Thema: Geht eine solche Routenplanung in die richtige Richtung?  (Gelesen 1290 mal)

Sherry

« Antwort #15 am: 13. März 2017, 18:51 »
Wir waren vor zwei Jahren in Neuseeland und dabei von Mitte Mai bis Anfang Juni auf der Nordinsel. Es war zwar mitunter etwas frisch, aber nie wirklich kalt. Sehr viel mehr als einen dicken Pullover und eine leichte Regenjacke hatten wir auch nicht dabei, aber das hat völlig gereicht. Schnee lag nur auf dem Tongariro, aber auch das war kein Problem. Zu der Zeit waren noch so viele Leute unterwegs, dass der Schnee überall platt getreten war und besonders kalt wurde es durch die viele Bewegung auch nicht.
Der Vorteil ist halt, dass man auch kurzfristig immer noch ein günstiges Zimmer bekommt und generell natürlich weniger los ist.
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farmerjohn1

« Antwort #16 am: 13. März 2017, 19:02 »
Also - ich fand Costa Rica nicht so wahnsinnig unverzichtbar; das ist halt das lateinamerikanische tropische Land wo kapitalkraeftige angloamerikanische und mitteleuropaeische  Umweltschuetzer zuerst ihre Reservate etabliert und die Sicherheitslage angepasst haben. Das ist zwar sehr zu begruessen und teilweise vorbildlich, aber die eigentlich grandiose Natur findet man grossflaechig eher in Suedamerika. Yucatan (mit AUsnahme von Tulum weil es ein archaeologischer Tempel am Strand ist) zu ueberlaufen und zu teuer fuer das was einem geboten wird; das ist eher was fuer Strandpauschaltourismus der auch mal ein Kulturwochenende einlegen will. Die Maya-Archaeologie ist interessanter in Guatemala, die Karibik-Straende/Korallen besser in Belize, und da die Olmeken-Kultur (teilw. aelter als Maya) bei Veracruz fast vollstaendig der Oelfoerderung  weichen musste, kann man ueber Mexiko selbst mehr im zentralen Hochland (in und um die Hauptstadt oder Guadalajara etc.) erfahren als in Yucatan.
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Mirabell

« Antwort #17 am: 13. März 2017, 19:56 »
Ich würde mir mit den je zwei Wochen in Laos und Kambodscha keinen Kopf machen. Mehr sehen, eintauchen kann man in jedem Land immer und überall. Ihr könnt euch ja zwei drei Highlights raussuchen und...bei Bedarf...wiederkommen. Flüge nach Asien sind ja günstig. Costa Rica ist zwar ein teures und touristisches Urlaubsland, aber die ganzen Tiere sind schon toll. Und: Neuseeland ist auch touristisch. Ich war mal in einem Supermarkt, wo außer den Angestellten nur Deutsche waren.  ::)
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farmerjohn1

« Antwort #18 am: 14. März 2017, 01:41 »
Sicher sind die ganzen Pflanzen und  Tiere in Costa Rica toll. Aber die gibt's eben auch ziemlch aehnlich und in groesserer Anzahl und Diversitaet in anderen neotropischen  Gebieten wie Brasilien, Bolivien, Peru, Ekuador, Kolumbien, Venezuela, den Guayanas... Zwar fehlt es in vielen Gegenden vieler dieser anderen Laender an touristischer Infrastruktur, aber dort (die europaeisch verwalteten Gebiete mal ausgenommen) haette man es eben deshalb umso noetiger, durch touristische Dienstleistungsarbeiten den Lebensstandard der Bevoelkerung  zu heben und mit den Einnahmen Naturschutzmassnahmen zu finanzieren - dann wuerde die Lokalbevoelkerung auch die Erfahrung machen, dass sie vom oekologisch orientierten Tourismus i.V. m. nachhaltiger Entnahme nachwachsender Rohstoffe besser leben koennen als von der Zerstoerung der Oekosysteme. Die ist sonst naemlich eher andersherum.
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farmerjohn1

« Antwort #19 am: 18. März 2017, 14:08 »
...und nun meinen sicher viele mein Beitrag sei off topic, aber ganz im Gegenteil; was ich damit sagen will ist: fahrt besser woanders hin, nehmt Mexiko und 'mundo maya' entweder als Station mit oder als Extra-Reise u einem anderen Zeitpunkt, und konzentriert euch in Suedamerika auf Costa-Sierra-Selva in Kolumbien, Ekuador, Peru und Bolivien, sowie bei beiden letzteren noch auf die Archaeologie. 
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Weltkorse

« Antwort #20 am: 19. März 2017, 13:41 »
Es ist immer schwierig, darauf zu antworten... reise ich durch viele Länder, dafür kürzer... oder halte ich mich länger auf, um die Länder intensiver zu erleben? Grundsätzlich würde ich evtl. Länder auslassen, die auch schnell in einem "normalen Urlaub" bereist werden können. Was hier einige geschrieben haben, dass z. B. Costa Rica als kleines Land kürzer zu bereisen ist, stimmt. Ebenso, dass dort tatsächlich viele Tiere gesichtet werden können. Wir waren während unserer World Tour 2 Wochen dort und hatten einen Leihwagen (gar nicht teuer). Das spart viel Zeit und mach unabhängig. Asien geht kurz und lang... je nachdem, wo der Schwerpunkt ist (Nur Kultur, nur relaxen oder beides? Mit Strand oder ohne? Spare ich Zeit auf Nachtfahrten oder fahre ich lieber am Tag, um etwas zu sehen?). Südamerika beindruckend groß, unendliche Weiten faszinieren. Da geht einiges an Fahrzeit drauf, was aber auch den Reiz ausmacht. Nach einigen Reisejahren neige ich immer noch dazu, zu viel in die Reisen hineinzupacken. Jetzt geht es nach Laos... dieses Mal haben wir mehr auf die Zeit geachtet.

www.koebismalwech.de
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mona-ina

« Antwort #21 am: 20. März 2017, 14:44 »
Darf ich fragen, wieso hier des Öfteren geraten wird, Yucatan/Guatemala/Belize NICHT in eine Weltreise zu integrieren? Das Argument, man käme ja auch für einen "normalen" Urlaub da recht unkompliziert hin, hinkt für mich etwas. Dann müsste man vom deutschsprachigen Raum aus ja am besten direkt nach Australien/Neuseeland aufbrechen, ohne längeren Aufenthalt in SOA, denn dahin kommt man ja auch relativ einfach und günstig.

Ist nicht böse gemeint, ich frage mich ehrlich, was dahinter steckt  :)
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dirtsA

« Antwort #22 am: 20. März 2017, 15:49 »
Naja, die Flugdauer ist schon nochmal ein ordentlicher Unterschied zwischen Zentralamerika und Australien/NZ ;) Ausserdem sind die Länder schon von der Grösse her total unterschiedlich. Die zentralamerikanischen Länder kann man gut in einem normalen 2-3 Wochen Urlaub besuchen. Klar, mehr wäre immer besser, aber es ist nicht so, dass man irre viel versäumen würde durch den kürzeren Zeitraum. In Australien und NZ ist das anders.

Ausserdem rate ich meist dazu, Länder in einem normalen Urlaub zu besuchen, wenn diese nur einzeln herausgepickt sind - also wenn sich keine gute Overland-Route organisieren lässt. z.B. Mexiko und Costa Rica. Dazwischen liegen einige Länder, auch wenn man nur in den Bus steigt und durchreist, würde man ein paar Tage verlieren. Flüge sind in der Region Zentral/Südamerika nicht ganz günstig. Klar, wenn einem die Flugkosten mehr oder weniger egal ist, könnte man sich auch auf jedem (Sub-)Kontinent ein Land rauspicken und von A nach B nach C... fliegen.
Ich persönlich finde es auf langen Reisen angenehmer, wenn man sich etwas treiben lassen und spontaner entscheiden kann. Durch viele vorgebuchte Flüge vergeht natürlich die Flexibilität. Wenn man nun aber einfach grob 4 Monate für die komplette Strecke Mexiko - Costa Rica hätte, könnte man sehen, wo es einem mehr gefallt. Vielleicht bleibt man in Guatemala ne Zeit lang hängen, Honduras gefällt aber überhaupt nicht und man holt die Zeit dort wieder ein. Etc. Sind nur Beispiele ;) Lässt sich natürlich auf jeden Kontinent umlegen, wobei die Flugkosten in SOA nicht so ein Problem wären wie in Südamerika oder Zentralamerika, da es viele Billigflieger gibt. Flexibilität bleibt natürlich weiterhin ein Faktor!

Ich habe Yucatan/Guatemala/Belize in meiner Weltreise integriert, würde also nicht generell davon abraten. Wenn man die 3 nebeneinander liegenden Länder/Regionen bereisen will, lässt sich das auch sehr gut machen (nur wie immer, ausreichend realistisch Zeit einplanen ;) ).
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GschamsterDiener

« Antwort #23 am: 20. März 2017, 15:50 »
Darf ich fragen, wieso hier des Öfteren geraten wird, Yucatan/Guatemala/Belize NICHT in eine Weltreise zu integrieren? Das Argument, man käme ja auch für einen "normalen" Urlaub da recht unkompliziert hin, hinkt für mich etwas. Dann müsste man vom deutschsprachigen Raum aus ja am besten direkt nach Australien/Neuseeland aufbrechen, ohne längeren Aufenthalt in SOA, denn dahin kommt man ja auch relativ einfach und günstig.

