Thema: Umfang der Ausrüstung  (Gelesen 1576 mal)

trekking-freak

« am: 08. Februar 2008, 13:21 »
Hallo Leute!

Ich habe mal eine Frage in Sachen Packen/ Ausrüstung.

Bin schon seit einer Weile am Interrailen, wobei sich dieses ja meisten auf Städte(Unterkunft also in JuHes) konzentriert. Allerdings möchte ich auf meinen 3-6 wöchigen Touren nun auch gerne mehr Zeit in der Natur (nationalparks etc.) verbringen. Dafür ist aber Selbstversorgung und Zelt angesagt, welche einen erheblichen Gewichtsfaktor darstellen, ca. 5kg.
Nun die Frage: Habe die Kombi von Natur und Städtereise letzten Sommer in Frankreich getestet (Kanu fahren + wandern in den Cevennen, aber auch Städtetouren in Paris, etc. ) und fand 22 kg auf dem Rücken dann schon relativ viel(v.a. für richtige Wanderungen > 1 Tag), obwohl ich mich z.b. an der hier angegebenen Packliste orientiert habe, zusätzlich noch Zelt und Kochzeug. 
Habt ihr Tips, wie man da mit dem Gewicht auf einen akzeptablen Bereich kommt?

Oder sind diese beide "Reisetypen" inkompatibel?

MfG

der trekking freak  :)
0

karoshi

« Antwort #1 am: 08. Februar 2008, 13:50 »
Hi trekking-freak,

wenn man mehrtägige Wanderungen mit Selbstversorgung vor hat, dann muss man um jedes Gramm kämpfen. Denn wesentlich unter 20 Kilo wird dann echt schwierig. Wie Du ja schon sagst, wiegt die Zelt- und Kochausrüstung bei Dir etwa 5 Kilo, und daran kann man auch nicht beliebig viel sparen. Allerdings scheint mir bei 17 Kilo für den Rest noch ein gewisses Optimierungspotenzial zu bestehen.

Eine Möglichkeit ist, auf die Wanderungen nichts mitzunehmen, was dort nicht gebraucht wird. Wenn ich auf Reisen auf eine mehrtägige Tour gehe, versuche ich möglichst viel Ballast aus dem großen Rucksack ins Daypack zu verlagern, das dann im Hostel bleibt. Die üblichen Kandidaten dafür sind z.B. Bücher, Ersatzteile, ein Teil der Kleidung oder Ladegeräte etc.
Auch durch die Wahl von leichten/kleinenAusrüstungsteilen kann man sehr viel Gewicht sparen. Allerdings wird das schnell teuer, und die ganze High-Tech-Ausrüstung wirkt in manchen Gegenden der Welt auch ziemlich deplatziert.

Am besten ist es natürlich, wenn man das Gewicht aufteilen kann. Ein Zweipersonenzelt wiegt gar nicht so viel mehr als ein Einpersonenzelt, und Kochgeschirr braucht man auch nicht doppelt, genausowenig wie Erste-Hilfe- oder
Fotoausrüstung. Ich fürchte, Alleinreisende haben da einen gewissen Nachteil.

Ich finde die beiden "Reisetypen" nicht wirklich inkompatibel; das ist ja eher Standard auf einer Weltreise z.B. aber viele versuchen eben doch, keine eigene CampingausrüstRucksack mitzuschleppen und statt dessen organisierte Touren zu machen, wo es oft vorbereite Camps/Schutzhütten gibt oder sogar Träger und Lasttiere.

LG, Karoshi
0

Tags: