Thema: 3 Wochen (noch) planlos durch Kolumbien  (Gelesen 1173 mal)

nortap

« am: 08. September 2016, 13:51 »
Hello liebes Forum!

meine Freundin und ich fliegen am 17. September fuer 3 Wochen nach Kolumbien. Wir haben uns bereits einige Sachen rausgesucht, die wir sehen moechten. Allerdings haben wir es nicht hinbekommen, eine anstaendige Route zu definieren.
Wir landen zunaechst in Bogota und bleiben dort erstmal drei Naechte.

Auf unserer Liste stehen folgende Sachen:

Unbedingt:
Bogota
Medellin
San Augustin
Wale an der Pazifikkueste beobachten (Wo am besten?)
San Andres (gegen Ende fuer 5-6 Tage)

Unsicher:
PNN Tayrona,Ciudad Perdida
Santa Marta/Cartagena
Amazonasgebiet (Leticia)

Das Amazonasgebiet und der PNN Tayrona schließen sich gegenseitig aus, wenn wir das eine machen, lassen wir das andere vermutlich weg. Wollen die drei Wochen nicht nur im Bus/Flugzeug verbringen.

Was wir auslassen:
Zona Cafetera

Wir haben bisher nur unsere Fluege und die drei Uebernachtungen in Bogota gebucht. Wir waren der Meinung uns dort einfach treiben zu lassen. Ich wuerde jedoch gerne wissen, ob wir irgendetwas unbedingt sehen muessen, das wir vllt vergessen haben oder wir etwas weglassen/umstellen sollten. Von den genannten Orten wollen wir verschiedene Ausfluege machen.

Ueber Routenvorschlaege wuerden wir uns sehr freuen, grundsaetzlich haben wir keine Hemmungen die Strecken zu fliegen, um Zeit zu sparen.

Ich freue mich auf eure Antworten.
Beste Gruesse :)
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BarefootInTheSand

« Antwort #1 am: 15. September 2016, 08:07 »
Ich bin in den letzten 5 Wochen durch Kolumbien gereist:
Bogota/ Santa marta/ Taganga/ Minca/ Costeño Beach/ Tayrona/ cartagena/ Medellin/ Salento/ Cali
Ich finde es schon wichtig, die Karibikküste gesehen zu haben. Santa marta kann man wirklich auslassen, allerdings hat mir der östlich liegende Costeño Beach sehr gut gefallen, ist auch nicht so touristisch!
Wenn ihr in den Tayrona Park geht, nicht zu Cabo San Juan, der war so überfüllt, zumindest als ich dort war.

Was macht ihr in San Augustin?
Dort war ich nicht, habe nichts gefunden, was mich dort interessiert hätte.

Ich würde empfehlen: Bogota Flug nach Santa marta, von dort direkt nach Minca, weiter an den Costeño Beach, Bus nach Cartagena, Flug nach Medellin, Flug zurück nach Bogota
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farmerjohn1

« Antwort #2 am: 15. September 2016, 11:01 »
Wenn jemand lieber in Staedten 'pflastertritt', sich lieber am Strand aufhaelt als in den Bergen, und sei's auch an der die kolumbianischen Karibikkueste, die sich vor allem durch Hitze, starke Sonneneinstrahlung, Trockenheit und (bis auf wenige Ausnahmen) Bausuenden auszeichnet, dann ist das Geschmackssache.
Ziemlich beschraenkt ist allerdings der Standpunkt, dass  in den Bergen, z.B. in San Agustin Huila, z.B. Tierradentro, Cauca und Umgebung, 'nichts Interessantes zu finden' sei. Stichwort Archaeologie, und Stichwort: Natur. Hier anbei mal ein Link zu Lage, Menge und Situation der tropischen Bergregen- und Nebelwaleder - ohne die uebrigens die ganzen Tiefland-Fluesse und -Regenwaelder erheblich wasser-aermer waeren: https://web.archive.org/web/20071109112141/http://sea.unep-wcmc.org/forest/cloudforest/presspack/PDF/Clouds%20final%20HR.pdf
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Blume

« Antwort #3 am: 30. September 2016, 03:13 »
Wir sind kürzlich sechs Wochen durch Kolumbien gereist und hatten eine sehr schöne Zeit. Wir hatten eine ganz andere Route als BarefootInTheSand und zwar:
Medellín-El Valle (Pazifikküste)-Medellín-Sapzurro (Karibküste nahe der panamesischen Grenze)-Cartagena-Mompox-San Gil/Barichara-Guadalupe-Sogamoso-Bogotá-Salento-Tatacoa-Tierradentro-Popayan-Laguna Verde-Las Lajas. Auf unserem Blog www.halloausderferne.wordpress.com findest du aktuelle Artikel zu vielen unserer Stationen.
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michelaufreise

« Antwort #4 am: 30. September 2016, 04:52 »
Ich war grade in Kolumbien.
Die Karibik Küste kannst vergessen wen du schon was von der Welt geshen hast. Außer Cartagena und Punta galinas und cabo de vela.
Die letzten 2 waren SEHR beeindruckend.
Der Rest an der Küste Zeit Verschwendung.
Tayrona Massen Tourismus pur Schrecklich. Santa Marta fürchterlich. Minca im Vergleich zur kaffe Zonen nicht erwähnenswert.
Sankt Augustin war nett für ein paar Touren und Adventure Trips. Die Stein Figuren waren tot langweilig.
Was ich nicht verstehe wie ihr die kaffe Zone auslassen könnt.  Für mich das schönste.
Von san Andres hört man hier nur Massen Tourismus besoffene usw. Die Nachbarinsel soll toll sein. Aber ich war nicht da.
Unterschatzt die fahr Zeiten nicht. Nach Sankt Augustin seit ihr ewig unterwegs.
Wenn ihr dort wegen der Natur hin wollt seit ihr in der Kaffee Zone besser aufgehoben. Falls ihr die langweiligen Stein Figuren sehen wollt dann müsst ihr ja hin lach.
Ich kann mich nicht mehr erinnern wie lange ich nach Sankt Augustin gebraucht habe ich weis nur noch es war ewig.
Ich glaube ich hab von der Kaffee zone 18-20 Stunden oder mehr gebraucht. Deshalb werdet ihr von Bogota oder Medelin glaube ich länger brauchen. Deshalb ist es glaube ich nicht ratsam bei drei Wochen.
Die Strecke von Papayan war die  Hölle. 
Außerdem sind Straßen eingestürzt in der Gegend Sankt Augustin tierradento. Welche genau weis ich nicht. Es betrifft aber die Leute die von Bogota über die östliche Verbindung anreisen. Ich war nicht betroffen. Andere Leute vor Ort ja. Sie mussten viele Umwege fahren.

Und noch ein Tipp ich hab schon viel geshen von der Welt. Aber sie Reisezeiten in Kolumbien finde ich schlimmer als in Indonesien und der Rest der Welt.
Erstmal das riesige Land und dann die ständigen Berge. Also nimmt euch nicht zu viel vor.
Wenn ich mir grade noch mal eure Ziele angesehen habe passt das schon nicht.
Sankt Augustin 2 Tage Anreise plus ca 3 Tage Aufenthalt sind ca 5 Tage.
Plus 6 Tage san Andres sind ca 11 Tage. Plus 3 Bogota 14 Tage.
Das ist alles sehr eng kalkuliert bei euch.
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GschamsterDiener

« Antwort #5 am: 30. September 2016, 10:47 »
Was macht ihr in San Augustin?
Dort war ich nicht, habe nichts gefunden, was mich dort interessiert hätte.

Man kann auch schwer was in San Agustin finden, wenn man nicht dort war.

Ich fand den riesigen archäologischen Park dort persönlich auch nicht so prickelnd, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass viele andere begeistert wären. Davon abgesehen ist die Gegend nett und die Menschen freundlich.
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michelaufreise

« Antwort #6 am: 30. September 2016, 20:03 »
Ja g. Diener die Landschaft und die Leute waren nett. Das stimmt.
Die Frage ist ob man dem Fragesteller bei drei Wochen Urlaub hat den Stress der Anreise von Bogota oder Medelin empfehlen sollte ??
Ich würde es nicht machen.
Pers. Hat mich die Kaffee Zone landschaftlich mehr beeindruckt.
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farmerjohn1

« Antwort #7 am: 02. Oktober 2016, 14:58 »
Nichelaufreise, hat dich denn wirklich die Landschaft im eje cafetero mehr beeindruckt, oder war es eher die Landschaftspflege?
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Bobsch

« Antwort #8 am: 04. Oktober 2016, 09:57 »
Also mir hat die Ecke San Augustin/Tierradentro mit am Besten in Kolumbien gefallen. Landschaftlich ist es dort der Wahnsinn. In Tierradentro habe ich damals zumindest so gut wie niemanden getroffen. Ein weiterer Tourist wat noch dort. Kann mittlerweile natürlich anders sein. Ob sich die etwas langwierige Anreise dafür lohnt muss wohl jeder selbst entscheiden. Kommt immer drauf an was man schon gesehen und erlebt hat.

Auch Sapzurro war großartig. Für mich (!) echtes Karibikflair, entspannte Atmosphäre und ein netter Strand. Definitiv kein Traumstrand und auch eher eine bescheidene Unterkunft beim "Spanier". Trotzdem habe ich meinen Aufenthalt immer wieder verlängert.

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michelaufreise

« Antwort #9 am: 05. Oktober 2016, 04:12 »
Landschaftspflege verstehe dein Witz nicht aber muss ich ja nicht !
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farmerjohn1

« Antwort #10 am: 05. Oktober 2016, 18:16 »
Hatte ich gar nicht als Witz gemeint: die Kaffee'Achse' ist eine Kulturlandschaft, in die Menschen deutlich durch landschaftsgestalterische Massnahmen eingegriffen haben, und zwar weit ueber  fuer Kaffeeherstellung uebliche, erforderliche und moegliche Mass und Mittel hinaus; vielleicht in etwa vergleichbar mit der deutschen Weinstrasse o.a. Um diesen Eindruck zu erhalten und zu verstaerken, gibt sogar die Unesco Geld aus, und das bezsieht sich nicht (wie in San Agustin und Tierradentro) nur auf (Freilicht-)Museen von ein paar Hektar, sondern auf hunderte von Qudratkilometern ganzer Landstriche und mehrere urbane Zentren inkl. Verkehrsinfrastruktur. Daher war meine Frage: was genau hat dir im Eje Cafetero im Gegensatz zur Gegend um San Agustin / Tierradentro so besonders gut gefallen: der gepflegte Allgemeineindruck, das Golfplatz-Gras unter den Kaffeebauemen, die frisch angestrichenen (Bauern-)Haeuser, die -relativ- gut und in hoher Zahl asphaltierten Strassen, die intelligent platzierte typische Pflanzenwelt und die generalstabsmaessig und relativ professionell organisierten Gastronomie- und Reisefuehrungsangebote? Oder waren es tatsaechlich die Hoehe und Form der Berge, die Naturparks, die Panoramen, die Wanderungen, der Geschmack der lokal hergestellten Getraenke, etc.?
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michelaufreise

« Antwort #11 am: 06. Oktober 2016, 00:17 »
Farmerjohn so kompliziert wie du Urlaub machst werde ich niemals Urlaub machen.
Ob da jemand eingreift oder nicht ist mit Wumpe gefallen muss es.
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