Thema: Camper Neuseeland - Wild Campen  (Gelesen 6096 mal)

BigTrip76

« am: 19. Januar 2013, 09:40 »
Hallo zusammen,

je mehr ich recherchiere, desdo klarer wird mir, dass die neuseeländische Tourismusindustrie es geschafft hat, sämtliche günstigen Schlupflöcher für den Transport im Land zu schließen. Vielleicht irre ich mich ja aber der Vergleich Guesthouse, Mietvan, gekaufter Van wird immer undurchsichtiger je länger ich suche...
Ich habe jetzt ca. 30-40 Webseiten von Vermietern besucht und dort auch Campervans gefunden, die für gut 40 N$ angeboten werden. Allerdings natürlich nur mit Standardversicherung. Möchte man etwas besser abgesichert sein oder sogar ohne Selbstbeteiligung kommen nochmal ca. 20 N$ dazu. Ein Vermieter hat mir dann noch erklärt, dass ich unbedingt ein "selfcontained" Fahrzeug benötige, damit ich wild campen darf. Dies würde im Moment nur auf Camper mit Hightop zutreffen, die aber nicht verfügbar seien. Er würde aber mal gucken, was der da übers Wochenende für mich tun kann. Die Campingplätze seien ja fürchterlich überlaufen im Moment. Und damit hat man ja die Thiird Party Insurance noch nicht abgeschlossen... *seufz* Wie machen das die anderen Backpacker? Sind die alle reich oder liegt mein Unmut darin begründet, dass wir mit zwei Monaten relativ lange unterwegs sind? Was habt Ihr denn so bezahlt für einen Camper, der die Voraussetzungen für das wilde Campen mit sich bringt? Wenn wir das nämlliich nicht machen können und damit auf die teuren Campingplätze angewiesen wären, ist der eventuelle Preisvorteil eines Mietfahrzeuges entgültig dahin.

Zum Thema Kauffahrzeuge habe ich einen äußerst beunruhigenden Erfahrungsbereicht von Langzeitreisenden (1 Jahr Neuseeland) gelesen, nachdem ca. 50% aller Backpacker mit Ihren Fahrzeugen nicht am Zielort ankommen. Wegen technischen Problemen und trotz Werkstattprüfung... Naja da kommt es wohl auf das Gespür und auf ein wenig Glück an.

Kombis mit oder ohne Zelt sind nach den Infos vom og Vermieter nicht für das wilde campen geeignet. Stimmt diese Auskunft?

Und dann wollte ich noch wegen dem Wetter fragen.. wir kommen am 12.2. in Auckland an. Dann bereisen wir für einen knappen Monat die Nordinsel und danach die Südinsel. Gemäß Agent wäre es besser, wenn wir von Christchurch aus zunächst die Südinsel bereisen würden weil wir dann insgesamt schöneres Wetter hätten. Das klingt einleuchtend, wenn ich mir die Wettertabellen ansehe aber ist es im März/April auf der Südinsel unangenehm?

Puh sorry wenn das alles zu emotional war aber ich bin grad etwas gefrustet. Danke fürs Lesen.
0

helen

« Antwort #1 am: 19. Januar 2013, 20:26 »
Hi!

Ich kann Deinen Frust verstehen. Wir sind gerade am Ende unserer 5 Wochen mit gemietetem Campervan (self-contained) und es reicht jetzt dann auch.

Auto:
Gemietet haben wir für 45 NZD pro Tag aber ich würde die Firma nicht empfehlen. Wie Du berichtet hast, trotz (angebliche?) "alles ok" war der eine Reifen so abgefahren, dass wir den erstmal ersetzen lassen mussten (er war porös und hat geeiert - die anderen Reifen waren "noch akzeptabel" laut Werkstatt). Mein Cousin ist hier, hat einen deutlich teureren Wagen und war auch schon am reparieren von Kleinigkeiten. Ehrlich? Ich bin froh, wenn ich das Ding morgen abgebe und hoffe, dass bis dahin nichts kaputt geht o.ä. (aber auf eine komische Art macht es mich auch froh, dass anscheinend der Mietpreis nicht unbedingt ein Garant für werkstattlosen Urlaub ist).

