Thema: Weltreise mit Workaway  (Gelesen 6298 mal)

Ivero

« am: 10. April 2012, 15:02 »
Gestern bin ich auf die seite workaway.info gestoßen. Dort kann man sich als Traveller anmelden und einen Host im gewünschten Reiseland suchen. Für ein paar Stunden Arbeit pro Tag bekommt man eine kostenlose Unterkunft und Essen.
Die Idee hat mich neugierig gemacht und ich habe auch direkt ein paar Hosts gefunden die wirklich vielversprechend klingen.
Eine Möglichkeit auch mit Low-Budget eine Weltreise zu machen von Host zu Host und gleichzeitig Einheimische und deren Leben kennen zu lernen.
Leider hört sich das einfach zu schön an Hat jemand Erfahrungen mit Workaway? Wie schwer ist es einen Host zu finden und welche Dinge sind noch zu beachten?

EDIT: Ich habe gerade gesehen dass ein paar Threads unter mir schon über das Thema gesprochen wurde. Ich hoffe man kann sich hier trotzdem etwas über diese Idee austauschen
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Ratapeng

« Antwort #1 am: 10. April 2012, 19:36 »
Moin!

Ich sehe das kritisch. Es ist Arbeit gegen Lohn (in Form von essen und Unterkunft), was bedeutet, dass ein normales Touristenvisum nicht ausreicht. Außerdem gibt es beim Couchsurfen kostenlose Unterkunft ohne Arbeit.

Der zweite Punkt ist schlagend, der erste ein bisschen Deutschtümelei, weil man eh nicht erwischt wird (in den meisten Ländern). Sollte aber trotzdem mal erwähnt werden.
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Lelaina

« Antwort #2 am: 10. April 2012, 19:42 »
Das ist das Prinzip des Wwoofing. Findest du so auch z.B. bei Helpx.net
Zumindest in Australien brauchst du dafür KEIN Workvisa, weil du ja nur für freie Unterkunft und Essen arbeitest.

Mit Helpx hab ich bisher nur eine Erfahrung gemacht, aber die war gut! Dort können sich die Hosts und "Wwoofer" auch gegenseitig bewerten, so dass man eine Vorstellung bekommen kann von dem was einen erwartet.

Ivero

« Antwort #3 am: 10. April 2012, 20:36 »
Ist das mit dem Visum wirklich so? Ich dachte sowas wird quasi als Freiwilligenarbeit bzw. "Freundschaftsdienst" angesehen und man braucht daher kein Arbeitsvisum
Dass Essen und  Unterkunft als Lohn angesehen wird wäre mir fremd.
Der entscheidende Unterschied zu Couchsurfen ist für mich, dass man länger dort bleibt(meist mehrere Wochen oder Monate) und man sich daher viel besser kennen lernen kann. Beim Couchsurfing übernachtet man dort ja meist nur ein paar Nächte und müsste dann immer neue Hosts suchen.


EDIT: Ich habe grad noch etwas im Internet gesucht zum Thema Visum und es scheint von Land zu Land unterschiedlich zu sein.
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Skraal

« Antwort #4 am: 10. April 2012, 22:25 »
Bei den meisten Visa ist es tatsächlich so, daß man nicht arbeiten darf − auch nicht unentgeltlich!
Aber deshalb sollte man die Sache nicht kritisch sehen, wenn man ein guter Deutscher sein will, kann man sich ja ein Arbeitsvisum holen …
Erfahrungen habe ich mit Workaway leider nicht, es klingt aber gut und ich will es auf meiner nächsten Reise ausprobieren …
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Ivero

« Antwort #5 am: 11. April 2012, 10:37 »
Ich werde wohl erstmal in Europa starten wo es ja eigentlich keine Probleme geben sollte und wenn es mir dann zusagt weiter ziehen.
Was ich kritisch sehe und auch schon jetzt des öfteren gelesen habe ist der Kontakt zu den Hosts. Meist antwortet wohl nicht mal die Häfte der Angeschriebenen und es gibt sicherlich mehr als einen Traveller der dann bei den aktiven Hosts eine Stelle sucht.
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dommel24

« Antwort #6 am: 13. April 2012, 22:14 »
Wir hatten uns auch bei workaway angemeldet, bisher aber eher Pech gehabt. Hatten einen Host in der Mongolei angeschrieben, der 5 Dollar pro Tag wollte, obwohl das nicht angegeben war. Dazu verlangte er 10 Stunden Arbeit pro Tag und die E-Mail war sehr unfreundlich. Haben dann drauf verzichtet und waren wwoofen.
Ein weiterer Host in Thailand wollte auch Geld (obwohl nicht angegeben). Wir sind dann trotzdem hin, wurden aber nach zwei Tagen rausgeschmissen, da unsere Hosts heftige Eheprobleme hatten :-)

Fazit: Man findet bestimmt tolle Hosts, sollte sich aber nicht darauf verlassen. Vielen Hosts verlangen Geld, auch wenn es nicht angegeben ist. Es wird oft gerne gesehen, wenn man lange bleibt.
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