Thema: Digitalkamera (DSLR) in Südamerika  (Gelesen 5287 mal)

dreamingof8a

« am: 23. September 2012, 21:23 »
Hallo zusammen,

ich werde Anfang nächsten Jahres für 3-4 Monate durch Südamerika ziehen. Auch wenn es eigentlich sehr unpraktisch ist, möchte ich doch bei einer solchen Reise nicht auf meine DSLR plus zwei weitere Objektive verzichten, dafür ist mir eigentlich die Qualität zu wichtig.

Da Kompaktkameras doch entscheidende Unterschiede aufweisen (Passen in die Hosentasche und sind unauffälliger), geht es mir hier wirklich hauptsächlich um (D)SLR.
Was sind denn eure Erfahrungen/Tipps bezüglich DSLR in Südamerika (bzw. jedem anderen "Brennpunkt" was Diebstähle/Überfälle angeht)?
Es geht mir hauptsächlich um das Herumtragen und Benutzen der Kamera, nicht so sehr das Einschliessen usw.

Habt ihr konkrete Gefahr erlebt? Wo habt ihr nicht fotografiert bzw. euch unwohl gefühlt? Ist jemand mit mehreren Objektiven unterwegs gewesen und hat diese zB auf einer Städtetour gewechselt?

Merci und Grüße
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sgropper

« Antwort #1 am: 24. September 2012, 12:43 »
Hi,

ich hatte auch eine DSLR in Südamerika dabei. Meine Freundin eine kompakte Kamera. Ich würde keine DSLR mehr mitnhemen.

Weil:

-eine kompakte mittlerweile super Bilder macht
-der Platzaufwand enorm ist
-du in großen Städten ohne Tasche/Rucksack unterwegs bist. Da gilt max. die kleine kompakte in dree Hosentasche
-du ein Ziel für jeden bist, du du mit min. tausend Euro durch die Straßeb läufst

Ich habe meine Kamera wieder mit nach Hause genommen, und es hat an nichts gefehlt. Allerdings hatte ich sie auch nur auf 5% der Reise bei mir. Die kleine kompakte Kamera hingegen bei fast 100% der Reise.

Lass sie da, und kauf die unterwegs schöne Mitbringsel. Hört sich blöd an, ich wollte aud die Leute die mir gesagt haben, lass die Kamera da auch nicht hören. Jetzt weiß ich das die DSLR zu viel ist.
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dreamingof8a

« Antwort #2 am: 06. Oktober 2012, 13:39 »
Hmm, super Bilder ist immer relativ ;)

also ich für mich will um keinen Preis mehr auf ne kompakte zurück, vor allem nicht wenn ich an einmaligen Orten sein werde wie Macchu Picchu, Galapagos, usw ...

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Alessandrita

« Antwort #3 am: 06. Oktober 2012, 19:03 »
Hi sgropper

Vielen Dank für deine Hinweise. Auch ich habe eine DSLR mit zwei Objektiven und werde nächstes Jahr für einige Monate durch Südamerika reisen. Zuerst wollte ich die DSLR mitnehmen, plötzlich war ich verunsichert wegen deinen genannten Gründen, ob dies der richtige Entscheid ist. Dein Posting hat mich nun definitiv überzeugt und ich habe entschieden eine Kompaktkamera zu kaufen. Diese werde ich dann sicher mehr mitnehmen, da das Gewicht/Volumen geringer ist.

Was hattet ihr für eine Kompaktkamera dabei?

Grüsse Alessandrita
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tetsi

« Antwort #4 am: 10. Oktober 2012, 23:00 »
Also um hier noch was für die Pro-DSLR-Fraktion zu bringen. Ich bin seit 9 Monaten in Zentral und Südamerika unterweg. Ich habe ne Kompakte und ne DSLR dabei. Die Kompakte hauptsächlich zum tauchen.
Ich benutze fast ausschließlich die DSLR. Auch in Städten wie Granada, Quito oder Lima. Ich habe son Umhängebeutel, wie hier fast alle tragen und da pack ich die DSLR rein. Zum Fotoschießen wird die kurz rausgeholt und dann wieder eingesteckt. Um den Hals würd ich die nicht ständig tragen, da wirst du wirklich zum Ziel. Ich hab auch den Original Canon-Gurt ausgetauscht gegen einen etwas unaufälligeren. In den Parks und auf Ausflügen etc. ist es überhaupt kein Problem. Da rennt jder dritte mit DSLR rum und ich möchte da auch nicht auf mein 300mm Tele verzichten :)
Zum Thema Qualität kann ich nur sagen, die Fotos aus ne Kompakten kannste IMHO auch heutzutage nicht mit denen aus einer DSLR mit gutem Objektiv vergleichen. Insbesondere wenn du dann auch noch sowas wie einen POL-Filter hast, siehst du den Unterschied fast immer und wenns dann auch noch dunkel ist, haste mit ner Kompakten fast immer verloren.
Wenn du also gern mit einer DLR fotografierst, dann nimm die auch mit, ich hätte mich geärgert, wenn ich es nicht getan hätte. Forsichtig musst du allerdings immer sein.

dreamingof8a

« Antwort #5 am: 18. Oktober 2012, 15:45 »
Okay das klingt beruhigend :) Werde sie auf jeden Fall mitnehmen plus zwei Objektive. Jetzt ist nur noch die Frage ob ich mir wirklich Stativ/Panoramakopf antue oder nicht ... könnte den Platz im Rucksack eigentloch auch gut anderweitig nutzen :(
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sgropper

« Antwort #6 am: 19. Oktober 2012, 10:06 »
Hi,

wie gesagt im Enddeffekt muss es jeder für sich selber entscheiden, ob er eine DSLR mitnimmt oder nicht. Wir hatten als kompakte die Panasonic DMC-TZ6 dabei. Sehr zu empfehlen.

An alle mit einer DSLR. Nehmt auf jeden Fall einen UV Filter mit!
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dreamingof8a

« Antwort #7 am: 19. Oktober 2012, 12:06 »
An alle mit einer DSLR. Nehmt auf jeden Fall einen UV Filter mit!

Wieso?
- UV Licht macht heutigen Sensoren nichts aus (im Gegensatz zu Film früher)
- Jeder Filter verringert die Bildqualität
- Reflexionen, Halos usw können auftreten
- Geringer Abschattungseffekt
- Kondensation zw. Linse und Filter möglich
- GeLiblende ist ein wirksamer(er) schutz vor Kratzern UND verbessert die Bildqualität (oder zumindest verschlechtert sie nicht)

Zum Thema Kratzer auf der Linse gibt's hier noch was interessantes zu lesen ....
Aber ich weiss, das ist beinahe ein philosophisches Thema ... insofern: jeder wie er/sie es für richtig hält ;)
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sgropper

« Antwort #8 am: 19. Oktober 2012, 14:19 »
Der UV Filer ist meiner Meinung nach extrem wichtig. In vielen Teilen von Südamerika ist das Licht so extrem grell, bestes Besispiel ist der Salar de Uyuni. Hier bekommst du ohne UV Filter einen knackigen Farbstich. Ich würde ihn auf jeden Fall mitnehmen. Schaden tut er nicht, und die Bilder bei diesem Licht werden definitiv besser werden. Ich war selber mit ner DSLR in Südamerika.
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dreamingof8a

« Antwort #9 am: 19. Oktober 2012, 14:22 »
Der UV Filer ist meiner Meinung nach extrem wichtig. In vielen Teilen von Südamerika ist das Licht so extrem grell, bestes Besispiel ist der Salar de Uyuni. Hier bekommst du ohne UV Filter einen knackigen Farbstich. Ich würde ihn auf jeden Fall mitnehmen. Schaden tut er nicht, und die Bilder bei diesem Licht werden definitiv besser werden. Ich war selber mit ner DSLR in Südamerika.
Okay, mal schauen ob ich ihn noch eingepackt bekomme - sooo schwer ist er ja net und probieren kann ich es ja mal. Was ich sonst eh dabei hab ist ein Pol Filter.
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waveland

« Antwort #10 am: 19. Oktober 2012, 14:53 »
Der UV Filer ist meiner Meinung nach extrem wichtig. In vielen Teilen von Südamerika ist das Licht so extrem grell, bestes Besispiel ist der Salar de Uyuni. Hier bekommst du ohne UV Filter einen knackigen Farbstich. Ich würde ihn auf jeden Fall mitnehmen. Schaden tut er nicht, und die Bilder bei diesem Licht werden definitiv besser werden. Ich war selber mit ner DSLR in Südamerika.

