Thema: Pantanal, aber bezahlbar?  (Gelesen 1593 mal)

Bobsch

« am: 10. Juni 2014, 19:59 »
Hallo liebes Forum,

in Anlehnzung an meinen anderen Thread möchte ich diesen hier eröffnen. Das Pantanal ist sicherlich ein sehr interessantes und bereisenswertes Gebiet, aber es muss auch bezahlbar bleiben. Die Preise, die ich im Internet bisher gefunden habe rangieren um die 1000 USD pro Person für 3 bis 4 Tage. Aus meiner Erfahrung heraus sind die Preise vor Ort in der Regel wesentlich günstiger, doch selbst im Lonely Planet stehen Preise, die bei über 100€ pro Tag pro Person starten.
Wie teuer ist es wirklich vor Ort? Kann man günstige (aber auch gute) Guides vor Ort finden? Gibt es die Möglichkeit sich günstig auf einer Fazenda einzumieten und von dort aus mit ortsansässigen Guides Tagesunternehmungen für einen annehmbaren Preis zu machen?
Wäre die bolivianische Seite des Pantanal eine Alternative? Diese dürfte doch um einiges günstiger sein, oder? Mir wurde aber gerade von einer einzelnen Person (die es wiederum über Ecken hat) gesagt, dass die bolivianische Seite nicht ganz so beeindruckend sein soll. Eure Erfahrungen?


Ich freue mich über zahlreiche Antworten!

Grüße
Boris
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Fidelino

« Antwort #1 am: 10. Juni 2014, 20:31 »
Hey...
Ich kenne Deine Reisetoute nicht, aber bei den Preisen bin ich schon aufgeschrocken.
Ich würde Dir eine ganz andere Alternative vorschlagen: Los Llanos in Venezuela, um ein vielfaches günstiger, viele Tiere, vergleichbare (nicht gleiche!) Landschaft, ein Stückchen weiter nördlicher im Einzugsgebiet des Orinoco.
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karoshi

« Antwort #2 am: 10. Juni 2014, 21:11 »
Über die bolivianische Seite des Pantanal kann ich nichts sagen, aber die Pampas-Touren ab Rurrenabaque sind sehr viel günstiger als 100€/Tag, und die Tierwelt steht dem in nichts nach. Andererseits hat man hier das Problem der langen Anreise.
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Vombatus

« Antwort #3 am: 10. Juni 2014, 22:41 »
Wie im anderen Thread schon geschrieben ist mein Aufenthalt 2005 nicht mehr repräsentativ. Habe nochmal nachgesehen. Das waren damals 4 Tage all inklusive 250 Reals, am Busbahnhof gebucht. Andere Anbieter hatten das doppelte verlangt, dafür aber mehr Komfort versprochen. Ich hatte halt nur eine Hängematte und Wasser aus dem nächsten Teich zum Zähneputzen.

Wie auch immer, ich denke (wie du auch) die Preise im Internet kann man als Backpacker nicht ernst nehmen. Die Uyuni-Tour und die Galapagos-Touren kosten online auch viel mehr, als wenn man sie Vorort selbst organisiert.

Ich hoffe hier meldet sich jemand mit aktuellen Erfahrungsberichten und Zahlen. Kann natürlich sein, dass die WM auch die Preise extrem hochtreibt, dann ist Bolivien was Natur angeht eine gute Alternative!
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Floppyjones

« Antwort #4 am: 09. November 2015, 15:17 »
Hallo zusammen,

wollte das Thema mal wieder hochholen.
Wir wollten selbstorganisiert in Richtung Pantanal, um dort vor Ort ggf. von dort nach Bolivien zu reisen.
Hat einer von Euch aktuelle Zahlen (Unterkünfte, Nahrung, Touren?)?

Vielen Dank im Vorraus für Eure Hilfe.
Auch Hinweise im Bezug auf Unterkünfte wären super:)

VG
FJ
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Maria-Elena

« Antwort #5 am: 12. November 2015, 13:58 »
Hallo!

Eben habe ich rumtelefoniert und kein Unterkunft unter ca. 120 EUR (VP + eine Tierbeobachtung/Tag) oder ca. 50 EUR (VP) in einem Fischercamp (ohne Tierbeobachtungen) gefunden. Wen man nach Corumba oder Poconé fährt und dort was sucht ist sicherlich günstiger aber das erfordert viel Zeit, ein Auto und Portugiesischkenntnis. Aber der Pantanal gehört auch zu Paraguay. Schau mal www.guyra.org.py nach der "Estación Biológica Los Tres Gigantes" in der "Reserva Natural de Guyra Paraguay". Schon die Reise dorthin scheint abenteuerlich (Bus + 3 Tage Bootsfahrt) und lohnenswert zu sein. Vor einiger Zeit kostete die Übernachtung mit VP 35 US$! Leider war ich noch nicht dort (nächstes Jahr vieleicht) und weiß deswegen nur das was auf dem site steht. Sind jedoch Tel.Nr. und e-mail Adresse vorhanden, man kan sich durchfragen.