Campingplätze:
Wir waren über Weihnachten und Sylvester hier und hatten Campingplätze für die Zeit vorgebucht. Das wäre aber gar nicht notwendig gewesen. Auf den normalen Campingplätzen haben wir bis jetzt immer einen Platz bekommen wenn wir am selben Tag zw. 12-17 Uhr) angekommen sind. Die Campingplatzdichte ist hier so hoch, dass auch im Umkreis von 20 km mindestens noch ein weiterer ist auch wenn die Gegend noch so abgelegen und die Orte noch so klein sind.

Wild campen:
Wild campen darf man in NZ a) mit einem self-contained Auto (laut einer Broschüre gehören Spaceship Autos nicht dazu) und b) im Umkreis von 200m um eine befestigte Straße außer es ist verboten (Schilder sind deutlich). Wir haben aber auch Leute getroffen, die mit Fahrrad und Zelt unterwegs waren und wild gecampt haben, da wo auch Toiletten waren.
Wir haben nur 2x richtig wild gecampt, beide male waren wir auf einem offiziellen Parkplatz mit Toilette, denn keine von uns hatte Lust, das Port-a-Loo sauber zu machen. Wir waren nicht die einzigen dort und es war immer ganz nett
Als güstige alternative gibt es noch DOC-Campsites. Das Department of Conservation hat einige Plätze, allerdings nicht gleichmäßig verteilt, wo man für 6 NZD pP übernachten kann. Manche haben nur ein Plumpsklo, manche auch noch Picknickplätze, eine Küche, ... aber nie Strom. Die Plätze sind auch häufig etwas abgelegen aber idR an Startpunkten von Wanderwegen. Es gibt eine Broschüre mit allen Plätzen, bekommt man bei der Information.

Information allgemein:
Mein absoluter Favourit: iSite. Gibt es fast überall und dort wird Dir fast alles gebucht, kostenlos. Ist in der Zwischenzeit immer der erste Anlaufpunkt in einer Stadt: Stadtplan, was kann man in der Nähe machen, buchen von diversem (Campground, Touren, Hostels, Zugtickets, Bustickets, ...). Man bezahlt dann dort und bekommt einen Gutschein, den man vorlegen muss.


Hmmm, habe ich noch etwas übersehen? Ach ja, teuer ist der ganze Spaß schon. Aber das war uns von Anfang an klar - trotzdem war es ein riesen Schock, nach 4 Monaten Asien :-) Ich darf auch gar nicht so sehr auf die Ausgaben schauen. Ich hatte es gerade mal zusammengerecht und komme nach 40 Tagen auf durchschnittlich 160 Euro Edit: 120 Euro pro Tag für 2 Personen inklusive allem (Gletschertour, Overnightcruise, Kino, Schwimmen mit Delphinen, Hostel/Campinplätze, Camper, Sprit, Essen, Fähre, ....) - pro Person also rund 60 Euro. Ab morgen sind wir dann mit dem Bus nochmal 14 Tage unterwegs und übernachten im Hostel (YHA/HI weil ich von den anderen teilw. schlimme Sachen gehört + gesehen habe was Sauberkeit angeht).
Und noch zum Abschluss: trotz der hohen Kosten bereue ich keine Minute hier :-)

Viel Erfolg mit der weiteren Planung!

BigTrip76

« Antwort #2 am: 20. Januar 2013, 03:11 »
Hallo nochmal,

vielen Dank für die ausführliche Antwort!


