Thema: Das leidige Thema der Impfungen  (Gelesen 2065 mal)

Dono

« am: 10. November 2008, 14:55 »
Hallo allerseits,

meine Weltreise ist inzwischen fest gebucht und ich bin was die Impfungen angeht fleißig dabei. Nur bei der japanischen Enzephalitis sowie Cholera, Pneumokokken, Meningokokken bin ich mir nicht so sicher. Könnt ihr mir da weiterhelfen? Hier erstmal meine Route:

Januar: Brasilien, Argentinien
Februar: Argentinien, Chile
März: USA Ostküste (NY, Boston, Washington etc.), Kanada (Quebec, Montreal, Toronto)
April: Costa Rica, Panama, Nicaragua
Mai: USA Westküste, Kanada (Vancouver)
Juni: USA Westküste und Hawaii
Juli: Neuseeland
August: Neuseeland, Australien
September: Australien und Singapur
Oktober: Malaysia, Thailand
November: Japan
Dezember: China (Peking)

Ich habe folgende Impfungen: Polio, Diphtherie, Tetanus, Hep. A+B, Mumps, Masern, Röteln, Tollwut, Typhus, Gelbfieber, FSME und Influenza. Soweit ich weiß, sind Cholera, Pneumokokken und Meningokokken für mich nicht wirklich relevant oder? Wie siehts denn mit der japanischen Enzephalitis aus? Die Krankheit wird ja über Mücken übertragen, aber wenn ich in Japan und China bin, wirds eher ziemlich kalt sein und kaum Mücken vorhanden. Naja, und von Singapur möchte ich Überland nach Thailand/Bangkok reisen. Was meint ihr?

LG und vielen Dank für eure Hilfe

Vicky

P.S: Ich war auch beim Tropeninstitut, die haben die Impfung eingeklammert?! Nach dem Motto "kann man, muss man aber nicht".
0

karoshi

« Antwort #1 am: 10. November 2008, 17:42 »
Naja, eine Impfberatung kann und darf nur ein Arzt geben. Ich denke, die relevanten Fakten hast Du inzwischen alle. Jetzt ist es eine Frage der persönlichen Risikobereitschaft. Eine 100%-ige Sicherheit wird es nicht geben, selbst mit JE-Impfung nicht. Aber da die Impfung in der Regel keine nennenswerten Nebenwirkungen hat, spricht kaum etwas dagegen, sie zu machen -- außer den Kosten natürlich.

Indiziert ist die Impfung laut WHO für Leute, die sich in mückenreichen Zeiten mehrere Wochen in Gebieten mit gehäuftem Auftreten von JE aufhalten. Das ist eine im Vergleich zu anderen Impfungen sehr moderate Indikation.

LG, Karoshi
0

kinesias

« Antwort #2 am: 26. November 2008, 20:15 »
Also ich bin zwar kein Arzt, aber im medizinischen Bereich tätig und habe dadurch recht viel Kontakt mit Ärzten.
Da mich das Thema Impfung, nicht nur im Bezug auf Reisen, sehr interessiert, habe ich auch schon mit vielen Befürwortern sowie mit sogennanten "Impfgegenern" darüber gesprochen.
Pro und Kontra würden hier jetzt sicherlich zu weit führen, auch will ich keine Wertung dazu abgeben, ich denke einfach das man mit Sinn und Verstand an das Thema Impfung ran gehen sollte.
Zumal dahinter auch ein riesiger Finanzieller Umsatzmarkt steckt. Dabei will ich hier niemanden etwas unterstellen, aber es gibt genug Leute die reichlich damit verdienen und daran interessiert sind das "ordentlich" geimpft wird.
Desweiteren sind Tropeninstitue dazu angehalten über alle möglichen Krankheitsvorkommnisse und Risiken aufzuklären, sprich eine Impfempfehlung dazu auszusprechen und sei das Risiko noch so gering.
Das selbe Prinzip wie beim Auswärtigen Amt. Schaut man dort unter Reise- und Sicherheitshinweise nach, überlegt man sich das mit der Reise nochmal sofern das Ziel nicht Luxenburg ist  :D
Meiner Meinung nach sollte man anhand seiner Reiseart und den Aktivitäten die man unterwegs vorhat, abwägen wie hoch das jeweilige Risiko für eine Erkrankung wirklich ist und die Impfung dadurch Sinn macht...
0