du noch nicht mal weg bist!!! Es kommt oft anders als du heute denkst!!!
0

piretj

« Antwort #2 am: 26. März 2013, 13:56 »
Hallo,

Ich bin zwar noch nicht zurück, kann aber jetzt schon sagen, dass bei mir Auslöser für die Rückkehr einzig und alleine finanzielle Gründe sein werden - andere Gründe kämen absolut nicht in Betracht...:)

Auch graust es mir jetzt schon vor der Rückkehr, wenngleich ich noch gute 7 vor mir habe...

Liebe Grüße,
Benny
0

xzarus

« Antwort #3 am: 28. März 2013, 16:16 »
Mit etwas Glück reicht mein Erspartes noch über 11 Monate hinaus.
Eigentlich will ich mit nem Master nahtlos weitermachen, aber ich befürchte fast, dass es sich nach hinten schiebt.

Jens - du hast natürlich Recht: nicht zuviele Gedanken vorher machen.

Ich frage deswegen nach, weil ich mich möglicherweise schon VOR Antritt der Reise für ein Studienplatz entscheiden müsste (oder zumindest finanziell mit einer Anzahlung in Vorleistung gehen sollte).

Aber ich glaube, ich werde das lassen, weil wenn ich die Möglichkeit und Lust habe das Reisen zu verlängern und einzig ein blöder Studienplatz mit Anzahlung mich nach hause "zwingt", könnte es passieren, dass ich keine Freude am Master finde...
0

MachuPikachu

« Antwort #4 am: 28. März 2013, 18:19 »
Stell dich nicht so an. Was meinst du wie viele Leute hier darum betteln würden um in deiner Situation zu stecken ?

Fertig mit dem Bachelor und du hast so viel Geld, dass du 11 Monate reisen kannst und Angst hast, dass noch zu viel Geld überbleibt ? Unglaublich.. ein Vorschlag meinerseits wäre: Das Geld, das übrig bleibt, überweist du einfach an mich!

Ich kanns echt nicht glauben, dass das ein Thema ist, mit dem du dich beschäftigst.. mal einpaar ehrliche Worte von mir:

Mit deiner Einstellung bezweifle ich ohnehin, dass du viel länger als 11 Monate aushällst. 11 Monate sind eine lange Zeit.. ich selbst bin noch nicht so lange am Stück gereist, kenne aber viele, die nach 5-6 Monaten einfach keine Lust mehr hatten und sich nach der Gemütlichkeit des Alltags sehnten. Jemand wie du, der solche Bedenken.. ja gar Sorgen und Angst.. hat mehr als 11 Monate zu reisen, weil das Masterstudium dadurch ja aufgeschoben wird, der ist einfach nicht aus solchem Holz geschnitzt so lange zu reisen.
Wenn jemand über ein Jahr reisen will, dann muss er auch total davon überzeugt sein.. das muss völlig oben auf der Prioritätenliste stehen. Dass dein Masterstudium dem aber solche Konkurrenz zu machen scheint, würde ich dir echt empfehlen kleinere Brötchen zu backen..

Außerdem denke ich, dass sich deine Bedenken in gewisser Zeit ohnehin verselbstständigen. Wenn du so viel Geld hast, dass du "befürchtest" am Ende noch etwas über zu haben, solltest du ja ohnehin ohne Rückflugticket, bzw. mit einem sehr flexibelen Rückflugticket reisen.. nach so vielen Monaten wirst du selbst überhaupt keine Zweifel haben.
Wenn man reisemüde ist, dann ist man das nunmal.. und wenn man selbst nach 11 Monaten noch weiter will und auch kann, dann gibts keine Zweifel, dass man das tun muss.

Ich werde dieses Jahr mit meinem Bachelor beginnen und ich kann dir sagen: Es wäre ein Traum, wenn ich dannach so viel Geld für so eine lange Reise wie du zusammen hätte. Wenn du wirklich mehr sehen möchtest als du in 11 Monaten sehen kannst, dann nutz doch diese seltene und gute Chance.. wann wirst du denn nochmal so ne Gelegenheit haben ? Nach dem Master ? Nachdem du einen Job kündigst ? In der Rente ?

Liebe Grüsse!
0

Edive

« Antwort #5 am: 28. März 2013, 18:49 »
 :o :o :o Ui, na da hat jetzt aber einer die Keule rausgeholt was!?!?

Ich sehe das etwas anders. Für jemanden der noch nicht so lange Reisen gemacht hat ist es doch eine berichtigte Frage.
Woher soll man denn bitte schön wissen ob einem etwas liegt wenn man es noch nicht gemacht hat???

Wenn xzarus dann nach 10-11 Monaten genug vom Reisen hat, ist der Studienplatz weg!
Deshalb finde ich auch das es eine berechtigte Sorge bzw Frage ist die einer ÜBERLEGTEN Entscheidung bedarf!

Also lassen wir doch alle so große Brötchen backen wie sie wollen ;)

Schönen Gruß und einen entspannten Feiertag!
3

Vombatus

« Antwort #6 am: 28. März 2013, 19:29 »
Ich denke die Gründe sind recht individuell. Abgesehen von Dinge die absehbar sind, wie wenn das Geld oder die nutzbare Zeit zur Neige geht … (Nicht zu vergessen, die Reserve die man zur "Rückkehr" vielleicht braucht)

Und dann unvorhersehbare Dinge, ein Unfall oder Unglück/Todesfall zuhause. Dann natürlich auch je nach Mentalität, persönliche Gründe wie Lustlosigkeit und Überforderung.

Im Nachhinein sind meine 15 Monate so schnell vergangen und jetzt bin ich auch schon wieder 16 Monate zuhause … und wie viele Andere, ... hätte ich die Möglichkeit (nötige Kohle) wäre ich immer noch unterwegs.

Persönlich schwingt natürlich die Familienplanung eine Rolle und Freundschaften wollen auch gepflegt werden ... Als ewiger Nomade muss man seinen Weg suchen ...
0

xzarus

« Antwort #7 am: 28. März 2013, 22:21 »
Danke für die weiteren Antworten. Kritische Betrachtungen haben natürlich ihre Berechtigung.
Sorry, wenn ich dir MachuPikachu auf den Schlips getreten bin... ich wollte mit meiner Situation - obgleich ich ja überhaupt nicht weiß, ob es am Ende überhaupt so aussieht - nicht angeben oder so. Keine Angst, ich schwimme nicht in Geld und habe noch ein strammes Sparprogramm bis zu meiner Ausreise.


Ich finde die Frage aber grundsätzlich spannend. Die Motive werden sehr unterschiedlich sein warum jemand im vorraus sich überlegt x Monate zu reisen.
Warum nehme ich mir vor 11 Monate zu reisen und nicht 6 oder 15... naja, weil ich im Anschluss mit etwas anderem weitermachen will. Andere planen halt bis das verfügbare Geld alle ist - was je nach Reiseland, Reiseart, möglicher Arbeit vor Ort etc. - auch gestreckt werden kann.

Von Reisemüdigkeit etc. habe ich natürlich gehört und MachuPikachu hat schon Recht, der Plan mit der Weltreise ist relativ jung und wer weiß ob mir das auf Dauer überhaupt die Erfüllung verschafft, die ich mir erhoffe.
Aber das ist sowieso für jeden was ganz anderes.
...und natürlich habe ich auf ein RTW-Ticket verzichtet ;-) you never know.
1

MachuPikachu

« Antwort #8 am: 29. März 2013, 00:55 »
naja, weil ich im Anschluss mit etwas anderem weitermachen will.

Beantwortet das nicht den ganzen Thread hier ?
0

Tags: