Thema: 2.5 Jahre Weltreise - Masterplan und Planung allgemein  (Gelesen 2763 mal)

Marco S.

Hallo zusammen

Ende Jahr verwirklich mein Freund und ich endlich unseren Traum einer Weltreise. Wir sind zwei "Planungsfreaks" und haben deshalb einen detaillierten Masterplan der Weltreise zusammengestellt:) Wir möchten diesen gerne mit euch teilen, um einerseits Anregungen zum Masterplan und den ausgewählten Ländern an sich zu haben sowie auch eure Meinung, ob man überhaupt so viel in die Zukunft planen muss bzw. kann. Uns ist zwar bekannt, dass man desto weniger planen sollte, je länger man unterwegs ist. Dennoch sind wir der Meinung, dass wir so eine gute Mischung aus verschiedensten Ländern haben und dennoch in jedem Land genug lange bleiben, um es wirklich kennenzulernen. Wir freuen uns auf eure Feedbacks und vielen Dank im Voraus!

Grüsse
Marco

MASTERPLAN:

2016:
Januar: Brasilien (Süden, Südosten)
Februar: Brasilien (Nordosten)
März: Brasilien (Nordosten, Amazonasbecken)
April: Costa Rica
Mai: USA (Osten)
Juni: USA (Süden, Südwesten)
Juli: USA (Westen)
August: Kanada (Survival-Trip in den kanadischen Wäldern)
September: Australien, Nordosten)
Oktober: (Australien, Osten)
November: Australien, Südosten)
Dezember: Philippinen

2017:
Januar: Vietnam
Februar: Myanmbar/Burma
März: Thailand
April: Thailand (einmonatiger Aufenthalt in einem Kampfsportlager)
Mai: Indien
Juni: Aufenthalt in einem Buddhistisches Kloster
Juli: Aufenthalt in einem Buddhistisches Kloster
August: Aufenthalt in einem Buddhistisches Kloster
September: Iran
Oktober: Saudi Arabien
November: Oman
Dezember: Tansania

2018:
Januar: Namibia (Wüstendurchquerung)
Februar: Südafrika
März: Madagaskar
April: Marokko
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Mooni

« Antwort #1 am: 02. August 2015, 21:07 »
Hallo und herzlich Willkommen im Forum.

Ihr befindet euch in einer komfortablen Situation, da ihr ja anscheinend viel Zeit & Geld zur Verfügung habt. Bei Reisen über einem Jahr machen RTW Tickets keinen Sinn. Daher werdet ihr wohl mit Einzeltickets unterwegs sein, das hat aber viele Vorteile.

Ich würde einen Hinflug mit Condor nach BRasilien buchen, da gibt es häufig günstige und dann einfach schauen. Ich denke, die Wahrscheinlichkeit dass ihr nach Brasilien noch mehr von Südamerika sehen wollt oder zumindest nicht zwingend ins sehr touristische Costa Rica wollt ist hoch. Daher erstmal ein paar Wochen in BRasilien ankommen & aklimatisieren und dann weiter schauen.

Ist euch bewusst, dass die Auslandskrankenversicherung durch den USA Aufenthalt u.a. sehr teuer wird? Habt ihr da schon einen Anbieter im Blick (die Situation ist vielleicht anders als bei einer Reise von max. einem Jahr Dauer).

Ihr könnt so wie das momentan geplant ist nicht ohne Visum mit Esta/Visa Waiver in die USA reisen. Das Visa Waiver Programm erlaubt einen visumsfreien Aufenthalt bis zu 90 Tagen, innerhalb der 90 Tage muss aber die Ausreise aus der Region USA/Kanada/Mexiko erfolgen. Ihr bräuchtet also ein B2 Visum. Falls ihr euch sehr sicher seid, dass ihr diesen Teil der Route wie geplant machen wollt, würde ich mich darum in Deutschland kümmern.

Alles andere würde ich auf mich zukommen lassen. Also auf keinen Fall die weiteren Flugtickets vor der Abreise buchen etc. Überlegt euch, in welcher Stadt in Brasilien ihr starten wollt und behaltet die Angebote von Condor im Blick. Falls es dann bald ein gutes Angebot gibt, bucht den Flug. Dann könnt ihr vielleicht noch ein schönes Hostel für die ersten paar Tage buchen und das war es dann.

Ich plane auch gerne, aber bei so einer Reise macht das wenig Sinn. Man kann gut schonmal lesen, träumen, sich informieren.. aber auf jedenfall alle Optionen offen halten.  ;D
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Vombatus

« Antwort #2 am: 02. August 2015, 21:40 »
Planungsfreaks? Masterplan?

Schaut mal auf euer Startdatum: Januar 2015. Ihr seid schon ein paar Monate zu spät. Und 2017 fehlt komplett? Ist wohl im Eifer der Planung passiert, … egal, ihr meint 16,17,18, schon klar.

Trotzdem sag ich es gleich. Die (eure) Mischung der Länder hat kein Gewicht, während der Reise ist nicht vor der Reise. So gesehen ist die ganze Masterplanung für den A… Und zwar schon jetzt. Das garantiere ich euch. Wenn ihr in einem Gebiet seid werdet ihr auch andere Nachbarländer besuchen wollen und nicht ins Flugzeug steigen, um das nächste Ziel anzusteuern. Egal ob in Süd-, Mittelamerika oder SOA. Wenn ihr erstmal da seid sieht alles anders aus.

Planungsfreks hin oder her … so geht das nicht auf einer Dauer von 2,5 Jahren. … Survival-Trip in den kanadischen Wäldern, einmonatiger Aufenthalt in einem Kampfsportlager, Aufenthalt in einem Buddhistisches Kloster, Wüstendurchquerung … Im Moment ist das nichts als eine Zukunftsträumerei ohne Bestand.

Macht euch einen groben Zeitplan für das erste Jahr (Zum Beispiel Kontinent X , von Land y bis z) und dann schaut mal wie es ist und was so kommt.

Fertig.


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pad

« Antwort #3 am: 02. August 2015, 22:58 »
Schliesse mich den Vorrednern an. Einen Plan über 2.5 Jahre aufzustellen macht einfach wenig Sinn. Eure Bedürfnisse werden sich unterwegs ständig ändern. Ich hab noch nie jemanden getroffen der mehrere Jahre unterwegs war und dazu einen Plab auf Monats- oder Wochenbasis hatte.

Meist funktioniert das dann so: Wir machen erst mal Kontinent A und bleiben, so lange es uns gefällt. Später wollen wir dann weiter nach Kontinent B. Die langen Aufenthalte von mehreren Wochen ergeben sich dort, wo es euch besonders gut gefällt.
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roca

« Antwort #4 am: 03. August 2015, 09:43 »
Eure Bedürfnisse werden sich unterwegs ständig ändern.

100%ig!
Durch Kontakte zu anderen Reisenden, möglichen Wetterschwankungen und generellem Interesse wird sich vor Ort definitiv einiges ändern. Grundsätzlich würde ich es auch mehr als schade finden, wenn ihr euch vor Ort der Flexibilität beraubt, nur weil ihr in 2 Monaten den Flug A von B nach C nehmen müsstet.
Setzt euch in den Flieger und startet an einem beliebigen Ort. Von dort wird es schon immer weitergehen. Keine Sorge! ;)
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Vombatus

« Antwort #5 am: 03. August 2015, 11:04 »
Jetzt mal Butter bei die Fische.  ;)

Ich habe den Eindruck, dass der Wunschgedanke größer ist als die realistische Umsetzungsmöglichkeit. Es gibt im Schnitt auch relativ wenige Reisende, die über zwei Jahre unterwegs sind. Dann meist alleine oder als eingespieltes Paar. Heißt natürlich nicht, dass ihr nicht in der Lage dazu seid. Ich denke, ihr habt euch schon Gedanken dazu gemacht. Würde noch gerne mehr über euch und euren Plan wissen. Kritische Stimmen helfen euch auch mehr als "ja, passt schon".

