Thema: Leben im Hier und Jetzt  (Gelesen 1811 mal)

redfred89

« am: 26. April 2016, 15:40 »
Hallo zusammen,

ich habe meine große Reise inzwischen hinter mir, stöbere aber trotzdem immer wieder hier im Forum rum.

Was mir immer wieder auffällt sind solche Aussagen wie ,,noch zwei Jahre sparen, dann geht's los´´ oder ,,nur noch 3 Monate in meinem miesen Job, dann bin ich weg´´. Irgentwie habe ich das Gefühl, dass manche hier nur für ihre mehrmonatige, ein- oder mehrjährige Reise leben und die Zeit vor oder zwischen zwei Langzeitreisen halt irgentwie totschlagen, sprich sparen was geht und nur nach vorne schauen auf die großartige Zeit die kommt. Und wenn man dann (alleine) weg ist, hat man Zeit nachzudenken was man eigentlich die zwei Jahre vor dem Start gemacht hat, außer Bücher und Internetseiten über das Reisen und fremde Länder zu wälzen. Dann merkt man, dass man sehr viel verpasst hat bzw. dass man irgentwie nichts zustande gebracht hat außer einen Masterplan für die Reise, der dann doch wieder über den Haufen geworfen wird.

Es ist schon klar, dass man viel Zeit für die Planung solch einer Langzeitreise braucht. Aber es sollte doch auch ein Leben vor der Reise geben.

Wie seht ihr das, wenn ihr auf die Zeit vor eurer Reise zurückblickt? Habt ihr die Reise nebenher planen können oder habt ihr einfach nichts anderes mehr getan außer zu planen?
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dirtsA

« Antwort #1 am: 26. April 2016, 16:06 »
Zitat
Wie seht ihr das, wenn ihr auf die Zeit vor eurer Reise zurückblickt? Habt ihr die Reise nebenher planen können oder habt ihr einfach nichts anderes mehr getan außer zu planen?

Also ich hab ganz normal weitergelebt und nebenbei geplant. Sooo viel zu planen ist es nun wirklich auch nicht. Wenn man will, kann man das in ganz ganz wenig Zeit hinbekommen. Die meisten übertreiben es nur. Wenn ich stundenlang für jedes kleinste Ausrüstungsteil recherchiere, geht natürlich viel Zeit drauf. Aber es geht auch anders. Mein Freund hat damals den ersten Reiseführer gekauft, seine normalen Klamotten mitgenommen, Rucksack gekauft, ersten Flug gebucht und erste Nächte, ein bissl bei Freunden wegen interessanten Ländern umgehört... das wars. Der hat bestimmt insgesamt keine 10h an Planungszeit verwendet.

Mir persönlich macht das Planen auch grossen Spass, und ich sehe es daher als nichts Negatives. Aber selbst bei den vielen Reiseblogs, die ich verschlungen habe, kann ich nicht behaupten, dass nebenbei nicht Zeit für was anderes geblieben ist....??

Wo ich allerdings zustimmen muss, ist das Leben von einer Reise zur nächsten... :o ;D
Aber ehrlich gesagt, machen das nicht alle bei ihrem Hobby? Der Bergsteiger lebt doch auch nur von einem sonnigen Wochenende zum nächsten, surft in Bergforen herum, schaut Fotos an, liest Blogs etc. Genauso der Fotograf unter uns etc.
Klar - was blöd ist, dass man Reisen eben nicht so oft machen kann wie jetzt in die Berge gehen oder Fotografieren. Da ist man halt leider an Urlaubstage gebunden.

Wozu ich übergegangen bin, ist, das Heimatland zu erkunden. Ist ja auch ein bisschen wie reisen. Natürlich momentan für mich ein bissl exotischer, da ich nicht im Heimatland wohne sondern in Holland ;) Aber denke, dass das jeder machen könnte und DAS kann man schliesslich jedes Wochenende, jeden Abend irgendwie machen.
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gismarett

« Antwort #2 am: 26. April 2016, 20:06 »
Ich bin mitten in der Planungsphase und habe auch noch etwas Zeit bis es los Geht. Ich habe zwar schon deutlich weniger Zeit als vor der Reiseplanung aber das hat andere Gründe...

