Thema: DKB Verzinsung vom Taggeld (Wechsel zu comdirect oder Nummer26)  (Gelesen 1037 mal)

method

Hallo @ all!
Die Suche hat leider nix ergeben, daher nun hier meine Frage:

Ist sonst noch jemand aufgefallen, dass die Zinsen am Taggeldkonto der DKB kontinuierlich weniger werden?

Seit zwei Monaten geht das bei mir so; im November habe ich weniger Zinsen bekommen als im Oktober, und im Oktober wiederum weniger als im September. :(
Da ich z.Z. nur anspare und kein Geld ausgebe, kann das doch nicht sein, oder doch?
Selbst wenn ich im Oktober & November nichts eingezahlt hätte, müsste ich doch zumindst den selben Betrag und nicht weniger bekommen. ???

Von der DKB bekomme ich nur irgendwelche Standardfloskeln als Antwort, dass alles richtig sei, und ich meine Abrechnung kontrollieren soll.  >:(
Klar, mach ich. Aber die Zinsen haben sich doch nicht geändert. Und wenn doch, müsste mir die Bank zumindset Bescheid geben.
Ich hab der DKB bereits 3x geschrieben und um Aufklärung gebeten. Doch von denen kommt nix! >:(
Wie soll das dann laufen, wenn ich irgendwo am anderen Ende der Welt bin & Hilfe benötige? Als Kunde komme ich mir absolut links liegen gelassen vor.
Überreagiere ich vielleicht?

Gibt es für Österreicher eine Alternative zur DKB? Ich überlege ernsthaft zu wechseln...
Entweder zur comdirect oder zur Kreditkarte Nummer26.
Nur die Nummer 26 kenn ich nicht. Hat da vielleicht jemand Erfahrungen gemacht?

Wie würdet ihr in so einer Situation vorgehen?
Ich bin nämlich am Überlegen, was ich der DKB nun im vierten Mail schreibe...

Danke schon mal... :)
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Trabbee

« Antwort #1 am: 03. Dezember 2015, 10:09 »
Hey,

weiß nicht genau, ob ich dich richtig verstanden habe. Dein Geld auf dem Konto verringert sich also nicht sondern  - im gegenteil - du zahlst regelmäßig Geld ein? Und du bekommst pro Monat weniger Zinsen bei gleichbleibendem p.a.-Zinssatz? Wie ist denn die Auszahlung der Zinsen? Einmal im Jahr? Vierteljährig? Vllt. kannst du hier mal ne Rechnung aufmachen und zeigen was du genau meinst... :)

P.S.: Aber danke für den Hinweis mit der Kreditkarte 26. Werd ich mir mal angucken. Bin im Moment bei comdirect. Da stört mich, dass man nur bei der Cash-Group Geld abheben kann.
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method

« Antwort #2 am: 03. Dezember 2015, 10:15 »
Hallo,
richtig verstanden. ;) Ich zahle nur ein. Mir wäre nichts gesendet worden vonwegen Zinssenkung oder so.
Zinsen werden jeden Monat berechnet & abgerechent. Das kann dann aber nicht heissen, dass nur die eingezahlten Beträge verzinst werden.

Rechnung aufmachen?

Ist bei der comdirect nicht Abhebung mit der Visa auch überall kostenlos?
Was heisst "man kannnur bei der Cash-Group Geld abheben"?
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Trabbee

« Antwort #3 am: 03. Dezember 2015, 11:30 »
Mmh dann weiß ich auhc nicht woran es liegt. Vllt ist es so wie du schreibst, ne andere Möglichkeit fällt mir nicht ein. Hab ich aber noch nie von gehört. Normalerweise wird das taggenau abgerechnet und dazu der jahreszinssatz eben umgerechnet. Vllt steht aber was dazu in den AGBs.

zu comdirect: Man kann mit der VISA-Karte weltweit kostenlos Geld abheben, IN Deutschland aber NUR an den Automaten der Cash Group (und da weiß ich nicht ob das mit VISA UND giro-karte geht oder NUR mit der girokarte). Cash-Group ist einfach ein zusammenschluss von verschiedenen Banken, siehe http://www.cashgroup.de/.

Bei der DKB kannst du in Deutschland an jedem Automaten kostenlos Geld abheben mit der Kreditkarte.
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gracy

« Antwort #4 am: 03. Dezember 2015, 13:36 »
Ich komme aus Deutschland, nicht aus Österreich, trotzdem eine Idee, woran das vielleicht liegen könnte:
Hast du evtl. Geld zwischen dem Girokonto und der Kreditkarte hin- und hergeschoben? Die Zinsen auf das Girokonto sind soweit ich weiß momentan 0,2% und die auf die Kreditkarte 0,7%. Außerdem muss man in der BRD davon unter Umständen noch Steuern bzw. Soli abführen.

Eine Alternative wäre noch die Postbank Spar Card. Da bekommst du 1%, kannst auch im Ausland kostenlos abheben, aber nur bis zu 10 Mal! Weiß aber nicht, ob das auch für Österreicher gilt...
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karoshi

« Antwort #5 am: 03. Dezember 2015, 14:39 »
Das klingt in der Tat seltsam. Wenn Du kein Geld auf das Girokonto verschoben hast, dürfte der Betrag definitiv nicht kleiner werden, da sich der Zinssatz nicht geändert hat.

Wie kontrollierst Du denn Deine Kontobewegungen, online?
Das ist jetzt vielleicht eher eine theoretische Möglichkeit, aber bist Du sicher, dass Du wirklich so viel Geld auf dem Konto hast, wie Dir angezeigt wird? Man hat schon von Computerviren gehört, die das Onlinebanking so manipuliert haben, dass unberechtigte Abbuchungen verschleiert werden. Wenn im Oktober so etwas passiert ist, würdest Du wahrscheinlich genau das Muster bei den Zinsen sehen, von dem Du berichtest. Vielleicht solltest Du mal telefonisch den Kontostand abfragen. Ist jetzt nicht als Panikmache gedacht, sondern um eine mögliche Ursache auszuschließen.

Angenommen, es gab tatsächlich keine Abbuchungen (egal ob berechtigt oder unberechtigt), dann wären die Zinszahlungen vermutlich falsch, und dann wäre das in Deutschland ein Fall für die Verbraucherzentrale. Weiß nicht, ob es so etwas in Österreich auch gibt.

LG Karoshi
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method

« Antwort #6 am: 03. Dezember 2015, 15:05 »
Danke, Karoshi!
Ich hab mir auch die Kreditkartenabrechnungen der letzten drei Monate angeguckt, da sich die DKB ständig darauf bezieht. Ich solls mir anschauen, denn die Anzahl der taggenauen Verzinsung sei weniger. Das stimmt auch, trotzdem ist das Saldo auf dem Visa-Konto nur mehr geworden.

Ich spar ja für die Weltreise. Da ist das Konto eine finanztechnische Einbahn sozusagen. ;)

Die einzigen Minusposten sind die monatliche Abgeltungssteuer und der Solidaritätszuschlag. Habs kontrolliert. Die restlichen Posten sind Einzahlungen.
Wobei aber auch diese beiden Abschläge "teurer" wurden, während der Habenzins geringer ausfiel.

Ich dreh echt am Rad, denn eine passende Antwort bekam ich bis jetzt in drei Antworten nicht. >:( ???
Vielleicht sollte ich mal die Verbraucherzentrale fragen? Denn ob jetzt eine österreichische Institution da greift, wenn es eine deutsche Bank ist?
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waveland

« Antwort #7 am: 03. Dezember 2015, 17:47 »
Das ist schon komisch, wobei mir noch nicht ganz klar ist, auf welchem Konto dein Geld genau ist. Wenn du "DKB-Cash" hast, gibt es ja ein Girokonto und das Guthaben der VISA-Card, aber kein "Taggeldkonto":
https://www.dkb.de/privatkunden/dkb_cash/

Kann es evtl. sein, dass du dein Geld auf das Girokonto (mit sehr geringem Zins) einzahlst und zwar der Saldo insgesamt mehr wird, aber durch Kreditkarten-Transaktionen der Anteil in dem etwas höher verzinsten Guthaben der VISA-Card weniger ist?
(Ist nur eine denkbare Möglichkeit, aber bevor du bei Verbraucherschutz etc. nachfrägst, solltest du klarstellen, was genau auf genau welchem Konto ist.)
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Stecki

« Antwort #8 am: 03. Dezember 2015, 19:03 »
Ich hab mal bei mir nachgeschaut. Auf meinem Kreditkartenkonto habe ich momentan zwar nicht viel, aber es wurden tatsäschlich im Oktober mehr Zinsen ausgezahlt als im November, obwohl nie etwas abgebucht wurde und sogar eine kleine Einzahlung hinzukam. Die Differenz beträgt zwar nur 1 Cent, trotzdem sollte das nicht möglich sein.
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Blume

« Antwort #9 am: 03. Dezember 2015, 22:05 »
Oktober hat 31 Tage, November nur 30. Das könnte die Differenz von einem Cent erklären. Tagesgeld wird doch tagesgenau verzinst.
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Oli

« Antwort #10 am: 03. Dezember 2015, 22:30 »
Oktober hat 31 Tage, November nur 30. Das könnte die Differenz von einem Cent erklären. Tagesgeld wird doch tagesgenau verzinst.
Das stimmt so nicht.  Die Deutsche Zinsmethode sieht vor, dass jeder Monat mit 30 Zinstagen und ein gesamtes Jahr mit 360 Zinstagen gerechnet wird. Wenn ein Monat 31 Tage hat, ist der 31. Kalendertag kein Zinstag.

