Thema: Alleine durch Südamerika  (Gelesen 3310 mal)

Tallarie

« am: 30. Juni 2010, 20:13 »
Servus :D

Ich habe folgendes Problem: Ich plane gerade meine Weltreise (krass  :o :D) und hatte vor Asien ("Städtereise"), Ozeanien und die USA (beide per Roardtrip) zu bereisen. Da ich (bis jetzt) alleine unterwegs bin, haben Verwandte und Freunde mir davon abgeraten die USa alleine zu durchfahren/ zu bereisen - ich weiblich bin und die dortige Verbrecherrate höher ist als bspw. in NZ. Jetzt überlege ich schon die ganze Zeit hin und her, wie ich denn nun einmal "rum" kommen soll.  Ich denke Südamerika wäre auch eine Reise wert, hätte persönlich kein Problem, über diesen Kontinenten, nach Europa zurückzukehren. Oder Kanada? Wobei mich Kanada mich im Moment nicht ganz so anspricht.
Es müsste nicht unbedingt ein Roadtrip sein, doch möchte ich die Kosten möglichst gering halten. Habt ihr vllt einen Vorschlag?! Wäre für jeden Hinweis (oder auch Reisepartner  ;)) dankbar :D

LG
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Jens

« Antwort #1 am: 30. Juni 2010, 20:40 »
Hallo,

USA hat vielleicht auch eine hohe Kriminalitätsrate, aber es ist ein 1.Weltland. Klar kann dir was passieren, da brauchst du nur bei uns U-Bahn fahren. Ich denke nicht, dass die USA so gefährlich sind, dass du da alleine reisen kannst. Des weitern bist du oft gar nicht allein, da du in Hostels andere Reisende triffst und mit denen eine Teilstrecke fährst. Südamerika (ich war noch nicht da) stelle ich mir da etwas gefährlicher vor als die USA. Ich denke, du planst mal deine Route, die du gerne machen möchtest und stellst sie mal vor. Dann bekommst du ein Feedback von uns, mit dem du arbeiten kannst.

Lg Jens
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Niels

« Antwort #2 am: 01. Juli 2010, 00:27 »
Hey Wall.E
ich habe rund 6 Monate in den Staaten gelebt und reise nun in meinem 5. Monat durch Suedamerika, auch "allein".

Der Grund warum Freunde und Verwandte oft von solchen Reisen, aufgrund der "Gefahr" abraten hat oft wenig mit der tatsaechlichen politischen/kriminalitaetsbedingten Situation zu tun, sondern schlicht mit mangelnder Kenntnis und der Tatsache, dass sich schlechte Nachrichten einfach viel schneller rumsprechen und laenger halten. (bestes bspw. Kolumbien, gilt in D. immer noch als unsicher und gefaehrlich, hat hier unter Backpackern aber mit den besten Ruf)
Es soll nicht nach Kritik an deinen Freunden und/oder Verwandten klingen, aber ich vermute die wenigsten von Ihnen haben bereits eine aehnliche Tour gemacht und daher keine eigenen Erfahrungswerte und wenn doch, umso besser. Hoer´dir gezielt an, wo es vll. etwas unsicher war und wie es zu den Situationen kam, damit Du diesen vorbeugen kannst. Vielleicht haben Sie auch schlicht Angst Dich so lange gehen zu lassen?!

Meine Meinung nach waere es unglaublich Schade, wenn Du dir deswegen ins Bockshorn schiessen lassen wuerdest und die vll. spannendste Zeit deines Lebens verpassen wuerdest.
Sicherlich gibt es hier und dort Ecken in denen man vorsichtig sein muss, aber muss man das nicht auch in einigen Teilen Berlins, Koelns, etc. pp.?
Ich denke dieses "Risiko" lohnt es sich einzugehen und du wirst dich wundern wie selten Du wirklich alleine reist. Ich treffe hier regelmaessig alte Bekannte von frueheren Staedten und neue Leute in Hostels, Bussen, Taxis, Busbahnhoefen etc. pp.

Arbeite weiter an deiner Planung und besprich´diese mit deinen Freunden und Verwandten und ich denke dass sich ein Grossteil der Aengste bald legen wird. Ein Rest wird bleiben, aber das ist auch gut, denn es zeigt nur, dass Du diesen Menschen wichtig bist.

In diesem Sinne....Gute Reise! :-)


und P.S.: Natuerlich stehe ich Dir gerne fuer naehere Infos zu SA zur Verfuegung.
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karoshi

« Antwort #3 am: 01. Juli 2010, 07:28 »
Hi Wall.E,

da kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen. Die subjektive Wahrnehmung einer Bedrohung entspricht selten der Realität, besonders vom Ausland aus gesehen. Wenn man lange genug sucht, wird man natürlich reichlich Horrorgeschichten finden. Was in der Zeitung steht, wird nicht nur durch die Ereignisse bestimmt, sondern auch und vor allem durch die Redaktionskonferenz, sprich es wird das veröffentlicht, von dem jemand glaubt, dass die Leute es lesen wollen. Sensationsberichte über Gewaltverbrechen sind da im Vergleich zu Geschichten über Gartenpflege überrepräsentiert, obwohl Gartenpflege wesentlich häufiger vorkommt.

