Thema: Südamerika, Südostasien, Indien - Streckenplanung, Budget, Reisepartner?  (Gelesen 4629 mal)

verenaxm

Hallo!   :)
Also, ich bin momentan 15 Jahre alt und mache mit 18 meine Matura. Solange ich mich erinnern kann, hab ich irgendwie schon immer fernweh gehabt, wollte immer reisen und die Welt sehen. Eine Weltreise zu machen war ein Traum, aber ich habe nie ernsthaft dran gedacht, weil ich es für unrealistisch und träumerisch und vorallem unleistbar hielt. Aber vor gut drei Wochen bin ich über diese Seite gestolpert und seitdem kann ich gar nicht mehr aufhören alles hier zu lesen und Pläne für meine eigene Weltreise zu schmieden.
Ich weiß ich hab noch haufenweise Zeit, und die brauch ich auch um möglichst viel Geld zu verdienen.

Ich möchte gerne noch vor dem Studium für ein Jahr reisen, einfach weil ich hier am meisten Zeit hab und vorallem kein Auto, keine Wohnung und keinen Job. Also wäre das denke ich einer der besten Zeitpunkte.

Wenn ich mich ganz viel bemühe (und das werde ich) , kann ich bis dahin ca 12.000 - 13.000 Euro zusammensparen. Ich bin mir nicht sicher ob das reicht, ich hätte momentan so ca. ein halbes Jahr Mittel- und Südamerika (also von Mexico aus aufm Gringo Trail nach Panama, dann Flug nach Quito und da dann wieder Surface nach Chile) und nachher (oder vorher) vier Monate Südostasien (Thailand, Laos und Kambodscha, Borneo wär ein Traum) und Indien für zwei Monate. Ich müsste von dem Geld auch die Flüge und Impfungen und Versicherung und alles Zahlen.
Vom Reisestil her: einfache Hostels, couchsurfing, vl. wwoofen, essen von märkten/billigen Restaurants, nicht wirklich feiern gehen oder Alkohol, aber schon auch Sehenswürdigkeiten und Ausflüge

Bei RTW-Tickets komme ich immer auf so Preise von 4.000 Euro, was doch ziemlich teuer ist, also wären Einzeltickets vielleicht besser. Aber ich will die nicht im vorhinein buchen müssen, weil ich ja dann die Flugzeitpunkte nicht mehr ändern kann.
Soll man sich bei Surface-Strecken schon im vorhinein wegen Verbindungen und Preisen informieren oder macht man das dann spontan vor Ort?

Außerdem weiß ich nicht ob ich alleine Reisen (mit 18, als Mädchen ohne wirklich Backpackerfahrung?) oder mir zumindest für die ersten paar Monate einen Reisepartner suchen soll. Vorallem Lateinamerika macht mir da ein wenig Sorgen.  :)

Ich weiß, es ist alles noch ziemlich früh für "genaue" Planung, aber ich beschäftige mich so wahnsinnig gerne mit diesem Thema, und außerdem kann ich dann vielleicht besser einschätzen ob es überhaupt realistisch ist nach der Matura genug Geld zu haben zum Reisen.

Vielleicht kann mir ja wer ein paar Fragen beantworten oder hat selber Erfahrungen mit Reisen in jungen Jahren. ;)

Danke schonmal :)
Verena
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Zitat
Hallo!   :)
Also, ich bin momentan 15 Jahre alt und mache mit 18 meine Matura. Solange ich mich erinnern kann, hab ich irgendwie schon immer fernweh gehabt, wollte immer reisen und die Welt sehen. Eine Weltreise zu machen war ein Traum, aber ich habe nie ernsthaft dran gedacht, weil ich es für unrealistisch und träumerisch und vorallem unleistbar hielt. Aber vor gut drei Wochen bin ich über diese Seite gestolpert und seitdem kann ich gar nicht mehr aufhören alles hier zu lesen und Pläne für meine eigene Weltreise zu schmieden.
Ich weiß ich hab noch haufenweise Zeit, und die brauch ich auch um möglichst viel Geld zu verdienen.

Ich möchte gerne noch vor dem Studium für ein Jahr reisen, einfach weil ich hier am meisten Zeit hab und vorallem kein Auto, keine Wohnung und keinen Job. Also wäre das denke ich einer der besten Zeitpunkte.
Ja also das ist definitiv ein guter Zeitpunkt! Je mehr du später eingebunden wirst (Beruf/Studium) desto schwieriger wird es diese Freiräume zu schaffen(wenn auch nicht unmöglich, wie ich mir selbst bewies). Ich wünschte mir aber ich wäre mit 15 schon auf die Idee gekommen! Und mit 3 Jahren hast du auch mehr als genug Zeit um so was zu planen und organisieren (obwohl man nun auch nicht soooviel organisieren muss wie viele denken...weniger ist da oft mehr!)

Zitat
Wenn ich mich ganz viel bemühe (und das werde ich) , kann ich bis dahin ca 12.000 - 13.000 Euro zusammensparen. Ich bin mir nicht sicher ob das reicht, ich hätte momentan so ca. ein halbes Jahr Mittel- und Südamerika (also von Mexico aus aufm Gringo Trail nach Panama, dann Flug nach Quito und da dann wieder Surface nach Chile) und nachher (oder vorher) vier Monate Südostasien (Thailand, Laos und Kambodscha, Borneo wär ein Traum) und Indien für zwei Monate. Ich müsste von dem Geld auch die Flüge und Impfungen und Versicherung und alles Zahlen.
Vom Reisestil her: einfache Hostels, couchsurfing, vl. wwoofen, essen von märkten/billigen Restaurants, nicht wirklich feiern gehen oder Alkohol, aber schon auch Sehenswürdigkeiten und Ausflüge
Geldmässig denke ich ist es mit 12.000 wenn du wirklich sehr low-budget reist machbar --- immerhin 1000 € pro Monat. Das ist ne Menge Geld in vielen Ländern der Welt, vor allen in den billigen asiatischen Ländern, aber auch in einigen südamerikanischen (z.B. Bolivien, Peru). Mittelamerika weiß ich nicht so genau aber auch nicht so teuer glaub ich. Allerdings sind in diesen 1000 alles einbegriffen auch die Flugkosten daher ist die Voraussetzung: Du findest günstige Flüge zwischen den Kontinenten (dazu noch gleich mehr unten) und reist ansonsten hauptsächlich günstig Overland... denn da du 2 Kontinente bereisen willst werden die Flüge sonst ganz schön reinhauen. Das ist der  entscheidende Faktor...

Zitat
Bei RTW-Tickets komme ich immer auf so Preise von 4.000 Euro, was doch ziemlich teuer ist, also wären Einzeltickets vielleicht besser.
Ich rate persönlich von RTW Tickets ab. Auf meiner einjährigen Weltreise (kürzlich beendet) hatte ich nur ein One-Way Ticket von Frankfurt nach Salvador da Bahia in Brasilien für 380€. Ich wollte mich einfach nicht festlegen wo ich danach hinwill und hab mir dann später während des Reisens Tickets dazu gekauft als sich neue Ziele herauskristallisierten: Von Buenos Aires nach Kapstadt für 405€, von Johannesburg nach Denpasar (Bali) für 450€ und von Thailand in die Türkei ca. 300 € und dann nochmal für 100€ heim nach Dtl. Okay, das waren nur die Hauptflüge, ich habe manchmal (nicht so oft) billige Regionalflüge benutzt, aber die waren nicht unbedingt notwendig und fielen auch nicht so ins Gewicht (z.B. Singapur - Thailand für 50€). Aber alles in Allem hab ich wohl nicht mehr als 2000€ für Flugtickets ausgegeben!
Was ich mit dieser Aufzählung zeigen will: Du brauchst nicht unbedingt ein superteures RTW Ticket! Wenn man flexibel ist und ein bissel mit (Flug)-Suchmaschinen umgehen kann findet man oft erstaunliche Deals! Und man bleibt offener, flexibler unterwegs. Du musst dich nicht von vorneherein festlegen auf eine Länderroute - einer der grössten Vorteile meiner Meinung. Du wirst auf so einer Langzeitreise ständig deine Pläne ändern wollen - das garantiere ich dir. Du wirst noch froh sein wenn du dir nicht zuviele Tickets im Vorraus kaufst. Auch ist es abenteuerlicher - Alles ist möglich - wer weiß wo du in 1,2 oder 3 Monaten sein wirst... Ich finde diese Freiheit toll und möchte sie nicht mehr missen. Aber ich schweife ab...

Eine Alternative, die ich sogar empfehlen würde nach meinen bisherigen Erfahrungen, ist dass du dich mit diesem Budget nur auf einen Kontinent (also ENTWEDER Mittel-/Südamerika ODER Asien) konzentrierst. Der Vorteil ist du sparst eine Menge an Flugkosten und kannst mehr Zeit auf diesem Kontinent verbringen. Und du wirst definitiv besser dastehen mit deinem Budget. Glaub mir, sowohl Südamerika als auch Asien bieten mehr als genug für ein Jahr, vor allem wenn du langsam reist und nicht nur von Stadt zu Stadt hetzen willst. Ich verstehe den Reiz einer richtigen Umrundung der Welt, aber dir muss klar sein dass du so oder so nur einen Bruchteil der Welt sehen wirst in einem Jahr (das ist auch gut so, man muss ja noch Ziele für danach haben  ;D )

Zitat
Aber ich will die nicht im vorhinein buchen müssen, weil ich ja dann die Flugzeitpunkte nicht mehr ändern kann.
Soll man sich bei Surface-Strecken schon im vorhinein wegen Verbindungen und Preisen informieren oder macht man das dann spontan vor Ort?
Einige im Forum werden mir da widersprechen aber meine Philosophie ist, wie weiter oben schon erläutert: Weniger ist mehr. Buche möglichst wenige Flüge fest vorher --- idealerweise nur den ersten Flug. Surface Strecken organisiere ich IMMER spontan vor Ort, ein gutes Guidebook, Internet, Touri-Info und andere Traveller sind mehr als genug Informationsquellen und sowas zu organisieren. Du wirst noch heilfroh sein für die Freiheit die dir dadurch bleibt und dich verfluchen für jeden festen Termin den es einzuhalten gibt. (Sich ganz grob GENERELL zu informieren über Transportkosten in den jeweiligen Ländern kann nicht schaden, aber das steht in jedem guten Guidebook)

Zitat
Außerdem weiß ich nicht ob ich alleine Reisen (mit 18, als Mädchen ohne wirklich Backpackerfahrung?) oder mir zumindest für die ersten paar Monate einen Reisepartner suchen soll. Vorallem Lateinamerika macht mir da ein wenig Sorgen.  :)
Würde ich mir nicht zuviel Sorgen machen. Erstens finde ich ist aus meiner Erfahrung die Paranoia was Südamerika betrifft größtenteils übertrieben. Zweitens hab ich jede Menge alleine-reisende Mädels in dem Alter getroffen (in Südamerika!) und die kamen alle klar. Drittens: Du wirst kaum Probleme haben Anschluss zu finden und in der Gruppe mit anderen Reisenden ist es meist schonmal sicherer, vor allem wenn man ein paar allgemeine Sicherheitsregeln befolgt, die ebenfalls in jedem guten Guidebook stehen.

Zitat
Ich weiß, es ist alles noch ziemlich früh für "genaue" Planung, aber ich beschäftige mich so wahnsinnig gerne mit diesem Thema, und außerdem kann ich dann vielleicht besser einschätzen ob es überhaupt realistisch ist nach der Matura genug Geld zu haben zum Reisen.
Ich sehe ja du beschäftigst dich schon so früh mit dem Thema, du wirst sicherlich eine tolle Zeit haben, das ist eine Erfahrung die dich dein Leben begleiten wird. Und auch zur Selbstfindung (so auf die Art: Was will ich eigentlich nach der Schule machen) kann das ja evtl. beitragen! So ein bisschen Abstand bringt manchmal die erstaunlichsten Einsichten. Mit Sicherheit wirst du selbstbewusster und mit einem grösseren "Horizont" wiederkommen!
Zum Abschluss:
Was das Geld angeht: Mach dich da nicht zu verrückt. Klar ein bissel Kleingeld ist nett und ganz ohne gehts nicht - Aber ob es jetzt 5000, 8000 oder 13000 sind ist gar nicht so wichtig. Wenn du weniger hast musst du halt deine Pläne anpassen (weniger Länder, langsamer reisen, mehr Couchsurfing und Volunteering etc.) aber es geht immer irgendwie. Das ist einer der Erfahrungen die ich von meiner Reise mitnahm! Glaub mir ich hab in diesem Jahr Leute getroffen, also die sind rumgereist mit so wenig Geld, da kam ich mir mit meinen 16.000 € Budget wie ein Millionär vor. Und die hatten teilweise die besten Geschichten zu erzählen... die mussten sich halt was einfallen lassen!
Long story short: GO FOR IT!!!  8)

Zitat
Vielleicht kann mir ja wer ein paar Fragen beantworten oder hat selber Erfahrungen mit Reisen in jungen Jahren. ;)

Danke schonmal :)
Gern geschehen! :)
Ralf

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verenaxm

Wow, danke für die ausführliche Antwort. :D


Zitat
Geldmässig denke ich ist es mit 12.000 wenn du wirklich sehr low-budget reist machbar.

Na das macht mich schon mal zuversichtlich, 12.000 euro kann ich nämlich wirklich schaffen und ich hab absolut kein problem damit auf "luxus" verzichten zu müssen/dürfen.

Zitat
Eine Alternative, die ich sogar empfehlen würde nach meinen bisherigen Erfahrungen, ist dass du dich mit diesem Budget nur auf einen Kontinent (also ENTWEDER Mittel-/Südamerika ODER Asien) konzentrierst. Der Vorteil ist du sparst eine Menge an Flugkosten und kannst mehr Zeit auf diesem Kontinent verbringen.

Das wäre natürlich eine Überlegung wert. Vom Geld her wär wahrscheinlich Südostasien besser weil billiger, aber mich ziehts mehr nach Südamerika, und ich will mein Reiseziel nicht nur des Geldes wegen aussuchen (obwohl ich SOA auch schön finde).
Indien wegzulassen tut mir am meisten weh, aber das ist ja nicht so weit weg und kann ich ja dann jederzeit (bwz. sobald meine Reisekasse wieder aufgefüllt ist) nachholen.  ;D


Zitat
Buche möglichst wenige Flüge fest vorher --- idealerweise nur den ersten Flug. Surface Strecken organisiere ich IMMER spontan vor Ort

Ich möchte eh möglichst flexibel reisen, und vorallem viel Surface weil man da mehr vom Land sieht. Nur den ersten Flug buchen und dann schauen wie's weiter geht wär fantastisch. Jedoch hab ich immer Angst davor gehabt dann irgendwann mittendrinnen in Südamerika zu sein und mir keinen Flug nach Südostasien mehr leisten zu können, weil es da keine Hauptverbindungen gibt (steht in der Katogerie Transport+Tickets irgendwo dabei) und die Flüge dann auch ziemlich teuer werden. Aber wenn ich sowieso nur Südamerika mache ist das eh kein Problem mehr, und genug Geld für den Heimflug muss ich mir sowieso aufheben.  ;)


Danke Danke Danke noch einmal für deine Hilfe.  :)
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Eine Alternative, die ich sogar empfehlen würde nach meinen bisherigen Erfahrungen, ist dass du dich mit diesem Budget nur auf einen Kontinent (also ENTWEDER Mittel-/Südamerika ODER Asien) konzentrierst. Der Vorteil ist du sparst eine Menge an Flugkosten und kannst mehr Zeit auf diesem Kontinent verbringen.

Das wäre natürlich eine Überlegung wert. Vom Geld her wär wahrscheinlich Südostasien besser weil billiger, aber mich ziehts mehr nach Südamerika, und ich will mein Reiseziel nicht nur des Geldes wegen aussuchen (obwohl ich SOA auch schön finde).
Indien wegzulassen tut mir am meisten weh, aber das ist ja nicht so weit weg und kann ich ja dann jederzeit (bwz. sobald meine Reisekasse wieder aufgefüllt ist) nachholen.  ;D
Ja Südostasien ist generell durch die Bank weg (mal von Singapur abgesehen) günstiger, denke ich auch. In Südamerika gibt es auch sehr günstige Länder (z.B. Peru, Bolivien) aber auch relativ teure - Argentinien, Chile, Brasilien um nur ein paar zu nennen. Und wenn du z.B. ein paar Highlights wie Patagonien machen willst musst du ganz schön in die Taschen greifen... sei dir dessen bewusst.
Auch Indien ist eines der günstigsten und interessantesten Reiseländer in der ganzen Welt...


Zitat
Zitat
Buche möglichst wenige Flüge fest vorher --- idealerweise nur den ersten Flug. Surface Strecken organisiere ich IMMER spontan vor Ort

Ich möchte eh möglichst flexibel reisen, und vorallem viel Surface weil man da mehr vom Land sieht. Nur den ersten Flug buchen und dann schauen wie's weiter geht wär fantastisch. Jedoch hab ich immer Angst davor gehabt dann irgendwann mittendrinnen in Südamerika zu sein und mir keinen Flug nach Südostasien mehr leisten zu können, weil es da keine Hauptverbindungen gibt (steht in der Katogerie Transport+Tickets irgendwo dabei) und die Flüge dann auch ziemlich teuer werden. Aber wenn ich sowieso nur Südamerika mache ist das eh kein Problem mehr, und genug Geld für den Heimflug muss ich mir sowieso aufheben.  ;)
Hmm ja also ich habe wie gesagt günstige Flüge zw. Buenos Aires und Südafrika gefunden und dann auch weiter von SA nach Asien (beide Flüge Malaysia Airlines) aber direkt von Südamerika nach Asien könnte tatsächlich schwierig bzw. recht teuer werden, das stimmt schon... ein Kompromiss wäre z.B. einen Flug nach Südamerika und dann für 6 Monate später schonmal einen nicht zu teuren Flug aus irgendeinem südamerikanischen Land nach Asien und dann vielleicht 6 Monate später nochmal einen Flug heim ... dadurch hättest du die Hauptflüge schonmal sicher und dazwischen könntest du tun und lassen was du willst - musst nur sicherstellen dass du nach jeweils 6 Monaten am richtigen Flughafen stehst :) - Ein schöner Mix aus Freiheit und Kostensicherheit...

Aber ich empfehle dir wie gesagt bei deinem Budget wirklich dich zwischen Mittel-/Südamerika und Asien zu entscheiden. Ich will nicht sagen dass Beides unmöglich ist, aber es würde hart werden... Was meinen denn die Anderen im Forum dazu?

P.S. Eine Frage noch: Sprichst du spanisch bzw. hast du vor einen Sprachkurs zu machen (oder kannst es evtl. noch in der Schule belegen?) --- Denn wenn nicht wäre das auch wieder ein Punkt der für Asien spreche würde. Ich selbst spreche kein Spanisch und habe meine Lektion in Südamerika gelernt: Es ist sicher nicht unmöglich nur mit Englisch in Lateinamerika zu reisen, aber ein Vergnügen ist es auch nicht immer. Es ist manchmal einfach SEHR anstrengend und ich würde nicht mehr nach Lateinamerika ohne zumindest einen Grundkurs Spanisch/Portugiesisch zu machen vorher.
Asien ist da wesentlich einfacher mit Englisch (ich geh mal davon aus das sprichst du?! Schulenglisch reicht)
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verenaxm

ich fang mal mit dem einfacheren teil an:
Zitat
P.S. Eine Frage noch: Sprichst du spanisch bzw. hast du vor einen Sprachkurs zu machen (oder kannst es evtl. noch in der Schule belegen?) --- Denn wenn nicht wäre das auch wieder ein Punkt der für Asien spreche würde. Ich selbst spreche kein Spanisch und habe meine Lektion in Südamerika gelernt: Es ist sicher nicht unmöglich nur mit Englisch in Lateinamerika zu reisen, aber ein Vergnügen ist es auch nicht immer. Es ist manchmal einfach SEHR anstrengend und ich würde nicht mehr nach Lateinamerika ohne zumindest einen Grundkurs Spanisch/Portugiesisch zu machen vorher.
Asien ist da wesentlich einfacher mit Englisch (ich geh mal davon aus das sprichst du?! Schulenglisch reicht)

Englisch kann ich gut, eigentlich wirklich fließend. Und auch Französisch so halbwegs, wobei ich weis das mir das so nicht viel bringt, macht nur vielleicht Spanisch lernen leichter. Das hab ich sowieso vor, vermutlich in der Schule, oder sonst unterwegs (wobei das natürlich wieder was kostet, was ich mir sonst sparen könnte). An und für sich lerne ich recht leicht Sprachen, und ein zwei Jahre Spanischunterricht würden hoffentlich reichen.

Zitat
Hmm ja also ich habe wie gesagt günstige Flüge zw. Buenos Aires und Südafrika gefunden und dann auch weiter von SA nach Asien (beide Flüge Malaysia Airlines) aber direkt von Südamerika nach Asien könnte tatsächlich schwierig bzw. recht teuer werden, das stimmt schon... ein Kompromiss wäre z.B. einen Flug nach Südamerika und dann für 6 Monate später schonmal einen nicht zu teuren Flug aus irgendeinem südamerikanischen Land nach Asien und dann vielleicht 6 Monate später nochmal einen Flug heim ... dadurch hättest du die Hauptflüge schonmal sicher und dazwischen könntest du tun und lassen was du willst - musst nur sicherstellen dass du nach jeweils 6 Monaten am richtigen Flughafen stehst  - Ein schöner Mix aus Freiheit und Kostensicherheit...

Wenn ich mich auf einen Kontinent beschränke, brauche ich sowieso nur den Hinflug buchen. Wenn nicht, würde ich wahrscheinlich die Überseeflüge buchen und auch eine ungefähre Länderroute haben, damit ich dann zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort bin. Ich glaube dass ich auch so noch relativ viel Freiheit dann habe, immer hin kann ich ja trotzdem Länder streichen und andere hinzufügen, oder irgendwo länger bleiben dafür was anderes kürzen.


Zitat
Ja Südostasien ist generell durch die Bank weg (mal von Singapur abgesehen) günstiger, denke ich auch. In Südamerika gibt es auch sehr günstige Länder (z.B. Peru, Bolivien) aber auch relativ teure - Argentinien, Chile, Brasilien um nur ein paar zu nennen. Und wenn du z.B. ein paar Highlights wie Patagonien machen willst musst du ganz schön in die Taschen greifen... sei dir dessen bewusst.
Auch Indien ist eines der günstigsten und interessantesten Reiseländer in der ganzen Welt...

Bei der Länderauswahl tu ich mir immer noch am schwersten.
Auf der einen Seite: so viel wie möglich sehen, alles machen wollen. Es gibt sooo viele schöne Plätze da draußen, es wär schade auch nur irgendwas zu verpassen.
Auf der anderen Seite: nicht Hetzen wollen, auf Flugverbindungen, Reisezeiten und alles aufpassen müssen. Noch dazu nicht zu teure Länder auswählen, es gibt auch in billigeren viel zu sehen, nicht zu viel vorhaben, nicht zu viel planen.

Mittel- und Südamerika einfach zu streichen.. hach.. unangenehm. Vorallem Mexico und Ecuador und Peru. Aber ich will ja auch nicht immer überlegen: "kann es mir leisten heute zu frühstücken? " oder mir dann wenn ich da bin nichts anschaun können, da bin ich lieber ein Jahr in Südostasien und kanns mir da dafür halbwegs gut gehen lassen.
Südostasien ist natürlich wunderschön, aber es übt auf mich nicht den Reiz aus wie SA Ich kann gar nicht sagen was da den Unterschied macht, es ist beides landschaftlich überwältigend und es gibt so viele Sachen zu sehen. Vielleicht hab ich mich bis jetzt auch nur zu wenig damit beschäftigt.

Wenn man die Kosten von einem Jahr SA denen von halbes Jahr  SA und halbes Jahr SOA + Flug gegenüberstellt, macht das dann noch recht viel Unterschied? Aber das sind natürlich die zwei teuereren Varianten..
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Zitat
Auf der einen Seite: so viel wie möglich sehen, alles machen wollen. Es gibt sooo viele schöne Plätze da draußen, es wär schade auch nur irgendwas zu verpassen.
Auf der anderen Seite: nicht Hetzen wollen, auf Flugverbindungen, Reisezeiten und alles aufpassen müssen. Noch dazu nicht zu teure Länder auswählen, es gibt auch in billigeren viel zu sehen, nicht zu viel vorhaben, nicht zu viel planen.
Ja und diese beiden Seiten schließen sich halt - wie du schon selbst gemerkt hast - gegenseitig aus.
Ich habs halt so gemacht: Ich buchte ein One-Way nach Südamerika und sagte mir: "Schaun wir mal was passiert. Vielleicht bleib ich ein Jahr in Südamerika. Vielleicht nicht. Alles ist offen" Am Schluss war ich in SA, Afrika und SOA. Aber es hätte auch ganz anders kommen können. Warum überhaupt soviel planen. Wenn du wirklich Peru und Mexico sehen willst, dann fang doch mit dem Gringo Trail an, und ich garantiere dir, nach ein paar Monaten wirst du dann "on the road" viel besser wissen und fühlen wohin es weiter gehen soll.
Auch wirst du dann einen besseren Überblick über deine Ausgaben haben und wirst wissen ob du dir noch ein paar Interkontinentalflüge leisten kannst oder nicht...

Überhaupt: Warum so viel planen? Ist doch langweilig und zwängt dich nur in ein Planungs-Korsett dass dir nach ein paar Monaten "on the road" vielleicht mit Sicherheit gar nicht mehr passt. Du kannst dir einfach daheim am Schreibtisch nicht vorstellen wie du dich nach ein paar Monaten auf Reise fühlst. Das GEHT EINFACH NICHT.

Und heutzutage mit Internetaccess überall und Kreditkarten die weltweit akzeptiert werden gibt es auch nicht wirklich praktische Gründe sich so früh festzulegen. Du kannst praktisch an jedem Punkt der Reise neue Pläne entwickeln und umsetzen. Du kannst jederzeit deine Reisegeschwindigkeit drosseln oder steigern, je nachdem wie du gerade drauf bist. Du kannst kurzfristige Gelegenheiten die sich ergeben und an die du daheim nicht im Traum gedacht hast beim Schopfe ergreifen. Nutze diese Freiheit. Glaub mir das ist ein geiles Gefühl. :)

Egal für welche Route/Variante/Methode du dich letztendlich entscheidest, eins ist ganz wichtig: DU KANNST NICHT ALLES SEHEN.
Ich weiß es klingt so trivial und dennoch ignorieren soviele diese Grundwahrheit. Ist ja auch irgendwie verständlich - schließlich ist es der Trip of a lifetime, wer weiß wann man wieder sowas machen kann? Das Ergebnis: Vor allem in der Planungsphasre packt man viel zu viel rein in den Trip und unterwegs hetzen sich viele dann ab, leben nie im hier und jetzt weil sie schon wieder an das nächste Ziel denken das abgehakt werden muss und sind am Ende doch extrem frustriert, denn egal wie schnell sie sind und wieviel sie gesehen haben --- es gibt natürlich immer noch mehr und irgendwas verpassen man immer.
Daher ist es echt extrem wichtig diese Wahrheit zu verinnerlichen und damit seinen Frieden zu machen.*
 
Zitat
Mittel- und Südamerika einfach zu streichen.. hach.. unangenehm. Vorallem Mexico und Ecuador und Peru. Aber ich will ja auch nicht immer überlegen: "kann es mir leisten heute zu frühstücken? " oder mir dann wenn ich da bin nichts anschaun können, da bin ich lieber ein Jahr in Südostasien und kanns mir da dafür halbwegs gut gehen lassen.
Südostasien ist natürlich wunderschön, aber es übt auf mich nicht den Reiz aus wie SA Ich kann gar nicht sagen was da den Unterschied macht, es ist beides landschaftlich überwältigend und es gibt so viele Sachen zu sehen. Vielleicht hab ich mich bis jetzt auch nur zu wenig damit beschäftigt.
Siehe was ich weiter oben geschrieben habe: Wenn du dich wirklich so sehr nach Mexico,Peru und Ecuador sehnst, würde ich damit anfangen und dann einfach weiterschauen!

Zitat
Wenn man die Kosten von einem Jahr SA denen von halbes Jahr  SA und halbes Jahr SOA + Flug gegenüberstellt, macht das dann noch recht viel Unterschied? Aber das sind natürlich die zwei teuereren Varianten..
Schwer zu sagen, das hängt wirklich zu sehr von schwankenden und teils unkalkulierbaren Faktoren zusammen (dein Reisestil, wie lang du genau in welchen Länder bleibst, Flugkosten, etc...)


*Wie gesagt, das ist alles natürlich nur meine Meinung und Reisephilosophie, es mag hier im Forum Leute geben die davon schwärmen (und auch überzeugend darlegen können) wie toll RTW-Tickets sind und wie schön es ist alles vorzuplanen im Detail und soviel wie möglich zu sehen in einem Jahr - es gibt sicherlich auch gute Argumente dafür. Aber mein Ding isses halt nicht.
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ceoveo

Ich kann dir jetzt zu den meisten Sachen keine Antwort geben, aber was reisen in Lateinamerika als Mädchen angeht...das ist wirklich kein Problem!

Ich bin 19 Jahre alt und 2 Monate lang alleine in Chile, Argentinien und Bolivien rumgereist. Klar, Chile und Argentinien gelten jetzt ohne hin als die sicheren Länder, aber auch in Bolivien (wo ich letztendlich die meiste Zeit verbracht habe) habe ich mich nie unwohl gefühlt. Klar ist es erstmal eine Umstellung wenn man dort ankommt und den ersten Tag hatte ich n unangenehmes Gefühl dabei, meine Kamera auf der Straße rauszunehmen oder Geld abzuheben, aber das war hauptsächlich meine eigene Paranoia. Danach habe ich mich eigentlich immer sehr sicher gefühlt, hatte auch nie Probleme. Und gerade wenn man ein bisschen Spanisch kann, sind die meisten Leute unglaublich hilfsbereit und freundlich. In Argentinien habe ich die Leute als wahnsinnig offen erlebt (da wirst du auch einfach mal im Supermarkt angequatscht), in Bolivien musst du dann schon eher die Initiative ergreifen.

Gerade wenn du dich auf einer der typischen "Touristenrouten" befindest bist du eigentlich nie allein. Für ein kurzes Stück findest du oft sogar einen Reisepartner, teilweise trifft man die Leute auch einfach zufällig wieder. Über einen festen Reisepartner würde ich mir da nicht den Kopf zerbrechen, vor allem da ich mir überhaupt nicht vorstellen könnte, plötzlich all meine Pläne mit einer eigentlich "fremden" Person abzustimmen.
Du wirst viel viel weniger allein sein als du denkst, wahrscheinlich sogar weniger als dir lieb ist ;D
Ich war dann teilweise sogar ganz froh, mal eine ruhige Minute für mich allein zu haben.

Ich würde mich dem Vorschlag anschließen, dich auf einen Kontinent zu beschränken...weniger ist oft mehr und es ist auch schön, nicht megaakribisch aufs Budget achten zu müssen. Ausnahmsweise mal in nem Hotel übernachten, mal essen gehen, doch mal feiern, sich nen Schlafbus gönnen etc.
Vor allem bist du dann auch nicht so unter Zeitdruck und kannst dich treiben lassen...was ja gerade das schöne an so einer langen Reise ist.  
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verenaxm

Zitat
Ich habs halt so gemacht: Ich buchte ein One-Way nach Südamerika und sagte mir: "Schaun wir mal was passiert. Vielleicht bleib ich ein Jahr in Südamerika. Vielleicht nicht. Alles ist offen" Am Schluss war ich in SA, Afrika und SOA. Aber es hätte auch ganz anders kommen können. Warum überhaupt soviel planen. Wenn du wirklich Peru und Mexico sehen willst, dann fang doch mit dem Gringo Trail an, und ich garantiere dir, nach ein paar Monaten wirst du dann "on the road" viel besser wissen und fühlen wohin es weiter gehen soll.
Auch wirst du dann einen besseren Überblick über deine Ausgaben haben und wirst wissen ob du dir noch ein paar Interkontinentalflüge leisten kannst oder nicht...

Das hört sich fantastisch an. Ich denke auf die Art werde ich meine Reise irgendwie gestalten. Auch wenn sich da ein bisschen die Angst dazu mischt, aber das ist vielleicht auch nur deshalb, weil ich es nicht gewohnt bin tun und lassen zu können was ich möchte.

Zitat
Überhaupt: Warum so viel planen?
   Weil ich das wahnsinnig gerne mache  ;) , auch wenn ich die Pläne nie in die Tat umsetze. Aber ich bin mir sicher, dass ich auch wenn ich sage: ich plane nichts (oder nur das notwendigste), sicher im Kopf weiterplane was ich nicht alles machen könnte, einfach nur weil ich mich so gerne damit beschäftige und ich durchs planen wenigstens gedanklich weit weit weg von hier bin.


Ich glaub ich werd einfach mal warten wie viel Geld ich wirklich zusammen bekomme und dann entscheiden wohin/wie lange es geht. Vielleicht mach ich ja auch nur 9 oder 10 Monate, kann ich ja dann auch unterwegs entscheiden.


@ceoveo Sowas zu hören beruhigt ungemein. Vorallem wenn man da teilweise so Gruselgeschichten von allen Möglichen Sachen hört. Ich lass mich zwar von sowas nicht wirklich einschüchtern, weil ich annehme das das nur einem Bruchteil der Menschen passiert, und man einige Dinge vielleicht auch vermeiden könnte, aber trotzdem überdenkt man da das ganze nochmal.

Zitat
Über einen festen Reisepartner würde ich mir da nicht den Kopf zerbrechen, vor allem da ich mir überhaupt nicht vorstellen könnte, plötzlich all meine Pläne mit einer eigentlich "fremden" Person abzustimmen.
Da hast du Recht. Wenn man bedenkt dass man da doch wieder einiges an Freiheit aufgibt hört sich ein fester Reisepartner gar nicht mehr so gut an.
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ceoveo

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Zitat
Weil ich das wahnsinnig gerne mache, auch wenn ich die Pläne nie in die Tat umsetze.

Das geht mir genauso...und wie du gesagt hast, durch all das Planen und Suchen, fuehlt man sich ein bisschen, als waere man schon auf der Reise. Ich finde es auch gut, dann mehrere Optionen im Hinterkopf zu haben und einfach grob zu wissen, was einen an den einzelnen Orten interessieren könnte, alles andere ergibt sich dann von selbst.
Aber wie CPT_Chaos schon sagte...leg dich lieber noch nicht fest (Flugtickets etc), du weißt nie was kommt, wie du dich fühlst, wenn du kennenlernen wirst. Diese Freiheit ist eines der besten Dinge an so einer lange Reise und ich würde sie mir um nichts in der Welt nehmen lassen.
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Ja diese "Gruselgeschichten" können einem wirklich Angst einjagen. Ich hatte ein richtig schlechtes Gefühl im Bauch, nachdem ich mich durch diverse Internetforen gelesen hatte und hätte Bolivien fast aus meinen Reiseplänen gestrichen.
Das Problem ist eben, das meist nur der kleine Bruchteil an Leuten berichtet, denen etwas passiert ist... alle anderen 80 oder 90% die ohne ein einziges Problem wieder nach Hause zurückkehren verlieren kein Wort drüber und dann entsteht ein völlig verzerrtes Bild. Oft war das eigene Verhalten dann auch nicht das schlauste (nachts alleine durch ein Unbekanntes Viertel laufen etc.) was dann aber nur in einem Nebensatz erwähnt oder komplett verschwiegen wird.
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und was die Sprache angeht.. Grundlegende Spanischkenntnisse erleichtern die Sache unglaublich. Natürlich kommt man irgendwie auch mit Englisch zurecht, aber ich fand es einfach schön mich mit den Leuten auf der Straße unterhalten zu können, oder schnell mal nach dem Weg/nächsten Bus etc fragen zu können.
Ich hatte davor 3 Jahre Grundkurs jedoch kaum Sprachpraxis, aber so bald du dort bist kommt das ganz schnell...am chilenischen Spanisch verzweifle ich jedoch weiterhin ;D
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Ich bewundere dich wirklich, dass du mit 15 schon so ausgereifte Pläne hast..ich glaube in dem Alter hätte ich den Mut noch nicht gehabt sowas anzupacken :D
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verenaxm

Also so wie ich's momentan vorhabe (kann sich ja noch alles ändern, noch ist genügend Zeit ;) ), werd ich nur den Hinflug buchen und dann einfach machen was ich will und spontan entscheiden. Ich stell mir das so wahnsinnig schön vor mal nicht zu wissen wo man morgen ist.
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Ich hab zum Beispiel vor ein paar Tagen von einem Paar gelesen, das in Zentralamerika in einem Taxi entführt wurde und nie wieder von ihrer Reise zurückgekommen sind. Da macht man sich dann schon Sorgen, vorallem wenn man kaum Backpackingerfahrung hat und somit auch keine Ahnung wie man sich in solchen Situationen verhalten soll oder würde.
Aber ich weiß, das es viele viele viele Menschen gibt denen nichts passiert, deshalb versuch ich mich nicht zu viel von so etwas beinflussen zu lassen.
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Voraussichtlich werd ich nächstes Jahr mit einem Spanischkurs in der Schule anfangen, und dann entweder ein oder zwei Jahre die Sprache lernen, je nachdem wie viel ich bis dahin kann bzw. wie's mit Maturastress dann ausschaut. Ich fänds schade so ganz ohne Sprachkenntnisse in ein Land zu reisen, weil einem dann doch irgendwie etwas entgeht und es alles, wie du ja schon gesagt hast, etwas komplizierter macht.
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haha, danke. Aber ob ich das ganze dann auch durchzieh ist eh noch nicht sicher. Hängt davon ab ob ich bis dahin genügend Geld zusammen hab. Wenn nicht werd ichs vermutlich ein paar Jahre verschieben, bis nach dem Studium. :)

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CPT_CHAOS

Zitat
Das geht mir genauso...und wie du gesagt hast, durch all das Planen und Suchen, fuehlt man sich ein bisschen, als waere man schon auf der Reise. Ich finde es auch gut, dann mehrere Optionen im Hinterkopf zu haben und einfach grob zu wissen, was einen an den einzelnen Orten interessieren könnte, alles andere ergibt sich dann von selbst.
Aber wie CPT_Chaos schon sagte...leg dich lieber noch nicht fest (Flugtickets etc),
Genau so habe ich das ja auch gemeint. Natürlich hatte ich auch mehrere grobe Ideen im Kopf wie es denn nach Brasilien so ungefähr weitergehen soll, aber das war eher ein organischer Prozess, d.h. ich hatte ein paar Ideen und die wurden dann aber auch mal angepasst bzw. über den Haufen geworfen --- Es ist aber absolut nix dagegen einzuwenden sich zu informieren und grob zu "planen", dann weiß man auch wo es sich lohnt hinzugehen und welche Optionen man hat --- nur verbindlich sich vorher festzulegen das würde ich nicht machen --- weil wie gesagt die Pläne ändern sich...  :D

Zitat
Ich hab zum Beispiel vor ein paar Tagen von einem Paar gelesen, das in Zentralamerika in einem Taxi entführt wurde und nie wieder von ihrer Reise zurückgekommen sind. Da macht man sich dann schon Sorgen, vorallem wenn man kaum Backpackingerfahrung hat und somit auch keine Ahnung wie man sich in solchen Situationen verhalten soll oder würde.
Aber ich weiß, das es viele viele viele Menschen gibt denen nichts passiert, deshalb versuch ich mich nicht zu viel von so etwas beinflussen zu lassen.
Genau. Ich glaube diese Horrorstories hat jeder schonmal gehört. Und mal davon abgesehen ob das sich alles wirklich immer wie beschrieben abgespielt hat (zweifelhaft) --- Kriminalität gibts halt überall. Das ist als wenn du dir als Brasilianerin bevor du nach Deutschland reist alle Horror-Stories aus der Yellow-Press nochmal zu Gemüte ziehst  --- da würdest du auch voll die Panik kriegen. z.b. wieviele Mädels werden jedes Jahr in Deutschland vergewaltigt, wieviele Mordtaten verübt? Dennoch ist das nicht die erlebte Alltags-Realität. Also bitte bitte lass dich davon nicht verrückt machen.
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verenaxm

Zitat
Genau so habe ich das ja auch gemeint. Natürlich hatte ich auch mehrere grobe Ideen im Kopf wie es denn nach Brasilien so ungefähr weitergehen soll, aber das war eher ein organischer Prozess, d.h. ich hatte ein paar Ideen und die wurden dann aber auch mal angepasst bzw. über den Haufen geworfen --- Es ist aber absolut nix dagegen einzuwenden sich zu informieren und grob zu "planen", dann weiß man auch wo es sich lohnt hinzugehen und welche Optionen man hat --- nur verbindlich sich vorher festzulegen das würde ich nicht machen --- weil wie gesagt die Pläne ändern sich...

