Thema: Venezuela: günstige Bargeldbeschaffung  (Gelesen 1359 mal)

Dumeklemmer72

« am: 01. Februar 2011, 16:30 »
Hallo liebe Leute,

Das abheben von Geld am Geldautomaten in Venezuela erfolgt zu einem extrem ungünstigen Wechselkurs, was die Reisekasse in erheblichen Maße belastet.

Daher bietet sich der Tausch auf dem Schwarzmarkt an. Da auch ich zu denjenigen gehöre, die kein besondere vertrauen in dieses System haben, habe ich folgendes gemacht um die Verluste in Grenzen zu halten.

Zunächst einige Dollar oder Euro auf dem Schwarzmarkt tauschen um erstmal flüssig zu sein. Auch gut ist das umtauschen von kolumbianischen Pesos.

Danach geht man am besten zu einem Touranbieter, bei dem man eine Tour bucht, die Tour (oder besser gleich mehrere buchen) bezahlt man per Banküberweisung. In meinem Fall erfolgte die Überweisung auf ein spanisches Konto. Bei dem Touranbieter fragt man gleich nach, ob man ihn auch überzahlen kann, damit er einem dann das überschüssige Geld zu einem guten Wechselkurs in Bolivar auszahlen kann. Das kann man auch zu einer Bedingung machen bevor man die Tour bucht. In der Regel sollte das kein Problem sein. Die meisten Touranbieter haben es von sich aus angeboten. Am besten man sagt, dass man sich die Tour sonst nicht leisten kann. Ist aber meist nicht nötig.

Wichtig: TAN Liste dabei haben oder jemanden der für einen die Überweisung tätigen kann. Mir hat mein Touranbieter einen extrem günstigen Wechselkur gemacht (9,6 Boliviar für 1 Euro, zum festgesetzten Bankkurs waren dies zum Zeitpunkt meiner Reise (5,8 Bolivar für 1 Euro).

Wie ich gehört habe bieten auch einige Hotels diesen Service an.

So reist man in Venezuela wesentlich günstiger.

Schöne Grüße

Andreas
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Stecki

« Antwort #1 am: 15. Oktober 2015, 08:31 »
Hab heute gerade einen krassen Artikel gelesen. Mich hats ja damals schon verarscht, aber heute ist man mit Euro oder USD in Venezuela wirklich ein König: http://www.vice.com/alps/read/wie-ich-mit-100-euro-in-venezuela-einen-monat-lang-wie-ein-koenig-gelebt-habe-462?utm_source=vicefbalps
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Fidelino

« Antwort #2 am: 16. Oktober 2015, 03:32 »
Ja, ich hatte das ja im Mai / Juni letzten Jahres. Es ist ziemlich kaputt. Und wenn Du das jemandem in D erzählst, glaubt er Dir kein wort.

Ich hatte für einen spottpreis (Vollpension für 6 Euro) eine Art 4 Sterne Resort und wurde bekocht. Und zwar so, dass ich Gefragt wurde, was ich will und dann wurde das besorrgt.

Für 2 Euro konntest Du damals chic Essen gehen und Getränke noch dazu.
Pervers.


Ansonsten ist das Überbezahlen nicht nötig. Zwar ist der Schwarzmarkt illegal, aber es macht eh jeder. Am Flughafen kannst Du osgar zur Polizei gehen und fragen, welcher Händler seriös ist. Lief bei mir damals so ab.
Wenn Du von Brasilien aus nach Santa Elena kommst ist es noch irrsinniger. Da haben die Schwarzmarkthändler eine inoffizielle Erlaubnis vom Governeur. Die stehen dann mit offiziellen Westen an der quatro esquinas.
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el cacique

« Antwort #3 am: 16. Oktober 2015, 11:19 »
"Wie ich mit 100 Euro in Venezuela einen Monat wie ein König lebte"

Dieser Artikel erweckt falsche Eindrücke. Mit 100 EUR kann man nicht 1 Monat in Venezuela im Luxus leben. Allerdings kann man sich sehr viel erlauben.

100 EUR sind heute (16.10.2015) ca. 82.000 VEF schwarz getauscht. Soviel bekommt natürlich kein Tourist, weil diese nicht an Endabnehmer, sondern i. d. R. an Zwischenhändler gelangen. Die wollen natürlich auch etwas verdienen. Also geht mal von 60.000 VEF aus.
 
Aber nun rechnen wir einmal:
1 Kasten Bier kostet ca. 2.000 - 3.000 VEF. 30 Tage x 2.000 bzw. 3.000 = 60.000 - 90.000. Damit wären die 100 EUR schon durch.
1 gutes (!) Abendessen in Caracas: 3.000 VEF. Somit wären die 100 EUR bei 30 Tagen ebenfalls wieder durch.
1 Nacht in einem Luxushotel in Caracas: ca. 20.000 - 30.000 VEF. Damit kommt man nur 2 - 3 Tage mit 100 EUR.
1 Tank / 70 L kostet ca. 5 VEF. Das ist natürlich nichts.

Mit anderen Worten: Venezuela ist akuell saubillig, wenn man gut tauscht. Aber mit 100 EUR lebt man dort nicht "einen Monat wie ein König".


 
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bogboo

« Antwort #4 am: 16. Oktober 2015, 11:40 »
@el cacique

Ich glaube du hast da was falsch verstanden. Er wollte einfach 1 Monat super leben:

Folgendes gehörte für ihn dazu:

- Einen Monat lang ein zentral liegendes Zimmer mieten
- Eine Nacht in einem 5-Sterne-Hotelzimmer unterkommen
- In die Hauptstadt Venezuelas fliegen
- Einen Tag lang in einem Cabrio durch die Stadt fahren
- Einfach so 238 Flaschen Bier kaufen
- Mit Kokain und 21 Gramm Marihuana Party machen
- Jedem Autobesitzer in meinem Apartmentkomplex einen vollen Tank spendieren
- In den fünf besten Restaurants der Stadt zu Abend essen
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el cacique

« Antwort #5 am: 16. Oktober 2015, 14:26 »
Nee, habe ich schon richtig verstanden. Die Liste kann er sicherlich bezahlen, ohne den Preis für Kokain etc. zu kennen. Für uns als Weltreisende die Message: Mit 100 EUR kommt man nicht durch.
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