Ihr seid zwei gute Freunde oder?
Seid vielleicht so Anfang 20?
Habt die selben Interessen. Ihr wollt um die Welt und Abenteuer erleben. Gleichzeitig etwas Sinnsuche und mit den Herausforderungen wachsen?
Und das vielleicht so "billig" wie möglch? Wie viel Budget habt ihr für die Reise pro Kopf eingeplannt?

Wenn ich super Low-Budget rechne, alle Länder in einen Topf werfe (ohne Vorbereitungs-, und Flugkosten) sind es sicher 1000€ pro Mann und Monat, also 28.000€. Realistisch locker 1/3 höher + Flüge, Vorbereitung, Versicherung und Sonderausgaben für Touren, Mietwagen. Wenn ihr Glück habt erholt sich der Euro, wenn ihr Pech habt bleibt er auf den jetzigen Stand oder geht nochmal etwas runter.

Wie genau habt ihr euch das denn vorgestellt. Mooni hat euch bereits auf Krankenversicherung und RTW-Ticket angesprochen.

Welche Länder wollt ihr über Land machen, welche Strecken fliegen?
Wie ist euer Reisestil?
Warum macht ihr die Reise? Ziele, Erwartungen?
Must See Orte? Erlebnisse?
Würdet ihr euch auch trennen und alleine weiter ziehen?

Und immer wieder gut: Populäre Fehler bei der Planung
http://weltreise-info.de/fehler/index.html
• Zu viel vornehmen
• Flexibilität verschenken
• Zu knapp kalkulieren
• Rucksack zu voll packen
• Wertsachen mitnehmen
• In der Gruppe reisen
• Nicht genug informieren

Und die Rahmenbedingungen
http://weltreise-info.de/rahmenbedingungen/index.html
• Warum eigentlich?
• Mit wem?
• Wie lange?
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Floppyjones

« Antwort #6 am: 03. August 2015, 16:26 »
Hallo Marco,

ich kenne die Gedanken und den Wunsch nur allzu gut. Wir werden zu zweit demnächst ebenfalls aufbrechen.
Gut finde ich, dass Ihr euch Gedanken gemacht habt, was Ihr machen wollt.
Wir haben uns Orte ausgesucht, wo wir definitiv hinwollen und Orte, die zwar auch im Blickwinkel liegen, aber nicht Lebenswichtig sind. Auf Monatsebene zu planen uns dem Plan dann zu folgen wird vermutlich viel Kraft kosten und euch die Zeit nehmen die Schönheit der Orte zu genießen.

Zu euren Locations:
Allein die USA, und da besonders die Südstaaten, sind, wenn man wirklich Land und Leute kennenlernen möchte, viel zu knapp bemessen. Hier wird weniger mehr sein. Ansonsten sieht es auf den ersten Blick schön aus:).
Hier könnte ich mir aber auch vorstellen das man nicht 2 Jahre am Stück reisen kann, ohne mal eine wirkliche Pause einzulegen. Mich würde der Gedanke an einen solchen Plan daran hindern mich wirklich fallen zu lassen, sprich mich zu entspannen.


Lasst euch nicht entmutigen!!!!

Mich würde mal interessieren, wie viel Ihr an Budget geplant habt:)

VG FJ

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Marco S.

« Antwort #7 am: 03. August 2015, 18:59 »
Hallo zusammen

Zuerst einmal herzlichen Dank für eure Feedbacks. Ich habe mir gedacht, dass sie in etwa so ausfallen würden, vor allem was die Planung betrifft ;)
Natürlich ist die Planung nicht auf den Tag oder Woche genau zu verstehen, wir geben uns natürlich schon eine gewisse Flexibilität, wenn wir in den einzelnen Ländern sind. Durch die Planung wissen wir aber genau, warum wir in das jeweilige Land reisen sollten und was es da zu sehen bzw. erleben gibt. Falls es aber einen Grund gibt, von unserem Plan abzuweichen, behalten wir uns dies selbstverständlich offen.

@Mooni: Genau, wir werden wohl keine RTW-Tickets kaufen und uns da ein bisschen mehr Flexibilität mit den Flügen leisten. Wir haben auch nur mal den ersten Flug nach São Paulo gebucht und sonst keinen anderen. Die anderen Interkontinentalflüge werden wir kurzfristig buchen. Das mit der Krankenversicherung sowie Visa ist noch eine Abklärung bedürftig. Vielen Dank für die Tipps.

@Floppyones: Also denkst du, der Aufenthalt bzw. die Reise durch die USA ist viel zu knappt bemessen?
Wir sind uns bewusst, dass wir auf einer solch langen Reise regelmässig "Ferien" einplanen müssen. Wir haben aber zurzeit überhaupt keine Zweifel daran, dass wir mindestens 28 Monate unterwegs sein werden. Mal schauen, was uns die Zukunft bringt ;)

@Vombatus: Danke für deine offene Meinung und dein Interesse. Wie erwähnt haben wir auch nicht vor, uns auf den Tag genau an den Masterplan halten zu müssen. Er soll uns aber eine grobe Richtschnur geben, welche Länder wir aus welchen Gründen erkunden wollen und in welchen Ländern es klimatisch Sinn macht (unser Motto ist: stets der Sonne nach und Regen und Kälte wortwörtlich aus dem Weg gehen ;). Zu deinen Fragen, die ich gerne beantworte, um dir ein besseres Bild zu geben. Wir sind beide 26 Jahre alt und seit der frühen Jugend beste Freunde. Deine Aussage über die Sinnsuche in manchen Belangen sowie ein Wachsen an Herausforderunge kann ich natürlich bestätigen. Und ich kann dir mit 100%-iger Sicherheit (!) garantieren, dass wir unsere Must-Places wie die Wüstendurchquerung, den kanadischen Wald, den Aufenthalt im Kloster, das Kampfsportlager etc. durchführen werden. Es sind Ideen, die sich seit Jahren bei beiden von uns schon herangewachsen haben und wir daher eine 100%-ige Entschlossenheit bezüglich diesen Aufenthalten bzw. Erlebnissen aufweisen.
Bezüglich Budget: Wir haben uns vorgenommen, mit einem "komfortablen" Budget zu reisen und uns in gewissen Ländern auch mal einige Dinge leisten zu wollen wie z.B. die Miete eines Campers während unseres Aufenthalts in den USA oder eben auch das Kampfsportlager usw. Unser Budget für die gesamten 28 Monate beträgt ca. 60'000 Schweizer Franken (ca. 55'000 EUR). Mit dazu haben wir noch ca. EUR 9'000 für die Flüge/Transport allg. sowie ein wenig Reserve für nach der Weltreise eingeplant. Ich würde unseren Reisestil als "middle-budget" bezeichnen. Wir wollen uns vor allem Ausgaben gönnen für eine gute Ernährung, Spezialtouren, Spezialaktivitäten etc. Fliegen werden wir wahrscheinlich nur, wenn's nicht anders geht, werden aber sonst die kleinen und mittleren Strecken über Land mit Bus/Zug zurücklegen. Also von Brasilien nach Costa Rica werden wir z.B. doch den Flieger nehmen ;)
Einer der Hauptgründe, warum wir diese Reise unternehmen möchten, ist, an gewissen Orten und während einigen Aktivitäten spirituell zu wachsen. Hierfür sind auch die Aktivitäten eingeplant wie den Aufenthalt im buddhistischen Kloster, das Kampfsportlager, die Wüstendurchquerung etc., die unserer Meinung nach alle dazu beitragen, spirituell zu wachsen und neue Seiten an uns zu entdecken. Ein weiteres Motiv für diese Reise ist das Entdecken der Natur, die wir mit unseren Ländern und Aktivitäten auch versucht haben, genügend einzubauen. Es soll daher überhaupt keine Reise durch Grossstädte werden.
Falls es wirklich notwendig würde, wäre eine Trennung denkbar. Aber hierfür müsste es schon sehr gute Gründe geben ;) Wir sind fest entschlossen, die Reise zu zweit anzutreten und auch zu zweit zurückzukehren.

Ich hoffe, eure Fragen beantwortet zu haben und bin gespannt auf eure Feedbacks.
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Vombatus

« Antwort #8 am: 04. August 2015, 10:47 »
Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Denke jetzt kann man sich ein besseres Bild von eurem Vorhaben machen. Ihr habt genug Motivation und wisst was ihr wollt, dennoch habt ihr genug Flexibilität, falls notwendig.

Das Budget halte ich für sehr knapp, vor allem wenn ihr eher was erleben wollt. Sicher liest man immer wieder von Reisenden, die mit sehr wenig Geld auskommen, nur kann man den eigenen Reisestil nicht gleichsetzen mit dem eines anderen.

Euer großes Plus ist die Zeit. Je langsamer und flexibler man unterwegs ist, desto mehr Geld kann man sparen. Bei zu hohen Lebensstandard und vielen Unternehmungen schwindet der Vorteil allerdings wieder.

Darum solltet ihr eure Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Auch nicht was die spirituellen Ziele angeht. Im Forum wurde ja schon viel geschrieben über Hoffungen, Erwartungen und das was dabei herausgekommen ist. Viele erwarten zu viel von der Reise, sehen sie manchmal sogar als "Therapie" oder denken, dass man danach den (seinen) Sinn des Lebens kennt (überspitzt gesagt). Eine Langzeitreise verändert die Wahrnehmung und die Einstellung gewaltig. Keine Frage, und je länger ihr unterwegs seid, desto mehr beeindruckten diese Erfahrungen. Dennoch glaube ich, dass viele Vorstellungen (so war es bei mir auch) zu überbewertet sind. Nach 15 Monaten wusste ich nicht MEHR oder NEUES als davor, nur war es einem viel klarer, bewusst, greifbar. Eben nicht unter den Drücken und Vorstellungen des Alltags zuhause überstrahlt. Viele Worte, meine eigentlich nur ... nicht zu viel erwarten, einfach neugierig sein, es kommt, wie es kommt. Aber auch diese Erfahrung sieht bei jedem anders aus. Egal ob nach 8 oder 28 Monaten.

Zurück zum lieben Geld. Gesamt ca. 60'000 CHF für die Reise. (Dazu kommt noch etwas für den Transport und Wiedereinstiegsgeld) Das sind 30'000 CHF pro Kopf. Geteilt durch mindestens 28 Monate = 1070 CHF (1008€) pro Monat.

Das ist viel Geld. In den meisten Ländern der Welt kann man damit gut (mit einem low- bis middle-budget) durchkommen.

Lange aufenthalte in teuren Ländern, (4 Monate USA, 1 Monat Kanada, 3 Monate Australien) ggf. mit Mietwagen, Touren und normalen middle-Budget Lebensstil treiben die Kosten extrem in die Höhe. Verdoppeln oder verdreifachen das Grundbudget. Selbst Länder wie Brasilien und afrikanische Länder sind mit 1000€ im Monat nur im Low-Budget zu bereisen, wenn ihr was vom Land sehen wollt müsst ihr mehr einrechnen.

Wie Karoshi im Kapitel "Populäre Fehler" schreibt: "Ohne Geld im Paradies zu stehen, macht definitiv keinen Spaß."

Sicher wisst ihr beide, wie und wo ihr das an anderer Stelle einspart, ob und wie viel Notfallreservern ihr habt, falls etwas kaputt geht. Notfalls ändert ihr eure Pläne und die Reise dauert "nur" 1,5 Jahre, auch dann ist es eine unvergessliche, prägende Zeit. So oder so, genießt eure Reise. Viel Spaß.


EDIT: Habe die Krankenversicherung vergessen. :D Habt ihr diesbezüglich schon einen Anbieter oder Lösung gefunden? Bzw. habt ihr die Kosten in den 60'000 CHF schon eingerechnet?

Als Beispiel: Die Hansemerkur verlangt monatlich (inkl. USA/Kanada) für einen Zeitraum bis 5 Jahre fette 148,- EUR im Monat. (Ohne USA sind es 60€) Da musste ich schon Schlucken.
Vielleicht macht es Sinn die USA/Kanada extra zu versichern und danach eine neue abzuschließen. Geht halt meist nur von Zuhause und würde eure Route durcheinander bringen.

Solltet ihr eine Auslandskrankenversicherung für 2,5 Jahre finden, die nur (Fantasiepreis) 2 CHF am Tag kostet (wie ohne Nordamerika). Sind das für 2,5 Jahre 1800 CHF. Diese Kosten von den 30'000 CHF p.P. abgezogen ist 28'200 CHF = 1007 CHF ≈ 950€ pro Monat und Kopf. Also 31 € am Tag für Unterkunft, Verpflegung, lokalen Transport, Eintritt, Touren, Sonstiges wie Wäsche, Körperpflege, abendlichen Trink, Reparaturen, Kommunikation, ggf. Visakosten. Und Mittel-, Langstreckentransport in den Ländern.

Beispiel Sao Paulo (Preise sind im Internet zu finden): Bus vom Flughafen in die Stadt = ca. 8€. Von Sao Paulo nach Rio mit dem Bus = ca. 24€ + Lokaler Bus/Taxi. Für die drei Strecken habt dir dann pro Kopf 30–40€ ausgegeben. Ohne Unterkunft, Verpflegung und ggf. Kleinkram (Wasser, U-Bahn, Snak, Eintritt, Aktivität ...)

Aber wie gesagt, alles eine Milchmädchenrechnung. Weiß nicht wie das Gesundheitssystem in der Schweiz funktioniert oder welche Anbieter es sonst gibt.

***
Habt ihr euch bei einem Kampfsportlager so etwas vorgestellt?
http://www.bimaris-adventure.com/muay-thai-mixed-martial-arts-camp.php
Wüstendurchquerung:
http://puretreks.de/reise/?trekking=5
In Kanada durch den Wald:
http://kanadareisen.de/content/survival-abenteuer-den-rockys

Wie hoch sind denn eure recherchierten Kosten für ähnliche Aktivitäten?
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Mooni

« Antwort #9 am: 04. August 2015, 11:08 »
Hallo,

jetzt kann man sich euer Vorhaben schon etwas besser vorstellen.
27000 € klingt erstmal nach sehr viel Geld - wenn man sich eure Ziele aber anschaut, muss ich Vombatus zustimmen und kann mir nicht vorstellen, dass ihr damit auch nur ansatzweise hinkommt.

Ich schätze die Kosten für das erste Jahr allein auf 20.000€ pro Person. Diese Summe ist schnell erreicht, wenn man 2000€ pro Person und Monat für USA/Kanada/Australien ansetzt. Bei sieben Monaten sind das schon 14000€. Dazu 4000€ für 3 Monate Brasilien (das wären ~40€ pro Tag, auch wenig) und 1000€ für den Monat in Costa Rica und vllt 500€ für 3 Wochen Philippinen (mehr geht meineswissens mit dem Visum nicht).
Ihr könnt gerne mal ausführen, wie ihr euch das Budget-technisch für das erste Jahr vorgestellt habt.

Wenn ich mir das so anschaue sehe ich bei dieser Länderkombination sicher keine 28 Monate.
Welche Ziele sind euch denn wichtig? Dann würde ich die vorziehen.
Entweder ihr kürzt die Reisedauer oder ihr passt eure Ziele an. Wie gesagt, es gibt viele Länder in denen ihr für 1000€ im Monat gut unterwegs sein könnt. Ihr habt euch aber in Südamerika & Mittelamerika jeweils nur das teurste Land ausgesucht - so kommt ihr nicht auf einen Schnitt von 1000€, von USA/Kanada/Australien ganz zu schweigen. 
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pad

« Antwort #10 am: 04. August 2015, 14:32 »
Fragt sich jetzt, ob 60k pro Person oder wirklich für beide zusammen gemeint waren :) 60k für beide zusammen ist schon  sehr low Budget und lässt weniger Spielraum für Spezialaktivitäten, 60k pro Person hingegen ziemlich komfortabel (gerade wenn man es etwas langsamer angeht).

