Thema: Nepal-Pläne auf Eis legen?  (Gelesen 1183 mal)

JustDoIt

« am: 28. April 2015, 12:48 »
Ich habe da mal eine Frage, weil ich die Situation einfach nicht einschätzen kann:
Ich wollte eigentlich im September für 6 bis 8 Wochen nach Nepal fliegen und dort trekken (Everest Trek, Annapurna Circuit). Nach den Berichten über das Erdbeben und die vielen Nachbeben bin ich über die Zerstörung erschüttert. Sollte ich meine Weltreise-Route jetzt umplanen? Auf der einen Seite lese ich, dass der Tourismus eben Geld ins Land bringt, was sicher dringend nötig ist. Auf der anderen Seite bin ich mir mehr als unsicher, ob es Nepal innerhalb der nächsten 5-6 Monate schafft (also bis ich eigentlich starten wollte), die Trekkingrouten wieder freizumachen (es kommt ja noch die Monsunzeit, das macht es vielleicht nicht besser). Die Kulturstätten sind auch zerstört. Vielleicht hat es also mehr Sinn, erst später hinzufliegen? Ich bin leider keine ausgebildete Ärztin oder irgendetwas und werde dort also wohl "gebraucht", außer als Tourist. Ich wäre für Meinungen sehr dankbar, denn bisher hatte ich das Glück, noch nie solche Zerstörung selbst zu Gesicht zu bekommen. Ich habe keinerlei Vorstellung davon, wie viel Zeit es kosten wird, das Wichtigste wieder aufzubauen.
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Crushade

« Antwort #1 am: 28. April 2015, 12:57 »
Zunächst einmal ist ja nicht alles zerstört es ist ja schon eher die Region um Kathmandu herum
da werden wahrscheinlich nicht mal alle Trekkingrouten betroffen sein.
und bis die Tempel oder so wiederaufgebaut sind dauert es nach schätzung der UNSECO mehrere Jahre
Ich denke wenn man gerne nach Nepal gehen würde sollte man das auf jeden Fall tun das Land braucht den Tourismus werde nächstes Jahr auch nach Nepal gehen evtl sogar gerade wegen dem Erdbeben länger um mehr Geld dort zu lassen
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karoshi

« Antwort #2 am: 28. April 2015, 14:04 »
Zunächst einmal ist ja nicht alles zerstört es ist ja schon eher die Region um Kathmandu herum
Mit solchen Aussagen wäre ich vorsichtig. Bis jetzt weiß man ja noch gar nicht viel über die entlegeneren Gebiete. Es ist zwar richtig, dass die Erde im Kathmandu-Tal wegen der besonderen geologischen Voraussetzungen besonders heftig gebebt hat. Aber dafür gibt es dort vergleichsweise wenig Probleme mit Erdrutschen und Lawinenabgängen, die anderswo ganze Dörfer zerlegt haben.

Ich denke, es ist zum jetzigen Zeitpunkt einfach noch zu früh für seriöse Aussagen, wie lange der Wiederaufbau der grundlegendsten Infrastruktur dauern wird.
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Oliver13

« Antwort #3 am: 28. April 2015, 14:13 »
hi ich bin gerade in Nepal.

Also das Kathmandutal ist klar. Da ist vieles zerstört. Wenn du nur deswegen gekommen wärst, würde ich sagen lass es.
Ansonsten würde ich noch einen Monat warten und mich dann entscheiden, falls möglich. Ich hätte die Tendenz zu: Ja besuch Nepal!.

Die Hauptstraßen müssten soweit ich weiß passierbar sein. Über die Lage im Hochgebirge kann ich nichts sagen. Aber es gibt so viele Trekkingrouten, da gibt es sicher etwas schönes machbares bis September.
Und z.B. im Süden ist garnichts betroffen oder um Pokhara. Die Leute fürchten jetzt schon um das Ausbleiben der Touristen, da sie sehr abhängig davon sind. Mein Rat also, hier zu reisen kann den Leuten wirklich helfen!

Vg
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JustDoIt

« Antwort #4 am: 29. April 2015, 09:05 »
Vielen Dank für die Meinungen/Infos! Ich werde noch etwas die Entwicklung abwarten, aber vorerst wird Nepal auf meiner Route bleiben.
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T-travel

« Antwort #5 am: 03. Mai 2015, 12:23 »
Hallo,
mein Partner und ich sind gerade in Nepal und zum Glueck einen Tag vor dem Erdbeben von unserem 3-woechigen Annapurna-Trek zurueckgekommen.
Nicht nur Kathmandu hat es getroffen, sondern auch der Bezirk Gorkha (zw. Kathmandu und Pokhara) als auch die Lamjung Region(Ausgangspunkt zum Annapurnatrek!). Dort sind unzaehlige Doerfer zerstoert. Es sitzen nachwievor Touristen auf Trekkinrouten fest...was ich so weiss! Und, es gibt nachwievor Nachbeben.Hatten gestern eines der Staerke 5.0 auf der Richterskala in Pokhara.
Wie die Situation im September aussieht, kann keiner sagen. Ich wuerd an deiner Stelle mal abwarten und das im Sommer entscheiden. Es werden nachwievor Nachbeben erwartet bzw. befuerchtet. Sonst gibt es hier sehr viele Sozialprojekte, wo man helfen kann, dazu muss man kein Arzt oder Lehrer sein!

Lg t-travel
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