Thema: Backpacking Chile oder Panama/Costa Rica/Nicaragua Anfang 2015  (Gelesen 1094 mal)

Waxter

Hallo liebe Weltreise Gemeinschaft,

ich habe ein kleines aber dennoch schönes Problem bei dem ich von eurem Erfahrungsschatz profitieren möchte.
Wir haben im Februar/März 2015, 4 Wochen Zeit und überlegen entweder nach Chile oder Panama/Costa Rica/Nicaragua mit dem Rucksack zu Reisen. Wir waren bereits in Singapur/Malaysia/Thailand/Mexiko mit dem Rucksack.

Könnt Ihr mir hierzu ein paar Tipps oder Empfehlungen geben?
Bei meiner Gestrigen Recherche zum Torres del Paine in Chile bin ich etwas skeptisch geworden wir haben keinerlei Trekking oder Wandererfahrung, ist dann z.B. der W Trek Gut machbar?
Sind vier Wochen für Chile zu lange wenn man nicht die ganze Zeit Wandern möchte?
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bogboo

« Antwort #1 am: 27. Oktober 2014, 16:04 »
ich kann dir nur zu Chile was sagen:

- der Torres del Paine kann man auch machen, wenn man nicht der Übersportler ist. Klar sollte man den Trekk nicht auf die leichte Schulter nehmen aber er ist machbar. Wir machten den Trekk als Selbstversorger Essen/Zelt. somit musst schon mehr Gewicht geschleppt werden. Mann sollte sich aber schon bewusst sein, dass Tagesettapen von 6-8 Stunden auf einem zukommen werden. Aber die Anstrengung hat sich gelohnt. Der W-Trekk hat uns super gefallen. Tipp: die Torres am Schluss machen und am ersten Tag mit dem Boot fahren. Andernfalls hat man das Higlight schon am ersten Tag.

- 4 Wochen Chile sind definitiv nicht zu lange wenn man nicht die ganze Zeit wandern möchte!?!?!? Falls es dir wirklich zu lange sein sollte kannst du immer noch über einen Abstecher in die Salare de Uyuni nachdenken. 4-Tagetour ab San Pedro de Atacama.

- Chile hat so viel zu biete: nette Städte (Valparaiso, Iquique, Santiago), Landschaften (zig Nationalparks), Vulkane, Wüste und vieles vieles mehr. In Chile könnte man locker 2-3 Monate unterwegs sein. Nicht zu unterschätzen sind auch die Distanzen in Chile. Ganz vom Norden bis in den Süden sind das schon ein paar Kilometer.

Wir waren auf unserer Langzeitreise "nur" 35 Tage in Chile. Hätten aber viel länger bleiben können. Vulkan Villarica haben wir beispielsweise ausgelassen, ebenfalls die Halbinsel Chiloé und Puerto Montt. Die Osterinseln waren bei uns Budgetmässig ebenfalls nicht drin. die liste würde sich aber noch fast beliebig erweitern lassen.
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crazy_culture

« Antwort #2 am: 01. November 2014, 19:31 »
Die Zeit kriegst du locker rum.  :D

Chile: durch die weiten Entfernungen musst Du auch einiges an Zeit einplanen für Busfahren oder Flüge einplanen.
San Pedro de Atacama ist toll, die Seenregion um die Vulkane Osorno und Villarica, die Weinregion um Santiago und mein absolutes Highlight Torres del Paine.
Da ich auch nicht der Super Sportler bin, hatten wir uns in Refugios eingemietet und das W bis auf den rechten Mittelstrich als Tageswanderungen gemacht. Du läufst dann ohne das Gepäck, hast dafür aber auch Hin- und Rückweg.

Nicaragua-Costa Rica-Panama: ich finde 4 Wochen dafür echt knapp. Nicaragua waren wir nur im Süden (San Juan del Sur, Granada, Ometepe). Ich würde eher Panama oder Costa Rica machen und dann ein Land, da gibt es schon genug zu entdecken. Gerade in Costa Rica ist die Busreiserei sehr zeitintensiv, weil es nicht soooo viele Verbindungen gibt und du zum Teil nicht an einem Tag von A nach B kommst, auch wenn die Entfernung gar nicht so riesig ist. Ein Beispiel, von Quepos (Manuel Antonio Nationalpark) nach Monteverde kannst du für 190 km mal 8 Stunden Reisezeit einplanen.
Panama ist schon wieder besser mit Bussen zu bereisen.
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Sebi

« Antwort #3 am: 01. November 2014, 19:52 »
Bei meiner Gestrigen Recherche zum Torres del Paine in Chile bin ich etwas skeptisch geworden wir haben keinerlei Trekking oder Wandererfahrung, ist dann z.B. der W Trek Gut machbar?

Hi! Das W ist technisch in keiner Weise anspruchsvoll, kann so gesehen auch ohne große Trekking-Erfahrung absolviert werden. Was etwas tückisch sein kann ist das Wetter, das locker innerhalb des selben Tages von schön sonnig über Regen und Schneestürme und wieder zurück wechseln kann, verbunden mit krassem Wind. Und dann ist da halt die Tatsache, dass man täglich viele Stunden mit schwerem Gepäck unterwegs ist. Mir hat das am Ende eine Achillessehnenentzündung eingebracht, also je nach körperlicher Fitness kann etwas Vorbereitung und Training wohl nicht schaden. Ansonsten schließe ich mich dem Tipp an am ersten Tag den Katamaran zu nehmen und die Torres am letzten Tag zu machen (bei gutem Wetter morgens zum Sonnenaufgang). Viel Spaß!
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Waxter

« Antwort #4 am: 03. November 2014, 16:32 »
Erstmal danke für die Antworten!
Ich habe zum Trek noch ein paar Fragen, kaufe ich in Deutschland einen Schlafsack und Isomatte oder in Südamerika? Wenn dann am besten in Santiago oder Buenos Aires? Ein Zelt würde ich dann bei den Refugios mieten um ein wenig Gepäck zu sparen. Wie sieht das bei der Selbstversorgung mit Kochstellen in den Refugios aus, was ist vorhanden? Braucht man einen Kocher? Die Refugios und die Verpflegung sind mir etwas zu Teuer :-(
Kennt jemand eine Gute Routen Beschreibung von West nach Ost (Zeiten, Entfernung, Stationen)?
Was sollte man für den Trek noch an Equipment mitnehmen? Und was bietet sich an Verpflegung an?
Wie Ihr seht habe ich keinerlei Trekking Erfahrung also sorry für die unqualifizierten fragen!!!

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