Thema: Kennwörter und Zugangsdaten  (Gelesen 3658 mal)

Grotesque

« am: 02. Mai 2011, 21:56 »
ich würde gerne mal wissen, wie ihr es mit euren kennwörtern handhabt?!

leider habe ich festgestellt, das ich mitlerweile ziemlich überfordert bin, mir alle kennwörter und zugangsdaten merken zu können.
früher hatte ich immer gleiche und "einfache" passwörter, wovon ich mitlerweile allerdings abgerückt bin, da mir mein facebook und mein e-mail-account gehackt wurden.

ich habe heute mal so grob überschlagen und komme (spätestens auf reisen) auf ca. 20 zugangsdaten - leider befürchte ich, das es auch noch mehr werden, wenn ich mich später auch noch bei air asia und co. registriere.

nehmt ihr überall die gleichen? oder habt ihr eine clevere mechanik gefunden? es gibt ja diese kennwort-verwaltungspogramme (z.b. auf einem usb stick), mit denen man alles speichern kann und sicher sind sie wohl auch. aber wenn ich den dann verliere, dann habe ich großes problem ???

ich wäre über ein paar ratschläge sehr dankbar.

markus

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hawk86

« Antwort #1 am: 02. Mai 2011, 23:33 »
hi,
also über 20 verschiedene sind schon krass...       ich denke mal ich habe 3,4 oder 5 verschiedene. die kennwort-verwaltungsprogramme funktionieren recht gut und man muss sich nur noch das master passwort merken. ich würde die kennwörter einer vertrauensperson hinterlassen, welche dir diese im falle eines verlustes des usb sticks telefonisch mitteilen kann.
lg
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Cori**

« Antwort #2 am: 03. Mai 2011, 08:34 »
Ich hab auch nur 3 oder 4 verschiedene Passwörter.. 20 - puh!
Das mit dem USB Stick würd ich nicht machen - je weniger Sachen du dabei hast um die du "Angst haben" musst, desto leichter reist sichs ;) Ich hab das mit den Kennwort-Verwaltungsprogrammen noch nie ausprobiert, keine Ahnung - aber ich würd sie mir wohl einfach irgendwo zusammenhangslos in E-Mail Entwürfen oder dem Kalender speichern, wo nur ich sie finde ;) Und wie hawk86 schon sagt, zu Hause nochmal hinterlegen schadet auch nie!
lg
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Niels

« Antwort #3 am: 03. Mai 2011, 08:45 »
Ich habe grundsätzlich 3 Standard-Passwörter, welche unterschiedliche Sicherheitsstufen erfüllen.
Eins für private Zwecke, Facebook, E-Mail, 1x sehr sicheres PW für Online-Banking etc.pp. und 1x beruflich

Eine Überlegung für dich wäre die Daten in einem PW zu sammeln und dieses PDF per Kennwort zu sichern und mit nichtssagendem Betreff und Dateinamen an deine e-Mail Adresse zu schicken. Ich denke die wahrscheinlichkeit dass dein e-Mail Zugang unterwegs gehackt wird ist relativ gering und selbst dann hast Du immer noch ein Passwort-geschütztes PDF. (Wie sicher letztlich der PW-Schutz eines PDF`s ist, kann ich dir leider nicht beantworten)

Gruß,
Niels
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dirtsA

« Antwort #4 am: 03. Mai 2011, 09:19 »
Ich denke man muss auch nicht übertreiben mit der Angst. Das Wichtigste ist wohl wirklich Online Banking, da sollte man sich eben ein sehr sicheres PW überlegen.