Auto:
Ähm die Miete von 45$ kommt mir bekannt vor. Wart Ihr bei Justcruzenrentals? Ich hätte ja gern ein Fahrzeug mit extra-Batterie für Licht, usw. aber das wird wohl nix werden in der Preisklasse. Was habt Ihr für nen Van bekommen und ging das mit dem Verbrauch? Teilweise nehmen die anscheinend 14 Liter auf 100. Das wäre ja doch ein wenig happig. Ich rechne mit ca. 6-7 TSD km Fahrtstrecke...

Darf ich fragen, wie Ihr das mit der Versicherung gehandhabt habt? Angeblich reicht es ja nicht mehr, die Basisversicherung zu nehmen und den Selbstbehalt durch eine Extraversicherung abzusichern. Weil sich diese auf die (sehr schlechten)Konditionen der Basisversicherung des Vermieters stützt, die (angeblich) nur noch die Karosserie versichert.. Hach ich sehe mich schon die AGBs wälzen *seufz* Vielleicht kaufen wir doch nen Van und versichern einfach den. Scheint fast einfacher zu sein.

Campingplätze:
Dann werdet Ihr auch so an die 20N$ pro Person gezahlt haben nehme ich an?

Wild campen:
Je nachdem, was wir für ein Fahrzeug bekommen, bin ich da schon dran interessiert (auch wenn ich dafür das Klo putzen muss *schauder*). Mal sehen, wie das grade auf der Südinsel so wird.

Kosten:
Jaja.. wir haben es uns in Asien (sind grade in Vietnam) ganz gut gehen lassen und werden wohl so bei 30 Euro pro Person  und Tag rauskommen. Wir hatten auch so mit dem Doppelten gerechnet in Neuseeland. Das kommt also mit Eurem Erfahhrungswert gut hin. Kannst Du Dich erinnern, wie viel Ihr für die Fähre ausgegeben habt? Man munkelt, es sei günstiger, die Buchung von Neuseeeland aus zu machen...

Unterkunft:
Gibt es Hostels oder B&B, die Ihr als besonders gut empfunden habt?

Viel Glück beim Auto-Loswerden (sofern inzwischen nicht schon geschehen)
0

Diggidi

« Antwort #3 am: 20. Januar 2013, 09:46 »
hi big trio

wir waren 32 tage in neuseeland unterwegs ein traum!!! wenn du dir so viele gedanken machst über campen etc fahre nie nach australien das war totales kontrast programm ;-)

wir hatten einen unabhängigen vermieter dadurch auch einen sehr guten preis. klar wir hatten keinen typischen breezer apollo etd aber unser LUIGI (so haben wir ihn getauft) hat uns ober die nord u südinsel die stange gehalten. der vermieter ist herzallerliebst die formalitäten werden am couchtisch erledigt u da unser flug derbst verspätung hatten durften wir bei ihm übernachten (wahlweise im haus oder im camper) u am nächsten morgen haben wir zusammen gefrühstückt. wir haben die all inclusive versicherung gemacht, das es mit der standardverscherun und einem hinzubuchen einer versicherung die den selbstbehalt übernimmt fast gleich gewesen wäre u bei diesen versicherungen aber nie windschutzscheibe u reifen ( die wahtscheinlichsten schäden) nicht angedeckt sind. frag ihn doch einfach mal an www.justcruzenrentals.com er heisst aziz bestell ihm liebe grüße von derna u mr. italian dann macht er dir sicherlich einen guten preis ;-)

wir haben fast immer (ausser wenn wir mal strom brauchten oder waschen mussten) auf den doc sites. die kosten zwischen 6 und 10 dollar u haben teilweise auch kalte duschen. aber du brauchst einen self contained camper aber das ist mit einem portaloo schnell beseitigt. auch wenn die camps manchmal etwas ab vom schuss liegen wirst du mit den tollsten ausblicken belohnt. wild gecampt haben wir nie hatten keine lust auf stress mit dem ranger. achte darauf dass du dir die aktuelle docsite broschüre holst. und ja die isites sind er hit überall vertreten mit topinformationen! aber auch die normalen campingplätze (auch in isites erhältlich die Jason Brosychüre da stehen fast alle mit preis drin) kosten zwischenn 14 und 30 dollar.

ansonsten viiiiiel spaß!!!

diggidi
0

helen

« Antwort #4 am: 21. Januar 2013, 02:39 »

Auto:
Ähm die Miete von 45$ kommt mir bekannt vor. Wart Ihr bei Justcruzenrentals?

Ja, aber ich würde es nicht empfehlen. Die Sache mit dem absolut fahruntauglichen Reifen (und nach 2h am ersten Tag deswegen von der Polizei angehalten zu werden) habe den Spaß schon ziemlich getrübt. Dass das Auto 20 Jahre alt ist hat mich nicht gestört, aber auch die anderen Reifen waren nicht toll, es gab kein Fernlicht oder ich habe es nicht gefunden, denn eine Bedienungsanleitung war auch nicht dabei. Ich habe mich unsicher gefühlt und bin danach nie mehr schneller als 80 km/h gefahren. Als "Nebenbefund" fehlte außerdem die versprochene Verteilersteckdose, das Gas für den Gaskocher, das Auto war nicht vollgetankt und und die Frontscheibe hatte drei deutliche Steinschläge. Nachdem wir aber bereits 100 Euro für den Reifen vorgestreckt hatten und eine Verteilersteckdose gekauft hatten, wollten wir den Rest nicht auch noch vorstrecken - Diggidi hat recht, der Vermieter ist sehr nett. Das ändert aber leider nichts an den Mängeln :-/

Was habt Ihr für nen Van bekommen und ging das mit dem Verbrauch? Teilweise nehmen die anscheinend 14 Liter auf 100. Das wäre ja doch ein wenig happig. Ich rechne mit ca. 6-7 TSD km Fahrtstrecke...
Es war ein Toyota Hiace, BJ 1993. so etwas wie ein alter VW Bus, mit niedrigem Dach. Der Innenraum ist selbst ausgebaut, mit 3 Boxen, durch ein Brett dazwischen wurde es zur Schlafstelle und es gab auch noch eine Konstruktion, um einen Tisch drinnen zu haben. Wenn man die Kofferraumklappe aufgemacht hat war dort das Klo, ein Waschbecken und ein Gaskocher.
Das Auto hat zw. 8-9l pro 100km gebraucht. Wenn Berge kamen ist der Verbrauch deutlich hochgeschnellt und ich bin, wie gesagt, nicht schneller als 80 km/h gefahren - wenn man die erlaubten 100 fährt verbraucht er sicher nochmal mehr.


Darf ich fragen, wie Ihr das mit der Versicherung gehandhabt habt?

Darfst Du  :) Ich zittere innerlich noch ein wenig, ob wirklich alles geklappt hat (das Auto haben wir vor 3h übergeben an jemanden, der es von Christchurch nach Auckland fährt) aber es scheint alles okay gewesen zu sein. Wir waren ganz mutig und hatten nur die Basisversicherung, die im Mietpreis mit drinnen ist. Da wir so lange unterwegs sind hätten wir mit der besten Versicherung (0,- Selbstbeteiligung) nur 300 NZD/200 Euro gespart und wir haben uns dagegen entschieden. Das war beim Abholen das Autos auch komisch, denn der Vermieter hat uns ganz andere Versicherungsoptionen mit anderen Bedingungen angeboten als auf der Website stehen  :-[


Campingplätze:
Dann werdet Ihr auch so an die 20N$ pro Person gezahlt haben nehme ich an?

Maximal 20 NZD. Ich bin auch Mitglied bei Top10 Holiday Parks, das gibt auf jedem Park 10% Nachlass und 10% Nachlass auf den Fährpreis mit der Interislander Fähre.

Kannst Du Dich erinnern, wie viel Ihr für die Fähre ausgegeben habt? Man munkelt, es sei günstiger, die Buchung von Neuseeeland aus zu machen...

Ich glaube das waren 180 Euro von Wellington nach Picton, die 10%Nachlass sind schon abgezogen. Wir hatten vorher gebucht, lag aber daran weil wir am 19. Dezember gefahren sind und da ganz NZ unterwegs ist.

Unterkunft:
Gibt es Hostels oder B&B, die Ihr als besonders gut empfunden habt?

In unsere Blog doctorandcompanion.wordpress.com haben wir die Guten eigentlich immer verlinkt. Absolut nicht empfehlen kann ich Rowena's Lodge in Wellington. Wir haben da mit dem Camper genächtigt und ich fand das Hostel so unangenehm, dass ich extrem froh war nicht da schlafen zu müssen.
Als Highlight zum campen war Seddonville (Südinsel, Westcoast, ganz im Norden). 14 NZD für 2 Personen, sehr schöne Duschen/Küche/Bad und total nette Leute. Guter Ausgangspunkt zum Wandern, ansonsten aber weit ab vom Schuss.
In Auckland waren wir im YHA International und fanden es beide sehr angenehm.

Viel Glück beim Auto-Loswerden (sofern inzwischen nicht schon geschehen)

Danke. Bis jetzt sieht es gut aus  ;D

BigTrip76

« Antwort #5 am: 21. Januar 2013, 05:11 »
Hallo nochmal,

soo also vielen Dank für die vielen Infos. Langsam kommt bei uns ein Plan zu Stande. Der sieht im Moment wie folgt aus:
Leider kommen wir in Auckland am 12.2. an und fliegen von Wellington Mitte April wieder ab. Aufgrund des Wetters ist es aber wohl besser, wenn wir zuerst die Südinsel bereisen. Deswegen wollen wir gleich von Auckland aus nach Christchurch weiter fliegen. Wir buchen Hin-und Rückflug für ca. 75 Euro pro Person. Der Rückflug erfolgt dann gut 5 Wochen später. Auf diese Weise sparen wir die Überfahrt(en) mit der Fähre ein. Die kostet mit gut 60 Euro für e i n e Überfahrt ohne Auto schon einiges mehr und man muss erst einmal zum Hafen kommen mit dem Bus, was auch wieder Geld kostet. Zusätzlich reduzieren wir so die Gesamtfahrtstrecke mit dem Van ein wenig.

Mit Bezug auf Mietvans bedeutet das, dass wir zunächst nur für die Südinsel buchen und den erwählten Vermieter testen können. Stimmt der Service (und vor allem die Technik) können wir danach auch die Nordinsel beim selben Anbieter buchen oder halt nicht.

Wir werden wohl einen Backpackervan mit Basisversicherung nehmen und sollten mit gut 40 N$ pro Tag hinkommen. Von der ADAC-Webseite kann man sich eine Checkliste für Mietwagenübernahmen herunter laden, die wir nutzen werden:
http://www.adac.de/infotestrat/fahrzeugkauf-und-verkauf/miete-car-sharing-fahrgemeinschaft/automiete/checkliste-anmietung/default.aspx
Ich meine, es gibt Anbieter, die die Versicherung für Reifen und Frontscheiben auch schon im Standardpacket inkludiert haben. Das, die Verfügbarkeit einer Heizung und der jeweilige Verbrauch des Fahrzeuges (das gern ein Diesel werden soll in meinem Wunschdenken) bleiben zu prüfen.

Das wilde Campen werden wir (bis auf vielleicht wenige Ausnahmen auf der Südinsel) zu Gunsten der DOC-Campsites bleiben lassen. Diese kombinieren wir mit den teureren Plätzen, um die Durchschnittskosten etwas zu drücken.

Oh Gott ich hoffe es gibt guten Käse in diesem Land :) Nach dann zwei Monaten Südostasien b r a u c h e n wir den einfach.
0

Chief

« Antwort #6 am: 04. April 2013, 12:30 »
 :(  SCheint wohl nicht einfach zu sein auf NZL... Habe vor nur wild zu campen und hin und wieder ein Hostel... will mich hauptsächlich im DOC Land aufhalten, campen und Strecken per Daumentaxi zurücklegen. Wie siehts vor Ort mit Camping Ausrüstung aus? Hat hier jemand Erfahrung? Denke, es wird preisintensiver sein. Muss aber dort kaufen, da ich in den Ländern davor kein Zelt mitschleppen möchte.

Momentan fällt der Euro ja wieder rapide und wenn ich sehe das das Verhältnis mal 2,5 : 1 war sind die + 60 % schon ärgerlich. Hätten wir doch nur die DM behalten  8)

0

Jessy83

« Antwort #7 am: 04. April 2013, 15:37 »
Huhu!
Weiß nicht, ob euch die Info noch was bringt, aber ich schreibs trotzdem mal hier rein! :)
Wir waren 2011 4 Wochen in Neuseeland und mit einem Wicked-Camper unterwegs. Da es die zweite April- und die erste Maihälfte waren, war der Preis echt ok, da Nebensaison. Umgerechnet haben wir um die 20 Euro am Tag bezahlt. Klar sind die Camper nicht die neuesten, aber das hat uns nicht im Mindesten gestört, gefahren sind sie nämlich immer! Wir hatten 2 verschiedene, da wir zwischendurch 5 Tage wandern waren und waren mit beiden sehr zufrieden. Man schläft mit 2 Leuten ganz bequem hinten drin und es sind 2 Campingstühle, ein Tisch sowie CAmpingkocher und Geschirr im Camper drin.
Den ersten Wagen haben wir in Chritchurch gemietet (schon von Deutschland aus) den zweiten dann direkt vor Ort in Queenstown, was auch kein Problem war.
Gecampt haben wir so gut wie immer wild, nur alle 4 Tage ca sind wir zwecks Geruchsminderung Campingplätze angefahren  ;)
Haben uns immer schöne idyllische Plätze an Flüssen, Seen oder direkt am Meer gesucht, aber nie in der Nähe von Wohnhäusern und nie direkt in Ortschaften drin. Müll haben wir natürlich immer alles mitgenommen.
Toilette hatte unser Camper keine, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn ich eine brauchte (ständig!), immer auch eine öffentliche Toilette in Ortschaften vorhanden war, ansonsten tuts auch mal ein Busch.... ;D
Liebe Grüße!
1

ORANGPHILOSOPHICUS

« Antwort #8 am: 05. April 2013, 05:18 »
wir haben fast immer (ausser wenn wir mal strom brauchten oder waschen mussten) auf den doc sites. die kosten zwischen 6 und 10 dollar u haben teilweise auch kalte duschen. aber du brauchst einen self contained camper aber das ist mit einem portaloo schnell beseitigt. auch wenn die camps manchmal etwas ab vom schuss liegen wirst du mit den tollsten ausblicken belohnt. wild gecampt haben wir nie hatten keine lust auf stress mit dem ranger. achte darauf dass du dir die aktuelle docsite broschüre holst.

kleine, aber wichitige KORREKTUR:
auf DOC-Campgrounds MUSS MAN NICHT self-contained sein!  kosten wie beschrieben 6-10NZD, eignen sich oft nicht um einfach mal kurz wo zu übernachten, da man häufig 10, 20 km fahren muss. auf schotterwegen. lohnt sich aber fast immer! es gibt auch basic campgrounds für so 7-8 dollar auf den hauptstraßen.
beim freedom camping auf DOC land MUSS man self contained sein. dh, wenns nicht durch schilder explizit verboten wurde, dürft ihr überall halten und einfach übernachten! ohne eigenes klo aber nicht. selbiges für picknick areas, an flüssen, etc außerhalb von doc land.

