Thema: Party und Alkohol auf Reisen  (Gelesen 3551 mal)

Stecki

« am: 29. April 2011, 12:51 »
Um im anderen Thread nicht abzuschweifen: Wie haltet Ihr es so mit Alkohol, Nachtleben, Party etc auf Euren Reisen? Könnt Ihr gar etwas empfehlen? Oder gehen Euch die besoffenen Roommates einfach nur tierisch auf den Sack?

Also wie bereits erwähnt gehört für mich sowohl Party als auch Alkohol zum Reisen dazu. Was gibt es schöneres als auf der Terrasse bei Sonnenuntergang ein Bierchen zu kippen und sich danach ins Nachtleben zu stürzen? Jeden Abend abschiessen muss ich mich allerdings nicht, auch schon des Geldes wegen. Ich finde einfach man kommt beispielsweise in Hostels schneller mit Leuten in Kontakt wenn man zusammen eins trinkt. Das ich dann aber auch wirklich besoffen bin kommt sehr selten vor.

Gottseidank bleibt dies jedem selbst überlassen. Mich würde mal interessieren wi Ihr es so handhabt und welche Gründe es dafürgibt.
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Jens

« Antwort #1 am: 29. April 2011, 13:01 »
Also gegen einen Sundowner habe ich nicht, jedoch abschiessen muß ich mich nicht, warum auch - lustig sein und Leute kennenlernen kann ich auch im nüchternden Zustand. Ich denke bei mir kommt es auf die Situation an, mal zu sagen heute trinke ich viel oder mache Party fällt spätestens dann ins sprichwörtliche (Sprudel-)Wasser, wenn keine netten Leute vorhanden sind. Dann gibt es Abende und aus der Situation heraus ergibt sich eine tolle Party.
Aber Party geht halt richtig ins Geld... ich bin eher der Sundowner-Typ...übrigens kann das auch viel interessanter sein  ;)
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Stecki

« Antwort #2 am: 29. April 2011, 13:04 »
Auch nicht vergessen darf man natürlich die fast kostenlosen "Goon-Parties" in Australischen Backpackers  ;) Das gibt dann mal richtig Kopfweh.
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Sebastian81

« Antwort #3 am: 29. April 2011, 13:10 »
Hab mich ja schon im anderen Thread als jemand geoutet, der sich ab und zu ...... den lokalen Sitten und Gebräuchenauch gerne am Tresen oder auf der Tanzfläche beugt.  ;D So kommt man insb. den Einheimischen die nicht mit dem Tourismus verbandelt sind auch am schnellsten nahe.

Hier meine bisherigen Highlights:
- Salsa Clubs und Regaton Bars in Mexiko (ich erinnere mich immer noch mit einem gewissen Ekel daran, wie wir zwischen 10 Leuten ein einziges Tequila Glas (das natürlich stets gefüllt wurde) kreisen liessen (aber Alkohol desinfiziert ja ;-)). Hier hilft es übrigens ungemein in weiblicher begleitung zu sein, denn die werden von den Mexikanern sicher zum Tanz aufgefordert und so ist man mittenndrin.
-Clubs in Helsinki in denen alle Frauen Beine bis zum Boden hatten (besonders zu empfehlen "The Tiger" mit toller Aussicht über Helsinki)
- Beachbars in Thailand in denen man bis in die Nacht den Wellen gelauscht hat
- Weinproben in Südafrika (wenn man es nicht zu schnell angeht, kann man den ganzen Tag damit verbringen leckersten Wein zu kosten und Kleingkeiten zu essen)
- Indie Clubs in London in denen man zur Musik des nächsten Jahres tanzen konnte
- Rooftop-Party in Prag mit Blick über die historischen Gebäude der Altstadt
- Sundowner am Key West (ich war überrascht wie günstig das war)

Xenia

« Antwort #4 am: 29. April 2011, 13:18 »
Also ich trink immer gerne am Abend ein Bier oder nen Drink wenn ich am reisen bin.

Jeden Abend so richtig Party machen, das ich am nächsten Tag vor 12 Uhr nicht aus dem Bett komme und nur nen Brummschädel habe, auf das habe ich dann aber keine Lust. In Australien habe ich immer mal wieder Parties gefeiert, aber das war pro Woche ca. 1 Mal (also in etwas wie hier zu Hause, wenn ich am arbeiten bin). Beim Reisen kommt es für mich einfach nicht in Frage jeden Tag so richtig viel zu saufen weil

1. bin ich sehr oft alleine unterwegs und als Frau ist es nicht grad sehr empfehlenswert sich zu sehr zu betrinken
2. geht es doch sehr in Geld
3. will ich ja was vom Land sehen und nicht nur die Bars

Gegen besoffene Roommates habe ich aber nichts. Ich bin mir Hostels so gewohnt, das ich eh schlafe wie ein Stein. Das braucht viel, dass ich da aufwache. Jeder soll ja so feiern wie er lust hat. Es gibt halt solche die nur einen Monat zB nach Thailand gehen, dort an den Stränden Parties feiern und sonst nicht viel machen. Die trifft man als Langzeitreisende auch an und daher sollte man da tolerant sein. 

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Stecki

« Antwort #5 am: 29. April 2011, 13:24 »
Ich würd mal sagen gewisse Strände, gerade in Thailand, sind nun mal bekannt zum saufen. Wer da hinfährt und sich über das Partyvolk aufregt ist eh selber schuld. Man fliegt ja auch nicht an den Ballermann um sich der Kultur Spaniens zu widmen.
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AlphaTier

« Antwort #6 am: 29. April 2011, 16:45 »
Ich dagegen bin auf reisen immer nüchtern, trinke eigendlich nie Alkohol :D
Vieleicht mal ein Bier, mehr aber auch nicht ^^
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Cori**

« Antwort #7 am: 29. April 2011, 21:42 »
Interessantes Thema! Ich finde auch, dass es zum Reisen dazugehört, ob nun ein Bierchen im Hostel, ne Flasche Wein am Strand oder ein paar Cocktails beim tanzen gehen. Natürlich ist es nicht Sinn & Zweck vom Reisen sich jeden Tag zu betrinken, aber ab und an mal richtig feiern gehen muss für mich schon sein! Leider ist es aber genau das, was auch in sonst recht billigen Reiseländern schnell mal auf den Geldbeutel schlägt, aber was solls. Wie andere das mit dem Feiern handhaben ist mir relativ egal, hab auch 'n starken Schlaf & wenn dass ich, wenn ich mal absolut keine Lust auf Feiern habe, nicht in Partyhostels gehen sollte, sagt einem ja auch der Hausverstand.. So im Großen & Ganzen hab ich, wenn ich länger unterwegs bin, meistens Phasen in denen ich "intensiver reise" und gar keine große Lust auf großartig feiern gehen hab & dann wieder 1,2,3 Wochen die ich in einer Stadt bleibe, ein bisschen "Alltagsluft schnuppere" & wo ich dann schon mal gerne ein Gläschen mehr trinke ;)
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Einmalrundum

« Antwort #8 am: 30. April 2011, 08:08 »
Ein Bier ist ja ok, ein zweites auch kein Problem. Leider gibt es aber auch solche welche sich auf so einer Reise ständig die Kannte geben und eigentlich die Welt verpassen. Ich find das Verhalten mancher Reisender den Menschen in diesen Ländern gegenüber auch respektlos und um ehrlich zu sein, manchmal schäme ich mich dann sogar dass ich so ähnlich aussehe wie diese. Also Leute, wenn Ihr doch nur Party machen wollt und euch besaufen wollt, dann geht das zuhause genauso gut, dafür muss man nicht auf Weltreise und am Ende ist es sogar günstiger. An die wenigen Sehenswürdigkeiten die man dann so im Halbsuff besichtigt kann man sich ja so oder so nicht mehr richtig erinnern.
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Ika

« Antwort #9 am: 30. April 2011, 10:51 »
Ich bin auch zuhause nicht so der Partylöwe, für mich sollte es eher bequem und entspannt sein. Ich brauche z.B. hier eine Stunde in die Stadt und später wieder zurück, auch bin ich auch auf die Buszeiten angewiesen. So treffen wir uns hier zuhause bereits eher mal zu einem Quatsch-, Film- oder Spieleabend bei jemanden.
Auf Reisen ist es ähnlich, wenn sich was nettes ergibt, dann gehe ich mit. Allerdings würde ich nie an einen Ort reisen, nur weil dort das Nachtleben so berühmt ist. Ich bin eher der Natur- und Landschaftsreisende, also wird in Ecken gefahren, die für eine schöne Natur bekannt sind. Dort steht dann Fotowandern auf dem Plan. Wenn dann zufällig abends was los ist, meine Mitreisenden Lust haben wegzugehen oder aber jemand aus dem Hostelzimmer, der mir sympathisch erscheint, fragt, ob ich mit ihnen weggehen will, dann mache ich das auch.
Alkohol trinke ich allerdings keinen, was weniger an einer Überzeugung liegt, als dass ich das Zeug nicht vertrage und wer will schon den nächsten Tag nach nur eins, zwei Gläschen mit Magen-Darm-Krämpfen und tierischen Kopfschmerzen im Bett liegen? Die mit denen ich unterwegs bin, dürfen allerdings gerne auch ein wenig trinken, nur bitte nicht so viel, dass sie kotzen müssen. Außerdem hört für mich der Spaß auf, wenn sie versuchen mir Alkohol anzudrehen und mein nein einfach nicht akzeptieren wollen. Dann ist weggehen nämlich nicht mehr entspannt und gesellig, sondern nur noch stressig und frustrierend.
Während meiner Au Pair Zeit in Irland war ich auch regelmäßig in Pubs, da wurde von uns Mädels aber unter "Lass uns in den Pub gehen" eher verstanden "Lass uns eine gemütliche Quatschrunde einlegen" als "Lass uns etwas trinken gehen". Diese Art von weggehen mache ich gerne. Allerdings auch nicht zu lange, da ich in der Regel morgens spätestens zwischen 7:30 und 8:30 von selbst aufwache.
Die größere Zahl der Abende verbringe ich allerdings in gemütlicher Runde im Aufenthaltsraum oder der Terasse, im Park bzw. am Strand oder bei einem Stadtspaziergang. Der Kniffelbecher war bisher ein relativ guter Reisebegleiter für abends.
Wenn die anderen Reisenden, mit welchen ich das Zimmer teile, etwas mehr getrunken haben, stört mich das eher nicht, solange sie nicht Ewigkeiten im Zimmer weiter Party machen oder aber ins Zimmer kotzen. Gespräche um 1 Uhr nachts unter dem Hostelfenster stören mich zwar beim Ein- bzw. Durchschlafen, aber sind nichts, was mich großartig aufregen würde. Solche unruhigen Nächte gehören halt zu dieser Art von Reisen dazu. Für meine längere Reise ab Herbst werde ich mir Ohrstöpsel für solche Fälle zulegen. Bisher habe ich halt Musik auf die Ohren gemacht, dann dös ich eben vor mich hin, bis es draußen ruhiger ist. In der Regel habe ich mich auch nach zwei, drei Tagen an die größeren Schlafräume gewöhnt und kann trotz Gemurmel oder Gerede vorm Fenster oder im Zimmer schlafen.

farmerjohn1

« Antwort #10 am: 30. April 2011, 14:54 »
Also, ich habe in erster Linie die Befuerchtung, in fremder und unsicherer Umgebung mit besoffenem Kopp ausgeraubt und halb erschlagen in einer Muelltonne zu landen! Allein schon deswegen: die wenigen Male, die ich auf meinen Reisen mal ein Glaeschen zu viel hatte, habe ich das immer nur in geschlossenen und bewachten Touristeneinrichtungen oder zu Hause bei Freunden auf einer Party im Kreis halbwegs bekannter Leute gemacht.
Der Brauch, zum netten Zusammensein mal maessig einen Trinken zu gehen, ist sowieso hauptseachlich deutschen oder zumindest mitteleuropaeischen Ursprungs - finde ich auch ganz nett. In den meisten anderen Laendern wird Alkohol entweder zum gemeinsamen Essen konsumiert (da wird man auch nicht so schnell betrunken), oder nur von Tagedieben und Tunichtguten betrieben, um die Realitaet zu vergessen - und das halte ich nicht nur fuer gefaehrlich, sondern auch fuer ausgesprochen langweilig und uninteressant.
Allgemein bedeutet ja eine Reise/ein abrupter Umgebungswechsel an sich schon einen gewissen Kontrollverlust - da muss man das nicht noch durch Alkohol verstaerken. Bei mir steuert dazu besonders mein schwacher Magen bei, und die Tatsache, dass ich nach drei Glaesern Bier und einem Schnaps sofort einschlafe. Also, Leute: trinkt Kaffee, das regt mehr an!!!

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Angel

« Antwort #11 am: 30. April 2011, 18:56 »
Erinnert mich an einen Typen (ich glaub er war aus Kanada) der geschlagene 2 Stunden lang von seinen obercoolen Saufstories around the world erzählt hat. Weiß nicht ob er sonst noch was mitbekommen hat vom Reisen.
Da kann ich ja wirklich gleich zuhause bleiben wenns mir nur ums betrinken geht.

Bei mir ists auch eher so, ein Bierchen gemütlich am Abend wenn die richtigen Leute um einen herum sind. Wenn es sich ergibt kann man ja auch mal ausgehen. Eigentlich so wie zuhause, manchmal möchte man einen drauf machen und manchmal möchte man einfach nur nett quatschen.

Extra an einen Ort fahren nur weil die Party dort gut sein soll? Juckt mich überhaupt nicht.
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Stecki

« Antwort #12 am: 01. Mai 2011, 07:45 »
Anhand Euren Einträgen könnte man meinen dass diese Typen die ihre ganze Reise besoffen verbringen haufenweise durch die Welt reisen. Ich kann mich beim besten Willen nicht an ein so extremes Beispiel erinnern. Ausnahmen bilden da 2-3 Traveler welche in Südostasien hängen geblieben sind und offenbar mit mehr als nur Alkohol experimentiert haben.
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Angel

« Antwort #13 am: 01. Mai 2011, 08:21 »
Anhand Euren Einträgen könnte man meinen dass diese Typen die ihre ganze Reise besoffen verbringen haufenweise durch die Welt reisen. Ich kann mich beim besten Willen nicht an ein so extremes Beispiel erinnern. Ausnahmen bilden da 2-3 Traveler welche in Südostasien hängen geblieben sind und offenbar mit mehr als nur Alkohol experimentiert haben.
vielleicht sind sie ja immer noch dort  ;)
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Der Bommel

« Antwort #14 am: 01. Mai 2011, 14:33 »
Ich find das Verhalten mancher Reisender den Menschen in diesen Ländern gegenüber auch respektlos und um ehrlich zu sein, manchmal schäme ich mich dann sogar dass ich so ähnlich aussehe wie diese.

Exakt! Bei diesen Worten muss ich spontan an unseren kürzlichen Aufenthalt in Vang Vieng, Laos, zurückdenken. Zwar wussten wir schon mehr oder weniger, was uns erwarten würde, die Region ist bezüglich Trekking und Klettern aber einfach zu schön um sie wegen der "Alkoholtouristen" auszulassen. Wir haben uns beim Tubing auch mit einem Bierchen den Fluss runtertreiben lassen und es war ganz nett (vor allem die "Swing"-Türme zum ins Wasser springen), aber insgesamt waren wir einfach geschockt: Ein paar Meter neben den tanzenden Touris arbeiten die Locals auf ihren Feldern und fast kein Mensch schert sich einen Dreck darum, ob er halbnackt und sturzbesoffen vielleicht die normalen, konservativen Laoten vor den Kopf stoßen könnte. Höhepunkt ist immer das abendliche heimkommen der letzten Partygänger. Gegen 21:00 Uhr stolpern die letzten Touris völlig besoffen, angemalt, laut singend und teilweise pöbelnd aus dem TukTuk. Man muss aber dazu sagen, das Vang Vieng der bisher fast einzige Ort war, an dem wir feiernde Touristen vermehrt ausgesprochen rücksichtslos und unangenehm empfanden.

Ansonsten finde ich einen Party-Abend - für mich eher ein Abend in einer guten Bar als in einer Disco - manchmal sehr cool ;-) Zuletzt hatten wir solch einen in Luang Prabang, bei dem wir ein anderes reisendes Pärchen aus dem Nachbardorf getroffen haben (beides Dörfer mit ein paartausend Einwohnern in dem jeder jeden kennt, sehr lustige Angelegenheit).
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Tags: alkohol party