Thema: Waste my time (and money) - weitere Pläne / Inspiration  (Gelesen 1421 mal)

MissMojo

Hallo Forum,

ich bin zwar erst seit 6 Wochen unterwegs (in Kanada) aber ich plane (nein, kopfkino-e) bereits schon weiter :D Ich möchte ca. bis Mai hierbleiben, im Mai / Juni mit dem Zug nach Los Angeles und dort Freunde besuchen.

Dann möchte ich gerne nach Mittelamerika, bin besonders interessiert an Guatemala und Nicaragua (nicht Costa Rica) und fände auch die Panama / Kolumbien Darian Gap Sail-Action ziemlich spannend.

Ich denke ich solle ca. 10.000 - 15.000 Dollar zur Verfügung haben. 10 K habe ich eigentlich jetzt schon, habe aber gerade meinen Job hier gekündigt und ziehe an einen anderen Ort an dem ich mich zwar unterhalten, aber nicht sparen kann.

Ich bin gerade am überlegen ob 3 Monate in Mittelamerika nicht ausreichen, dafür habe ich mir grob ein Budget von 5.000 Dollar gesetzt (ca. 3.300 Euro) und ein Flug von L.A. ist echt preiswert zu bekommen. Aber was mache ich dann? Ich weiss es nicht, ich würde gerne was schönes, anderes machen.

Nepal? Reizt mich gerade, aber ich hab es nicht so sehr mit Trekking glaube ich, das kann sich ja noch ändern, ich hike hier ja auch... Oder Laos? Oder vllt. ganz was anderes? Ich weiss nicht ob ich auf Südamerika stehe, es kommt mir irgendwo so abgelaufen vor. Auch wenn ich von Chile und Ecuador tolles gehört habe.

Ich bin so der Typ Flashpacker, und würde auch gerne mal länger an einem Ort bleiben. Ist Südamerika, gerade Kolumbien, Ecuador ect., sehr teuer?

Als weitere Anregung schmeisse ich mal noch ein paar Dinge in die Runde die ich gerne machen wollen würde.

- Karma Yoga in einem Ashram (hatte mir dafür eins in Kanada ausgesucht, bin aber offen für andere Vorschläge)
- Eco-Resort of any kind
- Paragliding
- Segeln

Also mehr so viele kleine verschiedene Sachen :)

Vielen Dank für Eure Erfahrungen und Ideen :)
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Fidelino

« Antwort #1 am: 20. Juni 2014, 03:01 »
Südamerika und abgelaufen?
Also das würde ich von SOA behaupten, aber gerade in Südamerika gibt es Ecken, wo kein Schwein anzutreffen ist.
Folgender Vorschlag: Von Panama Hand für Koje aufm Segelboot nach Kolumbien. Dort Cartagena anschauen und dann an der Karibikküste nach Venezuela (ich bin seit dem letzten Auffenthalt einfach ein Fan dieses Landes). In Merida kannst Du super Paragliding etc. machen. Bei Coro auf Sanddünen surfen und in Los Rocos tauchen. Dann gehts weiter ins Landesinnere, in den Los Llanos nach Anacondas spähen, im Orrinocodelta Piranhas und Seekühe beobachten und von Ciudad Bolivar gehts nach Canaima, wo Du die höchsten Wasserfälle der Welt bewundern kannst. Zum Schluss gehts zum Roraima, auf dessen Plateau lauter endemische Arten wachsen. Und wenn Du Bock hast, ist es von dort ein katzensprung nach Brasilien, wo Du den Amazonas zum Atlantik herunterschippern kannst.

Und das geilste: Venezuela ist saumäßig günstig und alles andere als überlaufen.
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MissMojo

« Antwort #2 am: 20. Juni 2014, 03:15 »
Nicht? Ich weiss nicht, war immer so mein Eindruck aber ich lasse mich ja gerne von was anderem überzeugen. Ja, Hand gegen Koje kenne ich und bin auch auf dem Newsletter. Hast eigentlich Recht, wenn ich das rechtzeitig plane könnte ein schicker Trip dabei rumkommen! Hatte mir sonst nur die kommerziellen Angebote von Panama via San Blas nach Cartagena angesehen.

Meine letzte Tätowiererin kam aus Venezuela - sie meinte jedoch auch, dass es sehr gefährlich sei? Und das von einem local... Ich versuche sowieso so weit wie möglich von den großen Städten wegzubleiben.

Dein Plan klingt sehr schön, und günstig klingt auch nicht verkehrt :D

Was für einen Zeitraum und was für ein Budget empfiehlst Du dafür? Werde mir die einzelnen Orte in den nächsten Tagen mal genauer angucken, vielen Dank für Deine Ideen :)
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Fidelino

« Antwort #3 am: 20. Juni 2014, 07:09 »
Also zu Venezuela: Ich würde es nicht gefährlicher einstuen, als andere südamerikanische Länder. Nach Einbruch der Dunkelheit ist halt vorsicht geboten, wobei das vor allem für die großen Städte gilt. Auf dem Land ist das alles ein wenig ruhiger. Ich war ja vor kurzem dort und habe absolut keine schlechten Erfahrungen gemacht. Klar passieren aber auch schlimme Dinge. Ich hab mich halt an folgende Regeln gehalten:

1. gesunde Vorsicht, keine Paranoia
2. belebte Orte, vor allem bei Dunkelheit, aufsuchen (Busterminal nicht in die dunklen Seitengassen verlassen usw)
3. Alkohol nur in Maßen, einen klaren Kopf bewahren
4. Keine Wertgegenstände offen zur Schau stellen
5. Tun, was die Locals tun. Sitzen die entspannt auf der Straße, kannst Du das auch, rennen die panisch in ihre Häuser (sowas habe ich nicht erlebt) solltest Du das vielleicht auch tun :)

Ich denke, diese Regeln gelten aber allgemein.
Folgende Orte kann ich für absolut unbedenklich erklären: Santa Elena (Grenze zu Brasilien, Ausgangspunkt für den Roraima Trek), Choroni (Karibikküste mit Strand, Essen und auch Backpackern), Canaima (Camp im Dschungel, nur per Flugzeug zu erreichen, Ausgangspunkt zum Salto Angel).
In folgenden Orten war ich auch, ohne Probleme zu haben: Maracay, Puerto Ordaz, Ciudad Bolivar.
In folgenden Orten wirklich vorsichtig sein: Caracas (kann man aber locker umgehen)

Zum Geld: Geld unbedingt aufm Schwarzmarkt tauschen, denn statt 1:8 (offiziell) bekommt man dort 1:80-100. Das macht Venezuela so billig. Kreditkarte nicht benutzen, die nutzt den offiziellen Kur, also mit Barggeld ausstatten.
Preisniveau: Einzelzimmer mit Bad: 250 - 350 Bolivar (2,50-3,50 Euro)
Bier: 25-30 Bolivar (25-30 Cent)
Großes Frühstück: 60 Bolivar
Tour Angel Falls, incl Anreise im Flugzeug, 3 Übernahtungen, Vollpension usw. ca. 150 EUR
Gutes Stück Fleisch mit Beilage usw. ca. 100 Bolivar
Hamburger: 70-80 Bolivar

Die Preise variieren von Region zu Region, da besonders an den Grenzen Geld im Überfluss vorhanden ist (Schmuggel).

Ich selbst werde bald von Kolumbien aus nochmal hinfahren, hab noch einiges, was ich mir anschauen will.

Hast Du eigentlich den Beitrag zum Autofahren gelesen? Das warst doch Du oder?
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Vombatus

« Antwort #4 am: 20. Juni 2014, 09:10 »
"Von Panama Hand für Koje aufm Segelboot nach Kolumbien" Da muss man natürlich schon sehr viel Glück haben eine private Gelegenheit zu finden, normalerweise ist das eben DAS Tourigeschäft. So blauäugig darf man sich das nicht vorstellen, dass man schnell eine "kostenlose" Gelegenheit findet. Und warum sollte ich für ein paar Handgriffe jemand kostenlos mitnehmen, wenn andere dafür noch Geld drauafzahlen würden? "Beine breit gegen Koje" wäre da vielversprechender. Oder man haut halt 500 USD auf dem Tisch. 