sonst gilt das campen am straßenrand als wild und ist prinzipiell verboten. aber warum nicht einfach mal irgendwo einen bauern oder so fragen ob man sich nicht über die nacht in seine "einfahrt" stellen kann. mit etwas kommunikation funktionniert vieles find ich.
und sagen wir mal so, mit einer guten straßenkarte und etwas umweg findet ihr viele dead-end roads wo die chance dass euch wer "erwischt" praktisch vernachlässigbar ist. besonders aufpassen sollte man um queenstown, te anau und wanaka. da hört man öfters dass tatsächlich wer zahlen musste. mir hat kürzlich erzählt, er musste 500 NZD zahlen da er noch auf stur geschaltet hat... würde er in nachhinein betrachtet anders machen. ,)

übrigens..... parken ist ja erlaubt. ;)
wenn man in den wagen nicht reinsehen kann, dann könnt ihr ja überall stehen bleiben und euch einfach totstellen wenn wer klopft. da sollte man dann aber wirlich wirklich nicht reinsehen können. sonst wirds nur peinlicher und teurer ;) dh. ich such mir in städten auch öfters ruhigere straßen wo ich einfach stehen bleibe. je später man kommt und je früher man fährt, desto besser ists klarerweise.

die "erweiterten" tipps sind bitte nur für jene, die wissen wie man sich benimmt (was euren konsumatorischen sowie körperlich ausgeschiedenen mist betrifft).
für alle anderen: fahrt bitte auf einen camping platz wo ihr dafür zahlt dass euer dreck beseitigt wird.

grüsse
0

BigTrip76

« Antwort #9 am: 11. April 2013, 10:04 »
Ich habe mich jetzt lange nicht gemeldet was daran lag, dass wir Neuseeland unsere volle Aufmerksamkeit witmen mussten. Ich wollte aber noch erzählen, was wir jetzt tatsächlich gemacht haben. Nachdem wir in Christchurch angekommen waren, habe ich noch mit schlimmem Jetlag die ersten Probefahrten absolviert. Teils mit Campern, teils mit PKW. Ich hätte mir einen Camper vorstellen können, allerdings fanden die vorgestellten Modelle wenig Zustimmung bei meiner besseren Hälfte (sie waren aber auch etwas verwarzt weil jeweils zuvor junge Single-Männer darin gehaust hatten). Die Technik war so lala... hätte man prüfen müssen. Letzten Endes ist es dann ein Ford Festiva geworden. Das Mutige an der Entscheidung war die Tatsache, dass er schon über 300t km auf dem Tacho hatte. Er fuhr sich aber ganz anständig. Trotzdem hätte ich die Anzeige in unserem Hostel wohl ignoriert, wenn uns nicht der Betreiber vom Backpacker-Carmarket die Besitzer zwecks Shuttle-Service vorbei geschickt hätte. So hatten wir Gelegenheit, den Wagen gleich zu fahren. Bezahlt haben wir dann 1600,-. Hinzu kamen ca. 200 Euro für Versicherung und den Legal-Check. Das Risiko gegenüber einem Campervan ist also vergleichsweise niedrig. Ein weiterer Vorteil war der mit 6 Liter sehr niedrige Verbrauch. Wir hatten einen Benziner. Der Preis pro Liter liegt im Moment bei 2,11 NZ$ in den Grossstädten bis 2,43 bei den Gletschern an der Westküste der Südinsel. Man rechne das mal auf die von uns gefahrenen 5500 km um im Vergleich zu einem Van, der 10-12 Liter Benzin nimmt. Der Nachteil: Wir haben sehr viel gezeltet, um die Backpacker-Kosten zu vermeiden. Dabei sind wir in Holidayparks abgestiegen, was Kosten von 20-40 NZ$ pro Nacht bedeutet hat. Das kann man natürlich drücken, wenn man auf die DOC-Plätze geht. Da meine Frau mir aber vor ca. 8 Wochen noch geschworen hat, dass ich sie niemals aber auch niemalls in ein Zelt bekommen werde, war das dann doch ein ganz guter Kompromiss.
Jedenfalls haben wir den Wagen dann in Auckland für knapp 1200 wieder verkauft. Es wäre wohl auch noch besser gegangen aber die Bremsen waren dann nicht mehr so toll. Im Anschluss sind wir mit Jucy im Rahmen eines Relocation-Deals von Auckland nach Wellington gefahren. Das ist wirklich empfehlenswert. 1 NZ$ pro Tag und wir haben noch eine all-in-Versicherung für 25 NZ$ pro Tag abgeschlossen. Eine Tankfüllung gab es von JUCY dazu. Wie wir den Komfort genossen habe, brauche ich wohl nicht extra erwähnen. Super. Es gab auch die Möglichkeit, sich auf Parkplätze zu stellen, ohne etwas zu bezahlen, weil das Fahrzeug halt selfcontained war. Einmal standen wir direkt neben einem Schwimmbad, wo wir neben der Sporteinheit auch noch unsere Dusche nehmen konnten. Beim Aufwachen blickten wir direkt aufs Mehr *seufz* ja das werde wir nächstes Mal wohl gleich machen. Einfach das Geld abschreiben und den Camper mieten auch wenn es etwas mehr kostet. Wir haben ausgerechnet, dass uns der Wagen inkl. Benzin und aller Nebenkosten 20 Euro am Tag gekostet hat. Wir hatten aber die ganze Zeit Sorge, ob er durchhält und ob wir ihn gut verkaufen können. Zum Glück hat das ja geklappt. Jetzt fliegen wir nach Australien, wo wir dann eine andere Strategie fahren werden (weniger Bewegen, mehr an einem Ort leben, Bus und Bahn fahren und vielleicht mal nen Camper mieten :)
0