Nein, ein UV-Filter ist bei digitalen Kameras praktisch nutzlos, damit hat man eher die von dreamingof8a aufgeführten Nachteile. Gegen grelles Licht helfen sie sowieso nichts. Vielleicht meinst du einen Pol-Filter.

OnTopic: Ich würde auf alle Fälle die DSLR mitnehmen, wenn du sonst auch gerne damit fotografierst. Es hängt sicherlich auch von der Region ab, ich Argentinien habe ich mich mit meiner teuren Ausrüstung so sicher wie anderswo gefühlt, bin aber noch nicht so viel in SA rumgekommen.
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tetsi

« Antwort #11 am: 25. Oktober 2012, 09:32 »
Der UV Filer ist meiner Meinung nach extrem wichtig. In vielen Teilen von Südamerika ist das Licht so extrem grell, bestes Besispiel ist der Salar de Uyuni. Hier bekommst du ohne UV Filter einen knackigen Farbstich. Ich würde ihn auf jeden Fall mitnehmen. Schaden tut er nicht, und die Bilder bei diesem Licht werden definitiv besser werden. Ich war selber mit ner DSLR in Südamerika.
Auch wenn das jetzt OT wird. Den Sensoren in DSLRs macht UV-Licht quasi nix - analoger Film ist ne andere Geschichte. Der Effekt vom Filter ist also maximal neutral, bei billigen Filtern eigentlich immer negativ. Als Linsenschutz taugt der auch nicht wirklich. Das Frontglas der Linsen ist ziemlich stabil - n Schlag der die Frontscheibe der Linse kaputt bekommt, zerstört dir mit Sicherheit den Filter und da haste dann Glassplitter, die dir die Linse schon viel eher zerkratzen - und für den Transport haste eh n Lenscap drauf. Wenn du n Farbstich im Bild hast, dann haste meist den Weißabgleich der Kamera falsch eingestellt. Und wenn du RAW-Bilder machst, dann kriegste den leicht weg.

Die einzig sinnvollen Filter sind imho n Pol-Filter - und ich will nichtmehr ohne den Außenaufnahmen machen - und n Grauverlaufsfilter, da du sonst teilweise die Bilder stark unterbelichten musst, damit dir die Wolken nicht ausbrennen. Spar das Geld fürn UV-Filter und investier das lieber in nen guten Pol-Filter.

sgropper

« Antwort #12 am: 25. Oktober 2012, 11:43 »
Ihr hattet Recht ich meinte natürlich den Polfilter und nicht den UV Filter
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Einmalrundum

« Antwort #13 am: 28. November 2012, 21:03 »
Also ich würde meine DSLR wieder mitnehmen, allerdings ist das eine persönliche Einstellungssache. Es kommt darauf an wie wichtig einem das knipsen ist. Mir wurde in Aequador die ganze Ausrüstung geklaut, da musste ich Sie Ersetzten. Glücklicherweise war die Kammera versichert!!!!Diese versicherung hat sich für mich super gelohnt.

Grüsse Stefan
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martin1708

« Antwort #14 am: 03. Januar 2013, 18:07 »
Ich war auf meiner Weltreise 4 Monate in Südamerika und hatte meine DSLR mit 4 Objektiven dabei und ich würde es jederzeit wieder machen.
Natürlich musst Du damit etwas mehr aufpassen, aber es lohnt sich.
Wenn Du gerne fotografierst, ist eine Kompaktkamera einfach nicht das gleiche. Ich hatte noch zusätzlich eine dabei, die ich dann zum Ausgehen oder tauchen/schnorcheln benutzt habe.

Und wie schon von anderen angemerkt wurde: ein Polfilter ist sehr zu empfehlen (aber dabei nicht sparen, denn sonst werden die Bilder unscharf!)
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Tags: kamera sicherheit dslr