3000 Euro für drei Monate Mittelamerika inkl. Teile Südmexikos + die Bootsfahrt nach Kolumbien würden wohl auch gehen wenn man aufs Geld schaut.

Guatemala und Nicaragua sind eine Reise wert, interessant wäre die Möglichkeit Belize als Schnorchelwochenende mitzunehmen wenn man von Mexiko kommt.
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MissMojo

« Antwort #5 am: 21. Juni 2014, 03:16 »
Danke, Fidelino - für diese konkreten Infos. Das mit dem Schwarzmarkt erstaunt mich. Eigentlich habe ich bisher nie Geld gewechselt sondern Geld einfach vom Automaten abgehoben. Wie kommt es denn zu so einer großen Differenz? Welchen Tour Operator hattest Du für den Trip zu den Angel Falls? Und welche Währung soll ich tauschen, USD?

Beitrag mit Autofahren? Muss ich noch mal nachgucken, aber es klingelt gerade nichts bei mir.

Vombatus: Nun ich bin flexibel was die Zeit angeht und auch die Abfahrt bzw. Ankunft, ich hab ja nur eine grobe Richtung im Kopf. Aktuell habe ich (allerdings nur beim ersten stöbern) 2 Angebote gefunden die grob in die Richtung gehen. Ich halte das nicht für sooo unrealistisch, es kommt natürlich immer drauf an wo und wie man sucht. Und das mir das in Panama 1 Tag vorher am Strand angeboten wird, well  - davon gehe ich ja nicht aus.

Mexiko muss ich nicht machen, könnte ich mit ca. 1.000 € pro Monat kalkulieren für Mittelamerika und Kolumbien sowie Venezuela? Oder ist das schon sehr knapp? Bevor es nämlich zu knapp wird reise ich lieber kürzer und erlebe mehr, eben paragliding, ausflüge, pipapo :)

Belize habe ich kurz überlegt, ich habe einen Bekannten dort aber leider den Kontakt verloren und versuche das zu recherchieren was irgendwie echt nicht einfach ist. Naja jedenfalls habe ich schon von einigen gehört, dass es sich nicht zu viel nimmt im Vergleich zur Karibikiküste anderer Länder die nicht so teuer sind.

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Fidelino

« Antwort #6 am: 22. Juni 2014, 18:41 »
Wenn Du Dir in Venezuela Geld am Automaten holst bist Du bescheuert :)

Also am besten sind USD und Euro. Jeweils große Scheine werden gerne gesehen.
An der Grenze zu Brasilien geht wohl auch Real.
Wenn Du den Geldechslern einen 100 Dollar Schein in die Hand drückst bekommst Du zig 100 Bolivar Noten. Ich hab das immer nachgezählt, hat immer gestimmt. Solltest Du also außerhalb Santa Elenas wechseln, steck das lieber erstmal weg und zähle, falls Polizei in der Nähe ist :)
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MissMojo

« Antwort #7 am: 24. Juni 2014, 00:36 »
Krass... das es sowas gibt!

Ist nur die Frage woher ich nach 4 Monaten Mittelamerika soviele USDs bekommen soll :D
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Fidelino

« Antwort #8 am: 24. Juni 2014, 02:15 »
In Ecuador kriegst Du USD ausm Automaten und an manchen Orten in Kolumbien auch. Du kannst in VEN aber auch Euro taauschen oder brasilianische Real (an der Grenze zu Brasilien), wie es mit kolumbianischen Peso aussieht, weiß ich nicht. Aber ich denke, die sind glücklich über alles, was irgendwie eine brauchbare Devise ist.
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Toby

« Antwort #9 am: 24. Juni 2014, 08:32 »
Zitat
Ist nur die Frage woher ich nach 4 Monaten Mittelamerika soviele USDs bekommen soll 

In Panama ist der USD die offizielle Landeswährung, falls du keinen Umweg über Ecuador machen willst...
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MissMojo

« Antwort #10 am: 25. Juni 2014, 01:13 »
excellent - panama stand auch auf meiner liste, war jedoch noch lange nicht soweit, dass ich mich über währung und co. informiert habe!
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