Thema: Laos: von Lua Prabang über Vientiane nach Pakxe  (Gelesen 1325 mal)

Fidelino

« am: 23. Mai 2015, 08:39 »
Hallo miteinander...
Ich habe gerade ein wenig Probleme mit der Routenplanung in Laos, vielleicht könnt ihr mir ja helfen?

Ich habe folgendes vor: Aufgrund von etwas Zeitmangel sind in Laos nur 3-4 Sationen geplant:

Lua Prabang (Anreise geklärt)
Vientiane
Pakxe
4 Tausend Inseln

Klar, es gibt Busse und es gibt Flüge. Das versuche ich jetzt aber mal weitesgehend zu vermeiden. Toll wäre halt sowas, wie Boot fahren, Eisenbahn gibts nicht, weiß ich. Oder vielleicht noch Motorrad.

Hat jemand Erfahrungen, was es da an Möglichkeiten gibt? Ich finde nämlich nicht wirklich viel. Notfalls nehme ich natürlich auch Tipps für gute Busunternehmen entgegen :)

Vielen Dank im Voraus!
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Vombatus

« Antwort #1 am: 23. Mai 2015, 09:25 »
In den Bergen (zwischen LP und VV) ist das mit dem Motorrad schwer lange Strecken zu meistern, Umgebungsausflüge aber total gut zu organisieren.

Und vielleicht gefällt dir der "konglor Loop" Richtung Thakhek?
hier gab es mal Beiträge:
http://jeanandaaron.blogspot.de/2010/12/loop-day-4-from-kong-lor-to-ban-song.html
http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=7450.msg45335#msg45335
http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=7874.msg48544#msg48544

Bin sicher, dass man auch den Mekong runter schippern kann, Leider weiß ich davon nicht mehr als das was im Internet zu finden ist.

Weiß nicht warum man unbedingt nach Vientiane und Pakxe muss, wenn dann höchstens als Durchgangsort für 1–2 Tage.

In Vang Vieng kann man toll die Umgebung entdecken, Höhlen erkunden, Klettern …

Luang Prabang ist eine Touristenhochburg, nicht, dass du dich über die Menschenmassen ärgerst wie in Thailand. Von LP kann man auch Richtunmg Nong Khiao oder so, und von dort oder dorthin mit dem Boot wieder nach LP.

Bin gespannt wie dir Laos gefällt, bei dem Land scheiden sich ja auch die Meinungen. Viel Spaß.
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Fidelino

« Antwort #2 am: 23. Mai 2015, 09:46 »
also, es ist einfach so, dass ich in luang prabang ankomme, das ist praktisch fix :)

In vientiane komme ich eventuell an ne gebrauchte honda win, das wäre schon was...
mal schauen...
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serenity

« Antwort #3 am: 23. Mai 2015, 15:56 »
Luang Prabang-Vientiane - nimm den Bus! Es fahren 1. tägliche mehrere Busse, es ist 2. billig (wir haben letztes Jahr pro Person 150.000 Kip bezahlt, inkl. Abholung im Guesthouse und ein Essen war auch noch mit drin), du hast einen garantierten nummerierten Sitzplatz (wenn du im großen Bus, also dem VIP Bus fährst - nimm bloß keinen Mnibus, die werden gnadenlos vollgesopft!) und du fährst 3. durch eine absolut geniale, wunderschöne Landschaft! Fahrzeit: ca. 5 Stunden.
Bilder und Beschreibung hier http://fernwehheilen.wordpress.com/2014/02/24/23-februar-mit-dem-bus-durch-die-berge-nach-vang-vieng/
Ich würde auf jeden Fall in Vang Vieng unterbrechen und dort 1, 2 Tage bleiben - wunderbare Gegend. Von VV nach Vientiane dauert es ca. 3 1/2 - 4 Stunden - ich würde auch hier unbedingt den großen Bus nehmen, ist erheblich bequemer! Wir sind 2013 mit dem Minibus gefahren - war ein Albtraum, mit kaputten Sitzen und unterwegs wurden ständig noch Leute aufgelesen und reingequetscht! Letztes Jahr haben wir den großen Bus genommen - war erheblich bequemer! Außerdem haben die großen Busse große Gepäckfächer unten drin, bei den Minibussen kommt das Gepäck aufs Dach.

Vientiane lohnt echt nicht mehr als einen, höchstens 2 Tage ... Und von Vientiane nach Pakse würde ich eher fliegen, die Strecke ist verdammt lang und die Sleeper-Busse sehr unbequem.

In Pakse kannst du praktisch an jeder Ecke den Transfer zu den 4000 Inseln klar machen - wir hatten einen Minibus für 60.000 Kip pro Person bis Nakasang, da wurde jeder Platz praktisch doppelt belegt bzw. noch kleine Plastikstühlchen reingepfercht. Auch hier sind die großen Busse bequemer und z.T. auch billiger, weil die Bootsüberfahrt nach Don Khone bzw. Don Det mit drin ist.
Oder du mietest dir in Pakse ein Motorrad und fährst selbst runter - die Straße ist prima!

