Thema: Abzocke-was Karoshi an Tipps gibt  (Gelesen 2638 mal)

killerloop23

« am: 18. Januar 2009, 02:55 »
und zwar hier:

http://weltreise-info.de/unterwegs/abzocke.html

Also, wie immer die Website und die Arbeit die Karoshi reinsteckt: Einsame Spitze!
Ich liebe seine Beiträge, sein fundiertes Wissen, seinen Humor.

"Leider" hat er mit dem Kapitel Abzocke recht, und ich finde es wird von Jahr zu Jahr schlimmer.

Mich würde interessieren, wie ihr damit umgeht.

2 Tage Bangkok und ich bin nur noch genervt von Kings holiday, where you go?, you make the price etc

Ein Freund hat das als Spiel betrachtet und hat die Thais am Ende so sehr genervt (auf freundliche Art, bspweise hat er die immer zuerst gefragt "where are you from?") dass sie ihn in Ruhe ließen.

So eine Gelassenheit oder Freude am Spiel hätte ich gerne. Leider sehe ich es nicht als Spiel, ich finde es furchtbar, als wandelnde Dollarnote angesehen zu werden!

Zu Hause im Alltag lebt man einfach "ganz normal" aber auf der Reise dreht es sich die ganze Zeit nur um Geld ausgeben, das Budget, sind wir im Rahmen etc.
Ich bin Meisterin in der KOstenkontrolle, egal ob hier oder unterwegs, aber zumindest in SOA wird man den ganzen Tag nur belästigt und es geht nur um Geld.

Nervt euch das auch so? Habt ihr Tips und Tricks, wie man gelassener an diese Situationen rangeht- denn vermeiden kann man sie eh nicht...

Würde mich freuen, wenn ihr Eure Erfahrungen teilt!
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Hardliner

« Antwort #1 am: 18. Januar 2009, 12:02 »
Ich habe auf der Straße bei zu aufdringlichen Gesellen die besten Erfahrungen mit Ignorieren gemacht. Auch kein Blickkontakt gar nichts, das mag zwar hart sein, da es nicht intuitiv ist wimmelt aber die meisten ab.

Ansonsten bestimmt "Nein, Danke" in Kombination mit einer selbstbewussten aber leicht abgewandten Körpersprache. Seitlich gedreht, wir wollen niemanden zu einem Duell herausfordern, signalisiert Desinteresse. Maximal den Kopf direkt zudrehen der Körper ist in Laufrichtung gerichtet.

War zwar noch nie in Bangkok, vielleicht spielen die da in einer anderen Liga :)

Zu aller andere Abzocke kann ich mich nur karoshi anschließen: "Spiel des Lebens" - mal gewinnt man, mal verliert man. Aus Erfahrungen lernt man ja auch.
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Stecki

« Antwort #2 am: 18. Januar 2009, 12:05 »
Natürlich nervt das, aber man muss auch sehen dass die Leute davon leben. Was ich ganz schlimm finde ist wenn Dir zum Beispiel in Jakarta oder Saigon am Airport die Taxifahrer klar machen wollen dass kein Bus mehr fährt, und dieser 5 Minuten später eintrudelt, für 1% des Taxipreises.

Umso erstaunter war ich in Kambodscha. Dort haben die Leute gar nichts, aber Du wirst nirgends belästigt. Wenn man den Leuten Trinkgeld geben will ist ihnen das oft sogar peinlich und sie lehnen es die ersten 2 mal ab (wie in China).

Es bleibt also nichts anderes übrig als hart zu bleiben und in Ruhe die Lage auszukundschaften, ehe man auf einen Deal mit einem überfreundlichen Einheimischen eingeht. Und als Grundregel: Nie mehr als 30% des Startpreises zahlen.