Direkt nachdem Entschluss (oder besser gesagt im Laufe dieses Prozesses und danach) habe ich extrem viel Zeit in Recherche und Grobplanung gesteckt. Damals (Ist nun auch schon ein Jahr her XD) war die Planung aber auch eine Art Beschäftigungsalternative. Kurz zuvor gabs ne Trennung und an "normale" Arbeit (Uni) war nur bedingt zu denken. Anstelle nicht zu schlafen und nur rumzulungern habe ich nicht geschlafen und recherchiert. Dabei auch einiges gelernt und den Entschluss gefasst. Übrigens hat mir das auch unheimlich viel Spaß gemacht ^^. Aber den ersten naiven Plan habe ich dann wieder teilweise verworfen und ergänzt. Auch aufgrund zahlreicher Einwände aus diesem Forum, welche ich erst später verstanden habe bzw. nachvollziehen konnte. Das Verwerfen tut nicht Weh! Sondern fühlt sich gut an, da ich danach immer meinen Plan verbessert habe. Und wenn ich diesen später nicht komplett so umsetze habe ich zumindest sehr viel gelernt und gelesen (Dadurch kann man auch andere Schreibstile oder Hompegeaufbauten etc. unbewusst übernehmen... Vieles was man lernt ist einem gar nicht  Bewusst)

Nach ca. 3-4 Wochen ist es aber deutlich weniger geworden, da das Grobwissen vorhanden war. Ich lese immernoch fast jeden Tag hier im Forum mal den einen oder anderen Artikel aber investiere in der Regel keine XXX Stunden.

"Deutlich weniger Zeit":
Auf der einen Seite muss ich nun für die Verwirklichung der Reisen neben dem Studium noch arbeiten. Auf der anderen Seite habe ich relativ viele freiwillige bzw. ehrenamtliche Nebentätigkeiten, welche für mich später auch beim Berufseinstieg von Vorteil sind. Zudem eben auch noch Zusatzkurse an der Uni. Da ich viele Dinge aber mit Freunden mache und es teilweise Spaß macht, sehe ich das auch als ein Teil vom Leben davor. Ich habe zwar weniger Zeit als früher, kann diese aber auch effektiver nutzen (u.a. wegen mehr Geld).  (Anmerkung: viele der genannten Punkte habe ich auch schon vor der Weltreiseplanung gemacht)

Die Zeit, welche ich früher in die Beziehung gesteckt habe fließt nun zum einen in die Weltreise (Arbeit und Recherche...) und zum anderen in meine persönliche Entwicklung (Uni/Zusatzkurse, Nebentätigkeiten etc.).

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stali

« Antwort #3 am: 26. April 2016, 22:10 »
Ich denke, dass kommt dir nur so vor. Das hier ist ein Reiseforum, in dem man sich halt fast ausschließlich übers Reisen unterhält  ;)

Vll. aber doch, k.A. ....

Mein Leben hat sich mit Reiseplanungen nur nebensächlich beschäftigt, das eigentliche Ziel war/ist ja die Reise selbst. Dafür bin halt oft nichtswissend an Sehenswürdigkeiten vorbeigelaufen  ;D
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pad

« Antwort #4 am: 26. April 2016, 23:22 »
Sehe das etwa wie stali. In einem Reiseforum sind halt Leute, die sich gerne zum Thema Reisen austauschen. Was ja nicht heissen will, dass diese Leute nicht auch noch ein Leben nebst Ihrer Forum-Tätigkeit führen, Hobbys haben, einen Freundeskreis pflegen usw.

Darüber hinaus gibt es auch sehr viele Leute, die schon monate- oder jahrelang gereist sind, ohne je einen Beitrag in einem Reiseforum geschrieben zu haben. Bei der Planung kann man sehr wohl viel Zeit investieren, muss aber nicht. Gehen tut es auch mit äusserst wenig Vorbereitung.