Ja, ich weis momentan, dass (wenn das Ganze überhaupt was wird, steht momentan ein wenig auf der Kippe)  ich in Mexico anfangen möchte und dann Richtung Süden. Aber was genau, wohin und wie lange werd ich nicht planen und dann von der Situation abhängen lassen. Natürlich hab ich so Sachen im Kopf die ich gerne sehen möchte, aber das ist recht flexibel, weil schöne Ecken gibts überall. :)

Zitat
Also bitte bitte lass dich davon nicht verrückt machen.

Eh nicht. Ich versuch das ich nicht im Internet über solche Stories stolper, und selbst wenn, denk ich daran wie viele Menschen reisen denen nie etwas Vergleichbares passiert ist. Außerdem ja, passieren kann überall was.
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farmerjohn1

Du wirst nicht alles auf ein Mal sehen koennen - einerseits wegen der Finanzen, andererseits auch, weil es meiner Erfahrung nach doch besser ist, sehr verschiedene Laender mit etwas zeitlichem Abstand zu besuchen, um sich ein wenig vorzubereiten, davon hat man am Ende mehr.
Zu Lateinamerika und dem Alleinreisen als relativ junge Frau Folgendes:
- die Orte, in denen man sich vor Verbrechern fuerchten sollte, wirst du relativ schnell erkennen - da liegt so eine merkwuerdige Stimmung von Haltlosigkeit, Verwahllosung und Gewalt in der Luft - da bleibt man weg und fertig.
- Darueber hinaus treten gefaehrliche Ereignisse meist nur dann ein, wenn man sie in Unkenntnis ueber die Umgebung herausfordert. Das liegt an vielen Dingen, aber zwei sind hervorzuheben: einerseits ist einfach die Bevoelkerungsdichte wesentlich geringer, was noch verstaerkt wird durch die Existenz von wenigen Ballungsraeumen  und demgegenueber riesigen, duenn besiedelten Landstrichen; und das andere ist die Lebenseinstellung der Menschen, die weniger durchgaengig von rationalen Normen, Ueberlegungen bzw. Reflexion gepraegt ist, als wir das vom durchschnittlichen Mitteleuropaeer gemeinhin kennen. Und wenn du da dann - die Rhythmen heiss; die Naechte tropisch; Landschaften und Klima traumhaft exotisch; die drinks und andere Substanzen teuflisch berauschend; die Mitmenschen unbekannt - die Party-Tussy, o.ä., raushaengen laesst, dann kann dir tatsaechlich relativ schnell irgend etwas passieren, was dann unangenehm und lebensgefaehrlich wird: den meisten Lateinamerikanern ist eine versierte Intuition sowie eine enormes Gespeur fuer die Gefuhlszustaende anderer Menschen eigen, sie reagieren relativ sensibel auf solcherlei Eindruecke. Ich wuerde in deiner Situation zusehen, dass ich moeglichst schnell eine Menge einheimischer junger Frauen kennenlernte, die bewegen sich naemlich sehr frei und sicher in ihren jeweiligen Heimatlaendern.
Wenn du das beruecksichtigst und die auf einer Reise selbstverstaendlichen Vorsichtmassnahmen einhaelst, duerfte keines der lateinamerikanischen Laender zu besonderer Besorgnis Anlass geben.
Noch zur Laenderauswahl: Mexiko, der Norden Mittelamerikas und Peru sind die Top-Destinationen fuer Archaeologie, keine Frage. Landschaftlich besonders hervorstechend und vor allem von den Menschen her am angenehmsten sind meiner Meinung nach hingegen Chile und Kolumbien.
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verenaxm

verschiedene Länder mit zeitlichem Abstand -> Eine Langzeitreise find ich toll, weil man Zeit hat. Man kann richtig reinkommen ins Reisen, ohne ständig den Abreisetermin und die wenigen verbleibenden Tage im Hinterkopf zu haben. Natürlich, mehrere lange Reisen sind auch eine Option, aber jede Reise kostet halt wieder bzw. ist es später vielleicht auch nicht so einfach immer einen geeigneten Zeitpunkt zu finden.

Zitat
Und wenn du da dann - die Rhythmen heiss; die Naechte tropisch; Landschaften und Klima traumhaft exotisch; die drinks und andere Substanzen teuflisch berauschend; die Mitmenschen unbekannt - die Party-Tussy, o.ä., raushaengen laesst, dann kann dir tatsaechlich relativ schnell irgend etwas passieren, was dann unangenehm und lebensgefaehrlich wird

Party-Tussy - nein danke. ;)
das bin nicht ich, jetzt nicht, und ich denke auch in zwei/drei Jahren nicht. Schon alleine wenn man bedenkt wie viel Geld da drauf geht, und dass jeder Cent davon zu einem Tag mehr reisen beiträgt.

Ich hab auch nicht wirklich Angst vor irgendwelchen Ländern oder der Reise, ich will nur nicht naiv sein und komplett blauäugig an die Sache herangehen. Aber mittlerweile hab ich eigentlich keine (oder nicht wirklich viele) Bedenken mehr was Sicherheit und all das angeht.

hm.. von den Ländern her bin ich noch sowas von unentschlossen. Da muss ich mich erst einmal genauer damit auseinandersetzen, schauen was ich wirklich sehen muss und was sich sonst noch so anbietet. Beziehungsweise will ich ja auch nicht alles 100% planen, nur einen groben Plan haben und wissen was ich anschaun könnte. :)
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