Thema: Malarone in Ruanda und Tansania  (Gelesen 583 mal)

Chrissi

« am: 24. Juni 2016, 17:58 »
Hallo ihr Lieben,

am 15.07.16 geht es für mich und meine Freundin auf nach Ruanda. Zuerst werden wir einen Monat in einem Krankenhaus in Ruanda arbeiten, danach noch drei Wochen quer durch Tansania reisen.

Jetzt sind wir am rätseln: Malarone nur bei Symptomen oder prophylaktisch? Während meiner 7 Monate in Asien hab ich Malarone nie genommen. Wir haben verschiedene Aussagen, unter anderem die eines Reisemediziners, der meinte, dass wir - sobald wir unter 1800m sind - Malarone prophylaktisch nehmen sollen. Das wäre dann quasi fast überall. Ich muss sagen, es widersteht uns, fast zwei Monate lang Malarone zu futtern...  :-\

Und natürlich die übliche Frage: Insektenspray vor Ort kaufen oder doch aus Deutschland mitnehmen?

Was meint ihr? Habt ihr Erfahrungswerte für diese Gegenden?

Sonnige und ganz warme Grüße

Chrissi
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Degna

« Antwort #1 am: 25. Juni 2016, 00:10 »
Hallo Chrissi,
an deiner Stelle hätte ich Malarone dabei und würde es ,wenn du Malaria hast nehmen. Das merkst du ganz locker,ist wie eine starke Grippe,bei der du unendlich schwitzt.
Die ganzen Malariamedikamente habe extrem Nebenwirkungen bzgl. Nieren und Herz,die man halt zwecks Behandlung in Kauf nehmen muss,aber eine solch lange Zeit ein Medikament zu nehmen,gegen eine Erkrankung,die du nicht hast,............????
Meine Stieftochter hat das 3Wochen lang gemacht und musste dann auf dem Heimweg reanimiert werden,weil das herz nicht mehr mitgemacht hat.
ich war sehr oft lange (3-4Monate) in Kenya und habe nie eine Prophylaxe genommen,hatte immer nur Medis dabei,um sie bei bedarf gleich bei der Hand zu haben.

Ist nur meine Meinung,.....hoffe dir geholfen zu haben.
Viel Spaß in Afrika.

Lg Claudia
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Worldsafari

« Antwort #2 am: 25. Juni 2016, 00:14 »
Hallo Chrissi

Ich hatte vor einigen Monaten 4 Monate in Tansania verbracht. Mir wurde von diversen (Reise)Medizinern dazu geraten, prophylaktisch Malaria-Medikamente zu nehmen.

In Tansania angekommen, habe ich mich dann aber ziemlich schnell dagegen entschieden.

2 Wochen vor meiner Abreise aus Tansania hatte es mich aber doch noch erwischt. Deshalb musste ich für einige Tage Malarone einnehmen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten, welche sich für längere Zeit in einem Malaria-Gebiet befinden, Malarone nur bei Symptomen einnehmen. Touristen, die nur 2/3 Wochen in solchen Gegenden unterwegs sind bevorzugen wohl die Prophylaxe.

Liebe Grüsse,

Worldsafari
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Kama aina

« Antwort #3 am: 25. Juni 2016, 05:32 »
Ich habe mich mit dem Thema auch lange und breit beschäftigt und mit der kleinen eigenen Reiseerfahrung in Afrika würde ich ähnlich urteilen wie meine Vorredner! Aber das Thema ist so empfindlich, dass jeder selber entscheiden muss, was ihm lieber ist.

Für einen kurzen Zeitraum von 2-3 Wochen ist es sicherlich sinnvoll Die Malarone direkt zu nehmen. Zumal die meist auch sehr gut verträglich sind. Ausnahmen gibt es ja leider immer!

Aber für so einen langen Zeitraum, wie ihr ihn da seid, würde ich das auch nicht nehmen!

Das beste was hilft ist ganz stumpf gesagt: Nicht gestochen werden.
Und da liegt eigentlich schon der Trick.
Die Malaria-Mücken sind Dämmerungs- und Nachtaktiv.
Also schlaft immer unter einem guten Mückennetz. Lasst wenn es geht Ventilator und oder Klimaanlage laufen und schmiert euch in der Dämmerung und wenn man will auch tagsüber mit dem Mückenspray ein.

Wir haben das Zeug nachts einfach mit drauf gelassen und erst morgens geduscht!

Wir haben Antibrumm für Tagsüber und für die Dämmerung Nobite genommen. Antibrumm hat 30 % DEET und Nobite 50%. Der Wechsel deswegen, weil das Zeug natürlich die Haut auch austrocknet.

Ich hab mich an das Zeug recht gut gewöhnt und bin über den ganzen Zeitraum nicht gestochen worden.
Die Malarone würde ich als Stand-by Medikament mitnehmen und bei entsprechenden Anzeichen, in Absprache mit einem Arzt nehmen.
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Chrissi

« Antwort #4 am: 25. Juni 2016, 15:14 »
Vielen lieben Dank für eure Einschätzungen! Sie decken sich absolut auch mit dem, was mir mein Bauch sagt :)

Wir werden in dem Fall Malarone für den Notfall einpacken und bei Bedarf nehmen. Und es ist absolut richtig: Das Beste gegen Malaria ist es einfach, sich nicht stechen zu lassen. Vielen Dank auch für die Nennung eures Mückensprays, wenn ihr keine Stiche abbekommen habt, scheint es gut gewirkt zu haben :)

Kaum zu glauben, in 20 Tagen geht es loooooos!!!!!  ;D

Viele liebe Grüße, Chrissi
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Degna

« Antwort #5 am: 25. Juni 2016, 16:21 »
Klar,hast du Recht mit der Benutzung von Mückenspray,.......aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen,dass diese Sprays,wenn du sie tgl,konsequent anwendest auch Nebenwirkungen haben.
Ich lebe in Trinidad und die Insektenplage ist während der regenzeit einfach abartig. Ich benutzte dann OFF,ein US-amerikanisches produkt mit einem 15% DEET Anteil.
Ich bekam Blasen an den Händen vom einmassieren,wobei ich dann die Haut abziehen konnte. Das ebenso an Armen und Beinen,....worauf ich die benutzung stark eingeschränkt habe.

Meine Tips:
Ich lasse Tag u. Nacht Räucherstäbchen schwelen,speziell im Schlafzimmer ,oder wenn ich länger wo sitze.
Langärmelige Kleidung zu tragen bringt wenig,die Viecher stechen durch die Kleidung,.....daher kann ich über diesen Tip immer nur lachen.
Natürlich in Ostafrika immer unter dem Moskitonetz schlafen.nach Möglichkeit Klimaanlage benutzen,oder zumindest Ventilator.
Wenn es besonders schlimm ist,sprühe ich mit Insektensprays,verlasse aber anschließend den Raum.
In Bad u. Küche nasse Flächen vermeiden,da Moskitos Feuchtigkeit lieben,......
Kampfer und Mentolhaltige salben an den Füssen verwenden,da stechen die Viecher am liebsten hin.
Und natürlich für eine saubere,abfallfreie Umgebung sorgen. Viele Afrikaner holen sich regelmäßig ihre Malaria,weil sie Küchenabfälle einfach aus dem Fenster werfen und dort verrotten lassen,ohne sich darum zu kümmern,dass das Insekten anzieht und somit die Malariagefahr.

Wenn man es hat,keine Panik,.....gerade in diesen Ländern gibt es für die,die über das entsprechende Kleingeld verfügen,ausreichen gute Behandlungsmöglichkeiten.
Klar,habe ich immer selbst was dabei,würde mich aber im Krankheitsfall an ein dortiges Krankenhaus wenden,da die Erkrankung dort bedeutend häufiger ist und den Status genießt,wie bei uns eine starke Erkältung.

Hoffe euch ein paar Tipps geben zu können.
Lg Claudia
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Fanki

« Antwort #6 am: 28. Juni 2016, 17:02 »
Hallo zusammen,

Mein Arzt hat mir noch den Tipp gegeben, dass Mücken weisse Kleidung nicht mögen. Wieso konnte er mir nicht erklären aber er sagte, dass es schon die Kolonialisten so machten...

Grüsse
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