Thema: Route: 1. Mal Indien  (Gelesen 564 mal)

jordy016

« am: 29. Januar 2016, 10:27 »
Hallo alle zusammen!
Ich habe mich Ende letzen Jahres dazu entschieden diesen Sommer, also im Juli nach Indien zu reisen. (ja ich weiß, dass das nicht die beste Zeit ist um Indien zu entdecken, aber ich habe als Student keine andere Möglichkeiten als die Sommerferien ;))

Ich muss zugeben, dass ich ein absoluter Neuling bin was Backpacking angeht und deshalb wollte ich eure Meinungen hören was meine Reiseroute angeht.

Hier dann also meine Route (geplant: 4. bis 27. Juli):
Frankfurt -> Delhi
-> mit dem Zug nach Agra
-> weiter mit dem Nachtzug nach Varanasi
-> von dort aus mit dem Flugzeug nach Kolkata
-> weiter mit dem Flugzeug nach Bengalore
-> von dort mit dem Nachtzug nach Kochi
-> von Kochi nach Bombay mit dem Flugzeug
-> zurück nach Frankfurt

Ich habe geplant so in etwa 3-4 Tage an jedem Ort zu bleiben. Was haltet ihr davon? Gibt es Orte wo man mehr Zeit einrechnen sollte?

Ich freue mich auf eure Antworten

MbG,
Jil
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peka65

« Antwort #1 am: 29. Januar 2016, 15:24 »
Hallo, ich war zwar noch nicht in Indien, aber in 3 Wochen fast ganz Indien zu bereisen wäre mir viel zu stressig. Ich würde mich auf den nördlichen oder südlichen Teil beschränken!
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arivei

« Antwort #2 am: 29. Januar 2016, 15:36 »
In 3 Wochen würde ich mich definitiv auf eine Region beschränken - es ist sonst als wolltest du ganz Westeuropa in 3 Wochen sehen! Im Reisezeitraum bietet sich die Himalaya-Region super an ->ideale Reisezeit.
Du könntest in Delhi starten, einen Abstecher nach Agra machen (das ist ja häufig ein must-see) und dann eine Runde in den Norden starten.

Bei so großen Distanzen verlierst du zu viele Tage mit Transport (auch in Nachtzügen wirst du wohl außer in der besten Klasse nicht so gut schlafen und am nächsten Tag wenig Energie für Aktivitäten haben; bei Flügen verliert man auch schnell einen Tag mit Anreise zum Flughafen, Wartezeit bis zum Abflug, Flug, ggf. Wartezeit auf's Gepäck (das hoffentlich auch kommt!), Fahrt vom Flughafen zum Zentrum...)

GschamsterDiener

« Antwort #3 am: 29. Januar 2016, 20:16 »
Sorry, aber die Strecke macht aus vielfacher Sicht überhaupt keinen Sinn. Die Jahreszeit ist, wie bereits erwähnt, absolut falsch für diese Etappe. Und gerade in Indien mit dieser unglaublichen Dichte und Vielfalt an Sehenswürdigkeiten entschließt du dich zum Städtetourismus - noch dazu mit riesigem Reiseaufwand.

Flieg in den Norden oder konzentrier dich meinetwegen auf eine einzige Region (Kerala oder Rajasthan + Agra).  Du könntest auch eine Schleife machen: Delhi-Agra-Varanasi-Khajuraho-Orchha-Jaipur-Delhi (bzw. weiter in den Westen mit Udaipur in Richtung Mumbai, wenn du von dort heimfliegst).
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White Fox

« Antwort #4 am: 30. Januar 2016, 10:04 »
Ich würde mich auch lieber auf eine Region beschränken, z.B. Rajasthan. Indien ist enorm groß - Rajasthan (342 000 km2) alleine ist schon fast so groß wie Deutschland (357 000 km2).
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jordy016

« Antwort #5 am: 30. Januar 2016, 11:13 »
Vielen Dank für all die hilfreichen Antworten! Wie gesagt, ich bin noch sehr neu was das ganz angeht und kann mir die Entfernungen noch nicht so wirklich vorstellen die man zurücklegen muss.
Ich werde mich wohl auf den Norden mit Delhi, Agra, Varanasi, ... konzentrieren.
Kerala hätte mich auch interessiert, ich habe mir aber sagen gelassen, dass es zu dieser Zeit dort nicht so interessant wäre wegen dem ganzen Regen.
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GschamsterDiener

« Antwort #6 am: 30. Januar 2016, 15:55 »
In 3 Wochen kannst du Rajasthan + Agra + Varanasi per Zug machen. Wettermäßig wird es da halt extrem heiß und regnerisch, wenn ich mich nicht irre.

Eine mögliche Strecke wäre: Delhi-Agra (Fatehpur Sikri)-Varanasi-Khajuraho-Orchha-Jaipur-Bundi-Udaipur-Jodhpur-Jaisalmer-Pushkar-Delhi. Alles sehr gut per Zug bzw. Bus (Udaipur-Jodhpur-Jaisalmer-Pushkar) machbar. Die Streckenlängen sind auch übersichtlich. Dann hast du viel von Rajasthan gesehen. Es ist halt alles sehr kulturlastig, wenig Natur dabei, wenn du mal die Wüste in Jaisalmer ausklammerst.
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White Fox

« Antwort #7 am: 30. Januar 2016, 16:16 »
In 3 Wochen kannst du Rajasthan + Agra + Varanasi per Zug machen. Wettermäßig wird es da halt extrem heiß und regnerisch, wenn ich mich nicht irre.

