Thema: Bericht Trekking Nepal: Helambu und Langtang  (Gelesen 1809 mal)

kwe

« am: 01. Februar 2009, 16:22 »
Hallo, wir waren im Oktober 2008 für 12 Tage Trekking im Helambu und Langtang. Da viele Diskussionen sich um die Frage drehen, in welche Richtung man das Trekking machen sollte, hier meine Erfahrungen: Wir sind in Sundarijal gestartet, sind dann durch das Helambu gewandert, über den Laurebina La Pass und dann über Gosaikund abgestiegen und das Langtang Tal hoch- und wieder zurückgewandert, um dann von Syabru Bensi mit dem Bus wieder zurück nach Katmandu zu fahren.
Ich hatte den Eindruck, dass die meisten Trekker die Tour in der anderen Richtung gehen, also erst durchs Langtang und dann über Laurebina La ins Helambu. Diese Richtung hat sicherlich den Vorteil, dass man besser akklimatisiert ist, durch den sanften Aufstieg im Langtang Tal, anschliessend am Talende mehrere Tage einlegen kann und je nach Akklimatisierung dann von dort aus "freiwillige" Touren auf die umliegenden Gipfel machen kann. Damit ist man anschliessend für die Überschreitung des Laurebina La Passes besser vorbereitet, als wenn man von Sundarijal aus startet.
Allerdings finde ich einen wesentlichen Vorteil, von Sundarijal aus zu starten: die Lodges steigern sich deutlich in der Qualität: im Helambu sind die Lodges sehr einfach, oftmals keine warme Dusche (nur "bucket shower" - d.h. ein Eimer heisses Wasser), die Lodges in Phedi (vor dem Aufstieg auf den Laurebina La) sind extrem primitiv. Besser ist wohl - wenn man noch Kraft hat - gleich zum Highcamp aufzusteigen, das allerdings schon über 4000m hoch liegt und dort zu übernachten - es machte auf uns einen besseren Eindruck, als die Lodges in Phedi. Wenn man dann die Helambu-Lodges hinter sich gelassen hat, dann erwarten einen im Langtang deutlich bessere Lodges.
Ein anderer Punkt, der abzuwägen ist: bei unserer Richtung hatten wir eine kurze Anreise von KTM (unter 1 Stunde nach Sundarijal), dafür dann am Rückweg die anstrengende, aber auch sehr interessante, Busfahrt zurück nach KTM: 135 km, bei uns ging alles gut (keine Pannen), mit einem vernünftigen Fahrer brauchten wir 11 Stunden.
Empfehlen kann ich die Tour auf jeden Fall, es waren wunderschöne Eindrücke, sehr abwechslungsreich und nicht sehr überlaufen.
Empfehlen kann ich auch den Führer mit dem wir unterwegs waren: Sagar Thapa (sagarthapa75@hotmail.com), er arbeitet auf eigene Rechnung, ohne Agentur, wohnt in Pokhara, kennt sich aber nicht nur im Annapurna Gebiet aus, sondern kannte sich auch im Helambu und Langtang hervorragend aus. Er war nicht nur überaus sympathisch, kenntnisreich und gebildet, sondern spricht auch ein hervorragendes Englisch - wir haben keinen anderen Führer getroffen, der annähernd gut Englisch sprach. Sehr gut gefallen hatte mir auch, dass er Bekannte als Träger engagiert hatte, so dass die Crew insgesamt auch ein sehr freundschaftliches Verhältnis untereinander hatte.