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Warum man die Wahltermine im Auge haben sollte

Dass man als Reisender nicht ganz unabhängig von den allgemeinen Ereignissen im Reiseland ist, ist ja eigentlich relativ klar. Besonders die Urlaubszeiten und Feiertage der einheimischen Bevölkerung sind zwar auf der einen Seite manchmal mit faszinierenden Festen verbunden, stellen aber auf der anderen Seite auch oft eine gewaltige Beeinträchtigung beim Reisen dar, weil öffentlicher Transport, Hotels oder Restaurants durch Millionen von “Locals” blockiert werden. OK, es ist ihr Land. Man muss sich eben drauf einstellen und gegebenfalls Kompromisse machen. Dafür stehen in jedem Reiseführer die nationalen Feiertage drin.

Noch eindrucksvoller, aber leider nicht immer ganz so vorhersehbar, sind politische Ereignisse. Ich habe auf meinen Reisen immer versucht, die Zeit um Wahlen herum zu vermeiden bzw. mich zu dieser Zeit wenigstens von großen Städten fern zu halten. Schon die Zeit des Walkampfes kann ungemütlich werden, wenn die diversen politischen Gruppierungen mehr oder weniger vehement für ihre Sache werben und demonstrieren. Besonders kritisch ist aber die Zeit nach der Wahl, wenn es (jedenfalls wenn mehrere Parteien zugelassen sind) neben einem Gewinner auch Verlierer gibt, die zu Recht oder zu Unrecht mit dem Wahlergebnis nicht einverstanden sind. Dass es selbst nach einer friedlich verlaufenen Wahl plötzlich ganz schön abgehen kann, zeigen die Beispiele Kenia und in jüngster Zeit Iran.

Selbst nicht so umstrittene Wahl-Events können sehr “interessant” werden. Matzepeng und Dina sind in Ecuador in die Wahlen zum andinischen Parlament geraten. Offenbar ging es da ohne anschließenden Bürgerkrieg ab, aber tumultartige Szenen ließen sich wohl trotzdem nicht ganz vermeiden. Stoff für eine weitere Geschichte am Lagerfeuer.

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