Noch ein Beispiel: In der Khao San Road werden Express-Busse zum Airport für 150 Baht angeboten. Der Linienbus am oberen Ende der Khao San ist schneller und kostet viel weniger (glaube 35 oder 65 Baht).
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Matzepeng

« Antwort #3 am: 18. Januar 2009, 12:32 »
Was ich ganz schlimm finde ist wenn Dir zum Beispiel in Jakarta oder Saigon am Airport die Taxifahrer klar machen wollen dass kein Bus mehr fährt, und dieser 5 Minuten später eintrudelt, für 1% des Taxipreises.

Das selbe haben wir am Flughafen in Hat Yai in Südthailand erlebt, als wir Richtung Fähre nach Koh Lipe unterwegs waren. Der freundliche Taxifahrer mit den braunen Zähnen hat uns die ganze Zeit auf dem Weg zum Busbahnhof zugelabert, dass kein Bus mehr fahre. Natürlich wollte er auch nur ein Geschäft machen. Bei anderen hat das leider geklappt.
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karoshi

« Antwort #4 am: 18. Januar 2009, 12:56 »
Kaufe Dir etwas kleines, überflüssiges (Kunsthandwerk ist perfekt), das Du immer dabei haben kannst. Wenn Dich einer anquatscht, fang an, ihm das zu anzubieten. Verlange das zehnfache von dem, was Du selbst dafür bezahlt hast. Lass Dich nicht abwimmeln, sondern weise auf die Vorzüge des Gegenstandes hin. Bleibe immer freundlich, sage ihm, dass Du ihm einen guten Preis macht ("only for you, my friend"). Reagiere überhaupt nicht auf das, was er selbst verkaufen oder anbieten will.

So etwas ist immer ein großer Spaß, die meisten "Opfer" sind im ersten Moment total verstört. Irgendwann merken sie, dass Du ihnen einen Spiegel vorhältst, und versuchen, möglichst unauffällig wieder abzuziehen.

LG, Karoshi
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killerloop23

« Antwort #5 am: 18. Januar 2009, 16:13 »
Kaufe Dir etwas kleines, überflüssiges (Kunsthandwerk ist perfekt), das Du immer dabei haben kannst. Wenn Dich einer anquatscht, fang an, ihm das zu anzubieten. Verlange das zehnfache von dem, was Du selbst dafür bezahlt hast. Lass Dich nicht abwimmeln, sondern weise auf die Vorzüge des Gegenstandes hin. Bleibe immer freundlich, sage ihm, dass Du ihm einen guten Preis macht ("only for you, my friend"). Reagiere überhaupt nicht auf das, was er selbst verkaufen oder anbieten will.

So etwas ist immer ein großer Spaß, die meisten "Opfer" sind im ersten Moment total verstört. Irgendwann merken sie, dass Du ihnen einen Spiegel vorhältst, und versuchen, möglichst unauffällig wieder abzuziehen.

LG, Karoshi

Diese Idee finde ich extrem lustig und gut- ich mag Deinen Humor wirklich.
Aehnlich hat es ja auch mein Freund gemacht, als er jeden Thai in BKK fragte wo er herkommt und wo er hinwill.

Das ist aber extrem anstrengend, denn eigentlich moechte ich mir "in Ruhe" die Stadt anschauen, bin aber dann beschaeftigt, andere zu belaestigen...

Man muss es also wirklich als Spiel betrachten und mitmachen- denn vermeiden laesst es sich nicht, dazu strahlt die Haut zu weiss, oder?
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Stecki

« Antwort #6 am: 18. Januar 2009, 16:37 »
Hab mal sonem Anzug-Händler auf Koh Samui gesagt ich sei Kasache, dummerweise war er Kasache und quatschte mich nun in der Sprache voll.
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karoshi

« Antwort #7 am: 18. Januar 2009, 18:20 »
Hm... hatte gerade eine Empfehlung für die Shanti Lodge in Tewet abgegeben, dann aber noch mal auf TripAdvisor nachgelesen, was die Leute inzwischen darüber sagen. (War selbst länger nicht mehr da.) Sieht so aus, als hätte die Popularität den Laden inzwischen verändert. Besonders alarmierend fand ich negative Kommentare von Leuten, die seit Jahren immer Stammgäste gewesen waren. Schade eigentlich. Die Empfehlung habe ich jedenfalls wieder gelöscht.