Die Planung und Recherche an sich lässt sich grob in zwei Gebiete teilen. Einerseits das konkrete Beschaffen von (mehr oder weniger notwendigen) Infos wie Flugverbindungen / Transportmöglichkeiten, das aufstellen von Zeitplänen, Budgets usw. Hier macht es oft nur beschränkt Sinn, umfangreich Zeit zu investieren. Vieles kommt anders als geplant. Manche übertreiben es mit der Detailplanung. Viele hätten aber auch gut daran getan, wenigstens mal kurz einen Schmierzettel zur Hand zu nehmen.

Zweites Tätigkeitsgebiet ist das eher ziellose und breit angelegte schmökern, beschaffen von Hintergrundwissen zu Kultur, Gesellschaft, Geografie usw. Dies ist vor allem getrieben durch persönliches Interesse am Thema und sicher auch Vorfreude. Dies dient ja nicht nur der eigentlichen Reise, sondern erweitert das Allgemeinwissen, schärft das eigene Weltbild und hilft, Zusammenhänge und Kulturen besser zu verstehen. Das hat nichts mit Zeit totschlagen zu tun und ist keineswegs sinnlos. Sogar wenn man die geplante Reise nie durchführen würde, hätte dieses Wissen durchwegs Nutzen und Wert.

Zum Berufsleben: Man kann mit seinem Job auch sehr zufrieden sein und trotzdem die Entscheidung treffen, für eine gewisse Zeit zu verreisen. Bei mir war das zwei Mal der Fall. Klar hab ich mich auf die Reisen gefreut. Aber weiterarbeiten wäre auch nicht schlimm gewesen (nur reisen eben besser :)). Fast genauso hab ich mich nach der Rückkehr gefreut, die Kollegen wieder zu sehen und war im Anschluss ans Reisen motiviert, neues Fachwissen zu erlangen und bald wieder den Anschluss zu finden.

Zum Sparen: Dieser Punkt ist eigentlich schnell erledigt. Eigene Ausgaben analysieren, Fixkosten so weit wie möglich minimieren, monatlichen Sparbetrag festlegen und auf ein sep. Konto überweisen. Und durchhalten. Abstriche mögen sich anfangs vielleicht als Komfort-Einbusse oder Reduzierung der Lebensqualität anfühlen, aber das ist oft Gewohnheitssache. Als Lehrling / Azubi oder Student ging's ja oft auch mit viel weniger.

Jeder geht die Sache etwas anders an. Ich persönlich sehe mich als Phasen-Mensch. Wenn ich an einem interessanten Projekt arbeite, setze ich mich wirklich dafür ein. Wenn ich auf Reise bin, dann reise ich. Wenn ich eine Sprache lernen möchte, dann soll es vorwärts gehen. Mir fällt es leichter, mich für eine definierte Zeit auf eine Sache zu fokussieren und dann zur nächsten überzugehen. Andere haben gerne mehrere Projekte parallel.
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tanileha

« Antwort #5 am: 27. April 2016, 12:17 »
Muss aber redfred89 schon auch ein bisschen zustimmen: man setzt sich extrem mit dem Reisen auseinander bzw. muss dafür ja auch fleissig sparen, oder zumindest ist es jetzt bei mir so, da ich etwas Zeitdruck habe mit sparen, sodass ich schon sehr viele Sachen nicht einfach mehr so tun kann wie ich es sonst tun würde. Z.b. häufig auswärts essen, Ausgang allgemein, shoppen, teures Essen kaufen etc.

Andere haben da andere "Hobbies" oder Interessen, welche sie zurückstecken müssen, da alles halt auch kostet.

Von dem her bleibt bei mir gewisses definitiv auf der Strecke, bis ich das Geld zusammen hab.
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Brausefee

« Antwort #6 am: 28. April 2016, 06:13 »
Ich habe erst 8 Monate vor der Reise überhaupt geplant eine Weltreise zu machen und auch erst 5 Monate vorher Bescheid bekommen, das ich ein Jahr unbezahlten Urlaub bekomme.

Wir haben uns ein paar Dokus angeschaut und ein paar blogs durchgelesen.
Unser Ziel war es, so wenig wie möglich zu planen und das haben wir auch getan.

Geschadet hat es nicht ;)
Außer das wir im Nachhinein ein, zwei Dinge etwas anders gemacht hätten.
Vielleicht wäre das durch besseres Planen nicht passiert.
Wer weiß!?

Liebe Grüße aus Mexico :)
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redfred89

« Antwort #7 am: 28. April 2016, 10:24 »
Muss aber redfred89 schon auch ein bisschen zustimmen: man setzt sich extrem mit dem Reisen auseinander bzw. muss dafür ja auch fleissig sparen, oder zumindest ist es jetzt bei mir so, da ich etwas Zeitdruck habe mit sparen, sodass ich schon sehr viele Sachen nicht einfach mehr so tun kann wie ich es sonst tun würde. Z.b. häufig auswärts essen, Ausgang allgemein, shoppen, teures Essen kaufen etc.

Andere haben da andere "Hobbies" oder Interessen, welche sie zurückstecken müssen, da alles halt auch kostet.

Von dem her bleibt bei mir gewisses definitiv auf der Strecke, bis ich das Geld zusammen hab.

Genau das meine ich. Man spart monate/jahrelang und schränkt seine Freizeitaktivitäten ein, damit man seine Langzeitreise genießen kann um dort öfters auswärts essen zu gehen, Aktivitäten wie Klettern, Kanufahren und Dschungelsafaris zu machen und evtl. etwas bessere Unterkünfte auszuwählen.

Dann vergleicht man sein Leben unterwegs und zu Hause und stellt fest: ,,Daheim ist es langweilig, in der Welt kann man viel mehr machen. => Ich muss auswandern´´

Und manch einer spart sogar weltweit egal wo er ist, an allem was geht und sagt dann: ,,So eine Weltreise wird total überbewertet, überall gleich langweilig!´´
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tanileha

« Antwort #8 am: 28. April 2016, 10:44 »
Wie geschrieben muss aber einfach ICH recht zurückstecken, da die Reise dann halt auch schon bald stattfinden soll:-)

Andere haben vielleicht eine viel längere Spar-Zeit und müssen somit nicht gleich jeden Monat soviel wie ich auf die Seite legen und können demendsprechend anders leben...

Ich möchte auch nicht sagen dass ich nicht mehr lebe...ich lebe etwas bewusster und kann mir halt nicht mehr jeden kleinen "scheiss" leisten, welchen ich kaufen/machen möchte;-) Dafür freue ich mich auf 3 Monate Südostasien...und hey, eigentlich sind dies ja sowieso nur Luxusgüter, von denen wir hier reden. Auswärts essen gehen, shoppen, wie auch immer...ich koche sehr gut und oft und Klamotten habe ich ja im Prinzip auch genug:-)

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redfred89

« Antwort #9 am: 28. April 2016, 11:36 »
Es ist natürlich immer ganz individuell, wer wie lange wieviel Geld zurücklegen kann und muss, damit es für die Reise reicht.

Ich will mit meinem Thread eigentlich nur darauf aufmerksam machen, dass es auch ein Leben vor der Reise geben sollte.

Wenn man natürlich rein pragmatisch denkt und nur das kauft was man braucht (also Essen und evtl. Hygieneartikel), dann hat man (als kinderloser Single mit Durchschnittseinkommen) recht schnell genug Geld auf der Seite.
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MaLia

« Antwort #10 am: 28. April 2016, 13:19 »
Es stimmt dass das manchmal so rüberkommt, aber ich glaube auch dass es einfach am großen Thema liegt was hier über allem steht. :)

Vor der ersten Reise haben wir viel geplant, war aber auch die Erste. Im Nachhinein hätten wir uns öfter mal treiben lassen sollen. Das wollen wir diesmal anders machen, also planen wir etwas weniger, bzw. bewusster.

Für mich gibt es definitiv ein Leben hier, aber ich muss schon zugeben dass Reisen oder auch nur der nächste Urlaub immer in meinem Kopf rumgeistert. Das war schon immer so. Wenn ich wieder hier bin brauche ich ein neues Ziel auf das ich mich freuen kann. :)
Meine Freunde würden vermutlich schon sagen, es dreht sich alles ums Reisen bei mir.