Und bezüglich Krankenversicherung, ob die beiden in der Schweiz angemeldet bleiben (und nach Schweizer-System Krankenkasse im Rahmen von ca. 200-250 CHF pro Monat zahlen, wobei dank Prämienverbilligung, weil ja kein Einkommen, ein Grossteil wieder zurück kommt). Oder ob der Wohnsitz komplett abgemeldet wird und eine Auslandkrankenversicherung das Ziel ist.
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roca

« Antwort #11 am: 04. August 2015, 14:35 »
Fragt sich jetzt, ob 60k pro Kopf oder für beide zusammen gemeint waren :)

Immer das gleiche Mysterium :D
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Vombatus

« Antwort #12 am: 04. August 2015, 14:36 »
Stimmt! Bei 60'000 CHF pro Kopf könnt ihr das Meiste meines Geschreibsels von oben vergessen.  ;D
(und ich schreibe mir hier einen Wolf ...)
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Marco S.

« Antwort #13 am: 04. August 2015, 18:44 »
Sorry, es sind natürlich CHF 60'000.- pro Kopf für die 28 Monate!
Um vielleicht noch detailliertere Feedbacks zu den einzelnen Länderbudgets zu erhalten, weiter unten eine Aufstellung. Angaben in EURO pro Person pro Land pro Monat

Brasilien: 2600.-
Costa Rica: 1700.-
USA: 3500.- (wir werden mit einem gemieteten Wohnmobil durch die USA reisen)
Kanada: 1700.- (hier wird ein Grossteil in den Vorbereitungskurs investiert, während des Survival-Monats geben wir ja nicht viel aus)
Australien: 3500.-
Philippinen: 1300.-
Vietnam: 900.-
Myanmar: 900.-
Thailand: 1300.-
Indien: 600.-
Iran: 800.-
Saudi Arabien: 1700.-
Oman: 2100.-
Tansania: 1300.-
Namibia: 1700.-
Südafrika: 2000.-
Madagaskar: 1700.-
Marokko: 800.-

Insgesamt wären dies dann die rund 55'000 Euro. Dazu kommen nochmals 9000.- für Langsteckentransporte/Flüge sowie 9000 Euro für Reserven für nach/während der Weltreise.

@Vombatus: Danke für das Feedback bzgl. den Vorstellungen und Erwartungen an die Reise. Unsere Erwartungen sind wirklich nicht klein, aber besser so als umgekehrt ;) Wie man so schön sagt: Wir lassen uns überraschen :)
Danke für die Info bzgl. Krankenversicherung. So wie's aussieht, müssen/sollten wir uns in der Schweiz abmelden, da wir länger als 1 Jahr im Ausland sind (Info von der Gemeinde). Wir haben an eine Auslandsversicherung gedacht. In der Schweiz kann man ja keine mehr machen, wenn man sich abgemeldet hat. Diesen Punkt steht sowieso in den nächsten Wochen zur Abklärung. Das mit den USA ist sicher ein wichtiger Punkt.

Was das Kampfsportlager in Thailand und die Wüstendurchqerung anbelangt, da ist mein Freund mehr der Experte. Er hat sich auch ein wenig informiert, aber noch nicht eingehend. Wir werden deine Links gerne anschauen und studieren. Das Budget fürs Kampfsportlager ist, wie du oben siehst, bei ca. 1300.- Euro pro Person für einen Monat. Kann sein, dass dies auch ein wenig sehr grosszügig kaluliert ist, man soll die oberen Beträge aber alle bei +- 10% sehen.
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Vombatus

« Antwort #14 am: 04. August 2015, 19:16 »
So, jetzt sind das doch super Informationen, wenn das alles im ersten Post gekommen wäre …

Habe mir überlegt ob ihr mich nicht ein halbes Jahr auf eure Kosten mitnehmen wollt, so als Dankeschön für meine ganzen Posts übers Geld, die jetzt hinfällig sind. Genug Kohle habt ihr ja.  :-X

Und sonst wird sich alles während der Reise zeigen, da könnt ihr ganz entspannt rangehen.

In diesem Sinne, viel Lärm um Nichts. Hoffe, dass ihr ein Blog macht und uns hier auf dem laufenden haltet, plus eine Portion Ferneweh verbreitet.
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