Bezüglich der wirklich relevanten Risiken (Unfälle, Infektionskrankheiten) stehen die USA ziemlich gut da, jedenfalls besser als die meisten Entwicklungs- und Schwellenländer.

LG, Karoshi
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cielo

« Antwort #4 am: 01. Juli 2010, 09:54 »
auch ich würde die usa als weniger gefährlich einstufen. ich denke südamerika ist in bestimmten punkten gefährlicher (unfallrate, kriminalität, insbesondere taschendiebe).

ich werde trotzdem allein durch südamerika reisen. ein gewisses restrisiko bleibt immer, aber das hat man zuhause insbesondere in großstädten ja auch ...

bei mir war es so, dass meine eltern zunächst gar keine so große angst hatten, weil für sie südamerika quasi ein weißer fleck auf der landkarte ist, aber dann haben sie mit einem nachbar gesprochen, dessen tochter ein halbes jahr mit dem rad durch südamerika gefahren ist. und dieser nachbar hat ihnen dann leider richtig angst gemacht. immer wieder betont wie gefährlich es doch dort sei und dass seine tochter ausgeraubt wurde (sie fuhren in einem wagen mit und dieser wurde angehalten und überfallen). alleine fahren durfte sie auch nicht, sie musste einen freund mitnehmen. ich meine aber, mit dem fahrrad ist das auch noch etwas anders. da würd ich auch nicht alleine fahren wollen ;). jedenfalls wollen meine eltern jetzt auch, dass ich mit jemandem zusammen fahre. ist gar nicht so leicht, sie davon zu überzeugen, dass es doch gar nicht sooo gefährlich sei, ich sicherheitsvorkehrungen treffe und auch nicht die ganze zeit allein unterwegs bin. aber ich bin guter dinge, dass sie mich in nicht ganz so großer sorge gehen lassen.

was dich betrifft: ich denke auch, dass du die reise so machen solltest, wie du sie dir vorstellst und das thema sicherheit nicht so sehr in den vordergrund stellen solltest. deine wertsachen kannst du auch unterwegs sichern und eine entführung oder vergewaltigung (falls das ein thema war) ist doch verdammt unwahrscheinlich wenn man ganz normal reist. am meisten kommen trickdiebstähle vor. die kann man entweder verschmerzen oder gut auf seine sachen aufpassen. es ist jedenfalls kein grund, auf so eine reise zu verzichten.

ich würde allerdings aus einem anderen grund nicht alleine durch die usa reisen: es wäre mir schlichtweg zu teuer. zu zweit kann man sich die auto-/camperkosten teilen, motels sind zu zweit sicher auch günstiger. da würde ich dann doch südamerika oder mexiko vorziehen (wenn es noch auf den amerikanischen kontinent gehen soll) und das thema usa vertagen. aber das ist nur meine ganz persönliche meinung. wenn du es dir leisten kannst, mach es :).
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Tallarie

« Antwort #5 am: 02. Juli 2010, 13:02 »
VIEEEEEEEEELEN Danke für eure Beiträge - da bin ich ja dann doch wieder ein wenig beruhigter ;D

Meine Mum hat eine Bekannte die wohl in der USA mal Urlaub machte und diese dann mit Waffen bedroht worden sind - und da die diese geschichte überall erzählt, sehen andere Freunde das eben als ein gefährliches Land an.

@Niels: Und wie REcht du hast :D Keiner der einem Horrorgeschichten erzählt, hat dieses Land je betreten oder überflogen.

@Jens:

Hier mal meine (jetztige) Route:

Frankfurt - Neu Dehli
Neu Dehli - Kathmandu (Surface)
Kathmandu - Hongkong
Hongkong - Bangkok
Bangkok - Kuala Lumpur
K. L. - Singapur (Surface)
Singapur - Adelaide
Adeliade - Ayers Rock - Cairns - Sydney - Melbourne (Surface/ Work & Travel)
Mel. - Christchurch
Christchruch - Auckland (Surface/ Work & Travel)
Auckland - Haweii
Haweii - Vancover
Vancover _ kurez & quer durch die USA/Kanada_ Bosten (Surface
Bosten - Reykjavik
Reykjavik - Düsseldorf
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Jens

« Antwort #6 am: 02. Juli 2010, 13:07 »
Also ich finde, dass in deiner Route keine "gefährlichen" Länder vorhanden sind!!! Ich denke, dass es in Frankfurt unter Umständen gefährlicher ist.....

Mach dein Ding und las dich nicht beeinflussen von Leuten, die noch nie wo waren!  ;)
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Niels

« Antwort #7 am: 11. Juli 2010, 04:08 »
Naja, da bleibt nur noch eins zu sagen.

Ab in den Flieger und gute Reise :-)

Schoen uebrigens dass Boston auf deiner Route liegt. Eine absolute tolle Stadt, die leider oft im Schatten New Yorks verschwindet. Hab 6 Monate in der Naehe gewohnt und war gerne dort. (Bin Boston Celtics Fan ;-))

Alles Gute,
Niels
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