Klar bin ich jetzt am Sparen, weil ich ein großes Ziel vor Augen hab und es sich dafür lohnt. Aber ich empfinde das nicht als Einschränkung. Ich überlege halt jetzt länger bevor ich mir was neues kaufe. Das bewahrt mich aber auch davor sinnlos Geld für irgendeinen Schmarrn rauszuschmeißen. Wenn ich im H&M stehe frage ich mich "Brauchst du das wirklich?" "Könntest du es mitnehmen? Und wenn nicht, gefällt es dir danach noch?" Und dann rechne ich meistens noch aus was ich auf der Reise dafür bekommen würde. Also so in etwa "Diese Jeans ist so viel wert wie ein Tauchtag in Mexico-muss das sein?"
Wenn ich es dann trotzdem will, kaufe ich es aber auch. Aber dann hab ich auch echte Freude dran! :)


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dirtsA

« Antwort #11 am: 28. April 2016, 22:10 »
Zitat
Es ist natürlich immer ganz individuell, wer wie lange wieviel Geld zurücklegen kann und muss, damit es für die Reise reicht.

Ich will mit meinem Thread eigentlich nur darauf aufmerksam machen, dass es auch ein Leben vor der Reise geben sollte.

Wenn man natürlich rein pragmatisch denkt und nur das kauft was man braucht (also Essen und evtl. Hygieneartikel), dann hat man (als kinderloser Single mit Durchschnittseinkommen) recht schnell genug Geld auf der Seite.

Denke auch, dass das von so viel abhängig ist, wie sehr man sich vor der Reise zuhause einschränken muss: Wie viel Zeit hat man zum Sparen, wie viel muss man Sparen, wie viel verdient man aktuell, hat man zuhause teure Hobbies, lebt man einen einfachen Lebensstil oder isst man jede Woche mehrmals außer Haus und geht jedes WE schön shoppen,... ;)

Ich hatte damals vor der Reise und jetzt vor der Reise beide Male das Glück, gut zu verdienen und relativ günstig zu leben. Insofern fällt mir das Sparen nicht schwer und ich mache nach wie vor alles, was ich auch sonst mache. Bevor ich mich zu sehr einschränken müsste, würde ich wohl auch lieber länger sparen oder noch zusätzliche Einkommensmöglichkeiten suchen. Denn wie du schreibst, redfred, lebt man ja sonst wirklich nur auf die Reise hin. Klar, wenn man dann eine Reise voll mit Events mit dem eingeschränkten Alltagsleben vergleicht, sieht das nicht gut aus. Sollte man sich halt vor Augen führen, warum das keine gute Idee ist. Und einfach zuhause auch coole Sachen machen!!
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Reisender215

« Antwort #12 am: 01. Mai 2016, 07:31 »
Hallo zusammen,

bei der Überschrift , dachte ich eigentlich jetzt kommt etwas ganz anderes.

Ich sitze grad am Flughafen in BKK .
Heute muss ich heim , nach 3 Jahren 5 Monaten und 2 wochen.

Leben im hier und jetzt....
Hmm da fällt mir viel zu ein...


Mich würde mal , da ich das immer wieder lese interessieren ,

WAS planen die Leute eigentlich.

Also was genau plant ihr da 2 Jahre oder mehr?

Wo ihr wann seit, wann ihr wo , wie viel Geld ausgebt? Wann der Bus nach 3 Monaten reisen den Bahnhof verlässt?
Ob das Hostel am Amazonas noch betten hat?

Bitte versteht mich nicht falsch! Die Frage meine ich ernst. Und mache auch gern ein neues Thema auf.

Ich habe vor meiner Reise einfach alles verkauft, was ich hatte.
Und habe heute noch paar Klamotten und dokumente . Das ist alles.

Ich habe vor meiner Reise sicher auch ein paar behördengänge gehabt. Und etwas zu organisieren usw.

Aber planen an sich oder gar planen wann ich was, wo wann und wie mache und das evtl. noch Monate im vorraus .
Darum meine Frage.?