LG, Karoshi
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killerloop23

« Antwort #8 am: 18. Januar 2009, 18:22 »
Hallo killerloop23,

wo wohnst Du denn im Moment in Bangkok? Khaosan Road und Umgebung?
Falls ja, habe ich einen Tipp für Dich, wo Du Ruhe findest: http://www.shantilodge.com/shanti-bangkok-c-11.html ;D
Würdest Du mir glauben, dass ich bei Thailand-Aufenthalten schon mal nach Bangkok gefahren bin, um mich zu entspannen?

Der "15 Minutes walk from Khaosan Road" ist etwas optimistisch kalkuliert und führt entlang der Hauptstraße, besser ist es, mit dem River Express nach Tewet zu fahren oder ein Taxi zu nehmen.

LG, Karoshi

Hallo,

ich bin noch nicht dort, ich plane noch die WR (siehe meinen Beitrag zu Deiner Frage über die Auswirkung der Krise!).

Danke für den Tip! Das Shanti Bangkok sieht ja wirklich toll aus!

Ich kann mir gut vorstellen, dass man in BKK auch entspannen kann. Ich habe immer ein nettes Hostel um die Ecke von der Khaosan Rd total rühig, gemütlich, abends dann noch eine Massage und ein Pat Thai, das ist Entspannung pur!

Was mich halt generell (in BKK und anderswo) nervt, ist dass man in Thailand kaum einen Schritt machen kann, ohne dass man etwas kaufen soll oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen soll...
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tohh

« Antwort #9 am: 21. Januar 2009, 18:44 »
Hallo, meine Vorschläge und Erfahrungen:

- natürlich immer freundlich bleiben
- ein "typisches" T-Shirt kaufen und anziehen (in BKK z.B.: Tuna, Same Same - But Different, usw., oder was gerade "in" ist)
- nie sagen das man zu ersten mal da ist / erst heute/gestern angekommen ist
- nie sagen "may be tomorrow" (dein gesicht wird von den Händlern abgespeichert und beim nächsten mal hast du die wieder am Hacken)
- Tourigebiete meiden (ist natürlich nicht immer so einfach)
- Reiseführer/Stadtplan nicht offen tragen
- selbstbewust auftreten und so tun als wären man an diesen Ort "zu Hause"

Gruß tohh
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killerloop23

« Antwort #10 am: 21. Januar 2009, 20:29 »
Hallo, meine Vorschläge und Erfahrungen:

- natürlich immer freundlich bleiben
- ein "typisches" T-Shirt kaufen und anziehen (in BKK z.B.: Tuna, Same Same - But Different, usw., oder was gerade "in" ist)
- nie sagen das man zu ersten mal da ist / erst heute/gestern angekommen ist
- nie sagen "may be tomorrow" (dein gesicht wird von den Händlern abgespeichert und beim nächsten mal hast du die wieder am Hacken)
- Tourigebiete meiden (ist natürlich nicht immer so einfach)
- Reiseführer/Stadtplan nicht offen tragen
- selbstbewust auftreten und so tun als wären man an diesen Ort "zu Hause"

Gruß tohh

Teilweise keine schlechten Ideen, aber bei manchen muss ich wiedersprechen:

- ein "typisches" T-Shirt kaufen und anziehen (in BKK z.B.: Tuna, Same Same - But Different, usw., oder was gerade "in" ist)
Sorry, das schreit in meinen Augen gerade zu nach "Ich hab Kohle locker und ich kauf jeden Mist der grad in ist"


- selbstbewust auftreten und so tun als wären man an diesen Ort "zu Hause"
Hautfarbe und Aussehen machen dem leider einen Strich durch die Rechnung, man kann noch so "cool" durch die Gegend laufen, amn schaut immer aus wie ein Touri! Hey, ich wurd in 4 Jahren Wien noch von Kellnern unfreundlich behandelt, weil die meinten, ich fliege am Sonntagabend wieder heim  ;)
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