Thema: Sabbatjahr  (Gelesen 2656 mal)

natur

« am: 15. Juni 2011, 15:18 »
Hallo,

könntem ir jemand bitte das Sabbatjahr " idiotensicher" erklären. Nach dem 3 dritten Blatt über das Sabbatjahr bin ich etwas durcheinander.

Kurz: wir planen nächstens Jahr im Januar- März ( 3 Monate) zu resien. Vorbereitung ca. 6 moante.
Geht denn das Sabbatjahr überhaupt noch?

Wie ist die Berechnung bzw. Formel?

Danke schon mal!  :)
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tetsi

« Antwort #1 am: 15. Juni 2011, 15:41 »
Hi,

also im Allgemeinen läuft das so, dass du über x Zeit (z.b. 2 oder 4 Jahre) auf einen Teil deines Gehaltes verzichtest und dann für die Dauer von einem Jahr aufhörst zu arbeiten und trotzdem weiter dein bisheriges Gehalt beziehst. Mal als Beispiel. Du bekommst im Monat 1000€ brutto. Du verzichtest jetzt für drei Jahre auf 25% bekommst also nur 750€. Damit bekommst du dann statt 36000€ nur 27000€ ausgezahlt und hast 9000€ angespart. Diese bekommst du dann in 12 Monaten Abwesenheit ausgezahlt (750€ pro Monat). Ähnlich geht das auch mit Überstunden, Urlaub aufsparen etc. Ist nur bei 40h/Woche-Jobs nicht immer so einfach - wer will schon gern über Jahre 50h und mehr arbeiten. Wenn du nur ne Teilzeitstelle hast (z.B. 30h) ist das schonwieder etwas anders. Auch für Beamte gibt's gewisse Regelungen.

Das ist allerdings - soweit ich weiß - keine gesetzliche Regelung. D.h. du kannst mit deinem Arbeitgeber da durchaus eigene Wege abmachen. Der Arbeitgeber muss dir sowas auch nicht ermöglichen.

Zu deiner konkreten Situation: In 6 Monaten kannste jetzt nichtmehr soviel ansparen. Ich weiß auch nicht, wieviel Urlaub du noch übrig hast. Sprich einfach mal mit deinem Vorgesetzten bzw deiner Personalabteilung, was da noch drin ist. Du hast ja auch nur drei Monate vor wegzusein. Das lässt sich ja mit 4 Wochen normalem Urlaub (20 Tage) + 8 Wochen unbezahlt abdecken. Wenn du noch Resturlaub von diesem Jahr dazunimmst, kannst du nochmehr Zeit überbrücken. Wie gesagt, die "Berechnung" ist ziemlich frei und du wirst schon mit deinem Chef sprechen müssen, um da ein genaues Vorgehen abzumachen.

Hoffe das hilft dir. Viel Erfolg.

Grüße Steffen

natur

« Antwort #2 am: 15. Juni 2011, 15:53 »
 :)
Danke schön. Jetzt habe ich es verstanden. 

 :D :D :D :D :D
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Jens

« Antwort #3 am: 15. Juni 2011, 20:26 »
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cuccamerica

« Antwort #4 am: 30. Juni 2011, 22:51 »
Hallo,

habe ich gerade richtig gedacht?! Nehmen wir mal an, dass ich mit meinem Arbeitgeber ausgehandelt habe, dass ich ein Jahr lang nur 75% meines Gehalts bekomme und die restlichen 25%, wenn ich ein Jahr lang auf Reisen bin.

Wie verhält es sich denn nun mit der Besteuerung?! Zahle ich gesamt weniger Steuern, da ich ja nur noch 75% bzw. später nur noch 25% Gehalt bekomme? Ich habe das mal mit dem Brutto-Netto-Rechner ausgerechnet. Wenn ich die 75% und 25% einzeln versteuere, habe ich in der Summe über 10% weniger Steuern gezahlt. Oder bin ich auf dem Holzpfad und zahle so oder so auf mein gesamtes Gehalt die "normalen" Steuern?! Ich hoffe, dass ich mich halbwegs verständlich ausgedrückt habe?!

Vielen Dank im Voraus
cuccamerica
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tetsi

« Antwort #5 am: 30. Juni 2011, 23:50 »
Ja, das sollte sich auch steuerlich auswirken.

ghandi

« Antwort #6 am: 01. Juli 2011, 06:37 »
Hallo,

was tetsi sagt stimmt.
Dein jeweiliges Einkommen wird versteuert, d.h. du zahlst auf deinen 75%-Lohn die Steuern und Abgaben.
Später auf der Reise wird dein 25%-Lohn versteuert.

Jens

« Antwort #7 am: 01. Juli 2011, 08:33 »
Was mich etwas wundert ist, dass dein Arbeitgeber so ein Modell macht. Normal wäre es, wenn das Sabbatjahrmodell auf 2 Jahre läuft, du arbeitest das erst voll bei 50% und das Freistellungsjahr erhälts du auch 50% des Lohn. Dann ist Besteuerung auch gleich.
Ansonsten wirst du so versteuert, wie dein Gehalt auf dem Lohnzetel steht und dann fällst du mal so oder mal so in die Progression.
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cuccamerica

« Antwort #8 am: 02. Juli 2011, 12:22 »
Was mich etwas wundert ist, dass dein Arbeitgeber so ein Modell macht. Normal wäre es, wenn das Sabbatjahrmodell auf 2 Jahre läuft, du arbeitest das erst voll bei 50% und das Freistellungsjahr erhälts du auch 50% des Lohn. Dann ist Besteuerung auch gleich.
Ansonsten wirst du so versteuert, wie dein Gehalt auf dem Lohnzetel steht und dann fällst du mal so oder mal so in die Progression.

Das war auch nur hypothetisch. ;-) Ich weiß ja gar nicht, ob er das mitmacht. Mir ging es eher um die Frage der Steuer(-entlastung).
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