Thema: Euroverfall macht das Reisen teurer  (Gelesen 6036 mal)

Crung

« am: 12. März 2015, 16:45 »
Hallo zusammen,

seit ca. einem Jahr und vorallem seit Anfang des Jahres verliert der Euro ja immer mehr an wert.
Wenn ich den Wechselkurs vom Euro z.b. gegenüber dem USD, THB, HKD und eigentlich auch so ziemlich alle anderen Währungen sehe, befindet sich der Kurs ja im freien Fall.

Für den Euro bekommt man mittlerweile ja überall 10-20%, weniger in der entsprechenden Fremdwährung als vor ziemlich genau einem Jahr. Teilweise liegen die Werte auch über 20%.
Dies führt ja nun bei Auslandsreisen zu einer spürbaren Erhöhung des benötigen Budgets. Bei normalen Aufenthalten innerhalb des Jahresurlaubs fällt es sicherlich nicht ganz so ins Gewicht wie bei einer Langzeitreise.

Wie geht ihr damit um? Kalkuliert ihr das mit ein? Ändert ihr vielleicht sogar einzelne Reisepläne?

Unser Sabbatjahr beginnt im September und damit ist das fix und wir müssen es so hinnehmen wie es kommt. Ärgern tut es mich trotzdem, dass wir für die Reise wohl 20 bis 30% mehr Kapital aufwenden müssen wenn es so bleibt bzw. noch schlimmer wird.
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RETPIG

« Antwort #1 am: 12. März 2015, 17:10 »
Hi,

das Thema gabs so ähnlich schon mal, siehe hier http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=11531.0
Ob man die Reisepläne ändern sollte? Nein denk nicht, doch sollte man schon den einen oder anderen Euro mehr ansparen.
Auch sollte man nicht vergessen, dass das ganze auch wieder in die andere Richtung gehen kann - bei einen Euro-Austritt Griechenlands gibts wahrscheinlich +5 Prozent zum Dollar ...

LG
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Crung

« Antwort #2 am: 12. März 2015, 18:35 »
Da nutzt man einmal nicht die Suchfunktion..  ::)
Danke für den Link
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Stecki

« Antwort #3 am: 13. März 2015, 09:41 »
Zumindest gegenüber dem Schweizer Franken bewegt sich ja schon wieder alles in die andere Richtung.
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Eumel

« Antwort #4 am: 13. März 2015, 16:09 »
Gerade in den letzten Tagen hab ich mich auch riesig darüber geärgert!

Ich habe auch mein Sabbatical, sodass ich meinen Reisestart nicht eben mal schnell verschieben kann. Ich werde in 3,5 Monaten losziehen und muss mich einfach damit abfinden.

Ob ich mehr an Budget einplane?
-> Jein! Ich würde gerne, kann aber leider nicht mehr an Budget einplanen! Im Zweifelsfall habe ich immer gesagt, dass ich frühzeitig zurück kommen werde, auch wenn ich es nicht machen möchte. Außerdem habe ich mehrere Notfallpläne wenn es mit dem Geld knapp werden sollte.

Im Großen und Ganzen ändert sich für mich momentan nichts, nur dass ich langsam ein flaues Gefühl im Magen habe bzgl. meiner Kalkulationen :P

Wenn man sich das mal überlegt:
13.03.2014: Eurokurs @1,3906$
13.03.2015: Eurokurs @1,0510$

Bei einem (fiktiven) Ersparten von 10.000€ waren das heute vor einem Jahr 13.906$ und jetzt 10.510$.
Man hat effektiv 3396$ verloren. Nur indem man ein Jahr zu spät dran ist...  :-\
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Fender

« Antwort #5 am: 14. März 2015, 09:39 »
Nur indem man ein Jahr zu spät dran ist...  :-\