Die Variante wie von Niels vorgeschlagen finde ich eine gute Idee (und man braucht auch kein extra Programm dafür...). Ich kann mir für mich (so als Anregung) auch folgendes vorstellen: Im PW-geschützten Excel abspeichern, dabei allerdings das Tabellenblatt ausblenden und 2-3 Tab.blätter mit Reporting-Daten (ich arbeite im Marketing  ;) ) sichtbar haben. Die Datei unter einem Namen "xxx Monats-Reporting" abspeichern und eben an sich selbst schicken.
Kann mir kaum vorstellen, dass jemand eine Email, die eher nach Arbeit ausschaut aufmacht, dann noch die Datei mit dem Namen aufmacht, dann noch das PW knackt UND draufkommt, Tabellenblätter einzublenden...  ;D
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Grotesque

« Antwort #5 am: 03. Mai 2011, 09:28 »
ach, die idee mit dem pdf und gefakten inhalten finde ich super ;D. und ihr habt natürlich recht, dass man sich da nicht verrückt machen sollte. wenn jemand meinen facebook oder e-mail account hackt, dann soll er doch auch glücklich damit werden  ;). ich habe da nichts zu verbergen.

mir ist mein passwortproblem auch letzte woche das erste mal bewusst geworden, als ich mit meiner zweiten kreditkarte geld abheben wollte und leider immer die pin von kreditkarte eins eingegeben habe - dann war die karte leider gesperrt. hier ist sowas kein problem, aber am ende der welt schon ein wenig unpraktisch.

vielen dank euch > für die vorschläge
markus
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Bella

« Antwort #6 am: 03. Mai 2011, 10:12 »
Wusstet ihr eigentlich, dass man sich (zumindest bei Firefox) all seine Passwörter anzeigen lassen kann? Über Firefox-Optionen -> Sicherheit -> gespeicherte Passwörter -> Passwörter anzeigen.

Ich glaube, da werden nur die Passwörter angezeigt, die man auf dem PC speichert und ich würde es nicht unbedingt als Gedächtnisstütze benutzen, aber falls einem z.B. der PC geklaut wird, sollte man danach wohl seine Passwörter ändern, insbesondere, wenn man immer die gleichen oder ähnliche benutzt.
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Martini

« Antwort #7 am: 03. Mai 2011, 12:11 »
Ich für meine Teil habe sieben Wörter mit unterschiedlicher Sicherheitsstufe und benutze mal das eine als Loginname und das andere als Passwort. Daraus ergeben sich mehrere Kombinationen, man muss sich nur noch erinnern, welche Kombi man wo benutzt hat (Gell, Karoshi, wie oft ich hier schon ein neues Passwort angefordert habe :-) )
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jhein

« Antwort #8 am: 20. Mai 2011, 09:16 »
Hängt ja auch ein bisschen davon ab, ob Du einen Rechner dabei hast oder nicht.

Ich würde Dropbox (http://db.tt/tkl6rqj) nehmen und dort meine Passwörter verschlüsselt speichern. Das Tool synct Daten zwischen verschiedenen Rechnern und speichert sie in der Cloud.

Zum verschlüsseln der Passwörter gibt es beispielsweise Keepass (http://keepass.info/) mit dem Du Passwörter verwalten und eben verschlüsseln kannst. Das Programm gibt es für Windows, Linux, Mac und man kann es ausführen, ohne dass man etwas installieren muss. Da legst Du alle 3 Versionen zusammen mit dem Keepass-Datenfile in die Dropbox und kommst dann immer ran.

Hast Du einen Rechner dabei, dann liegt es sowieso lokal auf dem Rechner, verlierst Du den, dann kannst Du im Internetcafe das ganz einfach runterladen und kommst auch wieder dran.

Gruß,
Julian
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Vombatus

« Antwort #9 am: 20. Mai 2011, 12:46 »
Meine (für andere unwichtigen) Zugänge habe ich mir einfach aufgeschrieben. Geheimnummern habe ich nach einem mir bekannten Schema verschlüsselt und aufgeschrieben. Z.B. Eine bestimmte Zahl (Vorwahl, Hausnummer, Kennzeichen), dann die Geheimnummer und danach nochmal (wahllose) Zahlen.

