Thema: Taschenwärmer im Schlafsack?  (Gelesen 2000 mal)

Nausikaa

« am: 21. Oktober 2010, 17:29 »
Hallo liebes Forum,

hat hier schon mal jemand einen Taschenwärmer als Mini-Wärmflaschenersatz ausprobiert? Mir ist schon klar, dass die Wirkung von so nem Miniding begrenzt ist, aber vielleicht ist es besser als nichts?

Viele Grüße

Nausikaa
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Niels

« Antwort #1 am: 23. Oktober 2010, 05:38 »
Hey Nausikaa,

habs damals im Winter bei der Bundeswehr regelmaessig im Feld genutzt. Habe den Taschenofen allerdings nicht in den Schlafsack getan sondern immer in die Brusttasche meiner Uniform, war sehr hilfreich insbesondere wenn man Nachts im Nirgendwo 'nen Haufen Erde bewacht  ;-)
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Susu

« Antwort #2 am: 23. Oktober 2010, 08:16 »
Hallo Nausika,

das Thema Frieren scheint dich ja sehr zu beschäftigen  ;) Ging mir vor der Reise auch so. Ich bin auch die größte Frostbeule. Aber ein Taschenwärmer im Schlafsack, ich weiß nicht. Da hätt' ich a) Angst, dass die Federn (ich hab nen Daunenschlafsack) "verschmirgeln" und b) musst du dann auch immer Feuerzeugbenzin am Start haben und das würde ich nicht mittragen wollen, zumal es im Flieger auch nicht erlaubt ist, meine ich.

Ich hatte vor unserer Reise zu Hause einen Taschenwärmer (für Winterspaziergänge usw.). Die Leistung der Dinger ist doch eher bescheiden.

Rocknroll, Susu
 
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Nausikaa

« Antwort #3 am: 23. Oktober 2010, 10:39 »
das Thema Frieren scheint dich ja sehr zu beschäftigen  

Ja, und wie! Ich schlafe jetzt schon oft mit Wärmflasche(n) (das Fenster schließe ich allerdings auch erst bei sehr tiefen Minusgraden, bin also selber schuld...) und laufe nur noch mit Thermosocken durch die Wohnung!  ::) Aber ich bin froh, dass ich hier nicht die einzige Frostbeule bin! :)

Aber ein Taschenwärmer im Schlafsack, ich weiß nicht. Da hätt' ich a) Angst, dass die Federn (ich hab nen Daunenschlafsack) "verschmirgeln" und b) musst du dann auch immer Feuerzeugbenzin am Start haben und das würde ich nicht mittragen wollen, zumal es im Flieger auch nicht erlaubt ist, meine ich.

Das stimmt, aber es gibt ja auch Taschenwärmer, die kein Benzin brauchen, wie z. B. hier http://www.chemie-im-alltag.de/articles/0004/ erklärt wird. An solche Dinger hab ich eigentlich gedacht, die gibt's auch ab Montag bei Aldi! :)
Eigentlich (?!) dürften die doch den Schlafsack nicht in Brand setzen, wenn sie für (u. a. Daunen-)Taschen konzipiert sind, oder? Aber es stimmt natürlich, dass man die einfach nicht im Blick hat, wenn man schläft, deswegen ist mir auch ein bisschen mulmig... Obwohl auch da das Risiko mit den Dingern aus Salz geringer sein könnte als bei denen mit Benzin. Jedenfalls klingt Benzin viel gefährlicher!  ;)
Es kann natürlich sein, dass die Salz-Taschenwärmer eine noch geringere Wärmeleistung haben als die anderen, das weiß ich nicht.

Welche Sorte hattet Ihr denn beim Bund bzw. auf den Spaziergängen dabei?
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sommerjogurth

« Antwort #4 am: 23. Oktober 2010, 10:56 »
Ich hatte mal eins, das war erst inne flüssig, dann knickte man ein Metallplättchen um. Dadurch ist die Flüssigkeit fest geworden und die dabei frei gesetzte Energie war Wärme. Ich denke die meinst du, oder?

Das hat auch anfangs sehr gut funktioniert. War nicht ewig warm, aber eine Weile schon (aber bestimmt nicht länger als eine Stunde). Um es wieder zu verflüssigen muss man es in kochendes Wasser legen. Und ich denke, dass könnte schon ein Problem für dich auf Reisen werden.

Aber wenn es aus dem kochendem Wasser kam, war es sowieso warm und dann wenn es kälter wurde, habe ich das Plättchen umgeknickt und es war noch mal sehr schön warm (fast heiß, aber entzünden dürfte es nix können). Irgendwann hat es dann nicht mehr funktioniert, sobald es aus dem kochendem Wasser kam, haben die Kristalle gleich wieder angefangen sich zu verfestigen :( und dann war es wieder hart und kalt wenn ich es braucht.

Für die Jackentaschen auf jeden Fall nett. Im Schlafsack hilft es dir vielleicht beim einschlafen, aber wenn du in der Nacht aufwachst und merkst wie schei... kalt es ist, kann es dir auch nicht mehr helfen.
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Bella

« Antwort #5 am: 23. Oktober 2010, 15:40 »
Ich hab auch mal so eins geschenkt bekommen, wie sommerjogurth beschreibt, aber ich fand es brachte überhaupt nichts. ich habe in erinnerung, dass es nicht mal genügend wärme entwickelte, um kalte hände wieder aufzuwärmen und dass man es nachher in heißes wasser legen musste, damit es wieder funktionstüchtig wird, fand ich total nervig. also ich kann dir überhaupt nicht dazu raten! leider fällt mir außer warmen anziehsachen aber momentan auch keine alternative ein...  ???
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karoshi

« Antwort #6 am: 23. Oktober 2010, 16:02 »
Es dürfte viel mehr bringen, den Schlafsack in kalten Nächten mit Funktionsunterwäsche, Socken und Mütze zu ergänzen.

LG, Karoshi
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Nausikaa

« Antwort #7 am: 23. Oktober 2010, 16:22 »
Es dürfte viel mehr bringen, den Schlafsack in kalten Nächten mit Funktionsunterwäsche, Socken und Mütze zu ergänzen.

Naja, ich suche eigentlich noch was zur Ergänzung der Ergänzung. ;) Manchmal ist mir einfach so kalt, dass ich selbst mit dicken Schichten um mich rum kaum mehr warm werde, deswegen fand ich die Idee so verlockend. Aber Euren Beiträgen zufolge wird das wohl nix! Na gut, dann weiß ich Bescheid! Danke für die Beratung!   

@Niels: Du hattest wahrscheinlich eins mit Benzin oder so, richtig? Denn Deins schien ja zu helfen! Wie Susu schon sagte, ist das aber für's Reisen leider sehr unpraktisch bis unpraktikabel.  :(
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Carola

« Antwort #8 am: 23. Oktober 2010, 18:07 »
Wichtig finde ich außerdem noch die Schlafunterlage. Der wärmste Schlafsack hält nicht warm, wenn die Kälte von unten kommt, da die Daunen am Boden zwangsläufig zusammengedrückt werden und somit kein Luftpolster entstehen kann. Da hilft nur eine gute Isomatte, die man aber auf Weltreise wohl eher nicht mitschleppt.
Deswegen hat Susu völlig recht: Ein paar Nächte wird´s einfach kalt werden.

Grüße

Carola
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