Ach ja, noch was - den Mekong runterschippern kannst du NICHT - es gibt keine Passagierboote auf dem Mekong zwischen LP und Vientiane!
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Haskala

« Antwort #4 am: 23. Mai 2015, 17:31 »
Pakse selbst lohnt sich nicht so, ist aber ein guter Ausgangspunkt für das Bolaven Plateau. Tipp - Tad Lo ist ein sehr guter Ausgangspunkt für Touren in diese Gegend. Sehr schöne Wasserfälle und noch nicht so touristisch. Ca 2h mit Bus von Pakse. Für ganz ambitionierte Traveller kann man nach dem Sleeper-Bus von Vientiane gleich weiter nach Tad Lo fahren.

Für den Transfer von Pakse zu den 4000 Inseln, buche am besten den Transport über das Hostel. Ist um einiges billiger und recht bequem. In Pakse sind die "Öffis" unverschämt teuer und die Busstationen nicht fußläufig erreichbar (8km).

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pad

« Antwort #5 am: 24. Mai 2015, 02:10 »
Das meiste wurde ja schon gesagt, hier nochmals meine Meinung:

Luang Prabang hat zwar viele Touristen, dennoch finde ich den Ort und die Umgebung sehr schön und sehenswert. Ich war über Weihnachten dort und da war die Stadt ziemlich ausgebucht, dennoch eine ruhige und angenehme Atmosphäre. Vom Ortsbild her die schönste Stadt in Laos. Viele schöne Tempel und Klöster, kleine Restaurants direkt am Fluss, leckeres Essen, Nachtmarkt, tolle Landschaft und Wasserfälle in der Umgebung.

Bootsfahrten sind vor allem nördlich von Luang Prabang üblich. Gegen Süden geht soviel ich weiss nix mehr, höchstens für sehr kurze Strecken mit lokalen Nahverkehrsbooten. Leider hatte ich keine Zeit mehr für den Norden, möchte ich aber gerne mal noch nachholen.

Nach Vang Vieng wie bereits erwähnt wurde unbedingt den Bus nehmen und sich einen Fensterplatz sichern. Ist wirklich eine schöne Fahrt. Ganz grundsätzlich würde ich in SOA praktisch überall grosse Busse den kleinen Minivans vorziehen, die Plätze sind meist bequemer, es gibt Platz für das Gepäck und die Fahrer rasen nicht so übertrieben.

Du kannst für Busse im Gästehaus anfragen oder bei den kleinen Reisebüros, die es an jeder Ecke gibt. Dann zahlst du vielleicht eine kleine Provision von ca. einem Dollar. Wenn du dir das sparen willst, dann organisierst du den Transfer zum Busbahnhof selbst und klapperst da die Schalter ab. Kostet dafür Zeit und manchmal auch mehr Geld, weil man für den Transfer mehr bezahlt hat.

In Vang Vieng würde ich schon einen Aufenthalt einplanen. Mann kann viel unternehmen in der Umgebung. Es ist auch nicht eine ausgesprochene Partyhochburg, wie teilweise behauptet wird. Natürlich gibt es diverse Bars und laute Musik, aber auch viele ruhige Ecken. Total kein Problem.

In Vientiane gibt es ein paar schöne Tempel und Dachterrassenrestaurants am Mekong, ansonsten sicherlich nicht die schönste Stadt (halt gross, laut und staubig). Mehr als zwei Tage müssen da nicht sein.

Von Vientiane fahren einige weiter zur Khong Lor Cave, da war ich selbst nicht. Soll toll und interessant sein. Da ich in Vietnam im Phong Nha Ke Bang Nationalpark schon einige eindrückliche Höhlen besucht habe, habe ich diesen Punkt ausgelassen. Ebenfalls in dieser Gegend gibt's die mehrtägige Motorradtour.

Ich habe auf der fahrt runter nach Pakse noch zwei Stopps eingelegt in Thakhet und Savannakhet. Beides sicherlich keine Must-See Orte, hatte einfach keine Lust auf sehr lange Busfahrten. War auch mal wieder toll, in Orten zu Übernachten, wo sonst praktisch keine Touristen sind. Dennoch kann man beide Orte zu Fuss 1-2 Stunden erkunden, sich in ein hübsches Restaurant setzen oder irgendwo ein Bierchen trinken.

In Pakse kann man es schon aushalten. Auch hier wieder diverse gute Cafés, Restaurtants und Unterkünfte. Ausflugsmöglichkeiten ins Bolaven-Plateau, Landschaftlich schön mit diversen tollen Wasserfällen. Man kann auch hier wieder einen grossen Loop mit dem Scooter / Motorrad fahren.