Ansonsten habe ich auch verschiedene Kombinationen von Passwörtern, diese wiederum mit Nonsens-Wörtern und Zahlen versehen und aufgeschrieben.

Diese Daten liegen auch bei 2 verschieden Vertrauenspersonen und in meinem E-Mail Postkasten. So dass die Daten verschickt, bzw. von mir gelesen werden können, aber nicht von anderen.

Zusammen mit den (Notfalls-, Banken-, Freundes-, Familien- Versicherungs-, und Ausweis(Telefon)nummern ergibt sich eine solche Masse an Nummern, dass ein Fremder keine Ahnung hat was er sieht, man selbst aber weiß was wichtig ist und was nicht. Die wichtigsten Zugänge habe ich auf alle der 3 Notfallkarten und im Notizbuch. Vergessen und Verlieren ist so fast unmöglich. Fast!
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Ika

« Antwort #10 am: 20. Mai 2011, 20:53 »
Ich habe sechs Passwörter (oder sind es sogar mehr ???)und eigentlich kein Problem sie mir zu merken. Ich verwende die Passwortspeicherung recht selten, dadurch bin ich gezwungen sie regelmäßig zu verwenden. Manche der Passwörter sind auch nur speziell für eine Seite. Ich würde z.B. nie mein Unipasswort an anderer Stelle verwenden. Die Zuordnung der anderen Passwörter habe ich immer thematisch gemacht. Hatte z.B. eins, was ich für alle Mathematikübungsseiten der Uni verwendet habe. Meine Passwörter bestehen alle aus Buchstaben und Zahlen und/oder Sonderzeichen. Gemerkt werden sie durch einen Satz. Wenn ich mir das Passwort selber aussuchen darf, überlege ich mir vorher den Satz. Ein mögliche Beispiele nach diesem System wären z.B.:
"letzten Sommer habe ich 350 Dollar für Urlaub ausgegeben" - also das Passwort: lShi350$fUa
"die Anzahl der Studierenden hat um 70 abgenommen" - Passwort: d#dShu70a
Durch den Satz sind diese Passwörter recht gut zu merken. Sie haben eine ziemlich hohe Sicherheitsstufe und quasi keiner kann es sich auf Anhieb merken, wenn er es dich eintippen sieht.

Dazu kommen dann noch Pin-Nummern, Matrikelnummer und Zugangsname für die Uni, welcher aus Buchstabenkürzel + viele Zahlen besteht. Bei Zahlenfolgen überlege ich mir immer einen Zusammenhang und sonstige Gedächtnisbrücken. Das ist nicht immer einfach, aber mit gut überlegen findet man was und vergisst es weniger schnell. Nehmen wir z.B. die Folge 182597. Spontan fällt mir dazu folgendes ein:
18 Datum d. Geburtstags meiner Mutter
2 ergänzt das ganze zu 20
5 = 8 weniger 2 und 1
97 ist eine Jahreszahl, die mir schon immer harmonisch vorkam und mir deswegen gut merken konnte, warum auch immer

Wenn man sich selber etwas aussuchen kann, kann man sogar noch Einfluss darauf nehmen und sich etwas überlegen, wozu man gut Verbindungen herstellen kann. Man sollte zwar nicht unbedingt sein Geburtsdatum o.ä. nehmen, aber wenn man es in irgendeiner Weise einbaut, z.B. den Tag auf die erste und dritte Stelle setzen und dazwischen die Ziffer, die es zur nächst höheren 10er Zahl ergänzt oder die Summe der Ziffern oder... dann wird es für einen direkt um einiges leichter zu merken.

