Thema: Grobe Reiseplanung Peru / Bolivien  (Gelesen 6526 mal)

Stecki

« am: 03. Dezember 2012, 06:58 »
Vom 17.2. - 8.3.2013 habe ich knapp 3 Wochen Zeit um den Süden Perus und die Gegend um den Titicaca-See bis La Paz zu bereisen. Genaue Reisezeiten hängen auch von den Fussballspielplänen ab. Mich würde interessieren ob Ihr an der groben Routenplanung etwas ändern würdet (wo kann ich mir einen Stopp sparen, wo muss ich unbedingt hin?).

Lima, Huancayo, Huancavelica, Ayacucho, Cusco, Aguascalientes (Machu Picchu), Arequipa, Puno und dann nach Bolivien über Copacabana nach La Paz.

Ich habe leider nicht allzuviel Zeit und kann daher keine grossen Abstecher abseits der Hauptroute machen.
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dirtsA

« Antwort #1 am: 06. Dezember 2012, 18:00 »
Von Huancayo, Huancavelica und Ayacucho habe ich nicht viel gehört bzw. sind mir nicht als besonders sehenswert ins Auge gestochen - aber das mag ja anders sein ;)

Puno fand ich schrecklich, aber das mag an den Demos und Straßenblockaden gelegen sein, wegen denen ich dort festsaß. Ich denke aber, wenn du den See sowieso in Copacabana (viiiiel schöner, total süßer Ort!) besuchst (würde auch auf die Isla del Sol unbedingt), kannst du Puno auslassen...

Lima fand ich nur grau und deprimierend, aber wahrscheinlich gibts dort ein gutes Stadion, das du sehen möchtest :) Schön fand ich dafür die Oase Huacachina wenn auch nur für einen halben Tag oder Tag. Nazca Linien...ich fand den Flug toll und ist eines meiner Highlights, aber die Meinungen darüber sind geteilt.

Was ich auf keinen Fall auslassen würde ist Arequipa und vor allem der 2 Tagestrek im Colca Canyon - wunderwunderschön!

Ich denke 3 Wochen sollten schon passen für die Strecke, mehr hatte ich auch nicht und ich fand es eigentlich nicht stressig. Für La Paz würde ich unbedingt auch noch ein paar Tage einplanen - eine tolle Stadt (bzw meine absolute Lieblingsstadt), auch wenn es keine berühmten Sehenswürdigkeiten gibt...
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Carola

« Antwort #2 am: 06. Dezember 2012, 19:33 »
Ich fand weder Puno noch Copacabana berauschend und würde bei Zeitknappheit auf jeden Fall nur eines davon machen.
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Stecki

« Antwort #3 am: 06. Dezember 2012, 20:44 »
Danke schon mal für die Tipps. Nu ja, Puno wird wohl einfach ein Zwischenstopp vor dem Grenzübertritt werden. In Santiago und La Paz werde ich auf jeden Fall (auch) zwecks Stadien verweilen ;-)
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stali

« Antwort #4 am: 06. Dezember 2012, 22:20 »
Der Abstecher von Lima über Huancayo, Huancavelica und Ayacucho nach Cusco ist um Februar/ Anfang März bestimmt etwas Nerven- bzw. Zeitraubend wegen der schlechten Straße (Murrenabgänge / Besonders bei Nachtbusse). Aber die (urige) Altstadt von Ayacucho hat mir persönlich sehr gefallen. Laufen auch kaum Touris rum.
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SaBa70

« Antwort #5 am: 07. Dezember 2012, 00:39 »
ich habe nach Cusco/Machu Picchu geschaut, dass ich schnell auf die bolivianische Seite des Titikakasees kam. Ist an einem Tag mit dem Bus machbar. Puno muss man nicht gesehen haben. Übernachtung in Copacabana - nicht besonders aufregend und schön. dann morgens mit dem Boot rüber auf die Isla del Sol. Für mich ein absolutes Highlight!! War dort drei Nächte - man kann sich prima erholen und abends den phantastischen Sonnenuntergang bei einem kühlen Bier geniessen.

Lima fand ich furchtbar, immer dieser graue Himmel

Zu MP: ich würde vermeiden in Aguas Calientes zu übernachten, völlig überteuert und absolut nicht schön. Mein Tipp ist Ollantaytambo, dort für der Zug nach Aguas Calientes ab. Ein wunderschöner, ruhiger Ort, durch den alle Touris nur so durchrauschen. hier kann man schön und günstiger unter weiteren Inka Ruinen übernachten.
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Stecki

« Antwort #6 am: 07. Dezember 2012, 09:51 »
Das sind doch mal wertvolle Tipps. Die Route sollte ja auch nicht bedeuten dass ich überall stoppen will, ist halt einfach der ungefähre Reiseverlauf. Nun weiss ich etwa was sich lohnt und was nicht.

Huancayo soll laut Freunden ganz schön sein und eben relativ untouristisch. Dorthin möchte ich mit der Andenbahn fahren, welche traumhaft sein muss.

Die Isla del Sol werde ich wohl auch berücksichtigen, danke für den Tipp. Das ganze Machu Picchu-Prozedre muss ich mir dann noch in Ruhe anschauen.
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icybite

« Antwort #7 am: 07. Dezember 2012, 14:54 »
Zitat
Lima, Huancayo, Huancavelica, Ayacucho, Cusco, Aguascalientes (Machu Picchu), Arequipa, Puno und dann nach Bolivien über Copacabana nach La Paz.

Lima könnte man sein lassen... War nicht schön, ist auch relativ gefährlich. Ich sah einen Überfall -.-
Die Ziele "Huancayo, Huancavelica, Ayacucho" sagen mir leider nicht daher mal kein Comment...

Was mir auf der List fehlt ist eine kleine Oase in der nähe von Ica. Dort kannst du auch Sandboarden, was sicher unvergesslich wird xD Habe gerade den Namen gefunden... "Huacachina". Ähnelt den Namen "Huancayo, Huancavelica". Hoffe ich habe hier keinen falschen Namen =(

Arequipa und Colca Canyon reichen mit 2 Tagen aus... Die Tour gibt es da überall =)
Puno mit den Floating Islas (will nicht schon wieder nen Link posten, wirst ja selber sehen xD), fand ich besser als Island del la Sol...
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Stecki

« Antwort #8 am: 07. Dezember 2012, 20:23 »
Nun ja, in Lima bin ich sicher zwecks Fussball und da ich die Familie meiner (Ex-)Freundin besuchen möchte. So übel kann die Stadt nicht sein nach demw as ich bisher gehört habe. Ich werde es sehen.

Danke für die Links, aber funktionieren tut bei mir irgendwie keiner.
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Wandelstern

« Antwort #9 am: 08. Dezember 2012, 16:51 »
Die Bahnstrecke zwischen Lima und Huancayo ist wirklich sehr lohnenswert, bis zur Eröffnung der Bahn nach Lhasa in Tibet führte sie über den höchstgelegenen Pass mit mehr als 4000 Höhenmetern. Die weitere Passage nach Huancavelico kenne ich leider nicht - als ich das erste Mal in Peru war, fuhr sie nicht. Aber wenn man die Möglichkeit hat, umbedingt machen.

Die Strecke, zumindest die erstgenannte, wird allerdings nur noch für touristische Zwecke durchgeführt und fährt selten. Die Rückfahrt nach Lima wäre während der Nacht gewesen, deshalb fuhr ich tagsüber mit dem Bus zurück, nachdem ich noch zwei Tage in Huancayo verweilt habe. Der Aufenthalt war okay, ein bisschen abseits des (ausländischen) Touristenstroms, bei schönem Wetter lassen sich auch tolle Ausflüge in die Umgebung unternehmen.

Hier ist die offizielle Website mit Ticketkaufmöglichkeit: www.ferrocarrilcentral.com.pe. Wenn ich es richtig interpretiere, fährt der nächste Zug erst am 28. März 2013 wieder...


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icybite

« Antwort #10 am: 09. Dezember 2012, 14:39 »
Sry mein Fehler... Link klicken und die " am Anfang und Ende entfernen... -.-
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sandburg

« Antwort #11 am: 15. Januar 2013, 07:28 »
Die Strecke von Cusco nach Puno ist landschaftlich sehr schoen und wenn du es dir zeitlich erlauben kannst wuerde ich die Strecke tagsueber fahren. Es gibt 3 Busunternehmen in Cusco die das gleiche Touripacket anbieten (inkl. Stopps unterwegs um eine Kirche, Ruinen...zu besichtigen). Das lohnt sich!
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chuchuhuasi

« Antwort #12 am: 23. Januar 2013, 19:27 »
Kann mich meinem Vorredner nur anschliessen. Die Strecke nach Puno ist wirklich schön. Allerdings, wie schon oben gesagt, würde ich in Puno keine Zeit mehr verbringen. Copacabana fand ich super, war dort an Ostern und es war die Hölle los. Viele Pilger, tolles Wetter, interessante Menschen aus Bolivien. Und von dort aus auf die Isla del Sol. Man kann dort auch in schönen Hostals übernachten und wandern. Im Norden von La Paz in den Yungas liegt das Dorf Coroico. Die Fahrt in die ungas ist toll und in dem Dorf kann man sich gut von Reisestrapazen entspannen.
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ulmi

« Antwort #13 am: 24. Januar 2013, 16:40 »
Hallole Stecki,

Denke, da hast Du Dir eine schöne Route rausgesucht.

Ich habe 2010 die Route Lima, Huancayo, Huancavelica, Ayacucho, Cusco genommen.

Ich weiß nicht, was die Leute gegen Lima haben. Redet der Eine dem Anderen nach oder kommt die Meinung aus dem Lonely Planet? Lima hat eine angenehme Altstadt mit netten Gebäuden, Kolonialbalkone, Museen, schöne Plaza, außerhalb Zentrum Meer. Im Zentrum kann ich ein sehr gutes Museum empfehlen. Auf mehreren Stockwerken macht es einen Rundumschlag durch die Geschichte und in einem Überblick kannst Du dort die komplette Geschichte nachvollziehen. Weiß nicht mehr welches (falls Interesse bei Dir dann meld Dich, im Tagebuch hab ichs vielleicht aufgeschrieben) jedenfalls ist es gratis. In Callao gibts ein nettes Marinemuseum und ein kleines Quartier mit netten Gebäuden, nähe Meer. Außerdem Blick auf Inseln und ein Mahnmal zum ich glaube Pazifikkrieg.
Ja, Sicherheit Blablabla. Du bist Reiseprofi. Übliche Maßnahmen und Dir passiert nix. Ich bin damals nach Callao und wollte Fußballderby kucken und dann entdeckt, dass nebenan in einer Halle Volleyball- Copa Suramerica der Mädchen war. Callao hat zwecks Sicherheit einen schlechten Ruf, man empfahl mir deswegen, weil das Turnier abends endete, ein Taxi zurück in die Stadt zu nehmen. Das hab ich gemacht und Punkt. Aber trotzdem, die Gegenden der anderen Stadien sind auch nicht die besten. Sei umsichtig, vor allem wenn Spiel nachts ist.

Wie schon erwähnt, der Zug Lima-Huancayo fährt nur selten. Kannst aber einfach den Bus nehmen, würde sagen im Großen und Ganzen nimmt der dieselbe Route (schöne Landschaft, Städtle teilweise direkt in die Berge reingebaut), teilweise auch direkt an der Bahnlinie entlang. Huancayo selbst ist nicht sonderlich spannend für mich gewesen, außer das mich das Touriinfo-Mädel mit Ihrer Freundin (für eine Nacht?) verkuppeln wollte. Die Hauptattraktion liegt am Stadtrand (kannst Du glaub ich hinlaufen), solche skurilen Felsformationen, „Torre Torre“ (siehe Bilder in meinem Blog September 2010). Netter Halb-Tagesausflug. Dann hatte ich mir eingebildet eins meiner Lieblingsessen in Peru "Papa huancaina" käme vielleicht von dort und wollte es unbedingt dort nochmal essen. Habs aber nur in teurerem Rest. gefunden und war nicht mal besonders gut. Empfehle ich Dir aber, gibts in weiten Teilen Peru's.
Dann kommst Du mit Bus noch locker nach Huancavelica. Dort gibts ein nettes Thermalbad (einfaches Becken), wo Du mit Blick auf die Berge im Pool chillen kannst. Kostet wenig Eintritt und wie alles in Huancavelica wenig touristisch. Dann kannst Du auf eine alte Quecksilber-Mine hochlaufen (frag Dich gut nach dem Weg durch). Ist nicht ohne, sind ordentlich Höhenmeter, aber Du als Schweizer... Es handelt sich um die Ruinen der Mine bzw. dem was man davon draußen sieht (Maschinen/Wohnräume der Arbeiter), in den Stock selbst kann man (zumindest alleine) nicht rein. Generell ist aber schon die Wanderung an sich sehenswert und Du wirst kaum eine Menschenseele treffen. Ich hatte noch eine nette Begegnung mit LLamas (oder Alpacas) und einer Bäuerin samt Viechern.
Von Huancavelica weiter nach Ayacucho kommt dann der schwierige Part. Zu meiner Zeit musste man um ca. 4 Uhr morgens einen vollgestopften Bus nehmen (wenns geht Ticket am Vorabend nehmen auch wenn sie Dir Gegenteiliges erzählen; ich musste damals deswegen am Tag darauf nochmal mitten in der Nacht aufstehen…), der dann ca. 3 h später irgendwo an einer Kreuzung auf dem Land mit paar Essbuden rauskam. Dort Bisle gewartet und ca. 8 Uhr kam kleines Colectivo nach Ayacucho.