Ich hatte weder jemals nen Reiseführer noch blogs oder gar etwas vorher reseviert. Keine zimmer keine touren nix. Ich fand immer ein bett.
Und gerade das nicht planen gab mir so viel Freiheit die letzten jahre. Ich war immer frei! Wohl etwas , was ich back home sehr vermissen werde.

Ich fliege heute heim.
Ob ich nochmal los mache, keine ahnung. Fakt ist , das auch ich dennoch spare jetzt. Da muss man halt abstriche machen. Man kann auch spass haben ohne geld auszugeben. Ich werde nicht zu hause sitzen.

Aber sollte ich nocheinmal aufbrechen, wird mir das mein Gefühl sagen.

Dann werde ich mir einen Flug buchen , ins land der begierde und wie immer vor ort gucken was passiert.

Das leben bietet so viel wenn man lernt sich zu beschäftigen...
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gismarett

« Antwort #13 am: 01. Mai 2016, 12:58 »
Ja ohne fixen Plan hat man deutlich mehr Freiheit und ist flexibler...
Ich kann dir einen Einblick in meine Gedankenwelt geben und vllt auch ein Paar andere Punkte geben, welche vllt bei anderen zutreffen.

Ich wollte einen Plan erstellen als Grobkonzept, da ich ein Paar Länder habe welche ich umbedingt sehen möchte. Auf der einen Seite versuche ich die Länder von der Abfolge möglichst günstig hinzubekommen (Stichwort unnötiges hin und her fliegen). Zum anderen spielen Wettereffekte eine große Rolle. (Oder für andere Reisende evtl. auch bestimmte Ereignisse/Events).

Ich Plane einen Zeitablauf (ungefähr) aber wenn es anderes kommt, kommt es eben anders. Ich bleib zumindest teilweise flexibel. Ich werde definitiv nicht alle Flüge oder Hotels etc. vorbuchen. Aber mind. den ersten Flug werde ich vorbuchen. Unterwegs etwas vorzubuchen schadet manchmal auch nicht. Beispielsweise das Busticket 3 Tage zuvor, wenn man sicher am Ort bleibt...

Zum Thema Reiseblogs (und anderes TV, Internetartiekl, Bildershows...) geht es häufig auch um die Vorfreude, Interesse an anderen Kulturen (Ich habe früher schon viele Dokus über andere Länder geschaut) oder auch um sich neue Ideen zu "beschaffen". Hätte ich mich nicht intensiv mit Galappagos beschäftigt... Dann wüsste ich nicht das ich da umbedingt hin will. Der Preis hätte mich da ohne den Input definitiv abgeschreckt.

Viele Personen sparen sehr lange und wollen auch sicher gehen etwas für ihre Mühe und den Aufwand zu erhalten. In diesem Fall eine erfüllte Reise. Durch Planung versucht man dann vllt. auch eher die individuellen Interessen und Ziele zu fokussieren.

Wie ich sehe warst du sehr lange unterwegs. Für mich kommt zeitlich nur ca. 1 Jahr ( + -) in Frage. Dementsprechend versucht man die Zeit optimal zu gestalten und Fehltritte zu vermeiden... (Wobei ich von viele Gelsen habe, dass viel geplant wurde und dann dennoch was passiert ist. Man kann es also nie gänzlich ausschließen).

Ich gebe dir allerdings recht, dass man sich trotzdem viel flexibilität erhalten sollte, um individuell auf Veränderungen reagieren zu können.
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siebenmeere

« Antwort #14 am: 27. Mai 2016, 11:45 »
Viele beschäftigen sich eigentlich nie ernsthaft mit ihren Wünschen, sondern lassen sie einfach als Träumerei stehen. Sprüche wie "Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum" klingen zwar schön, aber auch etwas zu einfach. Sicher muss man Zeit und Energie investieren, um seine Ziele zu erreichen.. Sei es nun ein Erlebnis, eine Auszeichnung oder Fähigkeiten. Deshalb finde ich es toll wenn Leute solche Träume real anpacken so wie hier. Das kann man nicht als vergeudete Zeit bezeichnen.
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