Ich habe weder Pins noch Passwörter irgendwo aufgeschrieben. Aber die Art von Vombatus gefällt mir, erinnert mich ein wenig daran wie ich früher geheime Nachrichten in Büchern versteckt habe.

querweltein

« Antwort #11 am: 28. Mai 2011, 17:59 »
Moin,

also eigentlich braucht man doch unterwegs gar nicht so viele Passwörter und PINs!
An seine emails, facebook etc kommt man im Schlaf da seit Jahren genutzt, also kein Problem.
Was bleibt noch?
Visa und ggf Mastercard Card Pin. Das sind 2x 4 Stellen - kann man sich auch noch mal merken.
Weiter.
Passwort fürs netbook. Naja.
Und jetzt fällt mir schon nicht mehr viel ein. :) Alles andere sind ganz normale Notfalldaten, die darf gerne jeder lesen.

Das wirklich interessante ist doch höchstens noch die TAN Liste fürs onlinebanking. Da hab ich noch keine gute Lösung. Warscheinlich wirds als Foto-pdf oder so im email Fach gespeichert. Bin aber offen für bessere Ideen. :)

Gruß
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Bella

« Antwort #12 am: 28. Mai 2011, 18:58 »
Ich hab auch ziemlich viele Zugangsdaten, die ich mir irgendwie merken muss. Habe z.B. in den letzten Monaten Konten bei mehreren Banken eröffnet, um die Zinssätze oder Visa (bei der DKB) abzustauben. Da muss man sich ja auch alle Kennwörter und Kontonummern etc. merken. Finde es also auch recht kompliziert, zumal die Anforderungen an die Passwörter so unterschiedlich sind, dass man gar nicht immer das gleiche nehmen kann. z.B. fordert die Deutsche Bank ein Passwort mit 5 Zeichen, während andere Banken mindestens 6 fordern. Finde es also auch ganz schön kompliziert und werde sie mir wohl auch irgendwie verschlüsselt notieren. Dazu kommen dann noch Accounts z.B. bei Opodo oder irgendwelchen Airlines, aber da ist es ja auch nicht so wild, wenn man das Passwort vergisst, kann man sich ja neu zuschicken lassen.

Pins habe ich im Handy als Telefonnummern getarnt.
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cuccamerica

« Antwort #13 am: 28. Juni 2011, 21:30 »
Hallo,

ich benutze 1Password. Das Programm läuft auf dem Mac, Windows, iPhone, IPad und Android. Über dropbox lassen sich alle Rechner bzw. Geräte miteinander synchronisieren. Außerdem ist es möglich im Netz (über den Browser) auf seine eigene dropbox zu gehen und von dort aus, 1Password zu starteb. Auf meinem iPhone habe ich immer alle aktuellen Pins, Tans, Passwörter, etc. dabei. Wenn das iPhone geklaut wird oder ich es verliere, sind die Daten verschlüsselt. Notfalls kann ich das iPhone aus der Ferne löschen.

cuccamerica


P.S. Das Programm kostet allerdings etwas. Hier ist die URL: http://agilebits.com/products/1Password
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VioMar

« Antwort #14 am: 16. Juli 2011, 00:56 »
Wie wäre es mit einer "individuellen Standartlösung"? - Zumindest was Passwörter für Internetseiten angeht...  :)

Also ich handhabe es seit kurzem so, dass ich den Hauptnamen (idR. der Text zwischen "www" und ".de") der Website in eine persönliche Buchstaben-Zahlen-Kombination einbaue. Hier ein paar Beispiele (mit einer anderen als meiner Kombi  ;))

abcWEB123
abcEBAY123
abcWELTREISE-INFO123
abcCOMMERZBANK123
(gut, bei ner Bank geht das eher weniger, da sind die Sicherheitsstandarts wesentlich höher)

Meistens muss man sich ein Passwort mit Namen und Ziffern ausdenken und die Begrenzung liegt bei ausreichend Zeichen, von daher klappt es in der Regel. Alternativ kann man sich natürlich noch eine Kombination inklusive Sonderzeichen ausdenken.

Da meine Web.de sowie Paypal Konto vor kurzem geknackt wurden, fahre ich mittlerweile auch die "jedes-mal-ein-anderes-Passwort-Taktik" Und das bisher ganz gut.

Grüße ausm Norden
Martin

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