Ayacucho ist die Stadt der Kirchen, sie werben mit derer 33. Außerdem fand ich sie hatte eine der schönsten Innenstädte mit einer in SA so seltenen Fußgängerzone. Außerdem mein Lieblings - Plaza de Armas. Außerhalb der Stadt (Colectivo nehmen) gibt es alte Ruinenstätten.
Von Ayacucho nach Cusco ist dann simpel. Aguas calientes ist, das stimmt, in Verpflegung deutlich teurer. Unterkunft kannst Du aber gut handeln, Du kommst ja außerhalb der Hauptsaison und es gibt sehr viele. Der Vorredner hat aber recht. Der Ort mit O. ist sehr nett und hat auch noch direkt am Dorfrand Ruinen. Nur musst Du Dir dann überlegen wie Du zu MP und am selben Tag wieder zurück kommst. Wenn Du vor hast diesen Schwachsinnsrun auf den Waynupicchu in aller Herrgottsfrüh zu machen wird es aus O. wohl schwierig.

Puno ist als Stadt nicht besonders hübsch, da ist Cobacabana netter. Von Puno hast Du aber einen tollen Ausblick über den See, bei Condorstatue. Den Besuch der Islas flotantes oder der "richtigen Inseln", wo meist in Familien übernachtet wird, habe ich nicht gemacht aus meinen Prizipiengründen (sehr touristisch, sind die Islas flotantes nur für die Touris hergerichtet worden?? Man soll die Plastikauftriebskörper sehen). Bei den Familien auf den festen Inseln geht es scheinbar auch touristisch zu (Verkleiden,teils aufdringlicher Verkauf von Produkten in den Gastfamilien?), aber schön ist es evtl. dennoch und Du könntest diese Leute unterstützen.
Ich habe seinerzeit mit 2 Colectivos und viel Laufen einen Abstecher an irgendeinen Strand, den ich mir auf der Karte auf gut Glück rausgesucht habe, gemacht. (Name weiß ich nicht mehr Tagebuch??) Dort war ein Anwesen, ein Sandstrand, Ruderboote, Schilf, der See, Topp Wetter und nur ich. Für mich genaus das Richtige. Du kannst Dir das auch in meinen Bildern ankucken.

Isla del Sol gibts immer 2 Seiten: Die einen schwärmen, die anderen finden's mäßig und teilweise Abzocke. Ich fand's nicht so toll. Begründung: Dafür, dass man z.B. Wegzoll bezahlt bekommt man kaum Infos über die Geschichte. Man spürt, dass viele der Leute dort nur stehen, um Geld zu kassieren (habe ich auch bei anderen Ruinen in Bolivien festgestellt). Wohingegen bei allen Ruinen, die ich in Peru gesehen habe, immer Leute waren, die gerne Wissen vermittelt haben und offensichtlich stolz auf die Geschichte waren.

Colca Canyon lohnt sich sowieso.

In der Nähe von La Paz kann ich Dir den 3-4 – tägigen Taquesi-Trek (nicht einfach, aber wunderschön) empfehlen.

Jetzt hab ich aber viel geschwallt. Falls Du noch Fragen hast, schreib mich einfach direkt an.

Grüßle
ulmi
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Stecki

« Antwort #14 am: 24. Januar 2013, 17:17 »
Besten Dank für die Tipps, werde mir einiges sicher zu Herzen nehmen. AUfgrunde der Spielpläne habe ich leider nciht allzuviel Zeit zwischen Lima und Cusco, aber danach dafür umso mehr.
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