Thema: Welche Tabletten nutzt ihr gegen Übelkeit/Seekrankheit?  (Gelesen 14798 mal)

Bobsch

Hallo,

mich würde mal interessieren welches Mittel sich bei euch gegen Übelkeit und Seekrankheit bewährt hat, z.B. beim Übersetzen auf eine Insel und gleichzeitig starkem Seegang.


Gruß
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dirtsA

« Antwort #1 am: 05. November 2011, 22:26 »
Würde mich auch interessieren, habe schon einiges getestet, aber bisher hat leider nichts geholfen.
Mein Vater ist Apotheker und ich werde auf die Weltreise auf jeden Fall alle Variationen an Medikamenten mitnehmen, die es dagegen gibt (muss dazu sagen, dass ich wirklich SEHR große Probleme damit habe, sogar schon daheim am Badesee auf der Luftmatratze  ::) ). Kann dann mal posten, was es alles gibt, bezweifle aber ob es den meisten hilft, da die Medikamente in DE und AT meistens anders heißen... ;)

Wär aber trotzdem interessant, wenn jemand hier ein "Wundermittel" gefunden hat.
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Litti

« Antwort #2 am: 05. November 2011, 23:45 »
Würde mich auch interessieren, habe schon einiges getestet, aber bisher hat leider nichts geholfen.
Mein Vater ist Apotheker und ich werde auf die Weltreise auf jeden Fall alle Variationen an Medikamenten mitnehmen [...]

Tja, ich kann da bedauerlicherweise nicht wirklich weiterhelfen was genaue Wirkstoffe angeht - aber ich bin beim letzten Mal auch mit einer Fülle von Medikamenten los und eigentlich hat bei mir jedes funktioniert (und ich bin durchaus anfällig). Kaugummis waren keine dabei, aber Kapseln und Tabletten...

Wenn das alles wirklich nicht hilft, hast du schon mal folgendes probiert:

Travel Blue Comfort Bands

Selbst hab ich keine Erfahrungen damit, vlt ist es extrem störend, vlt funktioniert es nicht. Aber evtl. ist es gesünder und billiger als jedes Medikament. Die Bewertungen auf der Globetrotter-Seite lassen einen jedenfalls hoffen.
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Vombatus

« Antwort #3 am: 06. November 2011, 02:37 »
Habe meine "Anti-Seekrankheit.pillen" von anderen Reisenden bekommen (Panama -> Kolumbien), den Namen/Wirkstoff habe ich vergessen, bzw. nie gewusst. Was aber komischerweise auch half, (ein Rat vom Kapitän) ich kann das aus eigener Erfahrung sagen, eine viertel Limette lutschen. Und natürlich immer schön einen Punkt am Horizont fixieren. Und bloß nicht an Seekrankheit denken.
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little_earthquake

« Antwort #4 am: 06. November 2011, 09:06 »
ich glaub da gibts reisekaugummis, die wohl recht gut helfen. in der apotheke fragen, die wissen schon was gemeint ist. ich selbst hab sie noch nicht getestet, da ich nie reisekrank werde.

gegen wiederholtes erbrechen hilft vomacur recht gut. wobei ich (und bitte hier nicht lachen) die zäpfchen empfehlen würde. wirken schneller und besser da das mittel so direkt in den blutkreislauf geht. als tablette muss es erst durch den leberkreislauf durch, was einfach länger dauert und generell tabletten bei erbrechen echt nicht zu empfehlen sind, da viele tabletten wieder rausgebrochen werden. ich kenne eigentlich keinen bei dem vomacur bisher nicht geholfen hat (was den normalen rahmen an reiseübelkeit angeht).

generell werdet ihr sowieso NIE DAS brechenmittel finden, da es 5 arten im körper gibt (quasi 5 verschiedene rezeptoren) die brechen auslösen können und kein medikament alle 5 hemmt. die einen hemmen das brechzentrum im gehirn, andere die rezeptoren im magen und wieder andere gehen ans innenohr und das gleichgewichtsorgan... nur mal so als beispiel.
also sagt immer für welche art erbrechen ihr medikamente braucht > beim arzt oder apotheker. quasi wann euch von was schlecht wird. seekrankheit sollte mit einem medikament behandelt werden was die rezeptoren im gleichgewichtsorgan beinflusst. übelkeit durch stress wo viel magensaft produziert wird, mit säureblockern die am magen ansetzen. schwere migräneanfälle setzen am brechzentrum an. Übelkeit durch blutdruckschwankungen müssen mit medikamenten für den kreislauf behandelt werden. etc...

also Übelkeits-/Brechmittel bitte mit dem arzt absprechen!
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Litti

« Antwort #5 am: 06. November 2011, 09:36 »
generell werdet ihr sowieso NIE DAS brechenmittel finden, da es 5 arten im körper gibt (quasi 5 verschiedene rezeptoren) die brechen auslösen können und kein medikament alle 5 hemmt. die einen hemmen das brechzentrum im gehirn, andere die rezeptoren im magen und wieder andere gehen ans innenohr und das gleichgewichtsorgan... nur mal so als beispiel.

Das betrifft aber Übelkeit im Allgemeinen. Gibt es denn auch für die Reisekrankheit verschiedene Auslöser? Wenn ich mit dem Stichwort "Reisekrankheit" in die Apotheke gehe wird dann eigentlich nie genauer nachgefragt... wäre für mich ja auch schwierig zu ermitteln was die Übelkeit genau auslöst.
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little_earthquake

« Antwort #6 am: 06. November 2011, 09:53 »
generell werdet ihr sowieso NIE DAS brechenmittel finden, da es 5 arten im körper gibt (quasi 5 verschiedene rezeptoren) die brechen auslösen können und kein medikament alle 5 hemmt. die einen hemmen das brechzentrum im gehirn, andere die rezeptoren im magen und wieder andere gehen ans innenohr und das gleichgewichtsorgan... nur mal so als beispiel.

Das betrifft aber Übelkeit im Allgemeinen. Gibt es denn auch für die Reisekrankheit verschiedene Auslöser? Wenn ich mit dem Stichwort "Reisekrankheit" in die Apotheke gehe wird dann eigentlich nie genauer nachgefragt... wäre für mich ja auch schwierig zu ermitteln was die Übelkeit genau auslöst.

wie bereits oben erwähnt wird reisekrankheit vom innenohr ausgelöst. und in aller regel gibt es auch nur den einen auslöser. wenn das schiff hin und her schaukelt, schaukelt auch die flüssikeit im gleichgewichtsorgan hin und her. ergo der körper weiß nicht mehr wo oben und unten ist und dir wird übel. der reiz geht ans brechzentrum und tada... spuckst du über bord. drum hilft es auch einen punkt zu fixieren der weit weg ist (das gehirn behält orientierung durch das sehzentrum). die apotheker wissen im allgemeinen schon was sie dir geben. es steht auf den packungen ja auch drauf. wenn du ein mittel verlangst gegen übelkeit werden sie schon nachfragen für was es genau sein soll. aber reiseübelkeit ist ja schon die genauere bezeichnung. ;) wie das bei kreislaufschwachen menschen allerdings ausschaut weiß ich nicht. bei karussellen dürfen ja manchmal leute mit herz-kreislaufproblemen nicht mitfahren. gewiss spielen hier andere faktoren noch eine rolle. ich denke auch wenn z.b. jemand sehr stressanfällig auf dem magen ist und sich vor einer schifffahrt recht aufregt, auch der magen selbst noch eine rolle spielt und man hier sicher noch säureblocker dazu nehmen müsste. aber das sind in aller regel sonderfälle. reisekrankheit hat am allgemeinen was mit dem gleichgewicht zu tun und ihr werdet immer ähnliche medis vom apotheker bekommen, die dann auch helfen.

es gibt ja auch teils übergreifende mittel die 2 bis max. 3 rezeptoren abdecken aber eben nie alle 5. also immer sagen für welche art erbrechen/ übelkeit das mittel gedacht ist.
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tetsi

« Antwort #7 am: 06. November 2011, 13:42 »
Ich selbst hatte bisher keine Probleme mit Seekrankheit, aber ich habe auf einer Hand voll Segeltörns den ein oder anderen Fall von leichter bis mittelmäßig katastrophaler Seekrankheit kennengelernt. Ich fass hier jetzt einfach mal so meine Beobachtungen und Gespräche mit den Seekranken zusammen:

Ergebnisse von Medikamenten sind durchwachsen. Bei leichten bis mittelschweren Fällen helfen die oft ganz gut. Jeder nimmt da aber irgendwie auch was anderes. Von Tropfen über Kaugummis bis Tabletten. Ähnliche Ergebnisse bei den Armbändern etc.

Der Tipp mit dem Fixpunkt am Horizont hilft - auch wieder recht gut bei den leichten Fällen und bei den schweren Fällen fast garnicht. Ich habe mal von einer Brille gehört, in der durch eine Flüssigkeit zwischen den Gläsern ein künstlicher Horizont erzeugt wird - nie gesehen und ob das hilft, weiß ich nicht. :)

Was bisher in allen Fällen mindestens den akuten Brechreiz wegbekommen hat, ist hinlegen (am besten auf den Rücken) auf die Achse, in der das Schiff rollt. Setzt euch jemanden daneben, der auf euch aufpasst und mit euch redet - wichtig: entspannt euch.

So als letzte Anmerkung: Seekrankheit ist kein Makel - teilweise wird man ja dafür belächelt. Manche Menschen werden einfach Seekrank. Findet euch damit ab und versucht nicht dagegen anzukämpfen, das macht alles schlimmer. Ihr könnt die Symptome halbwegs in den Griff bekommen, aber nicht die Ursache. Im Allgmeinen gewöhnen sich Menschen an das Schiff und die Seekrankheit wird besser - aber eben schneller, wenn ihr euch nicht mit allen möglichen Medikamenten zudröhnt, die die entsprechenden Rezeptoren einfach nur abschalten. Für ne zwei Stunden Überfahrt ist das sicher ok, aber wenn ihr länger unterwegs seid imho eher kontraproduktiv, weil es den Gewöhnungsprozess verlangsamt. Esst vorher was und während der Reise sogut es eben geht, damit ihr was im Magen habt. Auf dem Wasser Zwieback oder trockene Kekse, vorher am besten was euch schmeckt und glücklich macht. Freut euch auf das, was danach kommt und ärgert euch nicht über die Überfahrt - innere Einstellung macht wirklich viel aus.

Sony

« Antwort #8 am: 07. November 2011, 12:14 »
Bis vor einigen Jahren hatte ich nie Schwierigkeiten mit Seekrankheit. Leider scheint sich das mit dem Alter zu ändern  >:(. Was mich sehr ärgert, da ich begeisterte Taucherin bin. Naja, auch egal! Ich kann Stugeron empfehlen. Ich weiss allerdings nicht, ob es das in Deutschland noch gibt. In der Schweiz habe ichs bekommen, Deutsche haben mir allerdings erzählt, dass sie das dort auf Grund eines Inhaltsstoffs vom Markt genommen haben.

Auf jeden Fall immer schön an der frischen Luft bleiben und den Horizont fixieren, was manchmal noch schwer sein kann, wenn das Boot klein und die Wellen mal schnell 3 m hoch werden  :-\.

Grüsse aus Südafrika
Sony
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gimik

« Antwort #9 am: 07. November 2011, 22:43 »
Ich brauche bei allgemein schlecht wegen Busfahren oder Schiff Itinerol B6. Das ist echt super auf das schwör ich. Wenn ich allerdings auf einer Tauchsafari bin und es extreme See hat, dann brauche ich Cinnageron und zwar machen die gemäss Apotheker nicht so fest müede wie die anderen. Ich selber hab aber bei Itinerol auch noch nie was gemerkt.

Also ich hatte leider auf meinen letzten Reisen schon zweimal ganz extreme See und zwar einmal mit über 5m wellen auf einem Tauchschiff und das andere Mal, zwei Nächte lang und auch ziemlich heftig und ich konnte mit diesen beiden Medis das gröbste abwenden.

PS: Weiss nicht ob diese Medis auch in Deutschland erhältlich sind, beide sind aus der Schweiz
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