serenity

« Antwort #11 am: 03. Dezember 2015, 23:36 »
Habt ihr denn Freistellungsaufträge erteilt? Falls nicht, wird die Quellensteuer von 25% jeden Monat abgezogen. Und wenn du was einzahlst und deshalb höhere Zinsen bekommst, fällt auch eine höhere Steuer an. Und die mindert natürlich den Gesamtbetrag.
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karoshi

« Antwort #12 am: 04. Dezember 2015, 08:14 »
Die Differenz beträgt zwar nur 1 Cent, trotzdem sollte das nicht möglich sein.
Bei einem Cent würde ich auf einen Rundungseffekt tippen. Wahrscheinlich ergeben Deine monatlichen Zinsen keinen vollen Centbetrag, und das wird nicht in jedem Monat aufgerundet, sondern eben auch mal abgerundet. Intern wird die DKB mit mehr Nachkommastellen rechnen, und die Rundungsdifferenz wird dann in den nächsten Monat übertragen.
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method

« Antwort #13 am: 09. Dezember 2015, 10:50 »
Hallo an alle!
Vielen lieben Dank für die rege Teilnahme an "meinem Problem".
Ich darf versuchen etwas Licht in dieses "Mysterium" zu bringen, da ich per Telefon aufgeklärt wurde, wie das Ganze so überhaupt möglich ist.

  • Es werden bei der DKB zwar nur 360 Tage gerechnet für ein Jahr, aber im Monat können schon 31 Tage gezählt werden (Visa Abrechnung September waren z.B. 31 Tage). Bei mir liegt auch alles auf dem Visa-Konto, und ich rechne nur mit diesem Betrag.
  • Die Verrechnungstage haben somit einen sehr großen & wesentlichen Einfluß auf die Berechnung. Man kann es kaum glauben, doch so ist es...
  • Der taggenaue Zinssatz wird nach folgender Formel berechnet:
    (Kapital x Zinssatz x Tage) / (360 x 100)

Kapital = das gesamte Guthaben NACHDEM(!) die Abgeltungssteuer & der Solidaritätszuschlag abgezogen wurden; also meist ein Tag später als das Datum des Saldos der letzten Abrechnung.
Zinssatz = dieser beträgt "sagenumwobene" 0,7%
Tage = 1. Tag: Datum nach Abzug (Abgeltungssteuer & der Solidaritätszuschlag) bis zum letzten Tag: Datum wo dann steht Habenzins auf xx Tage
(für September = 31Tage; Okt = 30Tage; Nov = 28Tage - zumindest bei meinen Abrechnungen)

360 = das gesamte Jahr
100 = Aufgrund der Prozentrechnung; weil direkt 0,7% gerechnet wurden - 0,7% wären ja mathematisch 0,007

Wenn nichts eingezahlt wurde im besagten Monat, dann wäre es hiermit zu Ende.
doch ich hatte im September noch zwei zusätzliche Einzahlungen. Diese fanden am 04.09. und am 11.09.2015 statt.
Für die genaue Zinsberechnung wird die selbe Formel angewendet, jedoch ändert sich die Anzahl der zu verzinsenden Tage...

Und jetzt wird dann wiederum so gerechnet, dass bei monatlichen Einzahlungen der letzte Tag inkludiert wird; das heisst in meinem Beispiel für September:
04.09. - 22.09.2015 = 19 Tage
11.09. -22.09.2015 = 12 Tage

Die errechnetne Werte werden dann alle addiert. Wird was abgehoben, so erfolgt die Zinsberechnung nach selbigem Schema, nur das eben der errechnete Betrag dann subtrahiert wird.

Die Berechnung der Gesamttage für den Habenzins scheinen exklusive den letzten Tag zu sein.
Ganz durchgestiegen bin ich da noch nicht; wann Belegdatum oder das Datum des Einganges gerechnet wird.
Aber auch diesbezüglich stehe ich z.Z. in der Warteschleife für eine Antwort.

Prinzipiell scheint somit alles in Ordnung zu sein, und es wurde sich meiner erbarmt, um mich aufzuklären anstatt einer 08/15-Antwort.  :D
Falls meine Antwort nicht ganz so verständlich sein sollte, dann möchte ich noch zwei Internetseiten anheften, die das Ganze vielleicht etwas besser erklären können:

Berechnung der Tage: http://www.topster.de/kalender/tagerechner.php
Zinsformel: http://www.kredit-informant.de/thema_Zinsformel1.htm
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method

« Antwort #14 am: 11. Dezember 2015, 13:59 »
Um das Thema zu schließen, hier noch eine Info über die angegebenen Zinstage...

Es wird die 30/360 – deutsche (kaufmännische) Zinsmethode angewandt.

In Wikipedia wird gut erklärt, wie diese Methode funktioniert. Wichtig zu wissen ist, dass jeder Monat 30 Tage hat für die Berechnung.
Das wars! ;)
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