Auch ein Ausflug zum Khmer-Tempel Wat Phu ab Pakse kann ich empfehlen. Natürlich längst nicht so gross und eindrücklich wie Ankor, aber toll gelegen, recht ruhig und landschaftlich schön. Auch da kann man sehr toll mit dem eigenen Scooter anreisen und unterwegs noch ein paar Stopps einlegen, z.B. in Champassak, wo es einige koloniale Gebäude und gemütliche Restaurants am Fluss gibt.

Danach weiter runter zu den 4000 Inseln, hier sind die allermeisten Transporte leider Minivans, einen grossen Bus hab ich nicht gefunden. Strasse ist recht neu, Höchstgeschwindigkeit meines Minivans lag bei 160 km/h.

Falls es Überland nach Kambodscha weiter gehen soll, informiere dich noch zum Grenzübergang, hier gibt's ein paar Betrugsversuche. Wer informiert ist, sollte allerdings keine Probleme haben.

Als Reiseführer kann ich den Stefan Loose sehr empfehlen. Hab damals einen gebrauchten in Luang Prabang gekauft, wo es viele Buchhandlungen gibt.
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Vombatus

« Antwort #6 am: 24. Mai 2015, 08:05 »
Dann möchte ich auch nochmal unterstreichen, dass Luang Prabang, also die Gegend um dem Touristenviertel sehr schön ist, die Häuser, die Bebauung, Pflanzen, Blumen, die Aussicht auf Fluss und Umgebung. Ein schöner gemütlicher Ort runter zu kommen, einen Fruchtshake zu trinken und zu beobachten. Der Nachtmarkt bietet neben unendlichen (sich wiederholenden) Souvenirs viele Straßenstände zum Essen. Trotzdem ist alles voller Touristen und hat genauso wie die 4 000 Islands oder allen Touristenhochburgen der Welt, nicht unbedingt mit dem Land zu tun. Was auch nicht schlecht ist, nur sollte man keine zu hohe Erwartungen haben, welche auch immer. Die "Mönchsfütterung" ist ein trauriges Beispiel.

Und wenn du irgendwann die Möglichkeit hast, zum Beispiel in Pakse, abends an den Essensmarkt am Mekong zu gehen, tue das. Der Fuss ist super entspannend. Ein kühles Bier, frischer Fisch und selbst gemachte Sommerrollen. Der Sonnenuntergang, das Treiben der Einheimischen … Das kann man wie Pad beschreibt auch in anderen Städten machen.

Würde eigentlich auch vermeiden mit dem "Sleeper" durch zu fahren, auf diese Art verpasst man die kleinen Orte, die das Land ausmachen. Leider hast du wahrscheinlich wenig Zeit, daher nur 3-4 Stopps. So ist es halt und dann macht es Sinn zu überlegen wie Zeitsparrend man von A nach B kommt, um seine Zeit nicht im Transportmittel, sondern Vorort zu investieren.
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Fidelino

« Antwort #7 am: 24. Mai 2015, 08:24 »
ahjo, ie gesagt, läuft jetzt vermutich auf Motorrad hinaus...

:)
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serenity

« Antwort #8 am: 24. Mai 2015, 16:37 »
Und wenn du irgendwann die Möglichkeit hast, zum Beispiel in Pakse, abends an den Essensmarke am Mekong zu gehen, tue das. Der Fuss ist super entspannend. Ein kühles Bier, frischer Fisch und selbst gemachte Sommerrollen. Der Sonnenuntergang, das Treiben der Einheimischen …
Jaaa - unbedingt (auch wenn die kleinen Stühlchen für Menschen mit mehr als 1,70m etwas knapp sind  :) - dort ist es einfach genial! Der Sonnenuntergang auf dem Mekong, ein kühles Bier ... dann geht's einem richtig gut! (Freu mich schon sehr, das im Februar 2016 wieder zu erleben!)

Übrigens gab es das auch mal in Vientiane - aber dann haben die Chinesen dort eine gigantische Uferpromenade gebaut und heute gibt es keine einzige der kleinen Kneipen am Mekongufer mehr ...
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Fidelino

« Antwort #9 am: 26. Mai 2015, 13:50 »
So, bin jetzt in Luang Prabang angekommen. Noch nicht viel gesehen, aber bisher gefällt es mir richtig gut. Ja, es ist touristisch, aber keinesfalls voll, liegt vielleicht auch an der Reisezeit. Die Touris hier sind auch eher ruhig und schauen sich die Sachen an, damit habe ich null Problem, mache ich ja auch!

Sitze jetzt mit nem Bier am Mekong und chille etwas. Übermorgen per Bus nach Vientiane. Dort dann mit viel Glück ein Motorrad organisieren.
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