Gute Reise
Elena
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Floppyjones

« Antwort #6 am: 13. November 2015, 09:23 »
Vielen Dank für die Antwort.
Leider nicht ganz das, was ich mir gewünscht hatte^^
Naja mal sehen ob, oder wie man das dann umsetzen kann.......
50€/120€ sprengt definitiv mein Budget.
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Degna

« Antwort #7 am: 02. Januar 2016, 18:31 »
Hallo Floppyjones,
ich war im Okt. für 4Tage im Pantanal. Wir hatten eine recht preisgünstige Möglichkeit gefunden,die mir immer noch viel zu teuer war.
Das Pantanal ist überwiegend im Privatbesitz,die Fazendas sind in Hotels für Touristen umgewandelt.Und genau das ist der Knackpunkt,da vilele Touris von USA kommen,ist das niveau dieser hotels ab *** Sterne aufwärts,Vollpension und kosten alleine pro tag um die 500 real,was ca. 125€ sind.
Alleine da rumtappen kannst du nicht,du brauchst ein Auto + Guide,wodurch auch wieder Kosten entstehen.
Wir haben für 4 Tage und 3Übernachtungen 750 US$ bezahlt,was für dortige Verhältnisse als preiswert gilt. Nach oben gibt es kaum eine Grenze.
Ja,man kann das auch von Bolivien aus machen,hat mir ein Amerikaner erzählt,das soll billiger sein ,aber komplizierter bei der Anreise.
Ganz ehrlich,ich war vom Pantenal nicht so begeistert,alles sehr touristisch,Massenabfertigung und ich habe bedeutend besser die verschiedenen Vogelarten im Parc do aves in Foz do Iguacu gesehen.
Ich hätte es mir gespart,wenn ich alles vorher gewußt hätte.
Lg Claudia
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iuw

« Antwort #8 am: 02. Januar 2016, 23:23 »
Ich hatte im September 2014 eine Tour (4 Tage/3 Nächte) bei Ecological Expedition (www.pantanaltrekking.com) gebucht. Das hat glaub ich etwa 670.- Reais gekostet. Wir starteten in Campo Grande. Den Endpunkt konnten wir wählen (entweder zurück oder nach Bonito). Die An- und Abreise waren allerdings recht lange. Untergebracht waren wir in Schlafsälen. Frühstück, Mittag- und Abendessen waren inbegriffen.
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Floppyjones

« Antwort #9 am: 04. Januar 2016, 09:05 »
Danke für die ganzen Antworten:)

Puh, da muss ich mal in mich gehen.
Wobei sich 670 BRL nicht allzu schlecht anhören.....
Mal sehen.....
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BrigitteMentges

« Antwort #10 am: 12. Januar 2016, 06:49 »
Beim Pantanal Besuch muss man sehr vorsichtig sein, denn es gibt die billigere Variante (Massenabfertigung) wo man wenig sieht und es gibt die 'fazendas' die sehr teuer sind.  Ich selber war auf einer im Sued Pantanal und der Preis war um die 1000 US$ pro Person (muss mal nachschlagen).  Und die Fazenda ist sehr einfach. Rustikal.  Ich selber war auch total geschockt, aber mein Mann wollte die Reise unbedingt machen.  Man muss auch eines sehen:  diese tuereren Fazendas sind SEHR abgeschieden; man erreicht sie nur nach einem ganzen Tag Auto fahren oder per privat Flugzeug.  Unsere fazenda war sehr klein (4 Zimmer und 2 Zimmer fuer Uni Studenten und anderen Wissenschaftlern - fuer die ist es kostenfrei) und die guides sind praktisch nur fuer Dich da.  Und Tiere sieht man sehr viele (aufpassen auf die richtige Jahreszeit).    Wer weniger Geld ausgeben moechte, rate ich das Nordpantanal.  Da kann man eine richtig interessante Reise per Auto auf der Transpantaneira machen und an kleineren Hotels am 'Strassenrand' uebernachten. Sehr empfehlenswert! und viel guenstiger!  Mir hat beides sehr gut gefallen.
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J-Meistro

« Antwort #11 am: 20. Januar 2016, 02:06 »
Es gibt noch in Argentinien eine günstigere Alternative, Esteros del ibera Nationalpark.

Der lässt sich gut mit den Iguazu Fällen auf den Weg nach Buenos Aires verbinden.
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