ORANGPHILOSOPHICUS

« Antwort #10 am: 11. April 2013, 10:37 »
Im Anschluss sind wir mit Jucy im Rahmen eines Relocation-Deals von Auckland nach Wellington gefahren. Das ist wirklich empfehlenswert. 1 NZ$ pro Tag und wir haben noch eine all-in-Versicherung für 25 NZ$ pro Tag abgeschlossen. Eine Tankfüllung gab es von JUCY dazu.

hey,
wie kommt man zu so etwas? kann man danach gezielt im internet suchen?
grüße!
0

ORANGPHILOSOPHICUS

« Antwort #11 am: 11. April 2013, 10:40 »
UND wie lange durftet ihr denn dafür brauchen um den wagen in wellington abzugeben?
0

BigTrip76

« Antwort #12 am: 11. April 2013, 10:49 »
Wir haben bei JUCY auf der Website nachgesehen. Man muss etwas Glück haben aber manchmal ist da was. Wir hatten zwei Übernachtungen im Camper. Es eignet sich also vor allem, um Distanzen zu überbrücken, weniger zum gemütlichen Campen. Wir haben in drei Tagen 700 km gemacht.
0

ORANGPHILOSOPHICUS

« Antwort #13 am: 12. April 2013, 00:38 »
Wir haben bei JUCY auf der Website nachgesehen. Man muss etwas Glück haben aber manchmal ist da was. Wir hatten zwei Übernachtungen im Camper. Es eignet sich also vor allem, um Distanzen zu überbrücken, weniger zum gemütlichen Campen. Wir haben in drei Tagen 700 km gemacht.

aja, danke! trotzdem super!
werd ich mir merken! zzt finde ich nichts, daher vl noch eine kleine ergänzungsfrage: wie lang im voraus habt ihr das auf jeder jucy website gelesen?

grüße!
0

BigTrip76

« Antwort #14 am: 12. April 2013, 01:50 »
Hm das war nicht lang online weil es ein gutes Angebot ist. Wir hatten halt Glück dass zu dem Zeitpunkt, an dem es für uns Sinn machte, entsprechende Relocations verfügbar waren.
0

Tags: