Thema: Erfahrungsbericht/Sinnigkeit - WASSERAUFBEREITUNG  (Gelesen 3120 mal)

NoFate2063

« am: 22. Oktober 2011, 13:08 »
Mein Fundstück der Woche ;)

"Einfache und sichere Anwendung zur Konservierung bei klarem Wasser
Micropur, Katadyn amtlich zugelassen zur Entkeimung und Dauerfrischhaltung von Trinkwasser für ca. 6 Monate."


Hat jemand mit solchen Verfahrensweisen Erfahrung, bzw. macht das wirklich Sinn? So ist man nicht genötigt Wasser nachzukaufen, kann die Umwelt schonen, und ist mehr oder weniger unabhängig von örtlichen Wasseraufbereitungen.

Katadyn Micropur Classic Tabletten A:
http://www.raeer.com/shopexd.asp?id=18884

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little_earthquake

« Antwort #1 am: 22. Oktober 2011, 13:16 »
also so sehr kenn ich mich natürlich auch nicht aus da ich meine reise noch vor mir habe, aber ich denke wenn es frisches wasser abgepackt zu kaufen gibt ist es vorzuziehen. die tabletten sind glaube ich dafür gedacht wenn man keine andere wahl hat. ich nehme an, man verwendet diese auch eher für leitungswasser oder bachwasser als für wasser aus einem dreckigem tümpel. (das wasser würd ich nur trinken wenns ums überleben geht)

kommt sicher auch aufs land an und wie sicher das jeweilige wasser dort ist. in tropischen gebieten wirst du die tabletten eher brauchen wie in arktischen, da einfach die anzahl der möglichen gefährlichen keime und/oder parasiten verschieden ist.
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Stecki

« Antwort #2 am: 22. Oktober 2011, 13:18 »
Meine Meinung: Sowas braucht kein normaler Backpacker und ist nur sinnloser Ballast. Ich habe noch nie auf meinen Reisen erlebt dass kein sauberes Wasser verfügbar war. Ist natürlich was anderes wenn Du lange durch unbewohnte Gegenden, zum Beispiel in Afrika oder Haiti ziehst, aber bestimmt nicht in normalen Gegenden.
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karoshi

« Antwort #3 am: 22. Oktober 2011, 14:50 »
Ach Stecki, sei doch nicht immer so hart! ;)

Als Ballast sehe ich Micropur eigentlich nicht, weil die Tabletten fast nichts wiegen. Aber die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellt sich schon.

Micropur kann aus schlechtem Wasser kein gutes machen. Dafür braucht man Chlor und/oder einen Keramikfilter. Micropur kann nur verhindern, dass sauberes Wasser wieder verkeimt. In vielen Gegenden der Welt sind schon Hostels dazu übergegangen, Wasser aus großen Kanistern zum Auffüllen der eigenen Trinkflasche anzubieten. Das ist für mich die bessere Alternative im Vergleich zu ständigem Neukauf von Flaschen oder Aufbereitung von Leitungswasser. Die großen Kanister werden nämlich im Gegensatz zu den Flaschen wiederverwendet. Und wenn man dann in die nachgefüllte Flasche eine Micropur reinwirft, dann ist man definitiv auf der sicheren Seite. Wirklich nötig ist das aber im Allgemeinen nicht, weil die Kanister aus einer sicheren Quelle kommen und alle paar Tage ausgetauscht werden.

LG, Karoshi
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Stecki

« Antwort #4 am: 22. Oktober 2011, 14:55 »
Was soll denn daran hart sein? Deine Antwort ist ja schlussendlich dieselbe, nur ausführlicher und schöner verpackt...  ;)
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dommel24

« Antwort #5 am: 25. Oktober 2011, 12:18 »
Also ich finde es schon sinnvoll etwas zur Wasseraufbereitung mitzunehmen, da man dann auf mehrtägigen Ausflügen in die Natur nicht darauf angewiesen ist ausreichend Wasservorräte mitzunehmen. Dann kann man jeweils einfach Wasser in den Bergflüssen (das ist zwar sauber, aber man weiß ja nie was einen Kilometer Stromaufwärts in den Fluss ge... hat oder darin verreckt ist) nachfüllen, reinigen und trinken. Macht natürlich nur Sinn, wenn man auch ein Zelt dabei hat. Für den beschriebenen Anwendungsbereich benutzen wir seit vielen Jahren einen SteriPen, der Wasser durch UV-Licht reinigt.

Zum einfach aufbereiten von Leitungswasser sind die vorhandenen Methoden allerdings einfach zu teuer.


Gute Artikel zu möglichen Wasserverschmutzungen und verschiedenen Methoden zur Wasseraufbereitung (u.a. den im ersten Beitrag genannten Tabletten und UV-Licht) gibt es in der Produktberatung von Globetrotter:

http://www.globetrotter.de/partner/partner.php?ident=69e5893d127d2658&page=/de/beratung/kaufberatung/12_info.php?GTID=a6fdf2d5e15f7aa5e9034053ce831e85a31#05

http://www.globetrotter.de/partner/partner.php?ident=69e5893d127d2658&page=/de/beratung/kaufberatung/12_info.php?GTID=a6fdf2d5e15f7aa5e9034053ce831e85a31#06
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querweltein

« Antwort #6 am: 25. Oktober 2011, 16:15 »
Karoshi, das ist so nicht ganz korrekt.

Es gibt von Micropur auch Chlortropfen. Diese haben wir zB dabei. Sowie einen Katadyn Hiker Wasserfilter.
Und wir haben beides schon gebraucht! Wenn man trekken geht gibt es eben nicht immer die Möglichkeit sauberes Wasser zu finden.
Auf dem Santa Cruz Trek zB haben wir eine ganze Gruppe getroffen die komplett krank war (geführte Tour mit Koch und Eseln etc), wir hatten privat keine Probleme.

Muß natürlich wie immer jeder für sich selbst entscheiden ob er es braucht. Aber wenn man trekken will machen zumindest Tropfen schon Sinn finden wir.

Gruß
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karoshi

« Antwort #7 am: 25. Oktober 2011, 16:34 »
Vielleicht habe ich mich nicht eindeutig genug ausgedrückt: meine Zweifel an der Sinnhaftigkeit beziehen sich ausschließlich auf die vom OP erwähnten und im Bild gezeigten Tabletten. Dass Chlor und/oder Filter etwas anderes sind (und m. E. die Mittel der Wahl, wenn man wirklich zuverlässig Wasser sauber kriegen will), hatte ich ja auch geschrieben.

LG, Karoshi
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Sherry

« Antwort #8 am: 28. Januar 2014, 19:25 »
*Thema wieder hervorwühl*

Wir stehen nun vor der gleichen Frage. Etwas zur Wasserentkeimung möchte ich auf jeden Fall mitnehmen, allerdings auch eher für Notfälle als für den Alltag. Daher ist mir der SteriPen eigentlich etwas zu "übertrieben". Wie hier ja auch schon geschrieben wurde, gibt es von Katadyn auch Mittelchen mit Silberionen UND Chlor, dazu kann man noch Tropfen kaufen, die den Geschmack vom Chlor neutralisieren. Katadyn bietet da Tabletten, Pulver und Tropfen an - kann mir jemand sagen, wo da der Unterschied liegt. Hat vielleicht jemand schon Erfahrungen damit gemacht? Mein Darm ist leider recht empfindlich, deswegen möchte ich schon gern auf Nummer Sicher gehen. Wäre da vielleicht der SteriPen doch die bessere Variante?
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Jenny_far_away

« Antwort #9 am: 28. Januar 2014, 19:57 »
Hey,
ich hatte auf meiner Reise Micropur Forte dabei und habe es vor allem in Nepal beim wandern genutzt. Probleme hatte ich dabei nie. Wenn man sich unsicher ist kann man auch 2h warten bis man trinkt, statt der angegeben 30min, dann sollen noch mehr Keime abgetötet worden sein. Vor allem wenn das Wasser kalt ist, hat es keinerlei Chlorgeschmack, was sehr angenehm ist. Ansonsten habe ich die Tabletten nur ab und an in Indien, Kambodscha und Indonesien benutzt. Dort habe ich mich aber jeweils in traditionellen Dörfern abseits der Touristenwege aufgehalten, wo es kein gereinigtes Wasser gibt.

http://www.amazon.de/Katadyn-Wasserentkeimung-Micropur-Forte-MF/dp/B000G5OVL8/ref=sr_1_1?s=sports&ie=UTF8&qid=1390935066&sr=1-1&keywords=Micropur+forte
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Sherry

« Antwort #10 am: 28. Januar 2014, 21:30 »
Wie lange bist du denn etwa mit einer Packung hingekommen? 100 Liter Wasser sind ja gar nicht sooo viel...

Was mich halt wundert ist, dass das Pulver gerade mal 6-7 € mehr kostet, aber für ganze 10.000 Liter Wasser reicht. Aber ich sehe irgendwie keinen Unterschied zu den Tabletten....
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Jenny_far_away

« Antwort #11 am: 29. Januar 2014, 09:59 »
Hey,
bei mir hat das die ganze Reise gehalten, hab die Hälfte sogar noch übrig. Insgesamt habe ich die Tabletten vielleicht über 3 Wochen ausschließlich verwendet.
Ich würde mir da nicht so viele Gedanken, so wichtig sind die nicht und man bekommt die vor Ort auch überall. Pulver ist wahrscheinlich schlechter zu dosieren.
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cocolino

« Antwort #12 am: 29. Januar 2014, 12:22 »
Wir haben die Micropur Forte auf unserer Kilimanjaro-Besteigung genutzt. Den Vorteil der Tabletten gegenüber dem Pulver sehe ich auch in der Dosierbarkeit und in der Handhabung. Ich denke das Pulver ist eher für Overländer geeignet, die große Kanister mit Trinkwasser im AUto dabei haben. Für 1L Flaschen ist das vermutlich schwierig zu dosieren. Für 1 Woche Berg und 2 Personen mit hohem Wasserverbrauch (HÖHE!) haben wir glaube ich knapp 50 Tabletten gebraucht.
Um den Chlorgeschmack zu überdecken, haben wir einfach ne Viertel Multivitaminbrausetablette reingeworfen.

Und genau, für offensichtlich verschmutzes Wasser mit Schwebstoffen zB sind die Tabletten nicht ausreichend (auch nicht der Steripen), da braucht man dann auf jeden Fall einen Keramikfilter.

Sherry

« Antwort #13 am: 29. Januar 2014, 18:58 »
Prima, wenn man das Zeug auch dort problemlos bekommt, dann packen wir einmal die Tabletten ein und gut ist. Die Idee mit den Vitamintabletten ist mir sogar auch schon gekommen, gut zu wissen, dass das wirklich hilft, den Chlorgeschmack erträglich zu machen!

Besten Dank :)
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karoshi

« Antwort #14 am: 29. Januar 2014, 20:39 »
Pulver ist wahrscheinlich am schwierigsten zu dosieren, jedenfalls bei kleinen Behältern. Tropfen funktionieren aber auch bei normalen Trinkflaschen hervorragend. Einen wirklichen Chlorgeschmack entwickelt das Wasser eigentlich nur bei Überdosierung.
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