Eine mögliche Strecke wäre: Delhi-Agra (Fatehpur Sikri)-Varanasi-Khajuraho-Orchha-Jaipur-Bundi-Udaipur-Jodhpur-Jaisalmer-Pushkar-Delhi. Alles sehr gut per Zug bzw. Bus (Udaipur-Jodhpur-Jaisalmer-Pushkar) machbar. Die Streckenlängen sind auch übersichtlich. Dann hast du viel von Rajasthan gesehen. Es ist halt alles sehr kulturlastig, wenig Natur dabei, wenn du mal die Wüste in Jaisalmer ausklammerst.

Stimmt! Mir ist die Reisezeit garnicht aufgefallen. Im Juli ist natürlich Monsun in Indien, das ist etwas unglünstig. Aber du bist dir ja dessen bewusst. Wäre interessant wenn du nach deiner Indienreise deine Erfahrungen mit dem Wetter im Juli hier im Forum teilen würdest.

Im Bezug auf Varanasi muss ich noch dazu sagen, dass ich als ich damals in Indien war von so vielen anderen Reisenden negatives Feedback bekommen habe, dass ich selber überhaupt nicht mehr hin wollte. Falls du "nur" Dehli, Agra und Rajasthan machen würdest bieten sich da schöne Möglichkeiten für eine Rundreise (anstatt nach Varanasi und zurück fahren zu müssen, dass ist bei den langsamen indischen Transportmitteln eine längere Strecke).
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GschamsterDiener

« Antwort #8 am: 30. Januar 2016, 17:30 »
Im Bezug auf Varanasi muss ich noch dazu sagen, dass ich als ich damals in Indien war von so vielen anderen Reisenden negatives Feedback bekommen habe, dass ich selber überhaupt nicht mehr hin wollte. Falls du "nur" Dehli, Agra und Rajasthan machen würdest bieten sich da schöne Möglichkeiten für eine Rundreise (anstatt nach Varanasi und zurück fahren zu müssen, dass ist bei den langsamen indischen Transportmitteln eine längere Strecke).

Varanasi war die nervigste Stadt in Indien (ich war jedoch nicht in Delhi; das soll noch schlimmer sein). Transport ist schwierig, weil quasi jeder abzocken möchte inkl. Hotel-Scam, etc. Dann noch teilweise Belästigungen bei den Ghats inkl. "Spende für Brennholz"-Scam. DENNOCH bei weitem nicht so schlimm, wie man immer wieder hört. UND: Die Stadt selbst empfand ich als sehr faszinierend und würde ich jedem ans Herz legen.

Bezüglich der Länge der Strecken: Agra-Varanasi geht sehr gut mit dem Nachtzug, wenn der nicht überschwemmt wird im Sommer. Für Varanasi-Khajuraho gibt es einen günstig getakteten Nachtzug, der aber nicht jeden Tag fährt. Von dort nach Orchha und von Orchha nach Jaipur ist es nur mehr ein Katzensprung (für indische Verhältnisse).

Neben den Rajasthan-Standards, die für mich nicht immer eingehalten haben, was sie versprachen (bin z.B. kein großer Fan von Jaisalmer und Jodhpur), würde ich jedenfalls empfehlen, sich die bereits genannten Khajuraho und Orchha anzutun. Die Tempel von Khajuraho sind sehr touristisch, aber halt auch absolut irre. Und Orchha ist architektonisch ein Traum, ist sehr kompakt, hat wenig Touristen und sehr freundliche Menschen.

Mein Favorit in Rajasthan ist eigentlich Bundi: Wunderschönes, etwas abgefucktes Fort, das man quasi für sich hat, sehr freundliche Menschen und die günstigsten Samosi Indiens ;)

Und wenn ich schon dabei bin noch ein Wort zu Agra: Agra ist UNTERschätzt. Die Stadt hat einen miesen Ruf, es ist dort halt viel Scheiß' passiert, wodurch die Touristen ausbleiben. Die Stadt hat aber neben dem Taj Mahal, dem Roten Fort und Fatehpur Sikri einiges mehr zu bieten, wenn man sich Zeit und einen Tuk Tuk Fahrer nimmt. Ich war echt erstaunt, was es da für riesige Mausoleen gibt, die in Parks mit Rehen eingebettet sind, wo außer mir niemand war.
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Dani

« Antwort #9 am: 30. Januar 2016, 20:46 »
Kann mich den Vorrednern absolut anschließen, dass Varanasi für mich eine der absolut beeindruckendsten Stätdte überhaupt ist. Richtig, die Stadt ist anstrengend, aber ich habe mich dort deutlich wohler gefühlt als bespielsweise in Delhi.

Bundi ist ein toller Ort, um etwas Ruhe zu finden und es freut mich zu lesen, dass das Fort immer noch so einsam am Hügel der Stadt liegt. Stecken wegen der Affen nicht vergessen...

Ansonsten ist Indien einfach ein riesiges Land und die durchschnittliche Reisezeit enorm hoch, da alle Transportmittel extrem langsam unterwegs sind. Daher lieber den einen oder anderen Puffer zeitlich einplanen. Reisetage sind tendenziell auch eher mit Stress verbunden, da tun ein paar Tage vor Ort anschließend immer sehr gut.

Nordindien (mit Ausnahme der Himalaya-Region) empfand ich bei meinen inzwischen fünf Reisen nach Indien immer anstrengender als den Süden. Also gute Nerven und Oropax einpacken  ;)

Ansonsten ganz viel Spaß!!!
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GschamsterDiener

« Antwort #10 am: 31. Januar 2016, 01:41 »
Stecken wegen der Affen nicht vergessen...

Oder einen Ziegelstein ;)
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