Ist nicht böse gemeint, ich frage mich ehrlich, was dahinter steckt  :)

Es spricht nichts dagegen, es ist eher eine Frage der Routenlegung. Von der Südsee direkt nach Mexiko, hier aber nur den Yucatan ansehen - und dann Costa Rica? Dazu noch zur schlechten Reisezeit? Dann wähle ich lieber andere Ziele aus, die besser in die Route passen, und spare mir die Rosinen für ein anderes Mal auf. Es hätte hier niemand was gesagt, wenn die Route ganz Mittelamerika oder ganz Mexiko umfasst hätte. Aber Yucatan? Das geht direkt ab 200€ von Deutschland aus. Zeig mir ein vergleichbares Angebot für SOA.
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dirtsA

« Antwort #24 am: 20. März 2017, 15:57 »
Hatte das Wetter vergessen, aber so wie Gschamster Diener schreibt: Wenn die Reisezeit nicht optimal ist, und komplizierte Verbindungen nötig UND dadurch weniger Flexibilität... dann spricht für mich sehr viel schon dagegen, es in der Weltreise zu integrieren ;)
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mona-ina

« Antwort #25 am: 20. März 2017, 16:04 »
dirtsA, ich rede ja nicht von Australien/Neuseeland, sondern von SOA! Da kann ich mir auch einzelne Länder rauspicken und die unkompliziert in einem 3-Wochen-Urlaub verbringen :-) Also selbes Spiel wie Europa - Mittelamerika - Südamerika, nur eben ostwärts (Europa - SOA - Ozeanien).

Und einzeln herausgespickt ist es doch nicht, wenn Yucatan+Guatemala+Belize in der Route sind, oder sind auch diese drei Länder "zu wenig", um extra hinzufliegen für sagen wir mal 6-7 Wochen?
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dirtsA

« Antwort #26 am: 20. März 2017, 16:16 »
Ok, sorry hatte ich falsch verstanden.
Wie GschamsterDiener schon sagt, ist nach Zentralamerika häufiger ein günstigerer Preis zu bekommen, als nach SOA. Aber du hast natürlich Recht! Auch die Länder in SOA kann man grossteils sehr gut jeweils in normalen Urlauben besuchen. Aber wenn man z.B. ohnehin an Thailand - Laos - Kambodscha - Vietnam interessiert ist, dann bietet sich das natürlich als klassische Overland-Route an für eine Weltreise, wo man dann eben wie gesagt schön flexibel ist.

Zitat
Und einzeln herausgespickt ist es doch nicht, wenn Yucatan+Guatemala+Belize in der Route sind, oder sind auch diese drei Länder "zu wenig", um extra hinzufliegen für sagen wir mal 6-7 Wochen?
Absolut nicht! 6-7 Wochen finde ich gut machbar für die 3 Länder.
Aber in deinem ersten Post hattest du ja nur von Yucatan + Costa Rica geschrieben. Daher kam der Kommentar zwecks normalem Urlaub. Wenn sich das aber nun zugunsten von Yucatan+Guatemala+Belize geändert hat, macht das Ganze schon seeeehr viel mehr Sinn! :)
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mona-ina

« Antwort #27 am: 20. März 2017, 17:36 »
Ja, ich habe in der Zwischenzeit wieder etwas herumgebastelt  ;D

was haltet ihr also von:
November/Dezember | 6 Wochen | Indien (Delhi UND Goa bestenfalls?)
Jänner | 4 Wochen | Sri Lanka (Südwestküste und Inselinneres)
Februar | jeweils 2 Wochen | Laos + Kambodscha (oder auch nur Kambodscha... auf jeden Fall Angkor!)
März | 4 Wochen | Vietnam (Süd nach Nord)
April | 4 Wochen | Philippinen
Mai | 4 Wochen | Singapur + Malaysia (KL, CH und Ostküste)
Juni | 4-6 Wochen | Indonesien (Sumatra und Java)
Juli | 4 Wochen | Kolumbien
August | 4 Wochen | Ecuador + Galapagos
September | 4 Wochen | Peru
Oktober | 4 Wochen | Bolivien + Nordchile (bis Santiago)
November/Dezember | 6-7 Wochen | Yucatan + Guatemala + Belize

Wäre etwas mehr als ein Jahr. Und ganz ohne Ozeanien... aber egal wie ich's drehe und wende, Neuseeland wäre immer in Richtung deren Winter und nur für ein Land Winterausrüstung mit schleppen? Auch würde ich mir da bestimmt einiges an Kosten sparen, oder?

Und dann evtl. eine Zeit später (aber das steht noch absolut in den Sternen... fie Option wäre aber da!) irgendwann mal Patagonien/Feuerland, Neuseeland und die Südsee für 3-4 Monate.
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GschamsterDiener

« Antwort #28 am: 20. März 2017, 17:51 »
Die Route finde ich viel besser. Wenn es etwas zu bemängeln gäbe, dann:

1. Indien würde ich unerfahrenen Reisenden am Anfang nicht zumuten.

2. 4 Wochen für Singapur und Malaysia finde ich zu lang (es sei denn du willst nach Borneo)

3. Von Santiago wieder einen Schlenker nach Nordamerika zu machen anstatt einfach in der Gegend zu bleiben (Patagonien, Argentinien) finde ich immer noch unlogisch, aber zumindest stimmt dann das Wetter in Mexiko (bitte mehr als Yucatan!)
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dirtsA

« Antwort #29 am: 20. März 2017, 18:08 »
Das finde ich schon ziemlich perfekt!! :)

1. Indien sehe ich ähnlich, wie GschamsterDiener. Das überfordert euch am Anfang nur! V.a. Delhi... Für uns war es jetzt perfekt, aber wir haben auch schon einige chaotische, dreckige Länder mit Armut bereist. Davon abgesehen ist nur Delhi + Goa in 4 Wochen natürlich locker machbar. Die Frage ist, warum ihr unbedingt nach Goa wollt. Strand habt ihr doch auch auf Sri Lanka und ich vermute jetzt einfach mal (von Fotos, nicht eigene Erfahrung), dass der um sehr viel schöner ist als in Goa. Wenns eher um Strand und relaxen geht, würde ich eher Sri Lanka verlängern. Wenns um Indien kennenlernen geht, dann würde ich nicht nach Goa.

Zitat
2. 4 Wochen für Singapur und Malaysia finde ich zu lang (es sei denn du willst nach Borneo)

2. Da widerspreche ich GschamsterDiener mal! ;) Ich finde 4 Wochen für komplett Westmalaysia + Singapur nicht zu lange. Wobei ihr schreibt nur KL und Ostküste - DAS wäre wirklich zu lange, denn da gibt's ja quasi nur Perhentians und Tioman an Highlights. Aber an Malaysia scheiden sich hier etwas die Geister, manchen gefallt es nicht ganz so gut. ICH finde es super dort! :) Allerdings würde ich euch sowieso den malaiischen Teil auf Borneo ans Herz legen mit Mt Kinabalu etc. Aber das müsst ihr ja jetzt noch nicht entscheiden - es wird sich bestimmt eh das eine oder andere in SOA im Laufe der Zeit verschieben, und dann passt ihr eben die Planung wieder an.

3. Ihr wolltet wahrscheinlich die Reise mit etwas mehr Strand ausklingen lassen, oder? Ist das der Grund für Zentralamerika am Ende? Das kann ich irgendwie schon nachvoollziehen. Routentechnisch hat GschamsterDiener natürlich Recht, dass sich Patagonien eher anbieten würde. V.a. wenn es sowieso auf eurer Liste steht und ihr es sonst auf später verschieben würdet. Wenn man schon mal so nahe bei einem persönlichen Must See ist...?

Zitat
Wäre etwas mehr als ein Jahr. Und ganz ohne Ozeanien... aber egal wie ich's drehe und wende, Neuseeland wäre immer in Richtung deren Winter und nur für ein Land Winterausrüstung mit schleppen? Auch würde ich mir da bestimmt einiges an Kosten sparen, oder?
Neuseeland war doch gar kein Muss für euch, oder? Dann würde ich das wirklich verschieben. Bringt doch nichts, dann im Winter dort zu sein und evtl. 3 Wochen eher nass und nur Regen zu haben. Ist ner Freundin von mir im Mai so ergangen... Das finde ich dann rausgeschmissenes Geld. Und ja, Neuseeland würde auf jeden Fall kostentechnisch stärker ins Gewicht fallen, v.a. wenn ihr im Winter nicht Campen könnt, sondern Hotels buchen müsst.

Zitat
Und dann evtl. eine Zeit später (aber das steht noch absolut in den Sternen... fie Option wäre aber da!) irgendwann mal Patagonien/Feuerland, Neuseeland und die Südsee für 3-4 Monate.
Finde ich eine gute Idee so! Alles geht einfach in einem Jahr auch nicht!! Und man muss sich ja noch etwas für später aufheben... was macht man denn sonst, den Rest des Lebens? ;) Klar, die Ziele sind etwas schwerer erreichbar, aber wenn man will, geht das auch! Eine Kollegin von mir war über Weihnachten 4 Wochen in Neuseeland, das lässt sich ja schon mal organisieren mit den meisten Arbeitgebern, mal 4 Wochen zu nehmen. Das ginge natürlich auch mit Patagonien oder Südsee so.
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