Thema: Interaktion mit Locals (Sprachbarriere)  (Gelesen 886 mal)

Tempo

« am: 03. Juli 2015, 09:15 »
Hallo zusammen
Ich bin momentan im Raum Asien unterwegs und kann seit ein paar Wochen auch bei einem Kollegen, den ich vor ein paar Monaten kennengelernt habe, wohnen. Ich konnte mit seiner Familie Ausflüge machen, Verwandte besuchen, etc. Soweit alles toll, nur leider spricht halt niemand englisch, was ich auch nicht erwarte.
Ich komme momentan über ein paar Worte der lokalen Sprache nicht hinaus, alles in allem kann ich dann vieleicht 1 Minute sprechen wenns hochkommt. Ich werde zwar bald einen Sprachkurs hier machen, nur wird das nicht in jedem Land gehen, sowohl monetär, als auch zeitmässig.
Wie verhaltet ihr euch, wenn keiner im Raum euch versteht, ihr jedoch Gast seid und irgendwie nicht nur doof rumsitzen wollt? Ich meine auf Biegen und Brechen zu versuchen, eine Kommunikation aufzubauen (Was ja nicht wirklich möglich ist) kommt mir irgendwie ein wenig...komisch vor.
Dieselbe Herausforderung hatte ich Anfang Jahres in Russland, Transsibirische Eisenbahn. Mehr als Name, Wohnort, wohin, Job, Familie liegt nicht drinn. Danach kann man vieleicht mit einem Wörterbuch ein paar Details erläutern, eventuell isst man zusammen was und sagt dass es gut schmeckt. Aber sonst..?
Irgendwie schwieriger als ich dachte, das ganze zu beschreiben :P
Bin jedoch auf verschiedene Anregungen, Sichtweisen gespannt... :)
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Fidelino

« Antwort #1 am: 03. Juli 2015, 17:33 »
Hr Hr...
Ja, habe ich in Asien auch erlebt.
Ich spreche nu Deutsch, Englisch, Spanisch und n bissl Französisch. Damit komm ich auf dem halben Globus gut rum. Vor allem Südamerika ging da halt sehr leicht, dafür habe ich auch spanisch gelernt um mit en Locals zu reden.

In Asien muss halt jemand eine der o.g. Sprachen sprechen, damit das auch wirklich funktioniert. Französisch geht erstaunlich oft, wegen der Kolonialgeschichte.
Ansonsten bleibt es bei Händen und Füßen, solange bis das Kind, das 2 Jahre Englisch gelernt hat, mit Freuden übersetzt.
Irgendwann sind da halt aauch Grenzen gesetzt. Und dann noch n bißchen nonverbales und dann is auch definitiv Schluss.
Einer der vielen Gründe, warum mir Südamerika noch mehr ans Herz gewachsen ist.
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Tempo

« Antwort #2 am: 06. Juli 2015, 08:40 »
Na klar, wenn man eine gemeinsame Sprache hat, kein Problem. Spreche zwar nur Deutsch, Englisch und ein bisschen französisch aber ich denke ich wäre in der Lage ein Gespräch zu führen damit. Plus halt noch von jedem Land in dem ich war ein paar Sätze und Wörter, mit denen ich meist Sympathien gewinne. Nur wenn die Person gegenüber ausser "Hello" nur mandarin spricht (In meinem Fall), dann erübrigt sich die gemeinsame Sprache. Und ein Gespräch NUR mit Google translator (Falls überhaupt möglich) ist auch relativ harzig...
Eine Situation war zum Beispiel, dass ich mit 5-7 Taiwanesen am Tisch sitze, keiner kann englisch. Naja irgendwie kommt man sich nach einer Weile ein wenig blöd vor wenn man nur still dasitzt und mit niemandem kommunizieren kann...ein weiteres Problem ist auch, dass viele der Leute die Englisch am lernen sind, oftmals sehr scheu sind und sich genieren, um mit einem zu sprechen. (Vieleicht bin ich ja so hässlich, dass ich ihnen Angst mache :P )
Ist halt zum Teil einfach ein wenig frustrierend, auch wenn ich weiss, dass es nicht nur mir so geht. Nur wenn ich z.B. die Berichte über die Transsib lese frage ich mich z.T. wie das die Leute da machen, wenn ich lese wie geil es doch ist, mit den Lokals zu interagieren. Naja Essen teilen, zusammen was trinken, Basicinfos über den Gegenüber sammeln, klar. Aber wenn man nicht in der Lage ist, zu kommunizieren, finde ich, wird es an irgendeinem Punkt einmal komisch...zumal man ja den ganzen Tag auf engstem Raum zusammenhockt.
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Fidelino

« Antwort #3 am: 06. Juli 2015, 10:07 »
Ich denke, dass viele Berichte halt auch etwas romantisiert sind.
Aus einem 2 minütigen Gestotter wird, dann die geile Interaktion mit den Locals :D
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