Ja, das ist leider blöd gelaufen, doch die Entwicklung konnte man ja auch schlecht vorhersehen, wenn man nicht gerade Wirtschaftsexperte ist ;)
Hoffen wir mal dass sich langfristig der Euro wieder stabilisiert und wieder an Wert gewinnt.
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arivei

« Antwort #6 am: 14. März 2015, 14:31 »
Ich kann nur nochmal auf meinen anderen Post verweisen...
http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=11531.msg76656#msg76656

Krallt euch nicht zu sehr an den EUR-USD Kurs! Schaut euch auch andere Entwicklungen an (z.B. hat der Euro zum brasilianischen Real in den letzten 2 Jahren ca. 30% gewonnen, zum australischen Dollar immerhin über 10%, zum argentinischen Peso über 40% (zumindest wenn ihr mal in die Verlegenheit kommt zum offiziellen Kurs tauschen zu müssen) etc.

Und noch was möchte ich hinzufügen: Habt ihr euch schon mal mit der Inflation in euren Reiseländern auseinandergesetzt? Was wenn ein Eiercurry in Nepal plötzlich 120 statt 100 Rupien kostet? Darüber würdet ihr euch wahrscheinlich auch nicht aufregen, weil ihr (bei eurer ersten Reise) gar nicht wisst, dass es teurer geworden ist.

Was ich eingentlich sagen will: Ärgert euch nicht wegen Wechselkursen!!!

Es reicht doch, wenn ihr bei der Ankunft wisst, wie der Kurs ist. Nicht dass ihr gleich 1000€ am Geldautomaten zieht  :D

Blume

« Antwort #7 am: 14. März 2015, 19:52 »
Ich muss zugeben, dass ich den Währungs-Entwicklungen leider sehr verängstigt zusehe. Die Prognosen der Analysten für die Zukunft sehen ja noch schlimmer aus als es derzeit ist. Sie schätzen, dass man gegen Ende 2016 für einen Euro nur noch 0,80 USD (Prognose von Goldman Sachs) bzw. 0,85 USD (Prognose von der Deutschen Bank) bekommen wird: https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/euro-0-80-dollar-fallen-155300475.html. Da unsere Weltreise von Mitte 2016 bis Mitte 2017 geplant ist, wird es mir sehr ungemütlich im Lichte dieser Prognosen.
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White Fox

« Antwort #8 am: 14. März 2015, 19:56 »
Ich muss zugeben, dass ich den Währungs-Entwicklungen leider sehr verängstigt zusehe. Die Prognosen der Analysten für die Zukunft sehen ja noch schlimmer aus als es derzeit ist. Sie schätzen, dass man gegen Ende 2016 für einen Euro nur noch 0,80 USD (Prognose von Goldman Sachs) bzw. 0,85 USD (Prognose von der Deutschen Bank) bekommen wird: https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/euro-0-80-dollar-fallen-155300475.html. Da unsere Weltreise von Mitte 2016 bis Mitte 2017 geplant ist, wird es mir sehr ungemütlich im Lichte dieser Prognosen.

Mach dir keine allzu großen Sorgen. Als studierter Wirtschaftswissenschaftler kann ich dir sagen, dass Währungskursänderungen noch schwerer (wenn nicht gar unmöglich) vorherzusagen sind als Aktienkurse. Da kann man genauso gut würfeln.
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Jessy83

« Antwort #9 am: 15. März 2015, 02:53 »
Das Problem ist nur, dass diese Bewegung gewollt und gesteuert ist und nicht zufällig passiert. Von daher befürchte ich,  dass die Prognosen recht behalten werden.
In Thailand zB. bekommt man am Atm gerade mal noch 33 Baht fürn Euro und bald wohl weniger als 30 Baht.
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Blume

« Antwort #10 am: 15. März 2015, 11:32 »
Das hieße für mich wohl, dass ich statt der ursprünglich (als es noch 44 Baht für einen Euro gab) geplanten ca. 25.000 Euro pro Person für die 13-monatige Reise nun wohl eher ca. 40.000 Euro benötigen werde. Das wäre richtig krass schlecht. Ich kann nur hoffen, dass manche der Länder, die auf unserer Liste stehen, ihre Währungen auch abwerten werden.
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NRW

« Antwort #11 am: 15. März 2015, 11:44 »
Ihr habt ja Recht was die Euro Abwertung angeht.

Aber das ist typisches deutsches Gejammer auf sehr hohem Niveau.

Uns geht's wirklich sehr schlecht wenn man überlegt, dass man es sich mit wenigen Jahren Arbeit und Sparen leisten kann, für 12 oder mehr Monate zu reisen.

Ihr werdet bestimmt auf viel Verständnis bei Einheimischen z.b. in SOA oder Südamerika stoßen...
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Blume

« Antwort #12 am: 15. März 2015, 12:02 »
Hallo? Weißt du, wie viel ich schufften muss, um die zusätzlichen 15.000 Euro aufzubringen? Wie viel Druck ich auf der Arbeit ertragen muss, wieviel Leistung, Leistung, Leistung da abverlangt wird? Da wird man wohl noch jammern dürfen. Das sind nicht zwei Mark fuffzig, um die wir hier reden. Wenn ich mal überlege, dass ich dieses zusätzliche Geld nicht gebraucht hätte, wenn ich ein oder zwei Jahre zuvor hätte losziehen können, dann kann man sich doch berechtigter Weise richtig doll ärgern. Bei manchen Leuten frage ich mich, wann ist denn deren Schmerzgrenze erreicht. Wann gehen sie los und protestieren gegen die fraglichen Entscheidungen zum Quantitative Easing? Erst wenn das komplette Ersparte futsch ist oder was?
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Boldag

« Antwort #13 am: 15. März 2015, 12:09 »
Ihr habt ja Recht was die Euro Abwertung angeht.

Aber das ist typisches deutsches Gejammer auf sehr hohem Niveau.

Uns geht's wirklich sehr schlecht wenn man überlegt, dass man es sich mit wenigen Jahren Arbeit und Sparen leisten kann, für 12 oder mehr Monate zu reisen.

Ihr werdet bestimmt auf viel Verständnis bei Einheimischen z.b. in SOA oder Südamerika stoßen...

Natürlich ist das jammern auf hohem Niveau und natürlich geht es anderen auf der Welt schlechter. Trotz allem bin ich der Meinung, dass ich mich nicht jeden Tag freuen muss, nur weil ich genug zu essen und zu trinken habe (was andere evtl. nicht haben). Das ist nun einmal Standard in unserer Welt und mMn braucht sich keiner dafür zu schämen diesen Standard als selbstverständlich zu betrachten.

Und wenn ich mich anschaue, dann passt ein langer Trip (nicht wie bisher nur ein paar Wochen) eben optimal zwischen Studium und dem Beginn des richtigen Arbeitslebens. Und dafür habe ich während meines Studiums viel gearbeitet und gespart. Und natürlich bin ich dann enttäuscht dass ich an Kaufkraft verliere. Auch wenn vllt. manche Menschen meinen ich sollte froh sein, überhaupt gehen zu können.
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NRW

« Antwort #14 am: 15. März 2015, 13:14 »
Ja, das man genug zu Essen und Trinken hat sollte man als Standard ansehen. Da gebe ich dir Recht.

Das man nach dem Studium oder nach 3-4 Jahren als Berufseinsteiger so viel Geld hat um 12 Monate recht komfortabel Reisen zu können, ist aber ein anderes Thema.

Ich bin ja bei euch. Mich ärgert es auch dass der Euro weniger wert ist.

Nach meiner Weltreise weiß ich aber deutlich mehr zu schätzen wie gut es uns hier geht. Und damit muss noch nicht einmal der Vergleich zum Elendsviertel in Jakarta oder sonstwo gezogen werden...
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