Thema: Galapagos - Hostel statt Schiff?  (Gelesen 1873 mal)

Carola

« am: 31. Januar 2011, 17:57 »
Hallo!

Wie ich in einem anderen Thread ja schon beschrieben habe, leide ich ziemlich unter Seekrankheit. Auf unserer Reise würden wir jetzt aber sehr gerne auf die Galapagos-Inseln fahren. Mehrere Tage auf einem Schiff halte ich aber nicht durch. Jetzt hab ich gesehen, dass es auch Reisen mit Übernachtung in Hotels gibt. Problem: unglaublich teuer, allerdings immer in "besseren" Hotels. So etwas brauchen wir aber gar nicht.

Meine Frage:

Hat jemand schon einmal eine Hotel-Inselhopping-Reise gemacht, die nicht 3500 Euro kostet?

Möglich wäre es natürlich noch, nichts vorher zu buchen und einfach hinzufliegen, aber da wir in der Hochsaison dort sein werden (August/September) wird das vlt. schwierig.

Lg

Carola



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karoshi

« Antwort #1 am: 31. Januar 2011, 19:29 »
Hallo Carola,

Galapagos ohne Schiff macht aus meiner Sicht kaum Sinn. Ihr müsst so viel investieren, um überhaupt dorthin zu kommen, und dann könnt Ihr das meiste gar nicht sehen. Ihr müsst bedenken, dass man überhaupt nur auf 3 Inseln übernachten kann, und abgesehen von Isabela sind das nicht unbedingt welche mit unberührter Tierwelt (Siedlungen, Landwirtschaft).

Wenn Du wirklich so ein empfindliches Gleichgewichtsorgan hast, dann könntest Du immer noch auf einem der großen Schiffe etwas buchen. Die schwanken bei weitem nicht so stark. Und weil die Fahrpläne so gestaltet werden, dass sie nie mit anderen Booten gleichzeitig irgendwo liegen, ist es bei den Landgängen auch nicht unbedingt voller. Die Gruppengröße bei Landgängen ist ohnehin immer die gleiche (16 pro Guide), die ist nämlich durch Nationalparkvorschriften begrenzt. Leider sind das alles Schiffe aus der Luxus-Kategorie.
Die Alternative wäre ein Katamaran. Die liegen deutlich ruhiger im Wasser als normale Boote. Und es gibt sie auch in der mittleren Preiskategorie.

September ist übrigens schon nicht mehr Hochsaison.

LG, Karoshi
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Carola

« Antwort #2 am: 31. Januar 2011, 20:54 »
Hallo Karoshi,

danke für die Antwort! Mir ist schon klar, dass ich bei einer Tour ohne Schiff viel, viel weniger sehen kann. Aber das wäre halt der Kompromiss zum Gar-Nicht-Fahren. Oder ich muss halt doch eine Woche Hammertabletten essen.

LG

Carola
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karoshi

« Antwort #3 am: 31. Januar 2011, 21:10 »
Die beschriebenen großen Schiffe bzw. Katamarane wären halt ein Kompromiss. Aber ich verstehe schon, dass das ein hohes Risiko ist, so viel Geld für die Tour auszugeben und dann am Ende doch nichts davon zu haben, weil Du immer flach liegst. Ist echt schwierig, Dir da einen guten Rat zu geben.
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Ratapeng

« Antwort #4 am: 01. Februar 2011, 00:14 »
Hallo Carola!

Sie lange war denn deine längste Seereise bisher? Seekrankheit hält nicht ewig, üblicherweise nach einigen Stunden hat sich das Gehirn an die Disharmonie zwischen Augen und Gleichgewichtssinn gewöhnt und die Seekrankheit verschwindet völlig!

Allerdings weiß ich nicht, wie das auf den galapagos Inseln läuft. Geht man da immerwieder an Land?
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After Backpacking

« Antwort #5 am: 01. Februar 2011, 00:49 »
Auf den Galapagos Inseln geht man während der Schiffstouren schon mal an Land, allerdings verbringt man die meiste Zeit schon auf dem Schiff. Landgänge sind maximal so um die vier Stunden. Dannach gehts wieder aufs Schiff.

Also ich bin glücklicherweise recht resistent was die Seekrankheit angeht, aber bei meinen Mitreisenden war das etwas anders, da hat der eine oder andere dann doch damit kämpfen müssen (trotz Medizin). Oder soll ich besser sagen, das um die Wette gereiert wurde? Und dann hilft es auch nicht mehr viel, wenn man vom Kapitän auf den Mast gesetzt wird. Vor allem eine lange Nachtfahrt zwischen Espanola und Santa Cruz bei meterhohem Wellengang hatte es wirklich in sich.

Dennoch ist Galapagos ein Traum, du musst nur abschätzen, ob du vielleicht in ein größeres Boot einsteigst, und nicht wie bei mir in einem kleinen Sechs-Mann Moto-Segler.
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Carola

« Antwort #6 am: 01. Februar 2011, 07:51 »
Eine mehrtätige Seereise habe ich noch nie gemacht, nur Fährüberfahrten.

Die Katamarane hab ich mir angeschaut, alles sehr schick, wohl auch mit dem entsprechenden Publikum! Aber auch teuer und wie Karoshi gesagt hat, ist mir das Risiko einfach zu groß, so viel Geld für eine Woche Über-der-Reling-hängen zu bezahlen.

