Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Die Weltliteratur bietet zu dieser Frage einige interessante Anregungen, besonders nett finde ich diese:

Man muß sich das einmal vorstellen: Die Dame hat ihr Bankkonto schon erheblich überstrapaziert, ihre Pension ist auf ein Existenzminimum geschrumpft, der größere Teil geht in die Kasse der Bank zurück, sie hat angepumpt, wen immer sie anpumpen könnte, Bridgefreundinnen, alte Kameraden ihres Mannes, darunter zwei Obristen und ein General, lauter nette Menschen; sie hat schon das Frühstücksei von ihrem Menü gestrichen, und nun steht sie da in ihrer Wohnung, und es fällt ihr nur der Spruch ein: "Woher nehmen ohne zu stehlen?" [...] und die Moral dieses Spruchs hakt bei ihr an einer Stelle ein, die die Verbreiter solcher Sprüche nicht vorausgeahnt haben. Stehlen, denkt sie, das ist die Lösung, als ihr gegen 14:30 jene gepflegte kleine Sparkassenzweigstelle einfällt, die in einem benachbarten Vorort am Rande eines Parks liegt.

–Heinrich Böll, "Höflichkeit bei verschiedenen unvermeidlichen Gesetzesübertretungen"

Aber auch für die, die nicht kriminell werden wollen, gibt es eine Reihe von Wegen, an das nötige Kleingeld zu kommen.

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