Thema: Hilfe erbeten-Routenplanung Südamerika  (Gelesen 1154 mal)

tamtam

« am: 18. Mai 2015, 13:09 »
Hallo zusammen,

ich möchte für gut 4 Monate von November bis März nach Südamerika fahren, bin mir aber mit der Route nicht ganz sicher. Daher wollte ich euch noch mal um eure Meinung fragen, bevor ich einen Flug buche und es am Ende doch eng wird.

Fliegen wollte ich von Deutschland nach Quito und von dort 14 Tage auf die Galapagosinseln.
Dann langsam durch Ecuador nach Kolumbien und Venezuela.

Von dort habe ich mir überlegt, da ja gerade zu der Zeit Karneval ist und es sich doch anbietet dafür einen Abstecher nach Trinidad und Tobago zu machen.

Von Caracas würde ich dann übers Orinoco-Delta und Boa Vista nach Manaus fahren und mit dem Boot und dem Bus über Iquitos nach Lima und von dort zurück nach Deutschland fliegen.

Ist das machbar oder wird das zu stressig? Sollte ich lieber von Caracas aus zurückfliegen?

Ist das als Frau alleine irgendwie riskant? Bin recht reiseerfahren, mein spanisch ist aber recht schlecht.

Danke im voraus für eure Meinungen dazu.

Esther
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Fidelino

« Antwort #1 am: 19. Mai 2015, 02:34 »
Zeitlich ist das sehr sehr knapp.

Mein Vorschlag wäre dir ausgiebig Venezuela anzugucken,  dann 2-3 Tage Karneval in Port of Spain auf Trinidad angucken, dann 1 Woche relaxen und von Tobago heimzufliegen. Da gibt es Direktflüge nach D

Stromaufwärts den Amazonas dauert. Mit dem normalen Boot relativ lange. Von. Leticia nach iquitos zumindest gibt es zwar schnell boote, aber die sind weder sehr zuverlässig, noch ist es halt diese ursprüngliche Reise auf dem Amazonas.

Solltest du aber doch mehr Zeit haben, weil alles schneller ging als gedacht, versuche es halt :)

Flüge von Caracas nach D solltest du vorher unbedingt auf. Preise und Machbarkeit prüfen, Venezuela hat gerade etwas Stress mit den Fluggesellschaften.
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Jef Costello

« Antwort #2 am: 19. Mai 2015, 17:54 »
Über Venezuela hört man in letzter Zeit nichts gutes, besonders von Venezuelern nicht. Ohne tolle Spanischkenntnisse würde ich das Land eher meiden.
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Blume

« Antwort #3 am: 19. Mai 2015, 19:24 »
Ein guter Freund von mir ist Venezuelaner. Er hat mir dringend davon abgeraten, während der derzeitigen Lage Venezuela zu bereisen, egal ob mit oder ohne Spanischkenntnisse.
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Fidelino

« Antwort #4 am: 20. Mai 2015, 04:08 »
Über Venezuela hört man in letzter Zeit nichts gutes, besonders von Venezuelern nicht. Ohne tolle Spanischkenntnisse würde ich das Land eher meiden.
Also ich weiß nur, wie es vor nem knappen Jahr war, als ich dort war: wunderbar.
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Rasluka

« Antwort #5 am: 20. Mai 2015, 04:37 »
Egal wo ich in Südamerika war - von Venezuela wurde mir überall abgeraten. Ich würde es mir gut überlegen, momentan dort hinzufahren.
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tamtam

« Antwort #6 am: 20. Mai 2015, 19:31 »
Danke für eure informativen Antworten!
Mal sehen, vielleicht ändere ich die Route in Kolumbien-Ecuador-Peru-Bolivien um.
Aber schade wegen dem Karneval.
Das auswärtige Amt warnt jetzt nicht direkt vor Venezuela.
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Fidelino

« Antwort #7 am: 22. Mai 2015, 11:47 »
Also als ich dort war, warnte man beim AA vor Venezuela.

Ich war in Caracas, Puerto Colombia, ciudad bolivar, ciudad Guyana, canaima und Santa elena.

Canaima und Santa elena sind eh komplett Safe, weil: canaima liegt mitten im Dschungel, nur per Flugzeug erreichbar, alles kontrolliert.
Santa elena ist ähnlich, da es nur eine Straße durch den Dschungel gibt und da gibt es mindestens 1 Checkpoint wo ALLE durchsucht werden, komplett.
Puerto Colombia ist auch Safe, liegt am Ende der Straße im Nationalpark.

Caracas ist nachts heikel.

Generell passieren die meisten Dinge im Venezuela nachts.

Deswegen ist man außerhalb der oben als sicher genannten Orte nach Einbruch der Dunkelheit besser Zuhause.
Das weiß aber auch jeder. Und dementsprechend verhält man sich. Tu es, wie die locals es tun und fertig ist.
Ich würde keinem von einer Reise wegen hören sagen abraten.

Informiere dich aus seriösen Quellen und dann triff deine Entscheidung.
Ich bin jetzt seit mehr als einem Jahr unterwegs und Venezuela war eines der schönsten Länder, die ich besucht habe.
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ulmi

« Antwort #8 am: 23. Mai 2015, 10:00 »
Hallo Tamtam,

schließe mich Fidelino grundsätzlich an.
Es wird immer so viel vor SA gewarnt. Klar, passiert dort mehr. Aber mit einigen Grundregeln kannst Du das Risiko deutlich reduzieren.
Grundregeln, die übrigens auch in z.B. dem "sicheren Land Deutschland" an manchem Orten ratsam sind, sonst bekommt man auch dort Probleme.

Größere Gefahr in den Ländern SAs ist ohnehin der Verkehr. Und da ist es auch wenig erheblich, ob es die Schrott-Busse in Bolivien sind oder Busse der renommierten Linien in Chile (die während meiner Zeit in SA mehrere schwerere Unfälle hatten).

Schau, dass Du vor allem nachts (es gibt in Venezuela Städte, da wird bei Einbruch der Dunkelheit buchstäblich alles verriegelt und es ist keine Menschenseele mehr auf der Straße) aufpasst, wo Du bist.
Ich habe mich immer sicher gefühlt, wenn dort wo ich war (tags und nachts) auch andere, normale Leute unterwegs waren. Hätte also z.B. eine große Straße mit Läden, Leuten auf dem Gehweg, etc. immer einer Seitenstraße vorgezogen, wenn ich mir nicht ganz sicher war.
Verhalte Dich unauffällig (das geht bei der Kleidung los), trage keine teuren Sachen zur Schau, zeige wenn möglich nach aussen keine Schwäche wie "Huch, wo bin ich...gruschtel, gruschtel...Reiseführer raus, Rucksack hinstellen, unaufmerksam sein, suchend durch die Gegend kucken...". Setz Dich stattdessen an den Tresen einer Bar oder eines Cafes und frage das Personal, wo Du hinmusst. Viel unauffälliger...und es sind Menschen, die dort arbeiten, sich also eher auskennen, als jemand den Du auf der Straße anhaust und jeder kriegt es auch noch mit.

Grüßle vom ulmi

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