Die Reise mit Hotelübernachtung, die ich gefunden habe, dauert insgesamt 18 Tage, davon 12 für Galapagos, und man übernachtet auf den Inseln San Cristobal, Floreana, Isabella und Santa Cruz. Vorher ist man ein paar Tage in Quito und Umgebung. Kosten würde das ganze ab D. 3990.- Euro, allerdings kann man es auch ohne den internationalen Flug buchen, den wir ja schon im Ticket hätten. (Preis muss man anfragen). Im Vergleich mit den Katamaran-Reisen ist das dann gar nicht mehr so teuer, aber eben ein Haufen Geld. Der Veranstalter ist Hauser-Exkursionen, kenn ich von Bekannten, auf jeden Fall sehr seriös.

Vielleicht bleibt Galapagos aber auch ein Traum....

Grüße

Carola

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karoshi

« Antwort #7 am: 01. Februar 2011, 09:22 »
Auf dieser Tour müsstet Ihr aber auch Floreana und Isabela mit dem Schiff anfahren, d.h. Ihr seid gar nicht so viel weniger auf hoher See, als wenn Ihr gleich die Kreuzfahrt macht.

Aber ich habe noch eine andere Idee: Ihr könntet von Santa Cruz aus eine 4-Tages-Tour auf der "Nordschleife" machen und dann noch ein paar Tage auf San Christobal dranhängen. Das hätte gewisse Vorteile:
  • Auf der Nordschleife werden nicht die langen Hochsee-Etappen gefahren, sondern Ihr seid höchstens mal ein paar Stunden unterwegs und liegt dann wieder in einer ruhigen Bucht. Durch die im Westen liegende Insel Isabela ist auch das Meer tendenziell ruhiger. An hohen Seegang kann ich mich in der Ecke von Galapagos nicht erinnern (im Süden schon).
  • Die 4-Tages-Touren sind nicht so teuer, so dass das finanzielle Risiko weniger ins Gewicht fällt.
  • Zwischen Santa Cruz und San Cristobal kann man mit TAME fliegen. Es wäre also auch ein Dreiecksflug möglich.
  • Auf Santa Cruz und San Christobal kann man noch ein paar interessante Tagesausflüge machen.
So hättet Ihr ziemlich viel von dem mit drin, was Galapagos ausmacht, und gleichzeitig die Seekrankheit weitgehend überlistet.

LG, Karoshi
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Carola

« Antwort #8 am: 01. Februar 2011, 10:02 »
Wow, Karoshi, das hört sich gut an! Das könnten wir alles selber organisieren und bräuchten keinen Reiseveranstalter, natürlich ausgenommen die Kreuzfahrt.

Noch eine andere kleine Frage: An welchen Tagen fliegt LAN denn von den Galapagos nach Lima? Habs auf dem Flugplan nicht gefunden ???

Danke!!!!!

Carola
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karoshi

« Antwort #9 am: 01. Februar 2011, 10:17 »
An welchen Tagen fliegt LAN denn von den Galapagos nach Lima? Habs auf dem Flugplan nicht gefunden ???

An gar keinem.
Versuch's mal mit Guayaquil oder Quito.
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Carola

« Antwort #10 am: 01. Februar 2011, 12:38 »
Oh sorry, dachte, ich hätte in einem älteren Thread gelesen, dass man jetzt auch von Lima fliegen kann! Hab aber Galapagos mit Osterinsel verwechselt.
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Marco

« Antwort #11 am: 01. Februar 2011, 18:07 »
Wie sieht das eigentlich mit Tauchausflügen/-kreuzfahrten aus? Gibt es da Kombis aus Inseln besichtigen und tauchen, oder würde man beides getrennt machen?
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freakazoid

« Antwort #12 am: 01. Februar 2011, 18:39 »
Wie sieht das eigentlich mit Tauchausflügen/-kreuzfahrten aus? Gibt es da Kombis aus Inseln besichtigen und tauchen, oder würde man beides getrennt machen?

würde mich auch interessieren, leider sind da die infos/erfahrungen ziemlich rar gesät.
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Geli

« Antwort #13 am: 02. Februar 2011, 15:46 »
@ Carola: Ich war vor ein paar Jahren mal auf einer Tauchsafari und es war auch eine Frau an Bord, die bei früheren Schifffahrten immer Seekrank geworen ist. Aber dann hat sie sich selbst ein Pflaster verschrieben (sie war Ärztin), das man sich hinters Ohr klebt und ihr gings die ganze Zeit richtig gut. Auch bei hohem Wellengang. Das Pflaster ist für 4-5 Tage gedacht und nach der Zeit hat sich der Körper dann soweit an die Wellen gewöhnt, dass es einem auch ohne Pflaster nicht mehr schlecht wird.
Frag doch einfach mal bei deinem Hausarzt nach, ob der dieses Pflaster kennt. Soweit ich weiß war die Ärztin bei mir auf dem Boot aus Österreich, aber theoretisch sollte es sowas ja überall geben.

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Carola

« Antwort #14 am: 02. Februar 2011, 18:35 »
@ Geli: Danke für den Tipp, werde auf jeden Fall alles mögliche an Medikamenten mitnehmen und ausprobieren!
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